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Thema: Danwalkers Filmtagebuch

  1. #2351
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    AW: Danwalkers Filmtagebuch



    "Silence" von Martin Scorsese

    Lief ungelogen ein einziges Mal in Hamburg, an einem Tag, an dem ich nicht konnte. Nun habe ich seit einiger Zeit einen Beamer und Filme sehen macht noch mehr Spass. Der Beamer macht hier auch Sinn, denn Prieto findet tolle Bilder, der Film ist ein visuelles Erlebnis. Das ist auch bitte noetig, denn der Inhalt ist duester. Ich kann verstehen, dass dies eine Geschichte ueber den Glauben ist. Am Ende muss ich aber sagen, dass sie insgesamt auch ein wenig flach geraten ist. Rodrigues soll Pruefung um Pruefung ueber sich ergehen lassen, er soll von "unmenschlichen" Japanern gebrochen werden. Das ist insgesamt ein bisschen wenig gefuehlt. Dennoch ist es eine ehrlich erzaehlte Reise an die Grenzen des Glaubens. Adam Driver aber ich schon seit einiger Zeit als den neuen heissen Scheiss in Hollywood im Blick. Garfield ist schon gut, aber irgendwie erinnert er mich an Leo DiCaprio vor zehn Jahren. Vollends kaufe ich die Performance nicht. Denn ich werde das Gefuehl nicht los, dass sich hier jemand um jeden Preis als grosser Schauspieler profilieren moechte.

    Fazit: 8 von 10 Punkten
    You can't be wise and in love at the same time - Bob Dylan

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  2. #2352
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    "Murder on the Orient Express" von Kenneth Branagh

    Habe den Film in der 70mm-Fassung gesehen. Was auf jeden Fall ungewohnt war, war mal wieder einen Film zu sehen. Nichts, was von der Festplatte projiziert wird, sondern eine echte Filmrolle. Will nicht sagen, dass mich das gestoert haette das es Unschaerfen gibt, oder dass das Bild von der Rotation des Projektors wackelt. Aber ungewohnt war es schon. Der Film geht nicht vollends auf. Poirot wird als Comicfigur eingefuehrt, der vor allem lustig ist. Dann wird es aber sehr sehr ernst und die lakonische Erzaehlweise will voellig aufgegeben. Ueberhaupt ist der Film bis auf wenige Ausnahmen bierernst. Das ist keine gute Idee, da der Plot dermassen konstruiert ist, dass es einfach nicht glaubhaft ist hier so zu tun, als sei es ein echter Kriminalfall. Die Moral von der Geschicht, dass es nicht nur schwarz und weiss gibt, kaufe ich nicht. Dafuer werden die Motive der Killer nicht gut genug beschrieben. Branagh hat mir als Hauptdarsteller besser gefallen als als Regisseur. Einige der Nebenrollen sind prominent besetzt, ohne das aber zum Beispiel ein Star wie Penelope Cruz besonders viel zu tun haette. Schade, das war irgendwie mehr drin. Knapp:

    Fazit: 7 von 10 Punkten
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  3. #2353
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    "Justice League" von Zack Snyder

    Unterhaltsam ist es insgesamt schon, aber ich kann keine wirkliche Seele erkennen. Vor allem Batman ist fuer mich voellig verschenkt. Einerseits bin ich mittlerweile dabei, dass Affleck vielleicht doch nicht der richtige ist. Andererseits ist Batman in dieser Mischung aus Aliens und Fantasy nicht gut aufgehoben. Was kann er schon noch gross leisten mit seinen Gimmicks? Die anderen Figuren haben alle jede fuer sich was, aber zusammen wirken sie ein bisschen steril. Nach wie vor gefaellt mir die Optik dieser Film ueberhaupt nicht. Dafuer ist Gal Gadot dabei, dessen Wonder Woman in geringerer Dosis viel besser funktioniert als in ihrem eigenen Film. Mein Bauchgefuehl sagt: Bitte alles auf Anfang stellen. Knapp:

    Fazit: 7 von 10 Punkten
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  4. #2354
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    "120 battements par minute" von Robin Campillo

    Schwerer Tritt in die Magengrube. Die Unausweichlichkeit des Ganzen ist erschuetternd. Klar gibt es mittlerweile Medikamente, mit denen man sehr lange HIV-positiv leben kann. Aber in den 90ern war das noch nicht in der Form der Fall. Man kann hier eine Gruppe beobachten die zerrissen ist zwischen den Endgueltigkeit der Krankheit und dem Willen nicht aufzugeben. Fast die gesamte Spielzeit habe ich diesen Film mit einem Kloss im Hals verfolgt. Die Gruppe wahrt sich Grazie und Wuerde. Die Protestaktionen sind eindruecklich. Gehe schwermuetig ins Bett.

    Fazit: 9 von 10 Punkten
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  5. #2355
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    "Fences" von Denzel Washington

    Ganz klar kein Kinofilm, denn dafuer gibt es viel zu wenig zu "sehen". Aber ein ganz grossartiges Schauspielerstueck, das vor allem von Washington getragen wird. Seine Figur ist eine arme Sau. Verhaftet von seinen Erfahrungen und Wuenschen. Bricht er aus, wird er mit Isolation bestraft. Mitleid kann ich keins empfinden, denn im Grunde ist er ein Arschloch. Was mich besonders interessiert hat, war die Darstellung von Armut. Also weniger Darstellung, sondern eher die staendige Diskussion ueber das Geld. Es fehlt an allen Ecken und Enden. Das hat mich durchaus bewegt, denn die finanzielle Armut ist der Grund, warum Entscheidungen getroffen werden, wie sie getroffen werden. Warum es zum Beispiel nicht den Glauben gibt, dass der Sohn es schaffen kann als Footballspieler. Das ist deprimierend weil wahr. Leider finde ich das Ende nicht so stimmig. Nicht, weil es nicht richtig waere, das man sich vergibt. Sondern weil es ein wenig flach und langweilig erzaehlt wird. Knapp:

    Fazit: 9 von 10 Punkten
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  6. #2356
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    "Poliziotto superpiù" von Sergio Corbucci

    Teilweise so thrashig, dass ich Respekt vor der Kreativitaet hatte. Ansonsten ist es nur leidlich unterhaltsam. Der Titelsong knallt aber gut.

    Fazit: 5 von 10 Punkten
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  7. #2357
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    "Bienvenue a Marly-Gomont" von Julien Rambaldi

    Habe mir darunter irgendwie eine Komoedie vorgestellt. Am Ende aber ein reichlich dramatischer Film mit einigen erzaehlerischen Unzulaenglichkeiten. Schade.

    Fazit: 5 von 10 Punkten
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  8. #2358
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    "Miss Sloane" von John Madden

    Eine One-Woman-Show von Jessica Chastain. Sie macht die verschlossene Lobbyistin so gut, dass ich wirklich erschrocken bin, wenn doch mal menschliche Gefuehle aus ihr rausplatzen. Der Film hat gute Argumente. Klar, schaerfere Waffengesetze machen Sinn. Klar ist auch, dass Lobbyisten ein Krebs am politischen Prozess sind. Klar ist auch, dass du als Frau nur ernstgenommen wirst, wenn du dich selber verleugnest in so einer Umgebung. Sausage Fest. Was mir nicht so gut gefaellt ist der Plot, dessen Twists zwar sehr kraftvoll sind, aber kann ich sie glauben? Nein. Ich sehe sie zu sehr als erzaehlerisches Mittel denn als natuerliche Ergebnisse. Stellenweise ist es mir auch zu abgefahren, wenn ich Kakerlaken sehe, die als Spionageroboter funktionieren sollen. Ein bisschen mehr Finesse in der Regie haette vielleicht geholfen das Glaubwuerdigkeitsproblem zu verhindern.

    Fazit: 7 von 10 Punkten
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  9. #2359
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    "Captain Phillips" von Paul Greengrass

    Tom Hanks kann es einfach. Ich habe lange gezweifelt, ob er wirklich ein guter Schauspieler ist, aber schon seit einiger Zeit bin ganz tief in der Fanzone. Hier riskiert er einen Mut zur Haesslichkeit und laesst sich auch koerperlich auf einige Qualen ein. Hat man lange nicht so gesehen und ich bin verwundert, dass es dafuer keine Oscarliebe gab. Der Film ist, wie man es wohl von Greengrass erwarten kann, hochspannend. Die ansich sicher langsamen Aktionen auf See haben wunderbaren Verve. Gleichzeitig ist es anstatzweise auch ein gesellschaftskritischer Film. Also dahingehend, dass die Somalis hier keine platten Figuren sind, sondern richtig was auf dem Spiel steht fuer sie. Man koennte sogar sagen, dass fuer Abdi eine Ambivalenz gilt, wenn er sagt: "I've come so far." Weil er endlich mal Staerke demonstrieren konnte? Oder will er damit andeuten, dass er es fast bis nach Amerika geschafft hat, auch wenn es dort nur der Knast ist? Am Ende ist es mir ein bisschen zu viel Military Gear auf dem Praesentierteller. Sicher bietet sich das bei so einer Geschichte an. Das ist aber ein Preis, den ich gerne in Kauf nehme fuer einen durchweg gelungenen Film.

    Fazit: 8 von 10 Punkten
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  10. #2360
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    "Paddington 2" von Paul King

    Ich hatte befuerchtet, dass es sehr auf diese Krimi-Story hinauslaeuft. Ist am Ende gar nicht so, hier wird sich viel Zeit fuer die Figuren genommen. Deswegen geht es letztendlich auch um was, weil ich an den Charakteren haenge. Animiert ist es atemberaubend. Dekoriert ist es mit viel Liebe zum Detail. Das das Haus von Hugh Grant mit lauter Bildern von Hugh Grant eingerichtet ist, ist ganz wunderbar. Kids movie done right. Knapp:

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