IMDB

Creators: Norman Lear (The Jeffersons, Maude, Good Times)
Cast: Carroll O'Connor (Point Blank), Jean Stapleton (You've Got Mail), Rob Reiner (This is Spinal Tap), Sally Struhers (Gilmore Girls)




Back in my day, they wasn't called Chicanos or Anglo-Americans or Afro-Americans, we was all Americans so if a guy was a jig or a spick, it was his own business.

The program you are about to see is All in the Family. It seeks to throw a humorous spotlight on our frailties, prejudices, and concerns. By making them a source of laughter we hope to show, in a mature fashion, just how absurd they are. (Texteinblendung vor jeder Folge im US-TV)

Zitat Zitat von Wikipedia
Die brisante, kontroverse Serie handelt von einer Familie, den Bunkers aus Queens, einem Arbeiterviertel von New York. Archie Bunker (dargestellt von Carroll O'Connor) ist Dockarbeiter. Er ist im mittleren Alter, etwas dick, ungebildet, schlecht gelaunt und grob; er hasst erbarmlos fast jede Minderheit, seien es Schwarze, Mexikaner, Juden, Asiaten oder Katholiken. Selbst Engländer betrachtete er als schwach und homosexuell ("English fags"), obwohl er selbst vermutlich englischer Herkunft ist. Er hat im Zweiten Weltkrieg gekämpft (den er immer "the big one," den Großen, nennt) und schimpft über Franzosen wie Deutsche ("frogs" und "krauts"). Er glaubt jedes vorurteilhafte Klischee, das er je gehört hat. Selbstverständlich unterstützt er den Vietnamkrieg und den damaligen US-Präsidenten, Richard M. Nixon; er hasst die Kriegsgegner, alle Linken und auch die Feministinnen, denn er glaubt, dass eine Frau ausschließlich zu Hause und stumm bleiben soll. Deswegen sagt er immer seiner häuslichen und netten, aber etwas simplen und unvorteilhaft gekleideten Ehefrau Edith (Jean Stapleton), "Stifle yourself!" (ungefähr: "Würg' dich ab!"). Seine schöne Tochter Gloria (Sally Struthers) und ihr Ehemann, Michael Stivic (Rob Reiner), wohnen bei Archie und Edith, weil Michael noch auf das College geht. Da Michaels Meinungen meist Archies widersprechen, zanken sie ständig miteinander über Politik, Frauenrecht, den Vietnamkrieg, Minderheiten und zahllose andere Themen. Archie betrachtete Mike als einen wertlosen Drückeberger und Kommunisten ("pinko," rot), der gerne schmarotzt und seine Tochter, sein liebes "little girl," korrumpiere. Archie nennt Mike immer "Meathead" ("Kloßkopf") und auch wegen seiner Herkunft "dummen Polack" (ein Schimpfwort für Polen). Hingegen ist Archie für Mike der Inbegriff von jeder schlechten Eigenschaft der amerikanischer Gesellschaft: Archie ist gierig, selbstgerecht, scheinheilig, frömmlerisch, engstirnig und rassistisch. Mikes Schwiegervater symbolisiert für ihn das unerbittliche Sprichwort der 1960er, "Wenn du kein Teil der Lösung bist, bist du ein Teil des Problems" ("If you're not part of the solution, you're part of the problem").
All in the Family taucht, was Seriencomedys angeht, in nahezu jeder Bestenliste auf und die Hauptfigur Archie Bunker ist auch in nahezu jeder Top 10 der besten Seriencharaktere aller Zeiten zu finden. Schon nach Folge 1 kann man verstehen, warum die Serie damals für ein solches Aufsehen sorgte, war es doch die erste Vorabendserie, die sich mit einem solch brisanten Thema befasste. Im Mittelpunkt steht eine Familie aus Queens; der Vater ist ein Rassist der schlimmsten Sorte und glaubt jedes noch so absurde Vorurteil das in den Medien gestreut wird. Dem gegenüber steht sein linker Schwiegersohn (den er nicht selten als dumb Polak bezeichnet) und die beiden debattieren dann ohne Rücksicht auf Verluste über alle möglichen Themen die in der damaligen Zeit noch als Tabu erachtet wurden. Dabei scheut sich die Serie auch nicht vor Kompromissen und macht sich auf amüsante Art und Weise über die extrem rechte Hauptfigur lustig und schafft es dabei sogar, dass man sie dennoch lieb gewinnt. Das ist auch den tollen Hauptdarstellern zu verdanken; vor allen Dingen Carroll O'Connor in der Hauptrolle und Jean Stapleton als seine naive Ehefrau bringen den Zuschauer immer wieder zum Lachen. Dennoch muss man ganz klar sagen, dass das Alter nicht immer gut mit der Serie umgegangen ist, denn thematisch greifen viele der Themen heutzutage nicht mehr und viele der Gags sieht man (so lustig sie auch sind) schon von Weitem kommen. Hinzu kommt noch, dass der Folgenaufbau zu ähnlich ist; im Grunde variiert nur die Minderheit über die sich Archie Bunker aufregt. Ich finde es dennoch absolut beeindruckend und mutig mit welchen Themen sich die Serie auseinander gesetzt hat und ihr es zudem gelang, sie so witzig verpackt an den Mann zu bringen. In Amerika gilt All in the Family als eine der besten Serien überhaupt, die es inzwischen sogar auf sage und schreibe 8 Spin-Offs gebracht hat Schade, dass sie hierzulande kaum einer kennt, denn eine Sichtung ist das Original des komplett verharmlosten deutschen Remakes Ein Herz und eine Seele auf jeden Fall wert.