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Thema: Ulrich Thomsen

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    Ulrich Thomsen



    Geboren am 6.12.1963 in Næsby (mtlw. ein Vorort der drittgrößten dänischen Stadt Odense) auf der Insel Fünen (Fyn) als Sohn eines Vertriebsberaters und einer Technischen Zeichnerin. Nach dem Abschluss am Gymnasium war er u. a. in Beverly Hills als Pizzabote tätig, wo er erste „Kontakte“ zum Film-Biz hatte. Zurück in seiner Heimat wurde er früh für ein Theaterstück engagiert und begann schließlich zunächst an der Fame School in Odense, später an der staatlichen Theaterschule in Kopenhagen mit entsprechenden Ausbildungen. 1993 gelang ihm dort der Abschluss, woraufhin er an mehreren Kopenhagenern Theatern Anstellungen fand und auf der Bühne stand. 1994 gab er in einer Nebenrolle in Ole Bornedals Nightwatch sein Leinwanddebut. 1998 gelang ihm in der Hauptrolle von Thomas Vinterbergs Das Fest der Durchbruch. Kurz danach begann er seine internationale Karriere durch eine Nebenrolle im James Bond-Film Die Welt ist nicht genug (99). So agierte er mittlerweile in zahlreichen britischen, US-amerikanischen und deutschen Produktionen (er spricht fließend englisch und gut deutsch) sowie auch einer ungarischen (Ópium / 07), wobei er aber auch immer wieder in seinem Heimatland vor der Kamera stand. Er ist (mit einer Schwedin) verheiratet und hat zwei Kinder.


    Filme (Auswahl):

    1994 Nightwatch (Nattevagten)
    1996 Zwei Helden (De største helte)
    1997 Gnadenlose Verführung (Sekten)
    1998 Das Fest (Festen)
    1999 Die Welt ist nicht genug (The World is Not Enough)
    2000 Flickering Lights (Blinkende lygter)
    2001 Bella Martha
    2001 The Zookeeper
    2002 Killing Me Softly
    2003 Das Erbe (Arven)
    2004 Brothers - Zwischen Brüder (Brødre)
    2005 Allegro
    2005 Adams Äpfel (Adams æbler)
    2005 Königreich der Himmel (Kingdom of Heaven)
    2005 Das Genie und der Wahnsinn (Sprængfarlig bombe)
    2007 Alien Teacher (Vikaren)
    2007 Hitman - Jeder stirbt alleine (Hitman)
    2008 Gebrochen (The Brøken)
    2008 Wen du fürchtest (Den du frygter)
    2009 Lulu & Jimi
    2009 The International
    2009 Duplicity - Gemeinsame Geheimsache (Duplicity)
    2010 Das letzte Schweigen
    2010 Centurion
    2010 In einer besseren Welt (Hævnen)
    2011 Der letzte Tempelritter (Season of the Witch)
    2011 The Thing


    TV Filme (Auswahl):

    1999 Deep Water - Im Sog der Angst (Dybt vand)
    2009 Entführt


    Kurzfilme (Auswahl):

    1996 Café Hector
    1999 Wahlnacht (Valgaften) [oscarprämiert]


    TV Mini-Serie:

    2009 Blekingegade


    Serien-Gastauftritte (Auswahl):

    2005 Alias - Die Agentin (S4E13)



    Auszeichnungen:

    Er gewann den Bodil (wichtigster dänischer Filmpreis und passenderweise der Name seiner Mutter) als bester Darsteller für Das Fest (99) sowie Das Erbe (04); den Robert (dän. Filmpreis) als bester Darsteller für Zwei Helden (97), Das Fest (99) sowie Das Erbe (04). International gewann er den Flaiano Film Festival-Preis als bester Darsteller für Das Erbe (04); den Spezialpreis der Jury für das Schauspielensemble beim Indianapolis International Film Festival für Brothers (05); beim Festival Internacional de Cine Contemporáno de la Ciudad de México als bester Darsteller für Das Erbe (04); beim Festival des nordischen Films in Rouen als bester Darsteller für Zwei Helden (97) und Das Erbe (04); sowie beim Festival Internacional de Cine de Donostia als bester Darsteller für Brothers (04).


    Der vielseitige Charakterdarsteller hat es mir schon früh angetan. Ersten bewussten Kontakt mit ihm hatte ich in Die Welt ist nicht genug, wo er, in guter alter nord- und mitteleuropäischer Tradition, einen Russen verkörperte, der aber leider von der britischen Doppelnull liquidiert wurde. Kurz darauf zeigte er in Das Fest eine außergewöhnliche Leistung und war schon gleich in mein Kleinhirn eingebrannt. Nightwatch hatte ich zwar vorher schon gesehen, aufgrund seiner Kleinstrolle aber nicht bewusst wahrgenommen. Auch in allen anderen Rollen die ich seitdem gesehen habe, ob Haupt- oder Nebenfigur, Ex-Knacki der das heimische Filmbusiness aufmischt, Nazi in der Resozialisation, Heimkehrer aus Kriegsgefangenschaft, skrupelloser Bankenboss, pädophiler Mörder oder was auch immer, er überzeugt einfach. Interessant auch, dass er mit Lars von Trier eher ein gespanntes Verhältnis hat, zumindest von Seiten des Regisseurs. Seit Thomsen nämlich mal ein Rollenangebot von von Trier ausgeschlagen hat, ist dieser zutiefst beleidigt und würde nur noch mit Thomsen zusammenarbeiten wollen wenn dieser ihn auf Knien darum bittet, so wird überliefert. Langfristig plant er den Ausstieg aus dem Schauspielgeschäft und will sich künftig mehr auf der anderen Seite der Kamera verdingen, bereits in diesem Jahr wird er als Regisseur eine internationale Produktion führen, die in Berlin gedreht wird und auf einem eigenen Drehbuch basiert. Außerdem sieht er auch die Malerei, bislang nicht viel mehr als ein Hobby, als mögliches künftiges Tätigkeitsfeld, wobei er sich allerdings dann ganz aus der Filmwelt zurückziehen würde. Schließlich ist noch zu sagen, dass er, soweit sich das aus Interviews und Auftritten beurteilen lässt, ein überaus sympathischer Mensch ist.



    Geändert von Kalervo (21.03.2011 um 12:32 Uhr)
    The bad news is, we did an X-ray, and your body is full of a spooky skeleton man.

    Last watched movies [letzte Änderung: 04. November 2017]

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