Seite 1 von 3 123 Letzte
Ergebnis 1 bis 10 von 27

Thema: Das Filmtitel-Einbau-Spiel

  1. #1
    laertes
    Gast

    Das Filmtitel-Einbau-Spiel

    hier sollen jetzt mindestens drei, höchstens fünf filmtitel genannt werden, und der nachposter muss die dann in der vorgegebenen reihenfolge (!) in einen sinnvollen (!) text einbauen (ob lyrik, prosa oder dramatik ist egal).

    ich fange an, titel vorzugeben:

    soweit die füße tragen

    vom winde verweht

    barfuß


    p.s.:
    nicht-deutsche filmtitel sollen nach möglichkeit vermieden werden. des weiteren filmtitel, die aus weniger als zwei worten bestehen.

  2. #2
    Regisseur
    Registriert seit
    19.12.2006
    Ort
    Bonn
    Beiträge
    1.146

    Re: Das Filmtitel-Einbau-Spiel

    Gestern ging Tim den Film:Soweit die Füße tragen und war wie vom Winde verweht,deshalb dachte er es würde passen wenn er Barfuß
    wieder nach Hause geht.

    Weiter gehts:

    Spiderman

    Hellboy

    Superman

  3. #3
    Regisseur Avatar von Kalervo
    Registriert seit
    06.07.2005
    Ort
    North Cothlestone Hall
    Beiträge
    16.458

    Re: Das Filmtitel-Einbau-Spiel

    Sei mir nicht böse, Fabi, aber ich finde, diese geniale Idee verdient etwas mehr:

    „Merde!“ rief Antoine Merdot, als er erkannte, dass sein Renault einfach nicht mehr ansprang. Sein junger Co-Pilot Jean-Sebastién schraubte und drehte vorsichtig am heißen Motor, doch etliche Startversuche führten nicht zur gewünschten Zündung, und der werbebeklebte Wagen tat keinen Rucker.

    ´Nächstes mal fahr ich Toyota´ dachte Antoine; der Stress und die brennende Wüstensonne hatten ihn also schon so weit gebracht. Ausgerechnet bei der 7. Teilnahme der Dakar-Rallye, wie oft hatte ihm diese Zahl schon Pech gebracht. Seine erste Ehe scheiterte im 7. Jahr; im Portugal-Urlaub 1997 brannte sein Zimmer im 7. Stock; auf der 7. Etappe der zweiten Rallye wurde er von 7 Beduinen überfallen. Gab´ es denn kein Ende seiner Pechserie. Der nächste Rettungsposten war Meilenweit; kein anderer Fahrer weit und breit; nur die sengende Sonne und Sand, Sand, Sand, Sand.

    Er versuchte per Handy Hilfe zu rufen, doch ihm erging es wie einem schlecht ausgestatteten Fischer… er fand kein Netz. Also, per pedes hieß die Devise. „Allé J. S., wir müssen zum nächsten Checkpoint laufen !“ „Merde…“ antwortete der verzweifelte, junge, hochaufgeschossene, sommergesprosste Beifahrer, „und wie weit müssen wir gehen?“ „Soweit die Füße tragen !“ reagierte Antoine trocken… passend zur Lage.

    Nach langem Fußmarsch, rief J.S. „Antoine, da ragt etwas aus dem Sand !“ wie ein 8jähriger, der an seinem Geburtstag seine funkelnde Torte erblickt, hüpfte er herum. Antoine war zunächst skeptisch, war es vielleicht nur eine Fata Morgana ? Hatte der stete Wassermangel bei seinem treuen Begleiter, der einen viel schnelleren Stoffwechsel haben musste, bereits Wirkung gezeigt ? Doch als er näher heranging sah´ er auch etwas… er begutachtete es vorsichtig, zog es schließlich heraus… zur großen Überraschung für Beide ein Knochen. „Merde,“ rief J.S. fast entsetzt „ist es ein menschlicher Knochen ?“ „Bin ich vom CSI oder was?“ entgegnete Antoine ihm forsch, vielleicht hätte er doch auch die zweite Hälfte des ihm verordneten Aggressionsabbau-Programms besuchen sollen anstatt die Nachmittage mit der 11 Jahre jüngeren Madeleine zu verbringen… nein, eher nicht. „Ich vermute, es stammt von einem Tier !“ sammelte sich Antoine mit dieser nüchtern vorgetragenen Aussage. „Was ist passiert?“ löcherte ihn J.S.; Antoine fühlte die Wut aufkommen… hatte J.S. sich den Slogan ´Wer nicht fragt bleibt dumm´ doch zu sehr zu Herzen genommen ?. „Jean-Sebastién… ich weiss es nicht… vermutlich ist das arme Tier verdurstet oder verbrannt, oder von einem aus einem Flugzeug fallenden, durch die Kälte gefrorenen Verdauungsrest erschlagen worden… es starb einfach, denn alles irdische Leben ist vergänglich, sein Fleisch wurde von Aasfressern vertilgt und so blieben nur noch die Knochen als Erinnerung an sein Leben und diese wurden schließlich vom Sand bedeckt, der vom Winde verweht wurde !“ J.S. ärgerte sich in diesem Moment, dass er sein kleines Notizbuch nicht mitgenommen hatte.

    Stunden später, die beiden Fahrer waren am Ende ihrer Kräfte… Antoine´s Leben lief an seinem inneren Auge vorbei… die Geburt in Lyon, der erste Kuss mit Claire, seine erste Autofahrt auf dem alten Citroen seines Vaters im Alter von 9 Jahren, seine Heirat mit Marielle… Moment… seine erste Frau hieß Pauline und sein Vater verließ die Familie als er 5 ½ war… MERDE, vor seinem Auge lief das Leben eines Anderen an ihm vorbei… sollte es so enden…, da riss ein verzweifelter Schrei von J. S. ihn aus seinen Fantasien „Antoine, ich habe Steine im Schuh !“ „Dann lauf doch Barfuß, Crétin !“. F I N

    Okay, neue Runde:

    Es geschah am hellichten Tag

    Hunde, wollt ihr ewig leben

    Die Wildgänse kommen
    The bad news is, we did an X-ray, and your body is full of a spooky skeleton man.

    Last watched movies [letzte Änderung: 22. September 2017]

  4. #4
    Regisseur
    Registriert seit
    19.12.2006
    Ort
    Bonn
    Beiträge
    1.146

    Re: Das Filmtitel-Einbau-Spiel

    Bab mich verguckt. Dachte da steht dass ich es in einem Satz machen müsste. :wink:

  5. #5
    laertes
    Gast

    Re: Das Filmtitel-Einbau-Spiel

    ich erinnere mich noch genau, wie es geschah. am hellichten tag stürzte er in unseren kleinen laden, mit geöffnetem mund, den schweiß auf der stirn, und brachte kein einziges wort heraus. noch bevor sich die tür mit einem klingeln geschlossen hatte - dieses altmodische ladentürklingeln, das mein vater pflegte und ölte, "aus tradition", wie er sagte, "aus tradition!" - war ich schon hinter dem tresen hervorgekommen und stand neben ihm und hielt ihn am arm: "was ist mit dir?", fragte ich. er schwankte und blickte mich an mit so ungeheuer großen augen wie ich sie nie zuvor gesehen hatte. "setz dich erstmal", versuchte ich ihn zu beruhigen und führte ihn zu einem stuhl, auf dem diverse schachteln mit diversen inhalten zu dekorationszwecken plaziert waren. ich wischte sie mit einer armbewegung hinunter. er setzte sich. er stöhnte. nach und nach verlangsamte sich sein atmen. "sie waren überall", würgte er hervor. "überall. sie kamen von nirgendwo und waren plötzlich überall. ich bin übers dach geflohen, aber vati und ela haben sie erwischt." ich blickte ihn verständnislos an. "überall", sagte er tonlos. "wer? wer war überall?", fragte ich. "die hunde... wollt ihr... ewig... leben will ich! ich will leben!" ich verstand noch immer nicht.
    da klingelte die gepflegte und geölte ladentürglocke, und mein vater trat ein. er hielt etwas unter dem arm, etwas weißes, formloses. überrascht blickte mein vater zu ihm und bedeutete mir mit einem wink, in die andere ecke des raumes zu kommen.
    "was macht er hier?", zischte er mich an. "er wurde verfolgt!", flüsterte ich. er erwiderte: "er sollte nicht hier sein!" - "was meinst du?" - "wir haben sie alle erwischt", lachte er leise, "nur er ist irgendwie entkommen. aber wir haben alle erwischt: den vater, die schwester, sogar die gänse auf ihrem hof, die wildgänse! kommen hier einfach in unsere schöne saubere stadt mit ihren dreckigen schwarzen gesichtern und beschmutzen unsere straßen. schick ihn weg, schick ihn nach hause! es wird eh nicht mehr lange dauern, bis die brüder ihn finden. aber eines sage ich dir: wenn sie ihn hier finden, brennen sie unser haus auch noch ab." er sah mich kurz und eindringlich an. dann ging er nach hinten.
    ich würde gern ein anderes ende erzählen. ich würde gern erzählen, wie ich ihn verteidigt und gerettet hätte. aber meine angst war zu groß. ich schickte ihn hinaus auf die straße, versicherte ihm, dass er keine angst zu habem brauche, alles werde gut werden, schlug schnell und heftig die tür hinter ihm zu, so dass das gepflegte und geölte klingeln härter und schriller klang als sonst. dann schloss ich ab.
    als das bellen draußen lauter wurde, ging ich nach hinten, ins lager, zu meinem vater, der seinen weißen umhang zusammenfaltete und in einen kasten legte. den kasten schob er tief unters hinterste regal.

    ---

    die nächsten:

    was nützt die liebe in gedanken

    das perlt jetzt aber wirklich!

    die unglaubliche entführung der verrückten mrs stone

  6. #6
    laertes
    Gast

    Re: Das Filmtitel-Einbau-Spiel

    na? will keiner mehr mitspielen?

  7. #7
    Bob
    Bob ist offline
    Regisseur Avatar von Bob
    Registriert seit
    20.04.2006
    Ort
    Zentropa
    Beiträge
    23.940

    Re: Das Filmtitel-Einbau-Spiel

    "Zirp, zirp", tönten aufgeregt die Flamingoaffen, als Herr R. mittels einer Leiter den Yuccabaum bestieg. Lange war es hergewesen, die letzte Besteigung seiner heimlichen Wonne und Leidenschaft. "Was nützt die Liebe in Gedanken?", fragte er sich Tag auf Tag. Dort - weit oben auf dem Yuccabaum - konnte er Hilde S. erblicken; direkt in ihr Schlafzimmer sehen. Um die Flamingoaffen zu beruhigen warf er einen großen Felsen auf den Häuptling, der unter einem lauten SPLASH zerplatzte und sein Blut überall im mediterranen Zimmer verspritzte. "Das perlt jetzt aber wirklich!", schrie Herr R. aufgeregt, so aufgeregt, dass er von seiner Leiter fiel und auf dem Kopf landete. Dieses Kunststück hatte er jahrelang geübt. Behende manövrierte er sich wieder auf seine beiden Beinprothesen und wehrte im selben Augenblick mit seinen Fäusten ein paar von den wütenden Vogelaffen ab. Mit der Linken täuschte er kurz an und legte augenblicklich mit der Rechten den eigentlichen Schlag nach. ZACK - Da flog der erste Schnabel ab. "Zirp, zirp, zirp", krakehlten die Tiere immer aufgeregter, denn sie merkten nun wohl, dass sie gegen Herrn R. keine Chance hatten. Das erheiterte R. so sehr, dass er in sein Fäustchen kichern musste. Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone kam ihm wieder in den Sinn. Das waren noch Zeiten gewesen.
    Nun traurig gestimmt, schnappte sich R. eine Schrotflinte, knallte die Viecher allesamt ab, zündete den Yuccabaum an und richtete anschließend sich selbst.
    Hilde S. zuckte in ihrem Bett zusammen. Ihr war, als wäre ihr Herz zersplittert.

    ----

    die nächsten:

    Die Schlange im Regenbogen

    Der Tiger von New York

    Stadt der Frauen

    Das Leben nach dem Tod in Denver
    But from that moment on, Hermione Granger became their friend.

  8. #8
    Regisseur
    Registriert seit
    17.08.2006
    Beiträge
    1.066

    Re: Das Filmtitel-Einbau-Spiel

    An einem Wolkenverhangenen Nachmittag in der Großstad New York City, wurde es immer dunkler. Die breiten Straßen zwischen den riesigen Wolkenkratzern leerten sich, da es plötzlich anfing zu regnen. Große Tropfen perlten an den getönten Scheiben der Büros im 10 Stock hinab. Die Stimmung war getrübt, wahrscheinlich wegen diesem schrecklichen Wetter. Doch aufeinmal riss die dunkle Wolkendecke in zwei. Ein greller Lichtstrahl brach durch die schwarzen Wolken am Himmel. Schon nach wenigen Augenblicken erschien ein prachtvoller Regenbogen. Seine Farben leuchteten und gaben einen schönen kontrast zum restlichen Wolkenbild ab. Die Stromlinienförmige strucktur der Farben sah so aus wie die Schlange im Regenbogen, so könnte man es deuten. So schnell wie er auch erschienen war, so schnell war er auch wieder verschwunden. Die dunklen Wolken zogen weiter in Richtung Osten und die Straßen füllten sich wieder. Überall waren Leute in Regenmänteln zu sehen. Ein Mann trug einen orang gestreiften Regenmantel, er sah so aus als wäre er der Tiger von New York. Doch das ist ganz normal in dieser verrückten Stadt die man auch Big Appel nennt. Wenn man die weiten Staßen hinab blickt so kann man riesige Reklametaffeln sehen die mit bunten, blinkenden Lichtern versehen sind. Manche zeigen die neusten Nachrichten, andere das aktuelle Kinoprogramm. Das Leben nach dem Tod in Denver steht in dicken schwarzen Buchstaben auf einer dieser riesigen Taffeln. Über acht Millionen Menschen leben in dieser Stadt und nicht jeder blickt auf diese vielzahl von Informationen. Nur machne dieser Menschen seien es Touristen die diese schöne Stadt besuchen, können sich für so etwas begeistern. Obwohl es nicht die größten Städte der Welt ist begenet man doch fast an jeder Ecke einer blonden oder dunkelhaarigen Schönheit. Man könnte fast meinen das New Yor die Stadt der Frauen sei. Aber das ist nur ein Gedanke denn man verspürt aber auch so schnell wieder verliert wenn man den ganzen Tag im Büro sitzt.


    Die nächsten Titel sind:

    - Der Untergang
    - Harry Potter
    - Fluch der Karibik
    - Forest Gump
    - Das Schweigen der Lämmer
    Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt!

  9. #9
    Regisseur Avatar von Kalervo
    Registriert seit
    06.07.2005
    Ort
    North Cothlestone Hall
    Beiträge
    16.458

    Re: Das Filmtitel-Einbau-Spiel

    Hmmm, das werden ja immer mehr, war Anfangs nicht von drei Filmtiteln die Rede ? Also ich bin einfach mal so frei und suche mir die drei passendsten raus. Zumal englische Wörter oder Namen eher unpassend sind. Außerdem möchte ich noch anmerken, dass man vllt. versuchen sollte die Filmtitel in der Geschichte nicht als Filmtitel zu benutzen. So nach dem Motto „Fred und Ottokar wollten sich ´Verrückt nach Mary´ im Kino anschauen, dabei trafen sie auf ihre Freunde Paul und Nico, die gerade aus ´Planet der Affen´ zurückkamen. Sie unterhielten sich kurz. Beim Reingehen fiel Fred das Plakat von ´Das Relikt´ auf.“ Okay !?

    „Und eins und zwei, und eins und zwei, und lächeln Leute, lächeln !“ Wie ein überdrehter Duracell-Hase hampelte Sjaak herum und knapp 20 angehende Allinclusive-Club-Animateure folgten ihm blind, was jedoch auch an der gegenüberstehenden Sonne liegen konnte, die den Neulingen dermaßen auf deren Omme brannte, dass ihre Gesichter krebsrot und die Augen zugekniffen waren. „Doll!“ rief der in der westfriesischen Provinz geborene Endzwanziger. „So Freunde, genug für heute.“ Erleichterung und Freude breitete sich auf den Gesichtern der jungen Leute aus, als hätten sie den Lotto-Jackpot geknackt.

    Während sich die Praktikantenanwärter stöhnend und kurz vor dem Kollaps befindlich regenerierten, schnappte sich der blonde Hüne mit dem durchtrainierten, aber nicht übertrieben definierten Körper sein grünes Handtuch mit dem goldenen Schriftzug „Dominican Paradise Resort“ und schrubbte sich kurz die Schweißperlen ab. Mit einem trockenen „So, in einer Stunde ist Rettungsschwimm-Training mit Björn, seit pünktlich. Wir sehen uns spätestens morgen wieder !“ wandte er sich von den immer noch keuchenden und nach Lungenelixier schnappenden Anfängern ab und schlappte in seinen dunkelblauen adidas-Badelatschen in Richtung Haupthaus. Er hatte nicht nur sein Hobby zum Beruf gemacht sondern war als 4/7-Eigentümer des DPR auch mehr oder weniger sein eigener Herr. Doch er wollte nie der typische Manager werden, der in edlem Zwirn und mit vollem Terminkalender von Empfang zu Geschäftsessen stresste. So war er froh, täglich an der Front mitzuarbeiten und nebenbei auch an der Ausbildung der Frischlinge maßgeblich beteiligt zu sein. Doch nichtsdestotrotz musste er sich auch um den Bürokram kümmern.

    Das Handtuch legér um seine breiten Schultern gelegt betrat er sein lichtdurchflutetes Büro. Sjaak ließ sich auf den bequemen italienischen Kunstledersessel nieder und drehte ihn sanft und geräuschlos in Richtung der breiten Panoramafenster-Front. „Doll“ sagte er zu sich selbst. Und tatsächlich, ein herrlicher Blick erbot sich ihm, wie er sonst nur in gestellten Urlaubs-Katalogen zu finden war. Doch dies war echt. Noch immer konnte er ein leichtes kopfschütteln nicht unterdrücken, wenn er sich zurückbesann, zu welchem Spottpreis er und sein deutscher Partner Thomas Willheger vor gut sechs Jahren das Grundstück erwarben. Mit einem zufriedenen Ausdruck im Gesicht schnappte er sich die Tagespost. Mit gekonnter Handbewegung blätterte er durch die vielen Briefe. Da fixierte sich seine Aufmerksamkeit auf einen dunkelgrauen Umschlag mit der Aufschrift ´amtlich. Bitte sofort öffnen´. Sjaak beschlich ein komisches Gefühl, er schnappte sich den edlen Brieföffner in Delphinform, den er von seinem Partner zur Club-Einweihung bekommen hatte, entfaltete den Brief mit leicht zittrigen Händen und begann zu lesen.

    Schon nach wenigen Zeilen wurden seine Augen immer größer und er rang nach Fassung. „… müssen wir ihnen leider mitteilen, dass sich nach unseren Aufzeichnungen unter ihrem Ferienclub-Gelände ein alter Friedhof der Ureinwohner befindet… …daher müssen wir sie bitten den Ferienclub umgehend zu schließen und sämtliche Aktivitäten einzustellen… …Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis nicht unter vier Jahren bestraft… …Der Rechtsweg ist ausgeschlossen…“ ´Das ist der Untergang´ dachte sich Sjaak als er auf das bunte Treiben im Wasser blickte. Ahnungslose Menschen planschten und spaßten im blauen Nass herum. Am Strand lagen einige sonnenhungrige nur faul herum; hörten Musik über ihren MP3-Player oder laßen den neuesten Band von Harry Potter, Kleinkinder tobten wild herum und strapazierten die Nerven ihrer Eltern. Doch es war nichts zu hören, die schwedischen Spezialfenster ließen keinen Laut in das Büro hinein, denn es war auch Sjaaks Rückzugsort, seine Oase der Stille. War das die Erklärung für die vielen ominösen Vor- und Unfälle, die von Beginn an immer wieder den ansonst reibungslosen Club-Betrieb störten, was von den einheimischen Angestellten immer als Fluch der Karibik erklärt wurde.

    In diesem Moment kam ihm alles ganz unwirklich vor, die vielen Menschen im Wasser und am Strand, aber kein Ton war zu hören… diese Tatsache ließ plötzlich sein Unwohlsein extremst ansteigen. Seine über die Halbinsel hinaus berühmte positive Grundeinstellung, wie man sie sonst nur von Forrest Gump kannte, war längst verflogen. Wie wild begann er mit seinen schlacksigen Armen gegen das riesige Fenster zu trommeln als wollte er es kaputtmachen und die Stille im Raum, die Stille in seinem Kopf zu brechen. Es musste sofort aufhören, dieses Schweigen, das Schweigen der Fische, das Schweigen der Enten, das Schweigen der Lämmer… er begann durchzudrehen und schlug nur noch wilder auf die geprüfte Markenqualität aus der Provinz Wasa. Seine seitlichen Handflächen waren knallrot geworden und als er erkannte, dass sein Tun keine Wirkung zeigte, drehte er sich um, Tränen quollen aus seinen Augen und er sank kraftlos zusammen. Da fiel sein verzweifelter Blick auf den massiven Brieföffner auf seinem Schreibtisch… F I N

    Neue Runde: Das Leben ist ein langer, ruhiger Fluss
    Eine Frage der Ehre
    Dänische Delikatessen
    The bad news is, we did an X-ray, and your body is full of a spooky skeleton man.

    Last watched movies [letzte Änderung: 22. September 2017]

  10. #10
    laertes
    Gast

    Re: Das Filmtitel-Einbau-Spiel

    Zitat Zitat von laertesdd
    "[...] mindestens drei, höchstens fünf [...]"
    wer lesen kann, ist klar im vorteil. aber nur, wenn er den satz auch zu ende liest.

Seite 1 von 3 123 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 07.03.2017, 01:01
  2. Das schwierige Spiel mit Komödien
    Von Bob im Forum Filme
    Antworten: 27
    Letzter Beitrag: 03.04.2012, 15:33
  3. Das User über dir Spiel
    Von DasPinkeSchnitzel im Forum Plauderecke
    Antworten: 580
    Letzter Beitrag: 03.09.2009, 16:42
  4. All the King's Men (Das Spiel der Macht)
    Von Julia im Forum Filme
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 16.12.2006, 08:00
  5. Lotr - Das Spiel
    Von OZz im Forum Plauderecke
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 21.02.2002, 17:03

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36