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Thema: Desperate Housewives

  1. #1
    ste
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    Desperate Housewives

    Ab morgen abend gehts auf Pro7 los...laut Internetforen und Zeitungsberichten kommt da eine der besten Serien auf uns zu..
    Habt ihr schon Folgen gesehen(aus dem Netz runtergeladen?)oder wie ist eure Meinung... ?
    Die meiste Zeit meines Tages verbringe ich damit die Abscheu vor meinen Vorgesetzten zu verbergen...(American Beauty)

  2. #2
    Admin Avatar von Matt
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    Re: Desperate Housewifes

    Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich da mal reinschauen werde. Das ganze ist von einem Republikner erdacht, geschrieben und produziert wurden, und wirkte auf mich mehr bieder, als kritisch. Aber lustig ist es vielleicht dennoch. Hier noch der Artikel der vor ein paar Tagen in der Süddeutschen erschienen war:

    08.04.2005 19:26 Uhr - Fernsehen
    Hausfrauen am Rande des Nervenzusammenbruchs

    Der verarmte Autor Marc Cherry landet mit "Desperate Housewives“ einen der größten Hits in der Fernsehgeschichte. Wenn ihm die Ideen ausgehen, fragt er seine Mutter.
    Von Adrian Kreye

    Marc Cherry, der Produzent, Autor und Erfinder der Fernsehserie Desperate Housewives, ist eine imposante Erscheinung – allerdings auf den zweiten Blick.

    Auf den ersten Blick wundert man sich, wie ungeniert dieser übergewichtige Mann mit dem schütteren Haar während einer Drehpause in Halle C der Universal Studios auf einem cremefarbenen Sofa im Bühnenbild lümmelt.

    Er trägt zu sandfarbenen Arbeiterhosen eines jener Polohemden, das sonst die Fremdenführer tragen, die hier Touristen übers Gelände führen. Und die pilgern seit einiger Zeit zu „Wisteria Lane“, jener künstlichen Vorortstraße, in der die Serie spielt.

    Auch Wisteria Lane wirkt zunächst unspektakulär. Da drängen sich entlang einer S-Kurve schmucke Einfamilienhäuser, die erst im Weitwinkelobjektiv der Kameras jene großbürgerliche Pracht entwickeln, in der vier Damen mittleren Alters zwischen Familie, Heim und erotischen Verwirrungen die verzweifelten Hausfrauen des Serientitels geben.

    Aufstiegsgeschichte mit Happy-end
    Die Häuser wirken betont gewöhnlich, als habe man sie schon mal gesehen. Hat man auch: Es sind Klassiker der Filmgeschichte. Die chronisch überlastete Mutter Lynette wohnt in dem Haus, in dem Ronald Reagan in Bedtime for Bonzo lebte, die souveräne Bree herrscht über das Haus, in dem sich Tom Hanks 1989 über Teuflische Nachbarn ärgerte, und die lüsterne Gabrielle steigt dem Gärtner im Garten jenes Hauses nach, in dem James Stewart in dem eingebildeten Riesenhasen 1950 seinen Freund Harvey fand.

    Die Damen hat man ebenfalls schon gesehen: Marcia Cross in Melrose Place, Eva Longoria in Young and the Restless, Teri Hatcher in Superman. Auch die Männer haben TV-Karrieren in Serien wie Melrose Place und Ally McBeal hinter sich. Ganz jung sind sie alle nicht mehr. Sie spielen ja auch erwachsene Menschen mit erwachsenen Problemen, das ist Teil ihres Erfolges.

    Mit diesen Figuren können sich die Bewohner der realen Suburbia identifizieren, deren Leben von den Phantasiewelten urbaner Erfolgssendungen wie Friends weit entfernt ist. Davon abgesehen, lieben Amerikaner solche Stories über die zweite Chance.

    Womit wir wieder bei Marc Cherry wären: Die Karriere des 41-Jährigen gehört im Haifischbecken Hollywood zu den wenigen Aufstiegsgeschichten mit Happy-end. Es ist noch gar nicht lange her, dass dieser Cherry arbeitslos und pleite bei seiner Mutter lebte. Er hatte Anfang der Neunziger als Drehbuchschreiber der Serie Golden Girls Erfolg gehabt und dann zwei Flops geschrieben. Seine Mutter war es denn auch, die ihn für das erste Drehbuch der Serie inspirierte.

    ABC fand die Idee sofort gut
    Marc Cherry erzählt, dass er die Abende mit ihr vor dem Fernseher verbrachte. „Wir haben uns damals den Prozess gegen diese Frau aus Texas angesehen, die ihre Kinder in der Badewanne ertränkte. Ich fand das unvorstellbar, dass eine Frau so verzweifelt sein kann, dass sie ihre eigenen Kinder umbringt.“

    Cherry lacht kurz auf. „Meine Mutter knurrte nur: ‚An dem Punkt war ich auch schon’. Das hat mich zutiefst erschreckt. Ich hatte sie immer als perfekte Mutter und Ehefrau gesehen.

    Aber dann habe ich mir gedacht: Wenn meine Mutter schon so verzweifelt war, dann muss es jeder Frau einmal so ergangen sein.“ Die Grundidee für eine schwarze Komödie über Hausfrauen am Rande des Nervenzusammenbruchs war geboren.

    Die wollte zunächst niemand kaufen. Alle Großsender lehnten ab – CBS, NBC, Fox, HBO. „Richtig bitter“ sei gewesen, als auch der Frauensender Lifetime ablehnte, erinnert sich Cherry. „Aber dann passierte etwas Wunderbares – meine Agentin wurde wegen Veruntreuung verhaftet.“

    Seine neue Agentur bot die Komödie einfach als Soap Opera an – ABC sagte sofort zu. Im Januar 2004 wurden Verträge für die gesamte Serie abgeschlossen. Jetzt ist Cherry nicht nur Chefautor, sondern auch Produzent der erfolgreichsten Serie und somit einer der mächtigsten Männer des US-Fernsehens.

    Erfolg in Großbritannien
    In Hollywood können Drehbuchautoren von solchen Arbeitsbedingungen nur träumen, denn bei Kinofilmen stehen sie in der Hackordnung ganz unten. „Das ist bei Fernsehserien ganz anders“, sagt Cherry: „Ohne mich ginge es ja nicht mehr weiter. Solche Arrangements sind gar nicht so unüblich.“

    Ewig will er die Serie trotzdem nicht fortsetzen. Sechs, sieben Jahre, dann hätte sich die Geschichte wohl erschöpft. Aber solche Gedanken sind noch in sehr weiter Ferne. Derzeit reißen die Erfolgsmeldungen nicht ab: Desperate Housewives ist erfolgreicher als Emergency Room und Friends. 130 Länder haben die Serie gekauft, überall bricht sie Rekorde.

    In Großbritannien war sie der erfolgreichste Serienstart in der TV-Geschichte des Landes. In Island war das genauso. So sehr unterscheidet sich das Leben in der amerikanischen Suburbia ja nicht vom Leben in den Vororten im Rest der Welt.

    Ein Leben, das niemand so gut beschreiben kann wie US-Autoren, egal, ob sie darüber Romane schrieben wie John Updike und Philip Roth oder Filme drehten wie Steven Spielberg. „Wahrscheinlich, weil wir Amerikaner so lange in diesen verstreuten Dörfern gewohnt haben“, erklärt Cherry:

    Eigene Kindheitserlebnisse eingebaut
    „Deswegen spielten all diese Geheimnisse, die sich hinter den Türen der Nachbarn verbergen, für amerikanische Autoren immer eine wichtige Rolle.“ Und da ist dieser spezielle Dreh in Cherrys Büchern, den Susan Sontag einst als Camp bezeichnete – jene homosexuelle Sensibilität für Kitsch und die Überhöhung des Gewöhnlichen.

    Trotz all der Ehebrüche, Sünden und Laster hat Desperate Housewives einen zutiefst moralischen Kern. „Jede Sünde hat Konsequenzen“, sagt der überzeugte Republikaner Cherry: „Das spiegelt wohl meine konservative, fundamentalistische Erziehung wider. Natürlich nehmen wir das alles nicht ernst, aber die Leute merken, dass sich da eben keine versnobten Ostküsten-Liberalen über sie lustig machen.“

    Seine wichtigste Inspirationsquelle sei nach wie vor Mama Cherry. „Da gibt es diese Szene, in der Lynette die Kinder aus dem Auto wirft und einfach davonfährt. Meine Mutter hat das mit uns einmal gemacht.“ Er lacht kurz auf. Mom habe nur gesagt, sie könne nicht glauben, „dass ich diese Geschichte ganz Amerika erzählt habe“. Und nun auch der ganzen Welt.

    Desperate Housewives, ProSieben, dienstags, 21.15 Uhr.
    Quelle (Süddeutsche Zeitung)

    Dieser Artikel war jetzt ja weniger kritisch, aber vor einigen Monaten wurde "Desperate Housewifes" auf der Medienseite der SZ völlig zerrissen.

    (kann es sein, dass Pro7 die Serie schon weitaus früher senden wollte?)
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  3. #3
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    Re: Desperate Housewifes

    Noja... man hat ja nix zu tun... werd wohl mal reinschauen.
    All zu viel erwart ich aber nicht. Hauptgrund ist für mich wohl Teri Hatcher, da hat man noch erinnerungen an die jugend mit Louis und Clark. 8)
    ~Man muss das Absurde akzeptieren, um es bekämpfen zu können!~

    http://myspace.com/killtank

  4. #4
    Admin Avatar von Matt
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    Re: Desperate Housewifes

    ich wusste ja das ich die von irgendwoher kenne. sehr schön, das wertet die Serie ja gleich schon ein wenig auf!
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  5. #5
    Tet
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    Re: Desperate Housewifes

    Also was ich bisher so in den Werbungen gesehen habe, hat mich eher abgeschreckt.
    Das sieht in meinen Augen noch schlimmer als Sex and the City aus.
    Vollkommen übertrieben und sinnbefreit.

    Aber wer weiß, vielleicht ist es ja doch ganz nett.

    KNOCK KNOCK KNOCK - Mugon no kuukan o daite
    Kabe o tataite wa mogaku yo - Daiji na serifu nani mo ienai mama

  6. #6
    Regisseur Avatar von VJ-Thorsten
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    Re: Desperate Housewifes

    Also ich hab mir vor nen paar Tagen den Piloten, der heute ja kommt, angesehen (nette Beilage des aktuellen Stern). Oder besser versucht.
    Ich werd es dann nächste Woche noch einmal versuchen aber irgendwie scheint mir diesee Serie dann doch eine reine Frauenserie zu sein.

    "Nicht essen"

    "Warum denn nicht?"

    "Hab ich selbst gekocht".

    er kostet

    "IHhh. Die Nudeln sind gleichzeitig verbrannt und noch nicht durch"

    "Hi hi"

    "Ich bin ????, Klempner"

    "........"

    "Wenn sie mal ne Verstopfung haben sollten, dann melden sie sich"

    Au ja fein. Und Teri Hatcher meldet sich dann auch

    "Bei mir ist was verstopft".

    Also mich hats nicht umgehauen. Die tote Freundin welche aus dem Off zu uns spricht gabs schon. Frauen die über Sex reden gabs schon und vorhersehbar fand ich es allemal.

    Der Pilot hat mich nicht geflasht, aber ich lasse mich gern noch eines besseren belehren.
    Burt, are we fuck-ups?

  7. #7
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    Re: Desperate Housewifes

    Ich hab von der Serie schon die ersten 14?? Folgen gesehen und muss sagen Spitzenklasse!
    Keineswegs eine reine Frauenserie, tendiert sogar ein wenig in Richtung Krimi. (würde das gerne näher beschreiben und anders ausdrücken, will aber net Spoilern)

    Wundert mich ein wenig, dass das ganze von Republikanern erdacht wurde, ist nämlich alles andere als bieder und es werden auch Tabuthemen angesprochen.
    -"Shoot him again"
    -"What for?"
    -"His soul is still dancing"

  8. #8
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    Re: Desperate Housewifes

    Mal ne Frage: Kann man eigentlich einen beschisseneren Termin für nen Serienstart legen als CL-Viertelfinal Rückspiel? Ok is ne Frauenserien, ich hoffe für Pro7 das genug Haushalte 2 Fernseher besitzen. ^^

  9. #9
    Regisseur Avatar von ric-dee
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    Re: Desperate Housewifes

    Jo, das alt bekannte Problem in Deutschlands Wohnzimmern....

  10. #10
    Regisseur Moderator Avatar von Anne
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    Re: Desperate Housewifes

    Ich bin hellauf begeistert von den verzweifelten Hausfrauen! Gut gespielt, pointiert und herrlich zynisch. Ich bleib dran.

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