Die herrlich kauzig-schräge Caroline Peters wird als kölner Kommissarin "zwangsbefördert" - in ein Kaff in der Eiffel namens Hängach, welches sie recht schnell in "Hängarsch" umtituliert. Absolut tote Hose, nix los auf der Wache, geschweige denn im Ort. Wenigstens kommt ihr Vater (Hans-Peter Hallwachs) hinterher gereist und mietet für sich und Töchterlein ein Haus an. Der Kommisarin geht das dörfische gewaltig auf den Zeiger, vor allem auch die mitunter naseweisen Nachbarn. So zum Beispiel die aufdringliche Frau des örtlichen Dorfpolizisten (herausragend: Bjarne Mädel), die mehr auf der Polizeiwache zu finden ist als sonstwo und sich nicht nur in polizeiliche Angelegenheiten einmischt, sondern auch ansonsten überall da, wo sie etwas erfahren kann über die Leut - sehr zum Leidwesen ihres Mannes und der Kommissarin.

Der ewig futternde Bjarne Mädel, die herrlich die Augen verrollende Caroline Peters - das hat was. Wie die Beiden sich die humoristischen Bälle zuspielen, als Mimik und Gestik, wie auch in Dialogform, ist gaanz großes Kino.

13 überaus skurile, kauzige Episoden lang mit herrlichen Nebenfiguren ist es ein einziges Vergnügen, dieser ersten Staffel zu folgen. Zum Glück wird derzeit Staffel 2 gedreht, die dem Vernehmen nach im dritten Quartal 2012 in der ARD erstausgestrahlt werden soll.