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Thema: Why so curious ?

  1. #1
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Dear Diary...

    Aller Anfang ist schwer… dies insofern, als ich den Gedanken ein FTB zu führen zunächst verwarf. Soll ich einfach jetzt, von null auf hundert, damit anfangen ? Wäre dies nicht ein Affront gegen all die vielen Filme welche ich bislang sah und die hier jedoch keine Beachtung finden werden !? Nun, die Antwort heisst: ja ! Denn je mehr ich in anderen FTB's schmökerte und Diskussionen dazu verfolgte, desto mehr war ich angefixt davon, tja, und nun ist es wohl zu spät… die Sucht hat gesiegt, und der Bildschirm ist mein Dealer. Kurzes Vorwort noch, ich verzichte auf allzudetaillierte Hintergrund-Infos. Obwohl ich dies bei denjenigen, die so „arbeiten“ sehr bewundere; aber aus diversen Gründen möchte ich mich auf das Wesentliche konzentrieren, was jedoch nicht ausschließt, dass hin und wieder wilde, orgiastische Ausschweifungen stattfinden werden. Und ganz ohne FAKTEN FAKTEN FAKTEN geht's dann auch nicht. Also, ich hoffe, es wird mit Interesse und Amusement verfolgt, vielleicht steigt auch wilder Widerstand auf, aber auch dass darf sein; besser eine negative Regung als gar keine ! In diesem Sinne: I declare open !

    PS: Unnötig zu erwähnen, dass bei den Bewertungen hinter jeder Aussage der Zusatz „…meiner Meinung nach…“ stehen könnte, alles eben rein subjektiv !

    Edit: Seit Ende August gibt es eine neue Rubrik: "Ich frage mich...", hier werden hin und wieder Nebensächlichkeiten oder bestimmte Filmszenen hinterfragt, weiter gesponnen oder auseinandergenommen. Dies hat mit dem Film selbst nicht unbedingt viel zu tun und ist auch nicht immer ganz ernst zu nehmen !

    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    INHALTSVERZEICHNIS [nicht aktualisiert]

    FILME

    A

    Ab durch die Hecke

    Accepted

    8 Blickwinkel

    Adams Äpfel

    Adventureland

    A hole in my heart

    Alien vs. Predator

    Alles ist erleuchtet OMFE

    All Inclusive

    All the Boys Love Mandy Lane

    Alone in the Dark

    Alt, neu, geliehen & blau

    Anamorph

    Ananas-Express

    Anchorman

    Antikörper

    Assault - Anschlag bei Nacht


    B

    Babel

    Babylon A.D.

    Bad Santa

    Baise-moi

    Balls of Fury

    Bank Job

    Bedingungslos

    Beim ersten Mal

    Bierfest

    Big Fish

    Bitch Slap

    Black Christmas

    Bleeder

    Blood Car

    Bloody Mallory

    Born to be wild

    Böse Zellen

    Botched

    Brick

    Brotherhood OMFE

    Brothers

    Brügge sehen... und sterben?

    Burn After Reading


    C

    Caché

    Captivity

    Cars

    Cashback

    Casino Royale (06)

    Children of Men

    Chuck und Larry

    City of God

    Clever & Smart

    Cloverfield

    Club Mad

    Cold prey

    Collateral

    Contact High

    Cosmo & Wanda - Die Alltagshelden

    Crank

    Crash Test Dummies


    D

    Dance of the Dead

    Dänische Delikatessen

    Dan - Mitten im Leben

    Dark Water

    Das Beste kommt zum Schluss

    Das ferpekte Verbrechen

    Das Genie und der Wahnsinn

    Das Imperium der Wölfe

    Das Leben der Anderen

    Das Leben ist schön OMFE

    Das Mädchen aus dem Wasser

    Das perfekte Verbrechen

    Das Urteil von Nürnberg OMFE

    Das Vermächtnis des geheimen Buches

    Dear Wendy OMFE

    Death Proof

    Death Race [08]

    Death Sentence

    Dein Ex - Mein Albtraum

    Déjà Vu

    Dellamorte dellamore

    Departed - Unter Feinden

    Der Date Profi OMFE

    Der Fremde im Park

    Der Glücksbringer

    Der Ja-Sager

    Der Kaufhaus Cop

    Der Knochenmann

    Der Krieg des Charlie Wilson

    Der letzte Kuss

    Der Name der Rose (MS)

    Der Nebel

    Der Pakt

    Der Rocker

    Der Schmalspurschnüffler

    Dick und Jane

    Die Bankdrücker

    Die 120 Tage von Sodom

    Die Eisprinzen

    Die fabelhafte Welt der Amélie OMFE

    Die fast vergessene Welt

    Die Girls von St. Trinian

    Die Hochzeits-Crasher

    Die Insel

    Die Kammer der toten Kinder

    Die Könige der Nutzholzgewinnung

    Die Stiefbrüder

    Die Super Ex

    Die Tiefseetaucher

    Die Vergessenen

    Die Zeit nach Mitternacht OMFE

    District 9

    Disturbia

    Doghouse

    Domino

    Drag Me to Hell

    Dreamcatcher

    Dr. Seltsam - Oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben OMFE

    Duplicity - Gemeinsame Geheimsache


    E

    Eagle Eye

    Eden Lake

    Ein Duke kommt selten allein

    Eine Frage der Ehre (MS)

    Ein Quantum Trost

    El día de la bestia

    Elementarteilchen

    Elephant

    11:14

    Elizabethtown

    Entgleist

    Erkan & Stefan in Der Tod kommt krass

    Evan allmächtig

    Exit


    F

    Fanboys

    Fast Food Nation

    Final Destination 3

    Final Destination 4

    Findet Nemo OMFE

    Fired Up!

    Firewall

    (500) Days of Summer

    Flickering lights

    Flightplan

    Fluchtpunkt Nizza

    Forgetting Sarah Marshall

    Frankenfish


    G

    Garden State

    Garp und wie er die Welt sah OMFE

    Get Smart

    G.I. Joe

    Gladiatress

    Glengarry Glen Ross OMFE

    Gone Baby Gone

    Gran Torino


    H

    Halbe Treppe OMFE

    Hancock

    Hangover

    Happy-Go-Lucky

    Hard Candy

    Hardcore

    Harold & Kumar

    Harsh Times

    Haute tension

    H3: Halloween Horror Hostel

    Held Up - Achtung Geiselnahme!

    Hellboy

    Hellboy 2 - Die goldene Armee

    Hot Fuzz

    House Bunny

    Hundstage (01)


    I

    Ich bin es leid, deine Liebhaber zu töten

    Ich, du und der Andere

    Idiocracy

    Igby OMFE

    I Huckabees

    Immer nie am Meer

    I'm Not There. OMFE

    In America OMFE

    In China essen sie Hunde

    Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

    In 3 Tagen bist du tot

    Inglourious Basterds

    Inland Empire OMFE

    Inside

    Inside Man

    Insomnia OMFE

    Intacto

    Interstate 60

    Into the mirror

    Into the Wild OMFE

    Irreversible


    J

    Jede Menge Ärger

    Jennifer's Body

    Joint security area OMFE

    Jumper

    Jungfrau (40), männlich, sucht...

    Juno


    K

    Kein Sterbenswort

    Ken Park

    Kikujiros Sommer OMFE

    King Kong (05)

    Kiss Kiss Bang Bang

    Kitchen stories

    Klick

    Knowing

    Komm, süßer Tod

    Kontroll

    Krass

    Kung fu hustle


    L

    L. A. Crash

    Land of the Dead

    Lars und die Frauen

    L'auberge espagnole - Barcelona für ein Jahr

    Laurel Canyon

    Layer Cake

    Liebe mich, wenn Du Dich traust

    Lilja 4-ever

    Little Children OMFE

    Little Miss Sunshine

    LooKing for Eric

    Lord of War

    Los debutantes

    Lost in Translation OMFE

    Lucía und der Sex

    Lucky Number Slevin


    M

    Madagascar

    Mean Creek

    Mein verschärftes Wochenende

    Melinda und Melinda

    Menschenfeind

    Memories of murder

    Mission: Impossible III

    Miss March

    Mit eisernen Fäusten OMFE

    Mord im Pfarrhaus

    Mord und Margaritas

    Motel

    Mulholland Drive

    My Sassy Girl


    N

    Nachbeben

    Nach der Hochzeit

    Nach 7 Tagen - Ausgeflittert

    Nachts im Museum

    Napoleon Dynamite

    Nausicaä aus dem Tal der Winde

    Neues vom WiXXer

    New York für Anfänger

    Next

    Nick und Norah - Soundtrack einer Nacht

    96 hours

    No Country for Old Men


    O

    Ocean's 13

    Okay

    Oldboy

    Old men in new cars

    Om Shanti Om OMFE

    One day in Europe

    Open hearts

    OSS 117

    Ossi's Eleven


    P

    Pans Labyrinth

    Pappa ante Portas (MS)

    Partnertausch

    Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik II

    Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt

    Planet Terror

    Pontypool

    Poppitz - So lustig kann nur Urlaub sein

    Poseidon

    Postal

    Prestige - Die Meister der Magie

    P2

    Puppet Masters (MS)

    Pusher

    Pusher II

    Pusher III


    R

    Rache ist sexy

    Radio Rock Revolution

    Ratatouille

    [Rec]

    Red Eye

    Reeker

    Requiem for a Dream

    Ricky Bobby - König der Rennfahrer

    RocknRolla

    Rogue

    Ruinen


    S

    Save the green planet

    Saw II

    Saw III

    Saw IV

    Scary Movie 4

    Schlaraffenland

    Schräger als Fiktion

    Scoop - Der Knüller

    36 - Tödliche Rivalen

    16 Blocks

    Selbst ist die Braut

    Semi-Pro

    Serenity

    Severance

    Sex für Anfänger

    Shallow Ground

    Sherlock Holmes

    She's the Man

    Shoot 'em Up

    Shooter

    Shopping-Center King

    Sideways

    Sieben (MS)

    Silent Hill

    Silentium

    Skagerrak

    Slither

    Smokin' Aces

    Snakes on a Plane

    So finster die Nacht OMFE

    Spanglish

    Spider-Man III

    Spiel ohne Regeln

    Spritztour [08]

    Star Trek

    Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith

    Stealth

    Sterben für Anfänger

    Stirb langsam - Jetzt erst recht (MS)

    Stirb langsam 4.0

    Street Kings

    Sublime

    Sunshine

    Superbad

    Superhero Movie

    Superman Returns

    Survive style 5+


    T

    Team America

    10 Items or Less

    Terminator: Die Erlösung

    Thank You for Smoking

    The call

    The Contract

    The Cottage

    The Dark Knight

    The Descent

    The good cop

    The Grudge - Der Fluch

    The Happening

    The Hitcher

    The host

    The Ice Harvest

    The Hills Have Eyes (06)

    The International

    The Killing Room

    The Machinist OMFE

    The New Guy

    The Oh in Ohio

    The Oxford Murders

    The Sentinel

    The Straight Story - Eine wahre Geschichte OMFE

    The Tournament

    The Weather Man

    Things We Lost in the Fire

    Tierisch wild

    Tödliche Entscheidung

    Topjob - Showdown im Supermarkt

    Transformers

    Transporter - The Mission

    Transporter 3

    Trauzeuge gesucht!

    Trennung mit Hindernissen

    Tropic Thunder

    Trouble ohne Paddel

    21

    13 Tzameti


    U

    Underworld

    Unknown

    Unten am Fluss (MS)

    Unter der Haut

    Unter Kontrolle

    Untraceable

    Up in the Air


    V

    Verdammt, die Zombies kommen

    Vorbilder?!

    V wie Vendetta OMFE


    W

    Wächter der Nacht

    WallE

    Wanted

    Was niemand weiß

    Watchmen

    Wen die Geister lieben

    Wer hat Angst vorm weißen Mann?

    Wie das Leben so spielt

    Wilbur Wants to Kill Himself

    Wimbledon

    Winged Creatures

    Wolf Creek


    X

    X-Men III - Der letzte Widerstand


    Y

    You Kill Me


    Z

    Zack and Miri Make a Porno

    Zimmer 1408

    Zodiac - Die Spur des Killers

    Zombieland

    Zombie Strippers!

    Zusammen ist man weniger allein

    Zu scharf, um wahr zu sein

    Zwei Schwestern


    REIHEN

    Masters of Horror 1 - Incident On and Off a Mountain Road

    Masters of Horror 2 - H. P. Lovecraft's Dreams in the Witch-House

    Masters of Horror 3 - Dance of the Dead

    Masters of Horror 4 - Jenifer

    Masters of Horror 5 - Chocolate

    Masters of Horror 6 - Homecoming

    Masters of Horror 7 - Deer Woman

    Masters of Horror 8 - John Carpenter's Cigarette Burns

    Masters of Horror 9 - The Fair-Haired Child

    Masters of Horror 10 - Sick Girl

    Masters of Horror 11 - Pick Me Up

    Masters of Horror 12 - Haeckel's Tale

    Masters of Horror 13 - Imprint

    Masters of Horror 18 - Pro-Life

    Masters of Horror 19 - Pelts

    Masters of Horror 21 - Valerie on the Stairs

    Masters of Horror 22 - The Black Cat

    Masters of Horror 23 - We All Scream for Ice Cream


    SERIEN-FOLGEN

    Für alle Fälle Fitz - Kalte Rache

    Mankell's Wallander - Der unsichtbare Gegner

    Tatort - (7) Kressin stoppt den Nordexpress

    Tatort - [18] Kressin und die Frau des Malers

    Tatort - (246) Tod eines Mädchens

    Tatort - (374) Undercover Camping

    Tatort - [488] Gewaltfieber

    Tatort - (511) Der dunkle Fleck

    Tatort - (515) Der Fremdwohner

    Tatort - (526) Frauenmorde

    Tatort - (543) 3 x schwarzer Kater

    Tatort - (545) Sonne und Sturm

    Tatort - (551) Sag nichts

    Tatort - (615) Der doppelte Lott

    Tatort - (659) Ruhe sanft

    Tatort - (710) Wolfsstunde

    Tatort - (745) Tempelräuber


    DOKUMENTATIONEN

    Kicken für die Krone

    Sankt Pauli! Rausgehen - Warmmachen - Weghauen
    Geändert von Kalervo (15.02.2012 um 14:23 Uhr)
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  2. #2
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    Re: Dear Diary...

    1. Anchorman – Die Legende von Ron Burgundy
    (The anchorman: The legend of Ron Burgundy)
    USA 2004 R: Adam Mc Kay
    (Tatzeitpunkt: 30.7.2006)
    D: Will Ferrell, Christina Applegate, David Koechner, Paul Rudd, Steve Carell, Fred Willard, Vince Vaughn, Chris Parnell, Kathryn Hahn, (und einige starke Gastauftritte, aber )



    Handlung: San Diego in den 70ern. Das Channel 4-News-Team ist die Nr. 1 in der heimischen TV-Rangliste, schon jahrelang. Das Team ist der Abräumer auf dem Bildschirm, dabei sind sie hinter der Kamera egozentrisch, egoistisch und extrem von sich eingenommen, allen voran der Anchorman Ron Burgundy (Ferrell). Er verkörpert den klassischen TV-Star der alle nach seinem Willen agieren lässt. Dazu der Möchtegern-Aufreißer Brian Fantana (Rudd). Dritter im Bunde ist Champ Kind (Koechner), der in stillen Momenten auch mal tiefe Gefühle zeigen kann. Und schließlich der Wettermann Brick Tamland (Carell), der in etwa den Intelligenzquotienten eines Haufens Cumulus-Wolken besitzt. Alles scheint in Bester Ordnung. Doch dann ziehen dunkle Schatten auf… in Gestalt von Veronica Corningstone (Applegate). Eine Frau im Newsteam… für die Vier undenkbar. Sender-Boss Ed Harken (Willard) speist die ehrgeizige Reporterin zunächst mit unbedeutenden Billig-Beiträgen ab. Doch ihre Chance soll kommen und sie wird sie versuchen zu nutzen, mit allen Mitteln. Auch private Verwicklungen zwischen Burgundy und Corningstone bleiben nicht aus, wobei er besonders durch seine Fähigkeiten an der Querflöte punktet. Und schließlich wird auch der harte Konkurrenzkampf zwischen den Sendern gezeigt, der nicht ohne Opfer bleiben soll !

    Bewertung: Okay, sicherlich nichts für „Filmfeinschmecker“, aber wer Ferrell mag, wird diesen Film lieben (so I do). Der Mann hat einfach eine komödiantische Ausstrahlung, wie ich es in dieser Gänze bisher nur von Chevy Chase kannte. Seine Auftritte in „Austin Powers I + II“, „Drowning Mona“, „Old school“, „Ich liebe Dick“, „Jay und Silent Bob schlagen zurück“ oder „Starsky & Hutch“ sind einfach nur genial. Mittlerweile muss ich schon lachen, wenn ich ihn nur irgendwo sehe oder an ihn denke, da braucht er sich nicht mal zu bewegen. Hier brilliert er als arroganter Anchorman genauso, wie als gebrochener, abgewrackter, vom Schicksal gebeutelter Antiheld.

    Nach leicht holprigem Beginn steigert sich der Film fast minütlich. Höhepunkt ist eine der witzigsten und skurilsten Szenen der Filmgeschichte, der „Battle of the News-teams“ (siehe obiges Bild), die es bei mir geschafft hat Lachmuskeln zu bewegen, die ich bis dahin noch gar nicht kannte. Wie gesagt, man darf nicht zu viel erwarten, darf sich einfach nur unterhalten lassen, dann klappt es bestens. Neben Ferrell brilliert aus meiner Sicht vor allem Steve Carell, den wir schon in „Bruce allmächtig“ als Fernsehschaffenden bewundern durften. Genial auch die perfekt eingesetzten Gastauftritte, die ich jedoch nicht verraten möchte, allein einer sei genannt: Danny Trejo, der ob seines Aussehens hauptsächlich als Fiesling und Gefängnisinsasse besetzt wird („Desperado“, „Heat“, „Con air“, „Wild christmas“) gibt hier zum zweiten Mal nach „From dusk till dawn“ den Barmann, doch diesmal weniger gefährlich dafür philosophierend. Es lohnt sich auch den Abspann mitzuschauen, denn dabei werden einige vermasselte Szenen gezeigt und eine kleine, gelungene Überraschung der einfallsreichen Sorte.

    Motto/Spruch: If Ron Burgundy says it… it´s the truth !

    Benotung: insgesamt: 7,5/10 als Komödie: 9,5/10
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  3. #3
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    Re: Dear Diary...

    2. Für alle Fälle Fitz – Folge 2.1 – Kalte Rache
    (Cracker – To be a somebody)
    GBR 1994 Cr: Jimmy Mc Govern
    (Tatzeitpunkt: 2. + 3.8.2006; Zweiteiler)
    D: Serie: Robbie Coltrane, Christopher Eccleston, Geraldine Somerville, Barbara Flynn, Lorcan Cranitch, Ricky Tomlinson / Episode: Robert Carlyle



    Handlung: Serie: Eddie „Fitz“ Fitzgerald (Coltrane) ist der wohl beste Polizeipsychologe den Manchester zu bieten hat. Dank seiner analytischen Fähigkeiten sieht er hinter die Fassaden der Menschen, gibt wichtige Tipps zur Ergreifung von Mördern und überführt diese in schonungslosen Verhören. Dabei würde ihm selbst eine Therapie gut tun: er trinkt, raucht, wettet (alles in obsessiven Ausmaßen) und scheut auch vor einer Affäre mit einer Kollegin nicht zurück. Dies alles führt zu handfesten Ehekrisen mit seiner Frau Judith (Flynn). Immer wieder gibt es ob seiner egozentrischen Art auch Differenzen mit dem zuständigen Chief Inspector David Bilborough (Eccleston), doch letztlich braucht ihn die Polizei, so sehr wie auch er seine Arbeit braucht.



    Episode: Albert „Albie“ Kinsella (Carlyle) ein einfacher Arbeiter der aus der Gegend um Liverpool stammt, erlebte 1989 zusammen mit seinem Vater das Unglück im Hillsborough-Stadion, wobei 96 Menschen zu Tode kamen; dadurch traumatisiert zerbricht das Band zwischen ihm und seinem Vater, unausgesprochene Gefühle und Missverständnisse führen sogar zur Trennung zwischen ihm und seiner Frau. Fünf Jahre später, als sein Vater nach einer langen Krankheit stirbt, bricht durch eine Reihe kleiner Verschmähungen und einer zunächst unscheinbar erscheinenden Auseinandersetzung mit einem Ladenbesitzer alles aus ihm heraus. In einer Kurzschlusshandlung tötet er den Ladenbesitzer und fasst den Entschluss 95 weitere Menschen umzubringen, als Rache zu den Toten von Hillsborough. Bevorzugte Ziele seiner Rache sind ein Möchtegernpsychologe, eine skrupellose Zeitungsreporterin und sämtliche Polizisten. Durch ein falsches Profil des ersten Kriminalpsychologen auf eine falsche Fährte gesetzt kommt die Polizei bei ihren Ermittlungen nur schleppend voran, erst als Fitz seine Arbeit machen darf, gibt es Fortschritte, dennoch bleiben weitere Taten nicht aus, bei denen auch einige der Polizisten hineingezogen werden.

    Bewertung: Eine Serie im FTB ? Hier ja, denn es ist keine Serie im klassischen Sinne, wie ich finde, und sie ist so stark, dass sie auf jeden Fall Erwähnung finden sollte. Behandelt werden außergewöhnliche Fälle. Wie in kaum einer anderen Krimi-Serie werden die Beweg- und Hintergründe der Täter dargestellt, ihre Entwicklung. Brillant ist Robbie Coltrane als Fitz, der in schonungsloser Art und Weise seinen Mitmenschen, egal ob Ehefrau, Kollegen, Zeugen, angehörige der Opfer oder eben den Tätern selbst, den Spiegel vorhält; ihre Fehler und Unzulänglichkeiten, kurz ihre Schwächen brutal aufdeckt und seziert. Dass er selbst ein Bündel an Schwächen in sich vereint, gibt dem Ganzen nur einen weiteren Reiz. Höhepunkt sind die Verhöre mit den Tätern. Denn da wo andere Krimis aufhören, bei der Ergreifung der Verbrecher, da fängt hier das furiose Finale erst an. Psychologische Rededuelle, die vor keinem der involvierten Personen haltmachen. Auch die persönlichen Beziehungen der Hauptpersonen sind oft zum zerreissen gespannt und auch sie müssen sich hin und wieder einem Seelenstriptease hingeben. In typisch englischer Manier wechseln sich in dieser Serie Drama und Humor ab.
    Dialog- + Spruchbeispiele aus dieser Folge:

    a) Abteilung philosophisch:

    „Wenn man Menschen wie Dreck behandelt, dann verhalten sie sich auch wie Dreck!“

    „Sie können mir vorwerfen was ich tue, aber nicht wo ich herkomme!“

    b) Abteilung schnörkellose Offenheit:

    „Was wollen sie ?“ - „Ich werde sie umbringen!“

    c) Abteilung britischer Humor:

    Beim betrachten der Leiche fragt der Chef-Inspector den Psychologen: „Was denken sie ?“ ; „Er ist tot !“

    Fitz fragt den Barmann nach dem Preis: „Was macht ein doppelter Scotch?“ ;
    „Er macht einen hauptsächlich für kurze Zeit betrunken!“

    „Wir wollen doch Wahrheit und Gerechtigkeit, gute alte britische Gerechtigkeit, wonach ein Mann unschuldig ist, so lange er kein Ire ist !“

    „Was ist Pentecilea, bist du auch Rassistin?“ ; „Nein… ich verachte nur Schotten wie du weißt, und das hat seine guten Gründe!“

    Polizisten graben in einem Garten nach einer Leiche, und sind schon einen Meter tief: „Wenn ihr die Leiche da findet, können wir Selbstmord ausschließen!“

    Oder die Szene, als Fitz erstmals den ermittelnden Polizisten seine Meinung und sein Täterprofil präsentiert, was zu einer kleinen Auseinandersetzung mit dem Polizisten Jimmy Beck führt:

    F: blablabla (genauer Wortlaut tut hier nicht Not)
    B. Blödsinn !
    F: blablablablabla
    B: Blödsinn !
    F: blablablablablabla
    B: Blödsinn !
    F: Leg´ dir mal ein Synonym-Wörterbuch zu !

    Das herausragende an dieser Folge: Robert Carlyle ! Bekannt u. a. schon aus „Trainspotting“, „Ganz oder gar nicht“ sowie „Ravenous“. Er brilliert hier als zerrütteter Charakter, dass man fast Gänsehaut bekommt. Glanzleistung ! Oscar für den Mann ! *Ganzgroßenhutdavorzieh* !

    Es soll noch erwähnt sein, dass es von der kompletten Serie auch einen US-Abklatsch gibt. Davon habe ich keine Folge gesehen, aber ich unterstelle einfach, dass dieser nicht an das Original heranreicht. Die Figuren, das Umfeld, einfach alles kann nur in England funktionieren !

    Benotung: insgesamt: 7/10 als Krimi: 9/10
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    Last watched movies [letzte Änderung: 18. September 2017]

  4. #4
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: Dear Diary...

    3. Ich bin es leid, deine Liebhaber zu töten
    (Kourastika na skotono tous agapitikous sou)
    GRE 2002 R: Nikos Panayotopoulos
    (Tatzeitpunkt: 5.8.2006)
    D: Nikos Arvanitis, Theofania Papathoma, Akilas Karazisis, Alexis Georgoulis, Athina Maximou



    Handlung: Theofilos (Arvanitis) ist Verleger in Athen. Die Geschäfte gehen nicht besonders gut, chronischer Geldmangel ist die Folge, der bislang durch seine Tante ausgeglichen wird. In dieser Lage beginnt er eine Liaison mit der Sängerin Sia (Papathoma), welche in einem Nachtclub neben „ihrer“ Stimme in tänzerischer Form auch ihren Körper präsentiert. Liebesbekundungen und Eifersuchtsszenen wechseln sich ab. Dadurch bedingt vernachlässigt er seine Arbeit, was dazu führt, dass er immer mehr in finanzielle Not gerät und seine Tante versagt ihm weitere finanzielle Zuwendungen. Als diese ermordet wird, gerät Theofilos recht schnell unter Verdacht des Polizisten Mikas (Karazisis), der zunächst ein Bewunderer von Theofilos ist, doch als er Sia kennenlernt, hat er nur noch Augen für sie. Wichtige Rollen spielen auch die Bar „Polis“ samt deren Besitzer Vassilis (Georgoulis) und Theofilos eifrige Sekretärin (Maximou).

    Bewertung: Angelockt durch den ungewöhnlichen Titel, der jedoch weniger direkt mit der Handlung des Filmes zu tun hat, sondern ein Zitat aus einem bekannten literarischen Werk ist, war ich letztendlich doch nicht wirklich überzeugt. Gezeigt wird, was Menschen im Stande sind aus Liebe zu tun und welche teils dramatischen Folgen dies haben kann. Der Film schwankt zwischen Romanze und Krimi, wobei er sich für kein Genre wirklich entscheiden kann. Für Freunde gepflegter Literatur mag es ein Leckerbissen sein, weil immer wieder Passagen aus Romanen zum Besten gegeben werden. Positiv ist anzumerken, dass das Spiel der Darsteller überzeugend wirkt, und schöne Bilder gezeigt werden, die teilweise poetischen Ansätze sind auch sehr gelungen.

    Spruch: Wenn du beim Pokern nicht erkennst, wer der Idiot in der Runde ist, stehen die Chancen gut, dass du es bist !

    Benotung: Insgesamt 5/10 als Liebesfilm: 6/10
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  5. #5
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    Re: Dear Diary...

    4. Wächter der Nacht
    (Nochnoi dozor)
    RUS 2004 R: Timur Bekmambetov
    (Tatzeitpunkt: 6.8.2006)
    D: Konstantin Khabenskij, Vladimir Menshov, Valerij Zolotukhin, Marija Poroshina, Galina Tyunina, Alexej Chadov, Viktor Verzbitskij, Dmitrij Martynov, Jurij Kutsenko, Zhanna Friske, Ilja Lagutenko, Alexandr Samojlenko



    Handlung: Vorgeschichte ist, dass es zwei Mächte auf der Welt gibt (die „Anderen“), welche übernatürliche Fähigkeiten haben und zwischen den „normalen“ Menschen unbemerkt leben. Diese teilen sich in zwei Lager, die Gruppe des Lichts und die der Dunkelheit, welche sich jahrhundertelang bekriegten. Während einer großen Schlacht erkannte Geser (Menshov), der Anführer des Lichts, dass diese keinen Sieger sondern nur unzählige Opfer hervorbringen würde. Also schloss er mit Zavulon (Verzhbitskij), dem Anführer der Dunkelheit, einen Pakt, der die Balance auf der Welt halten soll. Wobei eine Prophezeiung vorhersagt, dass irgendwann ein ganz besonderer „Anderer“ diese Balance durchbrechen wird und die Seite der Dunkelheit zum Sieg führen wird.

    Im Moskau der Neuzeit sieht diese Balance so aus, dass die Vertreter des Lichts (u. a. Formwandler und Hellseher) den Vertretern der Dunkelheit (Vampire, Hexen) „Lizenzen“ erteilen, nur einige wenige Menschen zu schädigen und zu töten. Die Einhaltung dieser Regeln überwacht die Seite des Lichts mit einer Art Polizei. Einer solchen mobilen Truppe gehört auch Anton (Khabenskij) an, als normaler Mensch geboren, wird, als er als junger Mann versucht mit Hilfe einer Hexe sich an seiner Ex-Freundin zu rächen, durch die Einsatztruppe zunächst dieses Vorhaben unterbunden und dabei erkannt, dass auch er ein „Anderer“ ist. Ein aktueller Fall bedarf seiner ganzen hellseherischen Fähigkeiten, als ein Paar Vampire versucht, widerrechtlich den kleinen Yegor (Martynov) zu töten. Mit letztem Einsatz kann dies verhindert werden. Später stellt sich heraus, dass auch dieser ein „Anderer“ ist, der sich noch für eine Seite entscheiden muss. Erst später stellt sich heraus, dass zwischen Anton und Yegor noch eine ganz andere Verbindung besteht. Gleichzeitig beschäftigt ein anderes Problem die Vertreter des Lichts. Über der Normalbürgerin Svetlana (Poroshina) lastet ein Fluch, der dazu führt, dass alles in ihrer Umgebung stirbt und das Unglück anzieht. Hier muss schnell der Grund für die Verfluchung herausgefunden und aufgehoben werden, um schlimmeres zu verhindern.

    Bewertung: Ein russisches Fantasy-Märchen. Als Trilogie geplant wird in diesem ersten Teil viel Zeit und Aufwand mit der Bildung der Charaktere und der Erklärung von Hintergründen verbraucht. Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse zum Thema, bietet diese Geschichte nur scheinbar neues. Kratzt man an der vielschichtig scheinenden Oberfläche, zeigen sich die altbewährten Strukturen, was ja nichts schlechtes bedeuten muss. Ein Vergleich zum Fantasy-Epos „Herr der Ringe“ lässt sich natürlich nicht vermeiden, zumal auch hier ein Roman die Vorlage bildet. Diesen Vergleich, was die Geschichte selbst anbelangt, kann dieses Werk des aus Kasachstan stammenden Regisseurs Bekmambetov nicht standhalten, mglw. sollte man ein abschließendes Urteil allerdings erst dann fällen, wenn man alle drei Teile gesehen hat. Das ganze ist recht bildgewaltig und einfallsreich, was einen manchmal auch erschlägt. Zweifellos grandios sind dafür die Spezial-Effekte, die den Vergleich mit Hollywood-Produktionen keinesfalls scheuen müssen und einige ihrer US-amerikanischen Kollegen doch erheblich in den Schatten stellen. Wenn man dazu das vergleichsweise geringe Budget sieht, muss man schon mehrmals den Hut ziehen. Für Freunde des gepflegten Fantasy-Genres sicherlich zu empfehlen. Mich persönlich kann die Geschichte jedoch nicht ganz überzeugen, allein die wirklich genialen Effekte wissen zu gefallen.

    Benotung: Insgesamt: 6/10 [Edit] Als Fantasy-Film: 8/10
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  6. #6
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    Re: Dear Diary...

    5. Alien vs. Predator
    (AVP: Alien vs. Predator)
    GBR/CAN/DEU/CSR 2004 R: Paul W. S. Anderson
    (Tatzeitpunkt: 6.8.2006)
    D: Sanaa Lathan, Raoul Bova, Lance Henriksen, Ewen Bremner, Colin Salmon, Tommy Flanagan, Carsten Nørgård, Joseph Rye, Agathe de la Boulaye, Sam Troughton



    Handlung: Der Milliardär Charles Bishop(!) Weyland (Henriksen) hat eine Reihe von Satelliten in der Erdumlaufbahn, die nach Ungewöhnlichem auf der Erde Ausschau halten sollen. Eines Tages meldet einer der Satelliten eine Wärmequelle tief unter dem Packeis der Antarktis. Nach weiteren Untersuchungen wird festgestellt, dass sich eine riesige Pyramide unter den Eismassen befindet, welche Merkmale aller bekannten Pyramidenkulturen aufweist. Scharf darauf, die Entdeckung für sich alleine zu haben und sie der Welt als die seine vorzustellen trommelt er kurzerhand ein Expertenteam zusammen, wobei Geld keine Rolle spielt. Hauptakteure dabei sind die Expeditionsleiterin Alexa Woods (Lathan) und der Archäologe Sebastian de Rosa (Bova). Schließlich macht sich das Team an die Arbeit und trifft kurz darauf an der entsprechenden Stelle ein. Glücklicherweise stellt sich vor Ort heraus, dass das mitgeführte Bohrteam (natürlich das Beste der Welt) die weite Reise umsonst gemacht hat, denn ein riesiger Tunnel führt genau durch das Eis zu der Pyramide. Also macht sich das Team gleich auf den Weg, den mysteriösen Bau zu erkunden. Dort angekommen überschlagen sich dann die Ereignisse, denn als die Crew erkennt, dass alles nur eine Falle der Predators war, welche die Menschen dazu benutzen Aliens als Nahrung und entwicklungstechnische Zwischenstation zu dienen, um dann selbst in einer Mischung aus Jagdverlangen und Mutprobe gegen diese vorzugehen, ist es schon zu spät, wenn einer nach dem anderen wahlweise den Predators oder den Aliens zum Opfer fällt.

    Bewertung: Ehrlich gesagt finde ich die Grundidee, zwei Figuren aus verschiedenen Filmwelten zusammenzuwürfeln, nicht mal schlecht. Sinnigerweise sind es dann auch zwei Rassen, die sich ebenbürtig scheinen. Der nun hier vorliegende Film enttäuscht jedoch auf einigen Ebenen. Richtige Spannung kommt nicht wirklich auf, denn es wird schnell klar, dass die Menschen gegen diese Ansammlung mehr oder weniger fieser Weltraumbewohner keine Chance haben, dementsprechend geht die Dezimierung der humanoiden Protagonisten auch recht schnell von statten. Was aber nicht wirklich weh tut, da man zu eben jenen sowieso keine Beziehung aufbauen kann. Typische Verfolgungsjagden, Rettung-in-letzter-Sekunde-Szenen und anderes mehr, was wir schon aus den anderen Filmen dieses Genres kennen, bieten auch nicht gerade innovatives am Fließband. Die (menschlichen) Figuren selbst bleiben größtenteils blass, ebenso wirken die Dialoge nicht wirklich interessant. Der Ausspruch „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ ist noch das Einzige, was als philosophisch durchgeht, wobei dies keine neue Erkenntnis ist, allerdings passt sie. Sehr gut gemacht hingegen sind die Kampfszenen der beiden „Giganten“, somit lohnt es sich dennoch den Film anzuschauen, aber nur, wenn man gerade nichts besseres zu tun hat.

    Bewertung: Insgesamt: 5/10 Als Sci-Fi-Film: 6/10
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  7. #7
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    Re: Dear Diary...

    6. Saw II
    (Saw II)
    USA 2005 R: Darren Lynn Bousman
    (Tatzeitpunkt: 8.8.06)
    D: Tobin Bell, Donnie Wahlberg, Shawnee Smith, Dina Meyer, Erik Knudsen, Glenn Plummer, Franky G, Beverley Mitchell, Tim Burd, Emmanuelle Vaugier, Noam Jenkins, Lyriq Bent, Tony Nappo



    Handlung: Zwei Jahre sind vergangen, seit Jigsaw (Bell) zugeschlagen hat. Nun stellt er erneut sein „I want to play a game...“ in die Runde. Sein erstes Opfer ist nur Mittel zum Zweck, um an den Cop Eric Matthews (Wahlberg) heran-zukommen. Dieser schafft es dann auch, Jigsaws´ versteckten Hinweisen zu folgen und stürmt mit einer Polizei-Einheit dessen Quartier. Eine erste Falle fordert sogleich ihre Opfer, doch die Polizisten können schließlich zum todkranken Jigsaw vordringen. Dabei entdecken sie eine Reihe Monitore, zu sehen sind acht Menschen in einem Raum, darunter auch Daniel (Knudsen), Matthews´ Sohn und Amanda (Smith), welche Jigsaws´ „Aufgabe“ aus dem ersten Teil überlebte. Matthews sowie die ebenfalls schon bekannte Polizistin Kerry (Meyer) müssen nun mehr oder weniger tatenlos beobachten, was die acht Gefangenen durchmachen müssen. Diesen wird zunächst erklärt, dass sie mit der Raumluft ein giftiges Gas eingeatmet haben, dass nach spätestens zwei Stunden seine tödliche Wirkung zeigt, das Haus in dem sie sich befinden allerdings verriegelt ist und diese Verriegelung erst nach drei Stunden offen sein wird. Es gilt nun also sich ein geeignetes Gegenmittel zu verabreichen, um an dieses heranzukommen müssen jedoch diverse Fallen und Aufgaben überstanden werden, die es in sich haben. Während sich die Protagonisten nun also ihren Weg durch das Todeshaus bahnen, versucht Matthews Jigsaw zum Reden zu bringen, dieser ist auch gesprächig, erklärt dem immer verzweifelteren Cop Hintergründe und Vorgeschichte und scheint ihm trotz seiner angeschlagenen gesundheitlichen Konstitution immer einen Schritt voraus.

    Bewertung: Der erste Teil ist für mich der innovativste, packendste aber auch düsterste Thriller neben Se7en. Auch das Einspielergebnis stimmte (1,2 Mio Budget, rd. 80 Mio. Gewinn !); es gab schon magere Gründe für Fortsetzungen. Fast unnötig zu erwähnen, dass das Original bei weitem nicht erreicht wurde (ist dies überhaupt möglich ?) zumal von den Machern nur Leigh Whannell, Darsteller und Autor aus dem ersten Teil wieder mit dabei war, diesmal als Co-Autor. Dennoch bietet der Film höchsten Suspense-Faktor und steht seinem Vorgänger an einfallsreichen Fallen und blutigen Aktionen nur wenig nach. Interessant ist auch die Tatsache, dass Jigsaw selbst diesmal mehr im Mittelpunkt steht und man Teile seiner Vorgeschichte erfährt. Der letzte Twist wirkt zwar um einiges konstruierter als man es vom Vorgänger gewohnt ist, dennoch bleibt das Ganze ohne logische Schwächen. Roundabout ist zu sagen, dass, wer den ersten Teil liebte, diesen hier mögen wird und ihn sich anschauen sollte.

    Motto/Zitat: There will be blood !

    Benotung: Insgesamt: 6,5/10 [Edit] als Thriller: 8/10
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  8. #8
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    Re: Dear Diary...

    7. Irreversible
    (Irréversible)
    FRA 2002 R: Gaspar Noé
    (Tatzeitpunkt: 11.8.06)
    D: Monica Bellucci, Vincent Cassel, Albert Dupontel, Jo Prestia, Philippe Nahon, Stéphane Drouot, Jean Louis Costes, Michel Gondoin, Mourad Khima



    Handlung: Alex (Bellucci), ihr Freund Marcus (Cassel) sowie Alex´ Ex-Freund Pierre (Dupontel) sind auf einer Party, wobei Marcus recht ausgelassen ist (auch dank diverser Rauschmittel), Pierre hingegen eher introvertiert. Nach einer kleinen Meinungsverschiedenheit zwischen Alex und Marcus verlässt Alex die Party alleine. Dabei wird sie von einem Mann vergewaltigt und schwer misshandelt. Als Marcus und Pierre kurz darauf davon erfahren, werden sie von zwei Männern angesprochen, die von dem Vorfall hörten und ihnen ihre Hilfe anbieten, den Täter zu finden um ihm „verständlich zu machen, dass er sowas nie wieder tun sollte…“. Somit beginnt eine kleine Odyssee durch die zwielichtigen Plätze der Stadt, in deren Verlauf der Name Le Tenia (Prestel) fällt, und im Weiteren erfahren sie dann wo sich dieser aufhält: in einem Schwulenclub namens „Rectum“. Dort suchen der immer aufgebrachtere Marcus und der dagegen eher ruhig wirkende Pierre nach diesem Tenia; als sie den vermeintlich Gesuchten finden eskaliert die Situation…

    Bewertung: Dieser Film ist durchaus als besonders zu bezeichnen. Zunächst einmal ist die Erzählweise ungewöhnlich (wenn auch nicht ganz neu), denn wie auch z. B. bei Memento wird die Geschichte rückwärts erzählt. Es beginnt in der Bar „Rectum“. Rückblickend wird dann gezeigt, was in der Bar passierte, was dem vorausging, usw. Besonders auch die Kameraführung, der Einsatz von Farben und Ton sind ungewöhnlich, das Arrangement dieser elementaren Filmzutaten dient dazu das Zusehen noch unerträglicher zu machen. Dogmaartig, mit Handkamera und „ungeschminktem“ Licht wird hier gearbeitet. Die Sequenzen zwischen den einzelnen Szenen (die jeweils durchweg ohne Schnitt auskommen) sind untermalt mit wildem Spiel der Kamera und dem Ton. Dabei werden die Farben, das Bild, die Kameraführung, einfach alles was die Sinne bedient, immer „normaler“ je weiter die Geschichte zurückgeht und sich von der schlussendlichen Tat entfernt. Der Film bietet zwei recht heftige Szenen, doch dass ist es nicht allein, was den Film zu einem unvergesslichen Werk macht. Was nach und nach zum Vorschein kommt, welche Umstände und Zufälle zu den beiden Taten führten, ist schon recht heftig, wenn man mit etwas Abstand darüber nachdenkt. Ein Hauptaspekt ist auch die Darstellung der Entwicklung der beiden Männer; die, vom tatenlosen Ertragen des Schicksals, welches ihre geliebte Partnerin, und damit auch sich selbst, erlitten, über den Schock erst in verzweifelte, dann in tätige Wut umwandelte und diese erst gestillt ist, wenn die Tat gerächt wird. Der Film bietet allerdings nicht nur Lösungen, er lässt den Zuschauer auch mit einigen Fragen zurück, aber das ist voll beabsichtigt und steigert nur das Unbehagen. Interessant finde ich auch, dass der Film, wäre er in der üblichen Reihenfolge erzählt, einen ganz anderen, aber nicht minder heftigen Eindruck hinterlassen hätte. Eine Bewertung fällt recht schwer, legt man als Maßstab die Frage an „Hat mich der Film berührt und bleibt er ein unvergessliches Erlebnis?“ Dann 10/10. Über die ungewöhnliche Machart kann man sich sicher streiten, sanfte Gemüter werden diese verteufeln, andere werden sie in den Himmel loben. Stellt sich die Frage, ob diese Machart nötig war? Ja ! Denn sie dient in diesem Falle schlicht und ergreifend dazu, die tiefgehende Geschichte zu unterstreichen. Schwer zu sagen, wie es in einem halben Jahr aussieht, aber ich vermute, dass der Film und einzelne Bilder noch lange in meinem Gedächtnis bleiben werden; ob dieses Umstandes kann man das Werk gleichermaßen verfluchen wie anerkennen.

    Motto/Zitat: Die Zeit zerstört alles !

    Benotung: insgesamt: 6,5/10
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  9. #9
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    Re: Dear Diary...

    8. Haute tension
    [aka. High tension; Switchblade romance]
    FRA 2003 R: Alexandre Aja
    (Tatzeitpunkt: 13.8.06)
    D: Cécile de France, Maïwenn le Besco, Philippe Nahon, Andrei Finti, Oana Pellea, Marco Claudiu Pascu, Franck Khalfoun, Jean-Claude de Goros



    Handlung: Die Freundinnen Marie (de France) und Alexia (le Besco) haben ein Wochenende bei Alexia´s Eltern vor sich. Doch schon in der ersten Nacht wird das Leben aller verändert. Ein Serientäter (Nahon) verschafft sich Zugang zum Haus, tötet Alexia´s Familie auf recht drastische Art und verschleppt Alexia in seinem heruntergekommenen Laster. Marie kann unbemerkt mitfahren. Als der Mann bei einer Tankstelle einen Zwischenstopp einlegt, versucht Marie zunächst beim Tankstellenangestellten und später telefonisch durch die Polizei Hilfe zu erfahren, doch dies erweist sich als schwierig. Schließlich folgt sie dem Laster mit einem Sportwagen bis hin zu einem abgelegenen Waldstück, in dem ein furioses Finale stattfindet.

    Bewertung: Nun, der Film bietet atemberaubende Spannung und einen Thrill aller erster Kajüte. Sehr nervenaufreibend, schon der Anfang. Noch bevor der Täter zuschlägt, wird durch die Bilder, die Geräusche, die dichte Atmosphäre einfach eine sehr beunruhigende Stimmung beim Zuseher geschaffen, die über den ganzen Film durchgehalten wird. Die Tötungsszenen im Haus sind recht heftig, und auch der Schluss ist nichts für Leute, die kein Blut sehen können. Überhaupt, dürfte nach Braindead der Blutreichste Film meines Lebens gewesen sein, obgleich ich da vielleicht kein guter Maßstab bin, da ich grundsätzlich nicht gerade ein Splatter-Fan bin. Doch dies hier ist kein Splatter. Ein extrem gut gemachter und heftiger Thriller, der eben auch recht drastische Szenen hat, dennoch ein hohes Niveau nicht unterschreitet. Selbst die Auto-Szene am Ende, ist extrem heftig, ohne ganz ins unerträgliche abzurutschen, ein Tanz auf der Rasierklinge ! Die Darsteller sind allesamt mehr als stark. Cécile de France und Maïwenn lo Besco merkt man die Angst förmlich an, was hat der Regisseur nur getan um dies so echt wirken zu lassen ? Auch Philippe Nahon spielt seine Rolle, trotz oder vielleicht gerade wegen der Wortkargheit, schlichweg genial. Nun, dies alles könnte also eitel Sonnenschein sein… wäre da nicht der Schlusstwist. Es soll ja Leute in diesem Forum geben, die diesen Aspekt für unwichtig halten, doch ich nicht. Denn damit wird vieles von dem, was ich vorher so lobte, schlichtweg kaputtgemacht. Das eindringliche Bemühen Maries ihre Existenz vor dem Täter zu verbergen, diese herrlich gespielt Angst und das Entsetzen. Alles für die Katz´, zumal damit auch Logiklücken einhergehen z. B. Warum hat Marie, in der Schlussszene als sie Alexia auf die Pelle rückt, die Verletzungen vom Kampf mit dem vermeintlichen Irren ? Dieser Twist am Ende ist sicherlich extremst überraschend, aber genauso unnötig. Denn ohne diesen wäre er ein brillantes Werk. Nun kann man anführen, ´ja aber das ist doch letztlich egal, denn der Film ist doch sooo genial inszeniert…´ ja, stimmt schon, aber da schlägt er sich letztendlich mit seinen eigenen Waffen. Eben weil er so stark gemacht ist, muss man dann auch einen höheren Maßstab und ein feineres Sieb für Unstimmigkeiten einsetzen. Wenn er von vornherein nur bloßer Mist wäre, in dem insbesondere Chirurgen und Anatome ihre Freude haben, dann wäre jede Unlogik so egal, wie wenn in Frankreich eine Flasche Wein umfällt… aber, er will eben mehr sein, ein Thriller mit Anspruch, und da darf man dann auch mal nachfragen. Achja, auch die Musik ist ziemlich stark ausgewählt und eingesetzt, besonders „New born“ von Muse.

    Benotung: insgesamt: 7,5*/10 als Thriller: 8/10 (ohne den Schlusstwist 10)

    *Edit; Aufwertung
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  10. #10
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    Re: Dear Diary...

    9. Club mad
    (Club dread)
    USA 2004 R: Jay Chandrasekhar
    (Tatzeitpunkt: 14.8.06 bzw. 15.8.06)
    D: Bill Paxton, Brittany Daniel, Kevin Heffernan, Jay Chandrasekhar, Steve Lemme, Erik Stolhanske, Paul Soter, Lindsay Price, Jordan Ladd, M. C. Gainey, Tanja Reichert



    Handlung: Nun, die ist schnell erzählt, der abgehalfterte ehemalige Sänger Coconut Pete (Paxton) betreibt auf einer paradiesisch wirkenden Insel den Ferienclub „Coconut Pete´s coconut beach resort“, der hauptsächlich einem jungen Kundenkreis vorbehalten ist, der dort feiert (mit allem was dazugehört...). Die angestellten Animateure (u. a. Daniel, Chandrasekhar, Lemme, Stolhanske, Soter, Price) sind abgedreht aber immer exrem gut gelaunt, so auch der neu angekommene Masseur Lars (Heffernan). Besonders um die weiblichen Gäste (u. a. Ladd, Reichert) kümmert man(n) sich gerne. Alles könnte so schön sein, würde nicht plötzlich ein Irrer rumlaufen und einen Angestellten nach dem anderen mit der Machete killen. Den (restlichen) Angestellten ordnet er an, nicht in Panik zu verfallen, sondern ihr fröhliches Tagwerk weiter zu tun und sich gegenüber den Gästen ja nix anmerken zu lassen. Dies wird eingehalten, doch die üble Mordserie geht weiter, bis zum finale furioso.
    Man kann es auch noch kürzer fassen: Sun, sea, sex and slaughter !

    Bewertung: Nach „Super troopers“ der zweite Streich der fünfköpfigen US-Komikertruppe ´Broken Lizard´ (demnächst kommt mit „Beerfest“ der Nächste!). Eigentlich war gar nicht geplant diesen Film zu sehen, doch aus Gründen der Schlaflosigkeit etwas im Programm gezappt und auf Premiere und diesem „Werk“ hängen geblieben. Nun, der Film wird für nichts was er bietet in die Annalen der Filmgeschichte eingehen, aber das will er auch gar nicht. Er bietet viel Spaß und Kurzweil, ohne dabei Hirn, Anspruch und Logikverständnis großartig in Anspruch zu nehmen. Einige der Gags sind schon sehr stark, doch es gibt auch größere Pausen zwischen den Lachern. Dazu kommt natürlich die Killer-Ebene; da wiederum werden einem einige Szenen geboten, die doch schon untypisch für eine Komödie im klassischen Sinne sind, also am Ende sitzt nicht mehr jedes Körperteil da, wo es eigentlich hingehört. Wenn man die freie Wahl zwischen mehreren Filmen zum Anschauen hat, ist er sicherlich nicht ganz vorne, doch zu dem Zwecke, die Zeit einigermaßen sinnvoll rumzubekommen und sich kurzweilig unterhalten zu lassen, taugt er absolut. Höhepunkt sicherlich das "Pac man-Spiel", und Brittany Daniel und Jordan Ladd versüßen einem das Zusehen ebenfalls beträchtlich !

    Benotung: Insgesamt 5,5/10 Komödie: 6,5/10
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