Wenn im Küchenschrank der freundliche Elf* aus einer Parallelwelt sitzt, eine "fleisch"fressende Pflanze Sauce verlangt, ein miesgelaunter magischer Stock zum Einsatz kommt, Kavaliere sich mit Überfreundlichkeit bis zum Tode duellieren, ein Riese nur spielen will, ein Zauberer nicht nur sprichwörtlich sein Mojo verloren hat und der Abgesandte der Finsternis allzu irdische Probleme mit Handwerkern und Brandschutzbestimmungen hat, dann sind wir in der heiter-absurden Welt von Yonderland.

Ein phantastischer Wahnsinn in aller bester britischer Tradition, irgendwo zwischen den Monty Pythons, Terry Pratchett und Douglas Adams, und natürlich den Muppets, die wir der Truppe um Mathew Baynton, Simon Farnaby, Martha Howe-Douglas, Jim Howick, Laurence Rickard und Ben Willbond zu verdanken haben, die in Personalunion Schöpfer und gleichzeitig Darsteller der Serie sind, welche ab 2013 produziert wurde und es dabei auf drei Staffeln gebracht hat. Sinnigerweise spielen die genannten gleich eine Vielzahl der menschlichen Rollen selbst, und lassen ansonsten, neben wenigen Gastauftritten, einfach die Puppen tanzen. Denn in Yonderland trifft man allerlei flauschige Gestalten jeglicher Couleur.

Bin zufällig drauf gestoßen und bislang die ersten beiden Episoden gesehen und recht viel Freude gehabt. Es sind einige schön absurde und einfallsreiche Ideen und tolle Gags dabei, dazu ist das Ganze sehr liebevoll gemacht mit tollen Puppen und einfach einer stimmigen Umsetzung, an der wohl mehr Groß aber auch Klein gefallen findet. Einen neuen Fan hat die Serie jedenfalls schon mal.

Die Serie läuft aktuell "nur" auf Sky1, immer Donnerstags ab 23:30 h in Doppelfolgen; Wiederholung in der Nacht auf Freitag.

Hier auch noch ein sehr schöner Artikel zu dem Thema, der im Grunde das aussagt was ich auch denke, nur ausführlicher und besser formuliert: Wenn Elfen helfen - Eine britische Serie, die völlig aus der Zeit gefallen scheint

IMDb-Eintrag




*Der Autor entschuldigt sich an der Stelle für die politisch unkorrekte Bezeichnung.