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Thema: Angst in einer Handvoll Staub

  1. #1
    Tet
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    Angst in einer Handvoll Staub

    Und das war die Wahrheit.

    KNOCK KNOCK KNOCK - Mugon no kuukan o daite
    Kabe o tataite wa mogaku yo - Daiji na serifu nani mo ienai mama

  2. #2
    Tet
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    Re: Angst in einer Handvoll Staub

    OMFE² | Fight!

    Harold and Maude 7/10

    Erneut ein Klassiker, der mir lange Zeit entgangen war und an den ich wohl nicht zuletzt Dank der vielen positiven Beiträge hier etwas zu hohe Erwartungen hatte. Ich wusste zuvor im Grunde nichts über diesen Film und kannte nur das recht berühmte Postermotiv, was man überall mal wieder sieht. Eigentlich hätte das der perfekte Film für mich sein können und ich kann dahingehend Bobs Empfehlung sehr gut nachvollziehen. Aber so richtig umgehauen hat er mich dann nicht, obwohl er eigentlich alles hatte. Aber gut gefallen. Die Charaktere sind schon ein tolles Gespann und es macht Spaß ihnen zu folgen; vorallem Harold, der da mit einer sehr eigenwilligen, komischen Dame vorlieb nehmen muss. Generell eines dieser Paare, die gerade wegen ihrer Unterschiedlichkeit so perfekt harmonieren. Der schwarze Humor gefiel mir, mit das beste ist aber zweifellos der Soundtrack von Cat Stevens. Das meiste kannte ich davon zuvor garnicht. Generell dieses Lebensgefühl was der Film versprüht, ist schon toll. Wobei ich leider auch etwas finde, dass der Film schon irgendwo Staub angesetzt hat. Alles in allem ein Film, bei dem ich mir eine spätere Aufwertung durchaus vorstellen könnte. Hm.

    Mean Creek 8/10

    Kopiert: Wärend des recht schleppenden Anfangs war ich noch etwas irritiert, was mich da wohl erwarten mag. Ich kannte nur das tolle Cover des Films, dank dessen ich schon oft davor war einen Blindkauf zu tätigen. Dies blieb allerdings aus. Nun also durfte ich mir diesen Film doch noch ansehen - bzw. musste. Zum Glück. Denn Mean Creek ist - auch wenn das auf den ersten Blick nicht so wirkt - ein sehr mitreißender, emotionaler und vorallem tiefgehender Film. Dies wurde mir wärend des erwähnten Anfangs allerdings nicht bewusst. Erneutes Glück. Zwar war irgendwo klar, dass es nochmal knallen muss - viel Spannung in der Luft - aber wie es dann dazu kommt und was genau passiert, hat mich dann doch überrascht. Das hätte ich so, von diesen 'Kiddies', nicht erwartet. Das wäre in meinen Augen dann auch ein erster, klitzekleiner Kritikpunkt an dem Film. Einigen der Charakteren konnte ich das Handeln nur schwer abkaufen. Gerade was die jüngsten anging. Aber vielleicht hatte ich sie auch nur unterschätzt. Glück! Da waren also diese Kinder. Ein bunter Haufen, der unterschiedlicher nicht hätte sein können. Aber Freunde. Gute Freunde. Fast. Nicht nur aufgrund seiner Erscheinung und der Hintergrundgeschichte stach eines dieser Kinder heraus: George. George, das Chameleon. Was ist das für ein Typ? Ich denke, diese Sache wird mir nie so recht klar werden. In Verbindung mit den letzten Szenen ging mir dieser Kerl noch Tage nach dem Film nicht aus dem Kopf. Diese erwähnten letzten Szenen, waren ebenfalls die Krönung der ganzen Sache. Ich weiß einfach nicht wie ich es beschreiben soll, oder besser gesagt kann. Es war wirklich einmalig. Ein besseres Ende könnte ich mir auch nicht im entferntesten vorstellen. Dieser Kerl hat mich wirklich fertig gemacht. Ich habe mich unglücklich gefühlt. Unglücklich darüber, wie all das verlaufen ist. Am Ende dieses Film bleiben keine Kinder mehr übrig. Nicht weil sie sterben, oder so - Ihnen wurde dieser Aspekt des Lebens einfach geraubt. Brutal. Die Werte in ihrem Leben wurden auf den Kopf gestellt und schmerzhaft durchgeschüttelt. Ich selbst denke jedenfalls nicht, dass ich irgendwann in George hineinschauen werde und ihn verstehen kann. Auch wenn er sich das wünscht (und ich mir irgendwo auch). Aber eines Tages... Was den Film ansich angeht, so gibt es ebenfalls wenig zu meckern - hingegen viel zu loben. Angefangen bei dem tollen Intro, über die schönen Bilder und die minimalistische, musikalische Untermalung. Ein Erstlingswerk was sich absolut sehen lassen kann, auch was die Darstellerriege angeht und nur knapp an einer 9 vorbeigeschrammt ist.

    Hausu 9/10

    Kranke Scheiße! Sicher irgendwo Vater von Fear and Loathing und böser Opa von Survive Style 5+. Der Tip mit dem Bier war nicht verkehrt und so hat mich das ganze auf eine ziemlich abgefahrene Reise mitgenommen. Einige Sachen kamen mir bekannt vor, wohl weil ich mir mal den Trailer hier im Forum angesehen hatte. Der Film hebt sich sehr schön und sehr skurril von den ganzen 'abgeschiedenes, böses Haus. Buhu!'-Filmen ab und setzt dabei in Sachen Absurdität teilweise neue Maßstäbe. Uzumaki zbs wirkt dagegen ja mal sowas von harmlos. Auf Grund des Alters ist das zwar teilweise auch sehr trashig, aber gerade da liegt ja auch irgendwo der Reiz. Vorallem die genialen Stop-Motion-Szenen. Totlachen vorprogrammiert. Einer der Filme, die mich zwar nicht inhaltlich umhauen, aber einfach aufgrund ihrer visuellen Tricks und scheinbar grenzenloser Kreativität enormen Eindruck hinterlassen. Sowas habe ich noch nie gesehen und bin mir sicher, dass es auch in Zukunft nichtmehr dazu kommen wird. Deswegen auch die vergleichsweise hohe Bewertung. Respekt an das kranke Hirn, was das hier verbrochen hat. Respekt. Respekt.

    Schmetterling und Taucherglocke 8/10

    Hier ist meine Theorie mit dem falschen Zeitpunkt keine Theorie mehr**, sondern traurige Gewissheit. Die erste Empfehlung die ich etwas bereue, weil der Film einfach zum falschen Zeitpunkt gesehen werden musste. Dafür kann weder Aames was, noch der Film ansich, aber es ist leider so. Zu tiefst bewegend und originell, dazu handwerklich mit das schönste was ich seit langem gesehen habe. Die meisten Bilder sind einfach umwerfend, oder gerade zu Beginn förmlich niederschmetternd. Aber wie ich anfangs erwähnte, ich fand an dem Abend einfach nicht richtig Zugang zu dem Film und kann daher nur erahnen, wie er sonst auf mich gewirkt hätte. Ich kam mir fast so vor, als würde ich den Film nur durch ein fremdes Fenster mitgucken (was gerade bei dem Film komisch klingt, aber ihr wisst ja, dass ich es anderes meine!). Das selbe hatte ich zbs. mit 21 Grams erlebt, wo ich in etwa das selbe Gefühl hatte. Nachdem ich den Film nach der ersten Sichtung als gut eingestuft hatte, aber nicht so richtig gefangen war, saß ich ein Jahr später heulend davor und konnte garnicht glauben wie gut der Film eigentlich ist/war. Auf jedenfall ein Film, der in Zukunft ganz ganz ganz sicher nochmal geschaut wird. Eigentlich ist das nämlich ein 10/10-Kandidat. Ohne Zweifel. E-S-A-R-N-T-U-L... fuck! Mal wieder ein Beweis dafür, dass die unglaublichsten Geschichten nur das Leben selbst schreibt.

    Uahan segye 8/10

    Tja, was soll ich sagen? Gute Wahl! Genau das richtige für den Tet. Schon nach ein paar Minuten war mir irgendwie klar, dass das Ding zünden wird. Teilweise hat er mich an 'A Dirty Carnival' erinnert, gefiel mir aber noch einen Tick besser. Sehr lockerflockig inszeniert, mit einem tollen Soundtrack (hatte was von A Bittersweet Life - edit: Krass, Y?ko Kanno!) und zu Beginn sehr lustigen Schnitten. Leider hat sich diese Art der Schnitte nicht durch den ganzen Film gezogen, aber das ist ja nun nicht so tragisch. Kang-Ho Song ist einfach eine richtig coole Sau und auch hier hat er mich mal wieder hellauf begeistert. Ich glaube auch, ich habe ihn bisher nie so abgefuckt gesehen wie hier. Herrlich, wie er alles am laufenden Band versaut. Teilweise war ich sehr gut am lachen (Schlägerei in einem Auto, die Action auf der Baustelle, oder wie er wutentbrand bei seinem Jugendkollegen auftaucht Spitze!) und hatte eigentlich das Gefühl, der Film würde diese doch recht humorvollen Schiene beibehalten. Zwar schwingt der Ton des Films in den letzten Minuten um, aber auch das hat mir nicht den Spaß genommen und ein wenig Leid getan hat er mir schon irgendwo - wobei ich das Verhalten seiner Familie etwas überspitzt fand. Ebenso erschien mir das Machtgefüge der Dogs etwas willkürlich zu verlaufen und vorallem mit dem Boss hatte ich so meine Probleme. Daher muss ich in dieser Hinsicht einen kleinen Punktabzug geben. Zwar hat dieser Aspekt auch wieder zu der humorvollen Seite des Films beigetragen, aber genrell empfand ich das als etwas realitätsfern. Auch die letzten Minuten hätte man anders gestalten sollen, wobei es dann irgendwie wieder gut zum Film gepasst hat, wie er da seine Nudeln aufwischt. Alles in allem aber ein sehr guter Film, wo mal wieder der ganze Lob Kang-Ho Song gelten muss - er trägt den Film mit (einer) absoluter Leichtigkeit. Hat sich gelohnt. Danke, Soul.

    Before Sunrise 6/10

    Nach all den positiven und euphorischen Kritiken hatte ich hier eindeutig mehr erwartet. Dieser minimalistische Film konnte mich dann aber nicht vollkommen überzeugen. Teilweise sehr rührend, teilweise aber auch einfach nur unglaublich langweilig und in die Länge gezogen. Die beiden Darsteller machen ihren Job zwar recht gut, allgemein geht diese Julie Delpy aber mal so garnicht. Ob ich mir den Nachfolger jemals ansehen werde... ich weiß es nicht.

    Chiko 7/10

    Fand ich für einen deutschen Vertreter dieses Genre ganz gut. Er kommt zwar nicht an Vertreter wie Kurz & Schmerzlos oder Kanak Attack heran, war aber dennoch sehr unterhaltend. Bleibtreu spielt einmal nicht Bleibtreu, Mochito zeigt sich ebenfalls von einer guten Seite und im Gegensatz zu manch anderen dt. Produktionen bleibt das ganze auch recht kompromisslos. Hat mir allumfassend gut gefallen, abgesehen von der selten bescheuerten Uschi. Aber najo, etwas Schwund ist ja immer.

    Haus aus Sand und Nebel 7/10

    Hat mir gut gefallen der Film und war etwas ganz anderes, als ich zunächst erwartet habe. Die Darsteller machen ihren Job fantastisch (vorallem Kingsley) und für mich als Fan der Frau, war es auch toll mal wieder was von der Connelly zu sehen. Erwähnenswert ist auch das hervorragende Ende des Films, welches ich so nicht erwartet habe und was recht tragisch und konsequent ist. Ein guter Film, den ich auch schon an den ein oder anderen weiterempfohlen habe.

    WonderBoys 7/10

    Auch ein Film, den ich ohne dieses Spiel wohl niemals geschaut hätte - auch wenn mir L.A. Confodential sehr gut gefallen hat. Irgendwie klang das alles immer recht platt, aber da habe ich mich getäuscht: scharfsinnige Dialoge, ein paar Überraschungen und ein gut aufgelegter Cast tragen diesen Film mühelos und wissen zu unterhalten. Dazu Dylan und Cohen - super!

    Little Miss Sunshine 8/10

    Toller Film! Wollte ich eigentlich schon lange gesehen haben und der Film wurde meinen Erwartungen dann auch mehr als gerecht. Ein unterhaltesamer Trip voller schräger Typen und dazu dieser mehr als geniale Soundtrack, inklusive einer guten Ecke schwarzen Humors. Das ganze endet dann mit einem sehr 'furiosen' Finale und mein Lieblingscharakter, der Großvater, wurde nochmal eine ganze Ecke 'cooler'. Erwähnenswert: Steve Carell kann tatsächlich amüsant und lustig sein, jedenfalls wenn er es nicht zwingend darauf anlegt.

    Streetfighter 7/10

    Und zum Schluss dann nochmal etwas asiatisches - wurde auch Zeit. So ganz vom Hocker gehauen hat der Film mich dann nicht, aber diese geniale Performance von Sonny Chiba hat den Film dann doch noch ins obere Drittel gerissen. Die Kampfszenen sind (vorallem für das Alter) zum Großteil recht ordentlich (und unerwartet brutal... die 'Eier'.) Ich habe jetzt schon den Nachfolger parat liegen. Bin mal gespannt ob es so gut weitergeht.

    edit: test
    Geändert von Tet (19.07.2010 um 16:05 Uhr)

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