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Thema: Battlefield 3 - I'm up. I am fucked up but I'm up.

  1. #1
    Tet
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    Battlefield 3 - I'm up. I am fucked up but I'm up.


    KNOCK KNOCK KNOCK - Mugon no kuukan o daite
    Kabe o tataite wa mogaku yo - Daiji na serifu nani mo ienai mama

  2. #2
    laertes
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    AW: Battlefield 3 - I'm up. I am fucked up but I'm up.

    Hier ein lesenswerter Aufsatz zum Thema Kriegsspiele/Krieg spielen am Beispiel Battlefield 3:

    Battlefield 3 - Das virtuelle Schlachtfeld

  3. #3
    Tet
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    AW: Battlefield 3 - I'm up. I am fucked up but I'm up.

    Naja.

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  4. #4
    laertes
    Gast

    AW: Battlefield 3 - I'm up. I am fucked up but I'm up.

    ...?

  5. #5
    Tet
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    AW: Battlefield 3 - I'm up. I am fucked up but I'm up.

    Naja @ "lesenswert" halt. Soll ich jetzt einem PDF antworten?
    Geändert von Tet (22.04.2012 um 20:52 Uhr)

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  6. #6
    Bob
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    AW: Battlefield 3 - I'm up. I am fucked up but I'm up.

    ich habe das nur kurz angeklickt, aber schon nach den ersten zeilen keine lust mehr darauf gehabt. ich vermute, ich weiß was da drin steht. laertes, ich nehme an, dass du nicht so der zocker bist? ein großer unterschied zu anderen medien wie filmen oder büchern ist bei computerspielen der spaß am gameplay (steuerung/regelwerk eines spiels). daher ist die ideologie eines spiel zunächst mal total irrelevant. Battlefield 3 ist diesbezüglich auch nix anderes als Schiffe Versenken - wobei es wenigstens spaß macht.
    But from that moment on, Hermione Granger became their friend.

  7. #7
    laertes
    Gast

    AW: Battlefield 3 - I'm up. I am fucked up but I'm up.

    spricht da derselbe bob, der das verhältnismäßig harmlosere 24 in der luft zerfetzt? mal im ernst: gameplay, gameplay über alles, auch wenn das spiel psychologisch ganz offensichtlich der gewöhnung an krieg zu dienen bestimmt ist und "den orientalen" als solchen als minderwertig darstellt?

  8. #8
    laertes
    Gast

    AW: Battlefield 3 - I'm up. I am fucked up but I'm up.

    ich habe nochmal über deine aussage nachgedacht, in spielen stehe im gegensatz zu filmen und büchern das gameplay im vordergrund, nicht die ideologie... diese auffassung ist doch völlig daneben! wenn es in erster linie ums gameplay geht, warum schafft man dann überhaupt ein solches setting? und was ist dann an manhunt auszusetzen (außer, dass es auf dauer langweilig ist)? darf man dann auch endlich ruhigen gewissens kz-manager spielen? nee, alter, so leicht kannst du es dir echt nicht machen. ich habe einiges über battlefield 3 gelesen und ein paar playthroughs angeschaut, was reicht, um zu erkennen, dass es sich um nichts weniger als militaristische propaganda handelt.

  9. #9
    Tet
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    AW: Battlefield 3 - I'm up. I am fucked up but I'm up.

    Auf die Schnelle und etwas zusammenhangslos getippt, einfach weil ich der Meinung bin, dass das PDF die Arbeit eigentlich gar nicht wert ist.

    Das Hauptproblem an dem PDF ist Einseitigkeit. Dazu gesellen sich Lücken in der Wiedergabe des Inhalts und Fehler was gewisse Beschreibungen und Bezeichnungen angeht. Die Links zu den Quellen sind zum Teil fehlerhaft und funktionieren nicht. Nach einem direkten Zitat und einer kurzen, indirekten Weiterführung des Zitats, wird offenbar ohne es ersichtlich zu machen ein eigener Text drangehängt. Zufälligerweise klappt in diesem Fall erneut der Link zur Quelle nicht. Alleine das macht das PDF schon sehr fragwürdig und nur bedingt lesenswert.

    Im Grunde wird auf Seite 12, nach der ausufernden, ich würde sogar sagen manipulierenden, Beschreibung der Geschichte gleich ein vernünftiges Zitat gebracht. Diese Person kennst sich offenbar mit der Thematik besser aus als ich oder der Autor des PDFs. Dem folgt dann im Grunde ein elf-seitiges ABER. Wie unerwartet! Man informiere sich also über den herausgebenden Verein hinter dem PDF und es ist nur noch wenig verwunderlich, dass da etwas vom Schlage einer Schwarzer-Pornodiskussion bei heraus kommt.

    Zunächst einmal: Wenn Battlefield 3 ein Film wäre, dann wäre er weder Kriegsfilm noch Antikriegsfilm. Er wäre meiner Meinung nach eher ein Actionfilm.

    Natürlich sind einige Punkte in dem Text durchaus richtig, andere gehen aber leider komplett am Thema vorbei - dazu hat Bob ja auch schon kurz etwas gesagt. Was die angebrachte Kritik angeht: Das ganze hätte man aber auch herausfinden können, wenn man das Spiel spielt - das hätte eindeutig(!) mehr Spaß(!!) gemacht und man müsste sich nicht auf die unzureichenden und lückenhaften Beschreibungen des Autors verlassen.

    Was die realitätsfremde des PDFs angeht, müsse man sich nur mit Strukturen innerhalb von Videospielen und vorallem dem Drumherum, der gesamten Branche, beschäftigen.

    Wir man auf den Unsinn kommt, Spiele sollten aufgrund gewisser inhatlicher Ausrichtungen zusätzlich markiert und am Ende ggf. zensiert werden, oder wie man freien Magazinen(!) vorschreiben(!) will was und wie sie zu bewerten haben(!), erschließt sich mir auch nicht. Ist echt ein Hammer, den sich der Autor da leistet.

    Der erwähnte Artikel von Christian Schmidt im Spiegel, den der Autor im PDF erwähnt, hat hohe Wellen in Spielerforen ausgelöst. Nicht zuletzt er war ein Vorreiter dieser Art des Spielejournalismus. Er war lange Zeit Chefredakteur und gerade in dieser Zeit hat sich diese Art der Berichterstattung auch bei der Gamestar etabliert. Eigentlich ist man sich, und das schließt sogar ehemalige Kollegen von ihm ein, einig, dass dieser ganze Artikel bloß ein Nachtreter seinerseits war.

    Magazine, wie der Autor des PDFs sie sich wünscht, die gab es übrigens schon. Diese sind aber wegen finanziellen Misserfolgs eingestellt worden. Und um da mal seinen Vergleich zum Film zu schlagen, wie es hier ja gerne getan wird (und welchem, wie Bob schon sagte, die wichtigste Komponente eines Videospiel vollkommen(!) fehlt): Nein, auch in dem Bereich gibt es so gut wie keine filmspezifischen Magazine, die sich auf diese Weise einem Film nähern.

    Es sind, wie auch im Spielebereich, einzelne Autoren - die oft für Publikationen arbeiten, die gar nicht auf das rezensierte Medium spezialisiert sind - die sowas kritisch begutachten. Und solche Autoren findet man genau so im Videospielebereich. In einer Gamestar, die in etwa das Pendant zum KINO- oder Widescreen-Magazin ist, aber ganz bestimmt nicht.

    Der Typ der den Leserbrief geschrieben hat steht mit seiner Meinung zu dem Spiel absolut nicht alleine da, dazu würde es reichen einfach in die Spieleforen zu schauen, als, wie laut der PDF davon auszugehen, dass alle Spieler irgendwelche Hirntoten sind, die so etwas nicht reflektieren. Bei solchen Stoffen geht regelmäßig ein großes Raunen durch die Spielerschaft, generell sind der Großteil an Spielern in spezifischen Forum auch eher anti-amerikanisch/militaristisch eingestellt und auch trotz einem Battlefield 3 hat sich daran nichts geändert. Will sagen: Auch auf Internetplattformen wird sich kritisch mit Battlefield auseinandergesetzt, aber - und das kann man gar nicht oft genug betonen - spielt bei der abschließenden Wertung der Inhalt keine besonders große Rolle. Deshalb sind die Wertungen zu Battelfield am Ende überwiegend positiv bis ausgesprochen gut, da es um ganz andere Eigenschaften des Produkts geht. Und das ist absolut richtig so.

    Was die Markierung von Spielen mit gewissen Inhalten angeht, was unweigerlich zu weiteren Restriktionen oder Zensierungen führen würde: Die Idee ist genau so realitätsfremd, wie wenn man sie für Filme einführen wollte. Weil sie genau gar keine Auswirkung hätte. Denn waffengeile, reaktionäre Arschlöcher finden auch ein Full Metal Jacket geil, egal ob da ANTI vor dem Kriegsfilm steht oder nicht. Am Ende kommt es einfach auf die jeweilige Person an, die sich dem Medium widmet und diese wird ihre eigene Einschätzung des Stoffen vornehmen, ganz egal ob man sie davor auf irgendetwas hinweist oder nicht. ganz egal ob sie es liest, guckt, spielt, oder hört.

    Und Spiele, die er fordert, sind nunmal heutzutage nur schwer denkbar. Dazu hätte sich der Autor einfach nur mal mit der Struktur der Videospielbranche befassen müssen. Denn die großen Player wie EA und Activision richten ihre Spiele natürlich genauso wie Filmstudios auf das größtmögliche Publikum aus. Dass dabei eine tiefgehende, realistische Analyse gewisser Umstände auf der Strecke bleibt, liegt genau auf der Hand. Wie im Filmbereich und mit teurem Geld auch eher ein Transformers, als ein Stoff produziert wird der sich dem ganzen kritisch nähert und den Zuschauer fordert. Es geht darum den Spieler ohne große Hürde an die Spielmechanik heranzuführen.

    Und wie hier schon erwähnt wurde, ist es nicht verwerflich sich solche Produkte aus vielen anderen, möglichen Gründen anzuschauen - der vermittelte Inhalt wird bei einem Großteil der Nutzer am wenigstens ausschlaggebend sein. Genau so wie sich jemand einen Film wie den erwähnten Transformers vielleicht aufgrund der wegweisenden Effekte anschaut, gibt es Leute die sich Battlefield wegen seiner wegweisenden Inszenierung, neuartigen Spielmechanismen und anderen Eigenschaften widmen. Es gibt nunmal momentan kein anderes Spiel auf diesem Niveau wenn man etwas aus dem Bereich sucht.

    Zudem werden Spiele auch weiterhin von nur sehr wenigen Staaten ernstgenommen und entsprechend gefördert. Nichtmal ein Bruchteil der vielen Millionen mit der jährlich unabhängige, zum Großteil allerdings hundsmiserable Filme gefördert werden, wird auch in Videospiele investiert. So haben es unabhängige Entwickler schwer ihre Ideen umzusetzen und haben die Wahl sich entweder den großen Studios zu unterwefen, oder aber mit eigenen Mitteln ihre Vision umzusetzen. Dass bei letzterem kein kritisches Battlefield-Pendant heraus kommt, ist genau so verständlich wie die Tatsache, dass Regisseur Bill Buher und seine zehnköpfige Crew im Hinterhof keinen Antikriegsfilm vom Schlage eines Apocalypse Now realisieren können.

    Das ist aber am Ende alles gar nicht so tragisch. Denn der Einfluss von Battlefield und ähnlichen Stoffen wird hier ganz klar überschätzt und die Intention des Spiels komplett verrückt. Battlefield soll voralleim eins: Spaß aus spieltechnischer Sicht machen. Das tut es auch. Nicht zu wenig. Das Setting wird nur gewählt, weil es einfach weiteren Umsatz generiert. Und seien wir mal ehrlich: Manche Menschen, zB wie die macher der PDF, würden sich immer aufregen. Nicht zuletzt wird auch ein WOW kritisiert, was sich komplett der Realität entzieht in seinen Handlungen. Es wird halt immer gemeckert, gemeckert, gemeckert. Ermüdent zu hören. Da kann man eindeutig lieber eine Runde Battlefield spielen, in dem "Orientale" ganz sicher nicht als minderwertig dargestellt werden.

    Schlussendlich bleibt zu sagen, dass das PDF genau so eine einseitige Propaganda ist, wie es sie versucht zu kritisieren. In dem PDF sehe ich sie eindeutig, zudem bietet es daneben keine besonderen Qualitäten. Bei Battlefield sehe ich das kritisierte nur bedingt. Ersteres muss ich also komplett ablehnen, wärend zweiteres durchaus seine Reize hat.

    Waffen finde ich übrigens blöd und Krieg genau so. Daran ändert selbstverständlich auch der hunderste Militärshooter nichts. Genau so verhält es sich bei anderen, denkenden Spielern. Waffengeile, reaktionäre Arschlöcher haben andere Probleme und Stützpfeiler als Videospiele.

    edit: Ja, Manhunt war einfach total langweilig. Hätte es ein Gameplay vom Schlage eines Metal Gear Solid gehabt, wäre es sicherlich spielenswert gewesen. KZ-Manager ist natürlich wieder die Mega-Nazikeule und total daneben. Ja, so ein Spiel darf sicherlich gemacht werden. Es würde dann warscheinlich von Medien aufgebauscht, hochgehalten und bekannt gemacht werden, aber am Ende kein Publikum finden. Überraschend, oder? Daher ist es gar nicht nötig sich darüber Gedanken zu machen.
    Geändert von Tet (24.04.2012 um 15:06 Uhr)

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  10. #10
    laertes
    Gast

    AW: Battlefield 3 - I'm up. I am fucked up but I'm up.

    interessante und nachvollziehbare ausführungen einer mit der materie vertrauten person. dass der orientale als minderwertiger feind dargestellt wird, habe ich den ebenso nachvollziehbaren beschreibungen der pdf entnommen, ich nehme aber hin, dass du das anders siehst. unabhängig davon bleibt für mich die frage:

    wieso verorten die macher das spiel in ein hochrealistisches setting, das einen krieg beschreibt, der kurz- bis mittelfristig möglich erscheint - wenn nicht aus ideologischen gründen?

    bobs gameplay-argument erscheint mir vor diesem hintergrund zunehmend absurder. wenn es nur ums gameplay geht, braucht man keine orte darzustellen, die es auf der erde tatsächlich gibt, insbesondere keine orte, die im land eines echten potentiellen, zumal zukünftigen feindes liegen. die intention dahinter ist doch so schreiend offensichtlich, wie kann man darüber hinweggehen und den scheissdreck guten gewissens spielen?

    last not least möchte ich festhalten, dass ich gamer nicht pauschal für "waffengeile reaktionäre arschlöcher" halte und auch nicht glaube, dass jeder gamer durch das spielen zu einem wird. nur bereiten spiele dieser art einen ideologischen nährboden und haben einen gewöhnungs- und abstumpfungseffekt, der meines erachtens gefährlich ist.

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