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Thema: I've seen things you people wouldn't believe...

  1. #1
    Regisseur Avatar von Pitt
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    I've seen things you people wouldn't believe...

    Wenn hier schon die Möglichkeit besteht ein Filmtagebuch zu führen, versuch' ich mich nun auch mal dran.

    Als Wertungssytsem verwende ich ebenfalls die sehr beliebte Punkteskala von 1-10.

    10 = Lieblingsfilm
    9 = großartig
    8 = sehr gut
    7 = gut
    6 = OK
    5 = durchschnittlich
    4 = schwach
    3 = mies
    2 = schlecht
    1 = abgrundtief schlecht

    Inhaltsverzeichniss:

    Hall of Fame = Gold

    0-9
    11:14
    23

    a
    Adventures of Robin Hood, The
    Andrey Rublyov
    Année dernière à Marienbad, La
    Au hasard Balthazar

    b
    Badlands
    Battaglia di Algeri, La
    Before the Devil Knows You're Dead
    Big Sleep, The
    Bin-jip (3-Iron)
    Bis ans Ende der Welt
    Blood Simple.
    Blowup
    Blues Brothers, The
    Blue Velvet
    Boot, Das
    Box of Moon Light
    Broken Flowers

    c
    Cannibal! The Musical
    Cinderella Man

    d
    Dead Man's Shoes
    dernier combat, Le
    Diaboliques, Les
    Double vie de Véronique, La
    Down by Law

    e
    Elsker dig for evigt (Open Hearts)
    Enigma
    Epic Movie
    Eragon
    Espinazo del diablo, El (The Devil's Backbone)
    Espíritu de la colmena, El (The Spirit of the Beehive)
    EuroTrip

    f
    Fargo
    Feu follet, Le
    Fisher King, The
    Freaks & Geeks
    Frenzy
    From Hell

    g
    Gattopardo, Il
    Gerry

    h
    His Girl Friday
    Hudsucker Proxy, The

    i
    Immortal Beloved
    Impostors, The
    Ivanovo detstvo (Iwans Kindheit)

    j
    Jui kuen II (Drunken Master 2)
    Jules et Jim
    Jungfrukällan (Die Jungfrauenquelle)

    k
    Kiss Kiss Bang Bang

    l
    Laberinto del Fauno, El
    Ladri di biciclette
    Lars and the Real Girl
    Last King of Scotland, The
    Leggenda del pianista sull'oceano, La
    Les diaboliques
    Ludwig

    m
    Maltese Falcon, The
    Man cheng jin dai huang jin jia (Curse of the Golden Flower)
    Man on Wire
    Manchurian Candidate, The
    Man Who Knew Too Much, The
    Man Who Wasn't There, The
    Midnight Cowboy
    Mystery Train

    n
    Night on Earth
    Nuit américaine, La
    Nuit et brouillard

    p
    Paris, je t'aime
    Passion de Jeanne d'Arc, La
    Permanent Vacation
    Philadelphia
    Playtime
    Poseidon

    r
    Return to Paradise
    Rosemary's Baby
    Ruang rak noi nid mahasan (Last Life in the Universe)

    s
    Salaire de la peur, Le
    Samouraï, Le
    Sátántangó
    Serenity
    Seven Pounds
    Shakespeare in Love
    Sjunde inseglet, Det (Das Siebente Siegel)
    Sleuth
    Slumdog Millionaire
    Son of Rambow
    Strada, La
    Stranger Than Paradise

    t
    Third Man, The
    Three Burials of Melquiades Estrada, The
    To Be or Not to Be
    Trois couleurs: Bleu

    u
    Umberto D.

    v
    Voyna i mir (Krieg und Frieden)
    Vredens dag (Tag der Rache)

    w
    Waking Life
    Walk the Line
    Wild Bunch, The

  2. #2
    Regisseur Avatar von Pitt
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    Re: I've seen things you people wouldn't believe...

    The Manchurian Candidate (1962) - John Frankenheimer



    Why don't you pass the time by playing a little solitaire?
    Spannender Politthriller über den als Helden gefeierten Soldaten Raymond Shaw (Raymond Harvey), der zusammen mit Major Ben Marco (Frank Sinatra) aus dem Korea Krieg zurückkehrt. Was niemand weiß: Kommunisten haben die Mitglieder der Truppe einer Gehirnwäsche unterzogen. Während Ben von schlimmen Alpträumen geplagt wird, kann Raymond durch ein Solitaire-Spiel in einen hypnoseartigen Zustand versetzt werden und wird dadurch zum willenlosen Mörder und einer wichtigen politischen Waffe. Interessantes Detail am Rande: Auf Wunsch von Frank Sinatra wurde der Film nach der Ermordung John F. Kennedys über 25 Jahre unter Verschluss gehalten und erst 1987 wieder aufgeführt.

    Nach den ersten Viertelstunde fragt ich mich: Um was geht es hier überhaupt? Ich habe im Vorhinein so gut wie nichts über die Handlung gelesen und musste schnell feststellen, dass der Film viel unkonventioneller ist, als ich dachte. Vorallem der Anfang fordet viel Aufmerksamkeit und sorgt recht schnell für Verwirrung. Je weiter die Geschichte jedoch voranschreitet, desto verständlicher wird das Ganze und auch die Spannung nimmt schließlich kontinuierlich zu, welche ihren Höhepunkt beim genial-inszenierten Attentat auf einen Präsidentschaftskandidaten erreicht. Spannung erzielt der Film aber auch vor allem darin, indem man bis zum Ende hin nicht weiß, wer der eigentliche Drahtzieher der ganzen Geschichte ist und wieso Ben all die schrecklichen Dinge tut. Frank Sinatra spielt dabei wirklich gut, aber noch viel grandioser fand ich die Leistung von Raymond Harvey, vorallem dann, wenn er zwischen dem Zustand des normalen Bewusstseins und dem Zustand der Hypnose pendelt. Darüber hinaus lebt der Film vorallem auch von seiner großartigen Kameraführung und Lichtsetzung, welche für atmosphärisch dichte Schwarz-Weiß-Bilder sorgt.

    8/10

  3. #3
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    Re: I've seen things you people wouldn't believe...

    Shakespeare in Love (1998) - John Madden



    Im Englisch-Unterricht geguckt.

    So ein gewöhnlicher Film wurde mit 7 Oscars ausgezeichnet? Versteh' ich ehrlich gesagt nicht. Die authentischen Kostüme und Kulissen, sowie die Verbindung zwischen dem Leben Shakespeares und der gleichzeitigen Entstehung seines Theaterstücks "Romeo und Julia", überzeugen zwar durchaus, die klischeebeladene Liebesgeschichte und diese hollywoodartige, komödienhafte Inszenierung nehmen dem Film jedoch gehörig an Intensität und werden meiner Meinung nach auch der Person Shakespeares keineswegs gerecht. Ansehbar ist der Film mit Sicherheit, aber wie bereits geschrieben, ich fand alles nur gewöhnlich, nichts herausragendes.

    6/10

  4. #4
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    Re: I've seen things you people wouldn't believe...

    Walk the Line (2005) - James Mangold



    Hello. I'm Johnny Cash.
    Die paar Songs, die ich von Johnny Cash kenne, gefallen mir zwar, ein großer Fan von ihm bin jetzt aber nicht gerade. Hauptgrund den Film zu sehen, war dann schon eher Joaquin Phoenix, den ich als Schauspieler sehr schätze. Und er war großartig! Seine bisher mit Abstand beste darstellerische Leistung seiner Karriere, wie ich finde, und es ist wirklich erstaunlich, wieviel Leben er seiner Rolle als Cash verleiht, was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass er die zahlreichen Gesangspassagen mit seiner eigenen Stimme unterlegt hat. Sehr überzeugend spielt aber auch Reese Witherspoon als June Carter, die die ganze Zeit über absolut bezaubernd aussieht und das Singen ebenfals selbst übernommen hat. Überaschenderweise beleuchtet der Film dabei fast ausschließlich die schlimmen Zeiten von Cashs Karriere. So wird neben seiner Liebe zu June vorallem sein Drogenproblem als ein zentrales Thema dargestellt. Etwas schade fand ich, dass sobald Cash einmal Weltruhm erlangt hat, handlungsmäßig nicht mehr wirklich viel geschieht. Gut, es ist ja auch ein Biopic und man hätte ja jetzt nicht einfach etwas dazudichten können. Sogesehen konnte ich damit leben und dank den brillanten Schauspielern wird das Ganze zum Glück auch nie langweilig. Sehr amüsant fand ich die Auftritte von Elvis. Ich hab' gar nicht gewusst, das dem seine Karriere nicht nur zur selben Zeit, sondern sogar am selben Ort angefangen hat.

    Alles in allem kann ich nur sagen, dass das ein Film ist, der weniger wegen seiner Geschichte, sondern vorallem wegen den grandiosen Darstellern sehenswert ist.

    And the Oscar goes to Joaquin Phoenix!

    8/10

  5. #5
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    Re: I've seen things you people wouldn't believe...

    His Girl Friday (1940) - Howard Hawks



    They're called moving pictures. So let's make 'em move! (Howard Hawks)
    Ich hab' glaub noch keinen Film gesehen, bei dem so ununterbrochen viel, und vorallem so wahnsinns schnell geredet wird, wie bei dieser Screwball-Komödie.

    Die Story spielt in einer Zeitungsredaktion und handelt vom Reporter Walter Burns (Cary Grant), der seine Ex-Frau Hildy (Rosalind Russell), die ebenfals für die Zeitung arbeitet, zurückgewinnen möchte. Diese ist seit ein paar Wochen mit dem Versicherungsvertreter Bruce zusammen und besucht Walter nun ein letzes Mal um ihre Kündigung einzureichen, da sie am nächsten Tag Bruce heiraten und mit ihm an einen anderen Ort ziehen will. Walter, der immer noch an seiner Ex-Frau hängt, gibt jedoch nicht so schnell nach und so dreht sich der Rest der Geschichte hauptsächlich darum, wie er alles ins einer Macht stehende versucht, um sie von Bruce und der Heirat fern zu halten.

    Der Film hat seine witzigen Momente, das muss man ihm lassen, und das Drehbuch hat dabei immer ein paar Überraschungen parat. Cary Grant spielt charmant wie immer und es ist wahrlich erstaunlich, wie die Schauspieler bei all diesen, niemals enden wollenden Wortgefechten nie den Überblick verliehren. Doch genau das hat mich persönlich auch gestört. Es wird so viel geredet und geschrien und herumgehampelt, und dann auch noch so schnell, dass ich einerseits oft das Gefühl hatte, etwas verpasst zu haben, andererseits ging es mir nach einer gewissen Zeit einfach nur extrem auf die Nerven.

    7/10

  6. #6
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    Re: I've seen things you people wouldn't believe...

    Rosemary's Baby (1968) - Roman Polanski



    It was kinda fun - in a necrophile sort of way.
    La la la la... la la la la la... la la la...

    Polanski zeigt hier auf eindringliche Art und Weise, wie man subtilen Horror gekonnt einsetzt. Großartig, wie der Film zunächst versteckte Hinweise verstreut, die alle bereits andeuten, dass hinter dem Haus und all seinen mysteriösen Bewohner wohlmöglich ein dunkles Geheimnis liegt. Man erlebt die Geschichte dabei die ganze Zeit über aus Rosemarys Augen, erlebt ihre Träume, ihre Sehnsüchte, ihre Ängste. Gemeinsam gelangt man mit ihr zum Verdacht, dass ihre überfreundlichen Nachbarn in Wirklichkeit satanistische Anhänger sind, die es auf sie und ihr Baby abgesehen haben. Doch alles bleibt zunächst vage, eine Erklärung gibt's erst gegen Ende.

    Das Interessante an der Geschichte ist, dass sie sich zu jedem Zeitpunkt auf zwei Weisen deuten lässt. Man kann entweder glauben, alles sei genau so passiert, wie es sich Rosemary gedacht hat und das Ende dann als Beweis dafür sehen, oder aber, dass Rosemary einfach alles nur falsch verstanden und sich in Wirklichkeit bloß eingebildet hat. Das Ende wäre in diesem Fall dann eine Art Schein- evtl. auch Wunschvorstellung.

    Die Inszenierung ist dabei äußerst packend geraten, erscheint manchmal schon fast lynchartig, und weiß seinen Zuschauer im unerwartensten Moment einen Schrecken einzujagen. Wenn sich Rosemary am Schluss das Baby ansieht, dann genügt dazu alleine der Satz "What have you done to his eyes!". Das Gesicht des Kindes sieht man nie.

    8/10

  7. #7
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    Re: I've seen things you people wouldn't believe...

    La Passion de Jeanne d'Arc (1928) - Carl Theodor Dreyer



    Schon beeindruckend, irgendwie. Die Bildkompositionen, meist nur aus Nahaufnahmen von Gesichtern bestehend, ungewöhnlich aneinander gereiht und mit minimalster Kamerabewegung, erreichen eine wirklich einzigartige Intensität, die einem das Leiden der Jeanne unbeschreiblich nahe bringt. Erst am Ende bricht alles in Bewegung aus: Jeanne wird auf dem Scheiterhaufen verbrannt und von ihren Leiden endlich erlöst. Bis dahin beobachtet man sie an verschiedenen Orten. Ihr Prozess, ihre Verurteilung, ihre Folterung... Maria Falconettis erschütternde Darstellung der Jeanne bewegt zutiefst und ihr Anblick erscheint mit der Zeit fast unerträglich. Richard Einhorns fantastische Komposition "Voices of Light" intensiviert Marias Spiel dabei noch zusätzlich und erstrahlt - zusammen mit den Bildern - in wahrlich etwas Göttlichem.

    Allerdings muss ich mir den Film noch einmal anschauen, da er, zusammenhängend mit meinen gestrigen, ungünstigen Bedingungen, seine Wirkung wahrscheinlich noch nicht vollends hat entfalten können.

    8/10

  8. #8
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    Re: I've seen things you people wouldn't believe...

    Det Sjunde inseglet / Das Siebente Siegel (1957) - Ingmar Bergman



    I met Death today. We are playing chess.
    Oh je. Mein erster Bergman, und obwohl ich im Vorhinein des öfteren gelesen habe, dass dieser als Einstieg in seine Filmwelt zu empfehlen wäre und ich auch davon ausgegangen bin, ist dann schließlich doch das eingetreten, was ich eigentlich vermeiden wollte: Ich habe keinen Zugang gefunden. Und so löste er neben Müdigkeit und einem Haufen großer Fragezeichen über meinem Kopf, leider nichts weiter nennenswertes bei mir aus. Ich kann nicht sagen, dass ich den Film schlecht fand. Ich habe ihn einfach nicht verstanden.

    Der Anfang hatte was. Der Ritter, der von den Kreuzzügen heimgekehrt ist und nun an einem verlassenen Strand liegt, das Rauschen des Meeres im Hintergrund, die Figur des Todes, die plötzlich auftaucht und sie dann in völliger Ruhe das Schachspiel bestreiten, von dessem Ausgang das weitere Leben des Ritters abhängt. Ja, soweit bin ich noch gekommen. Alles was danach geschieht, konnte ich jedoch nur schwer einordnen. Ich wusste weder in welcher Beziehung der Ritter mit der Schauspielerfamilie steht, noch was genau jetzt der Tod für eine Rolle hat. Der Film zaubert ein paar schöne Bilder auf die Leinwand, und zwischendurch gab es auch immer wieder ein paar Lichtpunkte, wie die Zeremonie und die Verbrennung der jungen Frau z.B., doch auch die viel gelobten, philosophischen Fragen, die der Film angeblich aufwirft, blieben mir größtenteils versperrt, da ich einfach zu wenig mit der Geschichte anzufangen wusste.

    Jetzt im Nachhinein, wo ich mir den Trailer angeschaut (da wird überraschend viel erklärt) und ein paar Inhaltsangaben im Internet durchgelesen habe, scheint mir alles ein wenig verständlicher und ich hoffe nun, dass ich dem Film beim erneuten Ansehen mehr abgewinnen kann.

    Die Hoffnung in weitere Bergman-Filme habe ich zur Zeit aber noch nicht verloren. Auf der gleichen DVD konnte man sich einen Ausschnitt aus Wild Strawberries - die Anfangsszene, wenn ich mich recht erinnere - angucken. Eine Traumsequenz, in der ein alter Mann eine verlassene Straße entlanggeht, viele surreale Dinge geschehen und er am Ende in seinen eigenen Sarg reingezogen wird. Die Szene hat mich wirklich fasziniert! Den werde ich mir wohl als nächstes in Angriff nehmen.

    ?/10

  9. #9
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    Re: I've seen things you people wouldn't believe...

    The Maltese Falcon (1941) - John Huston



    We didn't believe your story, Mrs. O'Shaughnessy, we believed your 200 dollars.
    Der Begründer des Film noir und das Regiedebüt von John Huston ist eine gelungene Detektivstory, die eigentlich alles zu bieten hat: Der Privatdetektiv, der in der Falle sitzt und nicht mehr weiß wem er vertrauen kann, das anziehende Böse, welches nie klar vom Guten zu unterscheiden ist, eine Liebesgeschichte, deren Ausgang im Unklaren bleibt... und die düster-pessimistische Atmosphäre fehlt natürlich auch nicht. Ich glaube von allen Film noirs, die ich bisher gesehen habe, ist dieser hier auf alle Fälle der "noirste". Humphrey Bogart spielt den Detektiven Sam Spade sehr cool mit einem immer zynischen Beigeschmack und in den Nebenrollen glänzt vorallem Peter Lorre als Joel Cairo. Die Geschichte ist dabei sehr spannend aufgebaut und kann bis zur allerletzten Szene überraschen.

    8/10

  10. #10
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    Re: I've seen things you people wouldn't believe...

    Jules et Jim (1962) - François Truffaut



    We played with life and lost.
    Wunderschöner Film über Liebe und Freundschaft, eine Dreiecksbeziehung, die schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist, und doch lassen sich die drei Protagonisten darauf ein. Jules, ein Deutscher, und Jim, ein Franzose, die sich 1912 in Paris kennenlernen, und Cathérine, in die sich beide verlieben, die sich zunächst für Jules entscheidet, ihn heiratet und mit ihm nach Deutschland zieht, später jedoch auch eine Beziehung mit Jim eingeht. Blind folgen sie der Liebe und scheitern am Ende.

    Nouvelle Vague-mäßig kannte ich bisher nur einige wenige Filme von Godard, die mir zwar gefallen haben, mir aber häufig schon fast zu experimentell erschienen und ich oft eine konsequentere Geschichte vermisst habe. Anders ist es da bei Truffaut. Gesehen habe ich bisher nur diesen (kann also seine restlichen Filme nicht beurteilen), aber bei Jules et Jim scheint mir die Gewichtung doch eher auf der Handlung zu liegen. Die ganzen technischen Spielereien und die ungewöhnliche Inszenierung sind zwar auch hier wiederzufinden, anders als bei Godard - und das ist der Punkt, wo mir Truffaut besser gefällt - hatte ich hier jedoch nie das Gefühl, dass die Story nur eine zweitrangige Bedeutung spielt. In diesem Zusammenhang interessant fand ich dann bei Jules et Jim auch, dass sich die Inzenierung mit Voranschreiten der Geschichte langsam verändert. Ist zunächst noch alles wild in Bewegung, verlangsamert sich später die Erzählart, die Charaktere werden älter und ziehen sich zurück, gegen Ende sieht dann schon fast alles wie ein "normaler" Film aus.

    Auf alle Fälle habe ich den Film sehr genossen. Die Musik, die Darsteller, die Dialoge, die Geschichte mit ihren vielen kleinen Momenten, einfach alles wundervoll und zum verlieben schön!

    9/10

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