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Thema: Die fabelhafte Film-Welt der Avanina

  1. #1
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    Die fabelhafte Film-Welt der Avanina

    Seid mir willkommen, liebe Leser.

    Ich werde euch mittels dieses Filmtagebuches an allen Filmerlebnissen teilhaben lassen, mit denen ich mein Leben bereichere. Ich habe nicht vor, ausführliche Kritiken zuschreiben, vielmehr will ich euch Türen öffnen zu dem Blick , den ich auf verschiedene Filme habe.

    Zu Beginn einige Gedanken zum Thema Film:

    Spiegeln Filme Realität, oder versuchen wir in unserer Realität das zu reflektieren, was uns Filme vorspielen?
    Ist es möglich, Gefühle realistisch darzustellen, wenn man sie nicht fühlt?
    Wie kann es sein, dass der gleiche film den einen langweilt, den anderen vollkommen begeistert; liegt das am Geschmack, an der Qualität des Films, die der eine erkennt, der andere nicht, oder liegt es daran, dass 100 Zuschauer im Kino in derselben Vorstellung 100 verschiedene Filme sehen, weil der eigentliche Film nicht über die Leinwand, sondern in unserem Kopf abläuft...?

  2. #2
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    GWTW

    Nein, diese Abkürzung steht nicht für (noch) eine Fernseh-Soap, die die Welt nicht braucht, sondern für einen Klassiker, der die Film-Welt meiner Meinung nach verändert hat. Mein absoluter Lieblingsfilm, zeitloser Kitsch, der grandios umgesetzt wurde mit zwei der besten Schauspieler, die es jemals gab: Clark Gable und Vivien Leigh: Gone with the Wind. Oder zu deutsch: Vom Winde verweht.



    Hierzu ist schon so viel gesagt worden, dass eigentlich jedes Wort überflüssig ist. Entweder, man liebt den Film - oder man hasst ihn. Ich kann nur für mich sprechen, wenn ich sage, dass ich auf das süffisante Lächeln Gables, seine anzüglichen Blicke, die Erotik, die 1939 mehr als skandalös offen war und auf das wankelmütige Schwanken zwischen Kleinmädchen-Gehabe und rasender Furie der Leigh nicht verzichten will. Mindestens 2x jährlich brauche ich diesen film, sonst kriege ich Entzugserscheinungen...

  3. #3
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    Permanent Record

    Wow, dem Titel nach zu urteilen ist der Film entweder grottenschlecht oder aber irgendsoein Independant-Streifen, bei dem man selbst nach 100 Litern Kaffee noch einschläft. Oder? Weit gefehlt. Denn hinter diesem sehr "un-hollywood-liken" Titel verbirgt sich ein - meiner Erfahrung nach - relativ unbekannter Film, der zu Unrecht in der versenkung verschwunden ist. Und siehe da, man kennt sogar den (eigentlichen) Hauptdarsteller. Allerdings denkt man bei seinem Namen eher an Reisser wie "Speed" oder "Matrix" (ich rede vom ersten Teil.....): Keanu Reeves. Jaja, und was Mr. "Sanfte Brise, die von den Bergen kommt" da in jungen Jahren (wobei: soooo alt sieht er auch jetzt nicht aus, oder?) fabriziert hat, ist viel zu schade, um alle fünf Jahre mit Glück ein Mal im Nachtprogramm der öffentlich Rechtlichen zu laufen.



    Ohne den ganzen Inhalt zu verraten: Reeves ist der Kumpel eines Überfliegers, der alles kann und alles hat. Doch beendet sein Leben noch vor seinem neuesten Musical. Und so bleiben seinen hinterbliebenen Freunden zwei Fragen, um deren Antwort es in dem Film, der in Deutschland im Übrigen "The Last Song" betitelt ist, geht: Warum bringt sich ein Gewinner um? Und wie schreibt man das letzte Werk eines genies zu Ende? Seht euch die Antworten selbst an, es lohnt sich. Falls der Film überhaupt irgendwo aufzutreiben ist....... Zu schade..........

  4. #4
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    Ghostship

    Mit Gut und Schlecht ist das so: Es wäre viel schwerer, das Gute zu erkennen, wenn es das Schlechte nicht gäbe. Und deshalb ist es gut, das Ghostship so schlecht ist, dass Fans des Horrorgenres schon nach den ersten 15 Minuten wissen, dass es jenseits dieses Films eigentlich nur besser werden kann.



    Denn hey, ein paar fein säuberlich durchgeschnittene Luxus-Schiffahrts-Gäste könnten zumindest Splatter-Fans noch locken, nicht nur makabre Gemüter dürften sich bei dem Vorspann vor Lachen kringeln bei dieser pinkfarbenen "Dirty Dancing"-Schrift zu harmonischen Klängen, aber allerspätestens bei der haarsträubenden Erklärung für die eher lachhaften als erschreckenden Vorgänge an Bord, die Richtung Unterwelt geht, ist das Shiff echt reif zum Versenken auf dem tiefsten Grund eines Müllbergs.

  5. #5
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    The man who cried

    Selbst in Hollywood, wo ein Filmkenner sie eigentlich - aus kommerziellen oder aber auch narzisstischen Gründen - sie nicht gerade zuerst suchen würde, gibt es Schauspieler, die so wandelbar sind, dass man ihnen mit Fug und Recht die berühmten "1000 Gesichter" zusprechen kann. Johnny Depp ist meiner Meinung nach einer von ihnen. Nicht dass er nicht auch miserable Filme gemacht hätte (ich denke zum Beispiel an "Gegen die Zeit", oder wie der Schwachsinn in Deutschland hieß...), aber es gibt nicht sehr viele Darsteller seiner Alters- und Bekanntheitsklasse, die vom durchgeknallten Träumer (wie z.B. in "Benny & Joon") bis hin zum gewehrknallenden augenlosen assessino (irgendwie musste die "Desperados"-Trilogie ja zu Ende gehen...) schon jede erdenkliche Figur dargestellt hat. Und mit dargestellt meine ich: mit ihr verschmolzen ist. Nicht: gespielt hat. So auch in "The man who cried".



    Da es schon einige Monate her ist, dass ich den Film gesehen habe, könnte ich jetzt nicht jedes Detail des Inhalts widergeben. Die Story spielt auf jeden Fall zur Zeit des Zweiten Weltkrieges, Nina Ricci - die im übrigen auch brilliant spielt - ist Jüdin (? Zigeunerin? das erfährt man erst am Ende) una uf der Suche nach ihrem Vater, Cate Blanchett will (sich) hoch hinaus (schlafen...) und Johnyy Depp ist ein Zigeuner mit einem Einhorn-gleichen Pferd. So weit, so gut. Aber das wirklich bemerkenswerte an dem film sind Riccis Augen, Blanchetts Gewissenskonflikt und Depps kühl-distanzierte Erotik, die in dieser Weise in keinem anderen Film zu finden ist. Und, wie der Originaltitel schon verrät (deutscher Titel wiedermal total misslungen: "In stürmischen Zeiten"): Eine Träne fließt, und die ist mehr als gekonnt...

  6. #6
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    The Rocky Horror Picture Show

    Michael Rennie was ill
    The Day the Earth Stood Still
    But he told us where we stand
    And Flash Gordon was there
    In silver underwear
    Claude Rains was The Invisible Man
    Then something went wrong
    For Fay Wray and King Kong
    They got caught in a celluloid jam
    Then at a deadly pace
    It Came From Outer Space
    And this is how the message ran...



    Science fiction (ooh ooh ooh) double feature
    Doctor X (ooh ooh ooh) will build a creature
    See androids fighting (ooh ooh ooh) Brad and Janet
    Anne Francis stars in (ooh ooh ooh) Forbidden Planet
    Wo oh oh oh oh oh
    At the late night, double feature, picture show...

    Mehr gibt es zu diesem absuluten Kult-Teil nicht zu sagen: I looooove it. Prost auf Dr. Frank N. Furter! Und außerdem:


    In the velvet darkness
    Of the blackest night
    Burning bright
    There's a guiding star
    No matter what or who you are
    There's a light
    Over at the Frankenstein place
    There's a light
    Burning in the fireplace
    There's a light, light
    In the darkness of everybody's life

  7. #7
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    Phantom der Oper

    Wie schön es doch einmal ist, einen deutschen Titel nennen zu können, der relativ zum Originaltitel nicht total verunstaltet ist. Aber beim Phantom der Oper kann man auch nicht viel falsch machen. Obwohl: Den "Kreativen" der Filmplakat- und damit auch Filmtitelindustrie hätte auch so etwas Peinliches wie "Das Monster im Opernkeller" oder "Maskerade der Gefühle" einfallen können. :lol devil:
    Nun gut, sie haben es aber - Gott sei Dank - bei diesem Titel belassen. Und die Kritiker waren trotzdem unzufrieden. Aber warum eigentlich? Synchronisation war sch..., hieß ein Argument. Bullshit, denn wenn 80% der Texte gesungen sind, ist es praktisch unmöglich, sie so ins Deutsche zu bringen, dass Mundbewegungen und Text noch zusammenpassen. Dann hätte man es ganz lassen sollen, alle Lieder auf Deutsch singen zu lassen. Zu kitschig, war ein anderer Kritikpunkt. Lächerlich, denn wer die Geschichte kennt, wer das Musical von Webber kennt, dann in den Film geht und knallharte Action, fiesen Horror oder eine tiefschürfende Geschichte ohne Gefühlschmus erwartet, der ist entweder ziemlich dumm oder aber unerträglich ignorant.



    Tatsache ist: Die Kulissen sind fulminant, die Darstellung ist überwiegend gut, die Musik ist traumhaft schön (wenn man's mag!) und der Film hat keine Längen, wo man sich überlegt, ob man zur Abwechslung nicht einfach mal auf Toilette gehen soll. Gerard Butler, der ja nun in Trash wie "Dracula" und in eher unbeachteten Streifchen wie "Timeline" nicht gerade den Meisterschauspieler geben konnte, hat endlich mal eine richtig gute, durchkomponierte und anspruchsvolle Rolle, die er auch facettenreich ausfüllt. MIR jedenfalls hat der Film gefallen. Allen Unkenrufen zum Trotz. Und ich würde ihn wieder gucken. Und wieder, und wieder...

  8. #8
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    Closer

    Und nun zu einem Gegenbeispiel zu erwähntem "Phantom"-Film mit Überlänge, bei dem man gar nicht merkte, wie die Zeit verging: Closer. Oder wie die deutsche Filmindustrie ihn betitelte: Hautnah.
    Um die Qualität des Films darzustellen, ein kleines Anekdötchen von dem Abend, an dem ich ihn sah: Ich wollte unbedingt rein, weil ich alle Darsteller toll finde. Ich saß im Kino. Nach den ersten 20 Minuten fragte ich mich, was das alles soll, und wann die Story endlich beginnt. Nach 30 Minuten entschloss ich zum 1. Mal während dieser Vorstellung, aufs Klo zu gehen. Nicht, dass ich so dringend gemusst hätte, aber irgendwie musste ich ja meine aufsteigende Müdigkeit bekämpfen. In Minute 52 beschloss ich abermals, aufs Klo zu gehen. Eigentlich nur, um im Kino ein bisschen rumzuspazieren und mal zu schauen, was da so los ist. In Minute 63 fragte ich meinen Freund, ob wir nicht rausgehen sollten. Aber er war ja so überzeugt, dass es "bestimmt noch besser" wird bzw. "bestimmt noch etwas schlüsselereignismäßiges" passiert. In Minute 85 ging ich nochmal raus und bestaunte den prasselnden Regen, der an den Scheiben runterfloss, als sei er das Weltwunder schlechthin. Irgendwann ging der Film ENDLICH zu Ende. Und mein Fazit: Das einzig sehenswerte war in einigen wenigen Szenen Jude Law. Aber auch nur, wenn man ihn isoliert betrachtete und sich die Ohren zuhielt...




    Und nun noch einige eigentlich überflüssige Worte zu dem wahnsinnig spannenden (*gähn*) Inhalt: Man nehme Person A, B, C und D. A sieht B und verliebt sich in sie, dann trifft A C und verliebt sich in sie, C findet A toll, aber will nicht wegen B. Dann hetzt A D auf C und ist unglücklich, nachdem C sich in D verliebt. Aber eigentlich passen D und B besser zusammen und C mag ja schließlich auch A, also trennt sich A von B, ist mit C zusammen, die sich von D trennt. D such B auf, dann A, der schließlich entscheidet, dass er doch zu B zurückwill. Woraufhin C dann doch wieder mit D in Kontakt tritt. Oder so. Alles verstanden? Und, neugierig??? Hätte ich's vorher gewusst, wär ich auch nicht neugierig gewesen... Da sind ja Goethes Wahlverwandtschaften interessanter.
    Letzte Frage: Warum um Himmels Willen ist dieser Bockmist für Oscars nominiert????????????????????????????????????????? ???????????

  9. #9
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    Pitch Black & Riddick

    Ich sage ja immer von mir selber, dass ich anspruchsvoller Kinogänger bin. Was nicht heißen soll, dass ich mir keine Kommerz-Streifen anschaue, und auch nicht, dass ich nicht auf stumpfsinnige Unterhaltung stehe, wenn sie tatsächlich unterhält. Nun kann man über Vin Diesel und seine Filme streiten. Die meisten, die ich kenne, finden Diesel doof, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Sie halten ihn für einen dummen, untalentierten und unflexiblen Möchtegern-Schauspieler. Ich sehe das anders, auch wenn momentan eher unwahrscheinlich ist, dass er jemals für einen Oscar nominiert sein wird oder von ernstzunehmenden Regisseuren beachtet wird. Was allerdings meiner Meinung nach schade ist. Denn ich glaube, dass mehr dahinter steckt als ein paar Pfund Muskeln und ein cooler Blick. Schaut man sich beispielsweise Pitch Black und Riddick als die beiden ersten Teile einer Trilogie an, und zwar so an, dass man wirklich die Filme und die Entwicklung der Figuren betrachtet und nicht nur die Specialeffekte und die Actionszenen, dann öffnet sich einem in Vin Diesel ein ernstzunehmender Darsteller mit einer erstaunlichen Bandbreite.



    Der Charakter des Riddick ist der einer typischen Comicfigur: Unbesiegbar stark und clever, unterkühlt cool, jenseits von Gefühlen, die nur stören würden, ein Vorbild für Kids, die "hammerhart" sein wollen. Und ein gefährlicher Killer obendrein. So eine Mischung aus Superman und allen Bösewichten der Filmgeschichte. Und was macht Diesel aus Riddick: einen zurückhaltenden Einzelgänger, der zwar keine Chance vergehen lässt, um sich selbst in eine bessere Lage zu bringen, aber auch Gefühle für ein fremdes Mädchen entwickelt, für die er eine Mischung aus großem Bruder und liebendem Verehrer wird. Natürlich ohne Kitsch. Dann lässt er hier und da mit einem gar nicht leidenden, aber doch auf eine spezielle Weise herzerweichenden Ausdruck Kommentare dazu einfließen, warum er so ist, wie er ist (im Sinne von: Wer sein halbes Leben im Gefängnis verbracht hat, "mit einer Stange im Maul", der...). Und entwickelt die Figur. Von ganz isoliert und geheimnisumwittert bis hin zu fast schon heroisch. Ohne dabei das "Scheiß-egal"-Moment zu verlieren. Und DAS kann auch nicht jeder...
    Ich kann nur abschließend sagen: Beide Filme anschauen und mal bewusst auf die Charaktere und deren Mimik und Gestik achten. Dann öffnet sich Diesel-Verächtern ein neues Universum.

  10. #10
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    Anne of Green Gables

    Rote Haare, Gott bewahre. Hat meine Oma schonmal schmunzelnd gesagt (hab selber rotes Haar....). Sieht Anne Shirley genauso. Deswegen landet auch in dieser weltbekannten Szene ihre Schiefeltafel auf Gilbert Blythes Kopf, als er sie "Karotte" nennt.
    Oh, wie ich diese kanadische Miniserie liebe. Eigentlich ist es ja mehr ein Film. Wie auch immer: Anne of Green Gables ist absoluter Kult.



    Was lässt sich darüber noch sagen, ohne den ganzen Inhalt zu verraten? Es ist so beruhigend, so anheimelnd, so ROMANTISCH, diese Welt der Anne. Man vesinkt in ihrer "Blütentraumallee", träumt an ihrem "See der glitzernen Wasser", balanciert mit ihr über den Dachfirst, um es diesen blöden Ziegen so richtig zu zeigen, ersäuft mit ihr fast als "Lady of Charlotte". Und fiebert bis zuletzt mit, ob sie Gilbert verzeiht, dass er die Wahrheit ausgesprochen hat. Nämlich, dass Anne rothaarig ist. Und das mit Leib und Seele...

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