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Thema: The Designated Survivor

  1. #1
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    The Designated Survivor

    Jack Bauer als US-Präsident ??? Ja, hört sich nach nem gedanklichen Spagat an.

    Nun, ICH wußte gar nicht, daß es so etwas wie einen "designated survivor" ÜBERHAUPT gibt, ist aber offenbar so.

    Wenn beispielsweise der US-Präsident seine große Rede zur Lage der Nation vor dem versammelten Kongreß hält, bei dem quasi sein ganzes Regierungskabinett (auch der Vizepräsident als Vorsitzender des Senats!), beide Kammern (Senat und Repräsentantenhaus) sowie die Bundesrichter anwesend sind, dann gibt es ein niederrangiges Kabinettsmitglied, weit hinten in der Rangfolge, der an einem geheimen Ort gesichert beschützt wird, falls der geballten vorrangingen Politpower was passieren soll.

    In der Serie THE DESIGNATED SURVIVOR ist der gute, nette, ehrliche Kiefer Sutherland die Nummer 11 in der Rangfolge, grade aufgefordert worden am nächsten Tag sein Amt als Minister für Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen, der nun als "designated survivor" an einem anderen Ort vom Secret Service beschützt wird, als während der Rede zur Lage der Nation das gesamte Kapitol in die Luft gejagt wird und die geballte Politpower Washingtons mit einem Schlag getötet wird.
    Sofort wird er weggeschafft und als Präsident eingeschworen. Dabei ist er zunächst mal heillos überfordert, denn Alles prasselt auf ihn ein, Alle quatschen ihn voll und wollen, daß er sofort handelt und zum Gegenschlag (Ja, gegen Wen eigentlich?) ausholt.
    Inszenatorisch ist das ganz schön gelöst, indem der Zuschauer immer wieder durch die Kamera die Ego-Sicht Kiefer Sutherlands einnimmt, wie die Kamera gleich seins suchenden, verwirrten Blicks, wild hin und her springt, wann immer er sich nicht zurechtfindet, Alle auf ihn einreden usw. usf.
    Bald riecht es nach Verschwörung und Inside-Job. Bloß, WER ist hier die böse Kraft im Hintergrund? Der übereifrige General, der ihn ständig zu irgendeiner militärischen Handlung drängt? Der Vize-Stabschef, der noch nicht mal in Amt und Würden ist, aber auffällig oft mit dem General gesehen wird und von Diesem zugequatscht wird? Oder Wer ganz anderes?

    Dem guten Kiefer nehme ich seine Hilflosigkeit außerhalb seines "JackBauer-Modus" noch nicht soo ganz ab, vielleicht wächst ja der gute Kiefer in den weiteren 8 Episoden noch genauso in seine Rolle als Politiker hinein, wie seine Figur in die Rolle des US-Präsidenten!?
    Mal schauen, ob die Sutterlippe noch ordentlich aufdreht in der Serie ..


    Ja, das Ganze trieft zuweilen vor ekelhaftem Patriotismus und Pathos.

    Ja, das Ganze ist mitunter recht generisch formelhaft.

    Aber Ja, das Ganze "hat was", wozu neben erwähnter Kamerakniffe, der Verschwörungsstory, sowie dem netten Cast mit der Kiefer Sutherland, sexy hexy Natasha McEllhone, Maggie Q. und Kevin R. McNally beitragen.

    (Netflix)
    Geändert von Wolfe (19.11.2016 um 19:01 Uhr)

  2. #2
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    AW: The Designated Survivor

    Erste drei Folgen gesehen. This has "24" written all over it. Gefällt mir aber sehr gut. Elemente von "24", "House of Cards" und anderen Drama- und Familienserien. Ziemlich wild. Könnte mir vorstellen, dass 22 Folgen ermüdend sind. Bisher aber sehr unterhaltend.
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  3. #3
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    AW: The Designated Survivor

    Es IST stellenweise hanebüchen, vor allem von der Dramaturgie her. Trotzdem unterhaltsam. Und hat halt die Sutterlippe!
    Auch seine Frau und sein Stabschef gefallen mir gut von den Schauspielern her.

    Bin schon soweit "durch" und warte sehnsüchtig auf den 9. März wenn es bei Netflix weitergeht.

    Mal sehen was krasser kommt, die postfaktische Realität, pardon..Realsatire Presidency Donald Trump oder die Fiktion der Serie.

  4. #4
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    AW: The Designated Survivor

    So, erste zehn Folgen also durch. Ich bleibe dabei, es ist "24" ohne Real Time. Staendig erklaert eine Figur, was die neue Wendung nun fuer die Gesamthandlung bedeutet. Es ist wenig subtil, sondern voll in die Fresse. Aber es macht so Spass.
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  5. #5
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    AW: The Designated Survivor

    So, jetzt auch das ganze Ding gesehen. Fuehlt sich aber gar nicht mehr so wie ein ganzes Ding an, eher ist die zweite Haelfte angeklebt. Die einzelnen politischen Aufgaben, die sich Kirkman stellen, werden laecherlichst erzaehlt. Die Verschwoerung, joa, ein paar nette Ideen, aber um mich wirklich zu schocken geht alles viel zu schnell und bleibt zu sehr an der Oberflaeche. Ich gebe mal ein vorsichtiges "Go" fuer die zweite Staffel, hab aber eigentlich nicht viel Hoffnung.
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