An wem es bislang vorbeigegangen ist:

New York (AFP) - Die Schauspielerin Janet Leigh, berühmt durch ihre Rolle als Mordopfer im Hitchcock-Film "Psycho", ist tot. Wie am Montag bekannt wurde, starb die 77-Jährige in ihrem Haus in Beverly Hills. Weltruhm erlangte sie durch die Duschszene im Kinoklassiker "Psycho" von Alfred Hitchcock. Leigh litt seit einem Jahr an einer Gefäßkrankheit.

"Sie ist im Kreise ihrer Familie friedlich gestorben", sagte Heide Schaeffer, die Agentin ihrer Tochter Jamie Lee Curtis, der Tageszeitung "New York Daily News."

Leigh hatte nach mehreren Ehen 1951 den Schauspieler Tony Curtis geheiratet. 1962 wurde die Ehe geschieden. Die gemeinsamen Töchter der beiden, Jamie Lee und Kelly Curtis, wurden ebenfalls Schauspielerinnen. Janet Leigh drehte mehr als 60 Filme, in denen sie die Hauptrolle neben männlichen Hollywood-Legenden wie James Stewart in "Nackte Gewalt", John Wayne in "Düsenjäger", Frank Sinatra in "Botschafter der Angst" oder Paul Newman in "Fall für Harper" spielte.

Aber es war Hitchcock, der Meister der Spannung, der ihr 1960 die unvergesslichste Rolle ihrer Karriere anvertraute: die der Marion Crane, einer jungen Frau, die mit dem Geld ihres Chefs auf der Flucht ist und in einer Gewitternacht im Motel von Norman Bates (gespielt von Anthony Perkins) dem Tod begegnet. Ihr Auftritt in "Psycho" dauerte nur 45 Minuten. Aber er brachte ihr einen Golden Globe und eine Oscar-Nominierung ein.

In einem Interview erinnerte Janet Leigh kürzlich daran, dass die damaligen Filmemacher keine Nacktszenen oder einen Dolch, der in einen Körper stößt, zeigen durften. "Aber wenn man sie fragte, dachten die meisten Zuschauer, sie hätten diese Szenen gesehen. Dabei waren sie das Produkt ihrer Einbildung. Solche Beschränkungen waren eine gute Sache, glaube ich. Sie zwangen die Filmemacher zur Kreativität."