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Thema: Bewerbung Filmhochschule

  1. #1
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    Bewerbung Filmhochschule

    Hallo Leute,
    bin jetzt 18 Jahre alt und werde im Sommer die Fachoberschule Technik mit der Fachhochschulreife abschließen. Danach werde ich eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Elektroniker bei der Deutschen Lufthansa beginnen. Nach dieser Ausbildung würde ich gerne eine Fimhochschule besuchen, da ich generell sehr Filmbegeistert bin und schon einige kleine Filme gedreht habe.
    Meine Fragen sind folgende:

    1. Welche Voraussetzungen sollte man für eine solche Schule mitbringen?
    2. Was für eine Kamera/ Technik sollte ich für einen guten Bewerbungsfilm verwenden?
    3. Auf welche besonderen Aspekte werden bei der Bewerbung/ Bewerbungsfilm besonders geachtet?
    4. Welche Tips und Tricks könntet ihr mir noch verraten?

    Ich danke euch schon im Voraus (leider kenne ich mich hier noch nicht besonders gut aus, fals der Thread an der falschen Stelle sein sollte seid mir nicht böse )

  2. #2
    Regisseur Moderator Avatar von Daniel
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    AW: Bewerbung Filmhochschule

    Ich hab zwar Uni-mäßig was mit Film zu tun, aber nicht im praktischen Bereich. Daher kann ich dir keine wasserdichten Antworten auf deine Fragen liefern. Zumal die Fragen relativ allgemein sind, daher auch nur grob geschnitzte Antworten:

    Grundsätzlich schonmal alle verfügbaren Daumen hoch für die Entscheidung, zuerst etwas berufspraktisches zu machen, bevor du es an der Filmhochschule versuchst. Das kann in jedem Fall nur gut sein und die Elektroniker-Ausbildung wird dir sicherlich viel in technischer Hinsicht weiterhelfen.

    Voraussetzungen sind glaube ich nur Engagement (scheint vorhanden zu sein), Aufgeschlossenheit, Kreativität, eine halbwegs ausgebildete Belastbarkeit und Frustrationstoleranz, Teamfähigkeit und das Vermögen, mit anderen Menschen zu kommunizieren und seine Vorstellungen anderen zu vermitteln. Ein gewisses Maß an Lebenserfahrung kann sicherlich auch nicht schaden, aber bis dahin wirst du sicherlich ein bisschen was angesammelt haben. Und natürlich wird es nicht schaden, sich filmhistorisch ein wenig auszukennen.

    Bei der Technik kenne ich mich nicht gut aus, würde aber vermuten, dass es Kamera-seitig jede halbwegs brauchbare HD-Kamera bringt, die man sich als Amateur leisten kann. Für einen Bewerbungsfilm dürften die Unterschiede da marginal sein (Hoffe ich, keine Garantie... jemanden fragen, der sich damit auskennt...).

    Prinzipiell wäre es hilfreich, die von dir bereits gedrehten Filme zu sehen, dann kann man/ich besser beurteilen, welche Baustellen es gibt. Eine Kamera in die Hand nehmen und eine Story irgendwie umsetzen kann jeder, aber was von Anfängern glaube ich generell unterschätzt wird, ist beim Drehen die Lichtsetzung. Jedenfalls wenn es darum geht, dass ein Film "professionell" aussehen soll. Licht kann ein starkes Ausdrucksmittel sein und eine flache Ausleuchtung ist meist ein wenig öde. Hier hat man glaube ich auch am wenigsten intuitive Insights aus der eigenen Seherfahrung, weil man nicht erkennen kann, wie die Lichtsetzung praktisch gemacht wurde und welche Zeit da investiert wird. Hier würde ich fast dazu raten, nach der Ausbildung noch ein Praktikum auf einem möglichst professionellen Filmset einzuschieben, damit du siehst, was da technisch hinter der Kamera so passiert. Das Praktikum wäre sicherlich auch kein Pluspunkt bei der Bewerbung.

    Der Schnitt ist natürlich auch extrem wichtig, aber auch da müsste man erstmal was von dir sehen um das besser beurteilen zu können - auch was so Geschichten wie Farbkorrektur angeht, aber auch da kenne ich mich nicht doll aus und es gibt andere User in diesem Forum, die da besser Bescheid wissen. Editing-Software vermutlich Avid, Final Cut Pro oder Adobe Premiere und dazugehörige Tools.

    Frage 3 kann ich nicht beantworten, weil es da glaube ich ziemlich viele Unwägbarkeiten gibt, was den individuellen Geschmack und Vorlieben derjenigen anbelangt, die deine Bewerbung beurteilen. Ich glaube da kann man einfach nur versuchen, die Vorgaben nach bestem Wissen und Können zu erfüllen. Originalität und eine eigene Handschrift kann sicher nicht schaden, allzu avantgardistisch sollte es auch nicht werden, da ich nicht den Eindruck habe, dass deutsche Filmhochschulen auf Unzugänglichkeit und intellektuelle Abgefahrenheit ihrer Filme Wert legen. Und ich würde mich nicht auf die erste Idee stürzen, die einem kommt, weil die oft gar nicht so originell ist, wie man meinen könnte. Falls die Aufgabenstellung es hergibt, irgendwie versuchen out of the box zu denken und was originelles machen, ohne dass es zu gezwungen wirkt. Wenn du es ganz strategisch angehen und erstmal nur reinkommen willst, würde ich auch mal versuchen rauszufinden, wer bei der jeweiligen Filmhochschule, bei der du dich bewirbst, grad so am Drücker ist, da kann man vielleicht bestimmte Vorlieben ableiten. Das kann natürlich auch nach hinten losgehen, wenn man sich zu sehr anbiedert.

    Also eine Arbeitsprobe wäre glaube ich am hilfreichsten, um deinen aktuellen Stand besser einschätzen zu können.

    Weißt du denn schon, wo du dich bewerben willst?

    Auf jeden Fall schonmal viel Glück, und vergiss nicht, mich bei deiner Oscar-Dankesrede zu erwähnen.
    Geändert von Daniel (02.01.2013 um 02:22 Uhr)

  3. #3
    Admin Avatar von Matt
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    AW: Bewerbung Filmhochschule

    Zitat Zitat von Daniel Beitrag anzeigen
    Das Praktikum wäre sicherlich auch kein Pluspunkt bei der Bewerbung.
    Das Praktikum waere sicherlich ein Pluspunkt bei der Bewerbung. Ansonsten kann ich Daniel nur zustimmen
    Ergaenzen wuerde ich vielleicht noch, dass du solch ein Praktikum falls zeitlich moeglich vorab machen solltest, um dir sicher(er) zu sein, dass du was mit der Arbeit anfangen kannst und damit zurecht kommst.

    Falls du schon brauchbares/vorzeigbares Material hast, dann immer her damit!
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  4. #4
    Zuschauer
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    AW: Bewerbung Filmhochschule

    Danke für die Antworten, werde sie mir zu Herzen nehmen.

    Bewerben wollte ich mich auf jeden Fall bei der HFF München, bei der IFS Köln und noch bei der WAM Medienakademie in Dortmund. Die Macromedia Hochschule ist eigentlich auch noch sehr interessant, kommt aber wegen der hohen Studiengebühren leider nicht in Frage (aber eine Bewerbung kann ja nicht schaden ). Kennt ihr vielleicht noch andere Filmhochschulen in Deutschland?

    Ein Praktikum wollte ich vielleicht schon dies Jahr beim Saarländischen Rundfunk machen, da ich aber eben aus dem Saarland komme, ist es auch nicht immer so leicht eine geeignete Praktikumsstelle zu finden.

    Kann man hier auf der Seite Videomaterial hochladen? Wenn nicht kann ich euch ja in Kürze mal einen Link zu YouTube angeben. Aber erwartet bitte nicht so viel, die Aufnahmen sind schon ziemlich schlecht, da ich eben eine Billigkamera verwende. Auch sind die Aufnahmen sehr verwackelt, muss mir noch ein günstiges Stativ zulegen. Aber kennt ihr vielleicht noch Seiten bei denen man gebrauchte Kameras (auch gerne Sony oder JVC) relativ günstig bekommen kann?

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