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Thema: vjt´s movie diary

  1. #1
    Regisseur Avatar von VJ-Thorsten
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    vjt´s movie diary

    Willkommen in meinem unregelmäßig geführten Filmtagebuch. Eine Schande, dass ich hier nicht von Anfang an und lückenlos alles chronologisch festgehalten hab. Na gut. Aber immerhin nen bisschen is dann doch hier zu finden.

    Und nun auch mit Inhaltsverzeichnis! Hell Yeah!


    Gekiekte und hier verewigte Filme


    A
    Absolute Giganten (OMFE #14)
    All I Want
    All The Presidents Men
    Along Came Polly
    An Unfinished Life
    Angel-A
    Arlington Road (OMFE #17)

    B
    Back To The Future
    Bad Boys 2
    Battle For The Planet Of The Apes
    Be Kind Rewind
    Beerfest
    Beneath The Planet Of The Apes
    Big Fish
    Black (OMFE RETURNS # 3)
    Blades Of Glory
    Bloodsucking Pharaohs in Pittsburgh
    Bottle Rocket (OMFE #1)
    Bound
    Burn After Reading


    C
    Cabin Feaver
    Catwoman
    Chiko
    Clerks (OMFE #3)
    Commando (OMFE FOREVER # 7)
    Conquest Of The Planet Of The Apes
    Control
    Consenting Adults
    Cradle will Rock (OMFE #11)
    Crossing The Bridge - The Sound of Istanbul (OMFE #7)

    D
    Dänische Delikatessen
    Dawn Of The Dead (2004)
    Deer Hunter
    Death Proof
    Der gewöhnliche Faschismus
    Der Wixxxer
    Die Welle (2008)
    Dirty Harry
    Dirty Harry II - Magnum Force
    Dirty Harry III - The Enforcer
    Dirty Harry IV - Sudden Impact
    Dirty Harry V - The Dead Pool
    Dog Day Afternoon (OMFE RETURNS # 11)
    Dogma
    Disturbia

    E
    Elephant
    Escape From The Planet Of The Apes
    Eternal Sunshine Of The Spotless Mind

    F
    Fallen Angels (OMFE RETURNS # 1)
    Field of Dreams (OMFE FOREVER # 5)
    French Connection II
    From Dusk Till Dawn III - The Hangman`s Daughter
    Frühling, Sommer, Herbst, Winter... und Frühling

    G
    Get Smart
    Glory Road

    H
    Halbe Treppe
    Happiness (OMFE #6)
    Hard Candy
    Heat (OMFE #2)
    Hellboy II - The Golden Army
    Hotaru no haka (OMFE FOREVER # 09)
    Human Nature

    I
    In America
    Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull
    Incendies (OMFE REBOOT # 06)
    Iron Man
    It Happened One Night (OMFE REBOOT # 03)
    Italiensk for begyndere (OMFE FOREVER # 6)
    It´s All About Love

    J
    Jabberwocky (OMFE RETURNS #7)
    Jack Brooks: Monster Slayer
    Jazzclub - Der frühe Vogel fängt den Wurm

    K
    Keeping Mum (OMFE #15)
    Keinohrhasen
    Kill Bill Vol. 2
    Knocked Up
    Kopps

    L
    La Haine (OMFE RETURNS # 2)
    La Tigre et la Neve (OMFE RETURNS # 5)
    Ladykillers(2004)
    Lars And The Real Girl
    Laurel Canyon
    Le scaphandre et le papillon (OMFE RETURNS # 9)
    Looney Tunes - Back In Action
    Lord Of War
    Love Actually
    Love Bites


    M
    Manhunter (OMFE #19)
    Max Payne
    McCabe & Mrs. Miller (OMFE FOREVER #2)
    Me And You And Everybody We Know
    Midsommar
    Mindhunters
    Mirrors
    Muxmäuschenstill
    My Name is Bruce

    N

    O
    Once Were Warriors (OMFE #8)
    One Night At McCool´s
    OSS 117 (OMFE #18)

    P
    Pineapple Express
    Planet Terror
    Pretty Persuasion
    Prinzessinnenbad


    Q

    R
    Red Rock West
    Requiem For A Dream
    Reservoir Dogs
    Rogue (OMFE RETURNS # 10)


    S
    Scrooged
    Secret Window
    Sen to Chihiro no kamikakushi (OMFE FOREVER # 03)
    Sex, Lies, and Videotape (OMFE REBOOT # 02)
    Shrek
    Shrek 2
    Silver Streak (OMFE #5)
    SLC Punk! (OMFE FOREVER # 04)
    Sleepy Hollow
    Snakes On A Plane
    S.O.B. (OMFE REBOOT # 04)
    Spiderman
    Spiderman II
    Spun
    Starsky and Hutch
    Step Brothers
    Stuck On You
    Superman Returns
    Sunshine
    Super Size Me!
    Super Troopers (OMFE #9)
    Survive Style 5+ (OMFE RETURNS # 4)
    Sweeny Todd - The Demon Barber of Fleet Street (OMFE #10)

    T
    Taking Lives
    Tatort - Der Vierte Mann
    Tenacious D In The Pick Of Destiny
    Thank You For Smoking
    The Apartement (OMFE #4)
    The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford (OMFE RETURNS #6)
    The Bank Job
    The Butterfly Effect
    The Bourne Ultimatum
    The Cave
    The Chronicles of Narnia I & II
    The Darjeeling Limited
    The Day After Tomorrow
    The Dead Girl
    The Dreamers
    The Fog (2005)
    The French Connection
    The Golden Compass
    The Incredible Hulk
    The Lake House
    The Majestic (OMFE #13)
    The Pink Panther (2006)
    The Prestige
    The Punisher (2004)
    The Sentinel
    The Spiderwick Chronicles
    The Stepford Wives (2004)
    The Strangers
    The Texas Chainsaw Massacre (2003)
    There´s Something About Mary
    The Wild Bunch
    The X Files: I Want to Believe
    Tropic Thunder

    U
    Une femme est une femme (OMFE FOREVER # 10)

    V

    W
    Wanted
    Whip It (OMFE REBOOT # 01)
    Willard
    When A Stranger Calls (2006)
    Willbur Wants to Kill Himself

    X

    Y
    Young Guns (OMFE FOREVER # 11)

    Z


    Serien
    Six Feed Under - Pilot
    Six Feed Under - Komplett
    Twin Peaks - Season I & II plus Film

    --------------------------------------


    Los gehts...

    28. März 2004

    drei Filme nahm ich mir gestern vor und sah sie in eben jener Reihenfolge


    Frühling, Sommer, Herbst, Winter... und Frühling by Kim Ki-duk (Korea 2003)

    Puuu, ein Film der mich mit seiner Atmosphäre gefangen nahm. Schon vor dem Film ging es los: Als Ort der Betrachtung wählte ich das altehrwürdige Kino "International", DAS Ostkino schlechthin. Du sitzt in diesem großen Saal, der Werbung ist vorbei und der Vorhang schließt sich. So wie in jedem anderen Kino aber was dann folgte war pure Magie. Der erste Vorhang ging ratternd zur Seite, das Licht wurde ein wenig gedimmt und da war er, der sagenhafte Goldene Vorhand des International. Er sieht einfach zauberhaft aus und du fühlst die Ehre, die dem folgenden Film geboten wird. Es folgte ein Gong, der den Hauptfilm ankündigt und den ich so sehr liebe, weil ich ihn noch aus Kindheitstagen kenne. Das Licht senkt sich und nur das Funkeln des sich langsam aufziehenden Vorhang bleibt und wir tauchen ein in die Welt des Mönch-Meisters und seines Schülers in Korea.
    Die Tür öffnet sich und wir sehen einen kleinen Tempel inmitten eines Taal-Sees. Der Tempel befindet sich auf einer Holzplattform und ist in der Mitte des Sees befestigt. Der Meister hält seine Morgenandacht und weckt seinen jungen Schüler. Es ist Frühling. Meister und Schüler verbringen die Tage mit Beten und Lehren inmitten dieser gingantischen Naturkulisse. Der Schüler begeht seinen ersten Fehler im Leben, indem er kleinen Tieren Steine umbindet und sich an ihren sichtlichesn Behinderungen erfreut. Der Meister erteilt ihm eine Lehre und bindet ihm ebenfalls einen Stein um. Erst wenn er die Tiere wieder befreit hat, wird auch er befreit werden. Die Tiere sind bis auf eins alle tot und der Junge weint.
    So begleiten wir den Schüler in all seinen Lebensetappen und sehen ihn noch so manch Törrichtikeit begehen, bevor eben wieder der Frühling zurückkehrt.
    Es ist nicht die Story des Films die einen fesselt. Ich meine: Menschen begehen Fehler, schämen sich derer und begehen sie dennoch wieder....diese Botschaft ist einfach. Es war für mich die Atmosphäre die der Film geschaffen hat. Diese unglaublich schönen Naturbilder und all die Aktionen die er von den beiden Mönchen einfängt. Der Film ist so unglaublich ruhig, das ich mich danach auf den hektischen Straßen Berlins vollkommen Fehl am Platze fühlte. Kim Ki-duk macht es sich in seiner Geschichte einfach und sieht die Welt auch einfach, aber wie er es sieht ist interessant und faszinierend.

    7/10



    Wilbur Wants to Kill Himself by Lone Scherfig (2002)

    Wilbur möchte sterben und wir sehen ihm dabei zu wie er ein ums andere Mal um die Früchte seiner Arbeit gebracht wird. Es klappt nicht und dummerweise muss man darüber lachen. Man weiß zunächst nichts über Wilburs Hintergrund. Da ist nur noch Harbour, sein älterer Bruder, der ihn immer ein ums andere mal rettet und so ganz und gar anders ist als Wilbur. Dieser ist zu jeder Minute sarkatisch gestimmt und gibt einen Dreck auf seine Umwelt. Harbour hingegen ist so unendlich naiv lieb, in seinem Bemühen seinen Bruder aufzuheitern, das er schon wieder zu sympatisch für diese Welt ist. Zwei Extreme. Doch alles wird anders, als Alice in dem Buchladen der Brüder auftaucht...

    "Wilbur Wants to Kill Himself" ist so ein herrlich tragisch-komischer Film. Du lachst über Wilbur (hervorragend potraitiert von Jamie Sives), wenn er gerade mal wieder einen Selbstmordversuch in den Sand setzt oder sich mit den Jungs aus seiner Kindergartengruppe unterhält (Kostprobe: Wilbur, hälst du nachher im Bus meine Hand? Du kannst mich mal Kreuzweise. Au ja.) und du weinst wenn du die Geschichte über die Mutte hörst oder den Niedergang seines lieben Bruders beobachten musst. Denn was Wilbur auch macht, die Leute und insbesonders die Freuen, fühlen sich zu dem extrovertierten Wilbur hingezogen.
    Es sind diese herrlich verschrobenen Charaktere und ihre Dialoge die diesen Film so unendlich menschlich und liebenswert machen. Ein Highlight ist sicherlich auch der kettenrauchende Psychologe Horst (Mads Mikkelsen), welcher durch seine Passivität und Egalität dem Betrachter die Tränen in die Augen treibt.
    Der Film hat mich zutiefst bewegt und ich bereue in diesem Moment, das er mir im Kino durch die Lappen gegangen ist.

    10/10 Punkte für diese schwarze Tragik-Komödie


    Der Tag endete dann mit einer seichten Kost, die ich mir aus Neugier antat:


    Bad Boys 2 by Michael Bay (USA 2003)

    Detective Marcus Burnett (Martin Lawrence) und Detective Mike Lowrey(Will Smith) sind zurück um halb Miami und Kuba in Schutt und Asche zu legen. Dabei handelt es sich diesmal um die schmutzigen Geschäfte eines Drogenkartells, welches Miami mit Ecstasy versorgt. Dessen Führer 'Johnny' Tapia (Jordi Mollà) will die gemachte Kohle nach Kuba bringen und sich dort ein schönes Leben machen.
    Respekt, gleich drei Genies haben an dieser hochwertigen Geschichte gewerkelt und dennoch stellt sie nur einen geringen Rahmen dar. Im Prinzip läuft der Film folgendermaßen ab: Burnett und Lowrey beschimpfen sich so lange aufs Derbste (komisch das so immer noch die Ansichten einer richtigen Männerfreundschaft sind) bis sie endlich an einem Handlungsort ankommen und ihre Waffen ziehen und alles über den Haufen pusten was böse aussieht. Ganz nebenbei zerlegen sie die gesamte Umwelt dabei in Schutt und Asche. Das ganze regt dann ihren Chef ein wenig auf. Macht aber nix, unsere Helden bringen das schon wieder ins reine auch wenns manchmal nen bisschen länger dauert und dabei mal eben halb Miami in die Luft fliegt.
    In die Luft fliegt in diesem Film eine ganze Menge. Autos, Häuser, Ratten (hey, sehr lustig wie die Ratten pimpern. Ich dachte ich wäre in einem Helge Film), Bote und natürlich jede menge Menschen. Ich las irgendwo das dieser Streifen ein menschenverachtendes Machwerk sei und ich kann dem nur zustimmen. Ich meine, welches Tabu wird hier eigentlich nicht gebrochen? Rassistische Witze, Leichenfledderung und die totale Respektslosigkeit gegenüber jeglichen Individuen.
    Und immer diese Streitdialoge......Shit, ich hatte die Schnauze irgendwann so voll, das ich schon den Ton abdrehen wollte. Der Supercoole Smith und das Nervenbündel Lawrence.....pfffffffff. Einige witzige Szenen hatte der Film schon, okay, aber im VErgleich zum Vorgänger.....echt schlecht. Und diese Klischees.......Latino-Schwuchteln, Vodka-Saufende Russen und ein hochgefährliches Kuba (ich wusste es schon immer, jeder Kubaner hat in seiner Wellblechhütte eine private Drogenküche und Castro unterstützt es in vollen Zügen). Irre.
    Gut, aber ich ließ mich drauf ein und akzeptierte diesen ganzen Schwachsinn. Ich sah drüber hinweg (auch wenn es schwer fiel). Denn einen Riesenpunkt hat der Film. Die Action.
    Also von dieser Seite aus gesehen, kann Bad Boys 2 wirklich überzeugen. Ich kann mich nicht erinnern jemals bessere Stunts, Verfolgungsjagten und Schusswechsel gesehen zu haben, als in diesem Film. Wie Michael Bay all das eingefangen hat, ist schon grandios.
    Nur hätte er das mal als Zusammenschnitt rausbringen können und sich die Handlung in den Hintern schieben können, denn etwas seltendämlicheres hab ich selten beobachtet.

    3/10
    Geändert von VJ-Thorsten (17.08.2011 um 13:08 Uhr)
    Burt, are we fuck-ups?

  2. #2
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    Re: Ich kam, sah und berichtete - vjt´s movie diary

    29. März

    Starsky and Hutch by Todd Phillips USA 2003



    Es gab da wohl mal eine amerikanische US-Fernsehserie um zwei Cops die zusammen in einem heißen Schlitten auf Verbrecherjagd gehen. Der eine hieß David Starsky und der andere hörte auf den Namen Ken Hutchinson, kurz Hutch. Folglich hieß die Serie "Starsky and Hutch", wurde zwischen 1975 und 1979 im US-TV ausgestrahlt und läuft bis heute wohl recht erfolgreich in vielen Ländern dieser Erde als Wiederholung. Das Problem an der Sache: Ich kenn sie nicht. Sicherlich, der Name sagt mir was und ich schaute ab und zu mal rein, aber wirklich fasziniert scheint sie mich nie zu haben.
    Im Kino läuft gerade das Remake der Serie als Spielfilm, mit dem Comedypaar der Gegenwart, Ben Stiller und Owen Wilson.
    Stiller schlüpft in die Rolle des korrekten aber tollpatschigen Starsky und Wilson übernimmt den Part des lässigen/faulen und nicht ganz korrekten Hutch. Beide, so unterschiedlich sie erscheinen, werden von ihrem Captain (Fred "I-was-in-´Nam" Williamson) zu einem Team vereint und der Spaß beginnt. Zusammen ermitteln sie in einem Fall, indem es um die Aufdeckung der kriminellen Machenschaften von einem Herren namens Reese Feldman (Vince Vaughn) geht, im speziellen um Kokain.

    Ich bin rein in den Film, allein der Tatsache willen, das eben das Dreamteam Stiller/Wilson hier die Haupttrollen inne halten. Ich hatte ja keine Ahnung was mich da erwartet. Ich traute meinen Augen nicht, als mir die Bilder von der Leinwand in den Kopf strömten. Das sieht ja original wie die 70er aus! Ich war überrascht und fasziniert zugleich. Dieses irre Set-Design führt zu einer Zeitreise in ein Jahrzehnt dessen Recyclingprozess sich immer im vollen Gange befindet und sich sichtlich höchster Beliebtheit erfreut. Selbst die Schärfe des Bildes und die Kamerafahrten wurden der damalzigen Zeit angepasst.
    Es handelt sich hierbei um eine herrliche Parodie der alten Serie / der 70er Jahre und Stiller/Wilson gehen darin vollkommen auf. Ich bin froh, solch schrägen Humor noch erleben zu dürfen. Ja! Keine stupiden Fäkalhumorwitze oder sonstiges, sondern ein perfektes Team, welches sich von einem Fettnäpfchen ins Nächste begibt und dabei verdammt lässig agiert. Und dann erst diese Umgangsformen untereinander - dieser homoerotische Touch - zum schreien.
    Der Film hat einfach so viele verdammt komische Momente - wenn ich ihn gerade Revue passieren lasse - ich immer noch lachen muss. Klar sind manche Gags eigentlich zu abgedroschen, aber wenn sie Ben Stiller bringt, gewinnen sie dennoch wieder dazu.
    Ich will gar nicht mehr dazu schreiben. Ich liebe diesen Film und muss schleunigst zusehen das ich ihm noch einmal beiwohnen kann.
    Doch ich frage mich, wie die Fans von der Serie den Film wohl finden?
    Es wird doch alles durch den Kakao gezogen was nur geht. Andererseits: Ich war auch ein Fan von "Ein Colt für alle Fälle". Ich mein Colt Sievers und Howie und wie sie alle hießen waren auch so schon komisch und wenn er dann mit seinem Auto durch die Gegend springt. Oder das A-Team (wo geballert wird wie es nur geht aber nie einer umfällt) oder Knight Rider.....All diese Serien sind schrecklich fürchterlich und man schaute sie dennoch. Seh ich sie heute muss ich nur lachen. Sie bieten soviel spielraum für Parodie, weil sie sich eben selbst nicht ernst nehmen.

    Was auch immer. Wer nach "The Royal Tennenbaums" wieder einmal Stiler/Wilson-Action sehen will und sich somit in die Welt des Lachens begeben will, der sollte es schnellst möglich tun.

    "Do it! Do it!"

    10 / 10
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  3. #3
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    Re: Ich kam, sah und berichtete - vjt´s movie diary

    Puuu, nun wird aber mal wieder Zeit, das Gesehene der letzten Tage aufzuarbeiten.


    5. April


    Jazzclub - Der frühe Vogel fängt den Wurm by Helge Schneider (D2004)

    Vorneweg muss ich hierzu sagen, das ich mir diesen Film im Mathaeser Filmpalast zu München angeschaut habe und dieses Kino ist dem Film mehr als unwürdig. Jesus, hab noch nie zuvor nen schlimmeres Kino erlebt, aber das soll jetzt hier nicht das Thema sein.
    Helges vierter großer Film (lässt man den Johnny Flash mal außen vor) und damit sein persönlichster und ernstester zugleich. Jesus, der Film hatte ja einen richtigen roten Faden, der weitergesponnen wurde und ich mochte die Geschichte mit all ihren Klischees: Armes Würstchen mit verwöhnter Frau, arbeitet in vier Nebenjobs und will doch einfach nur gute Musik mit seinen Kumpels machen. Herrlich war die Musik (wie immer aber hier im Besonderen). Unvergessen die Szene, wenn Teddy (Helge) mit seinen Jungs in einer Kaschemme aufspielt und die Kamera auf Teddys Sonnenbrille hängen bleibt und sich darin die Tasten des Klaviers widerspiegeln.
    Schön war es auch wieder, die alten Helge-Erprobten wiederzusehen, wobei einige da aber stark zu kurz kamen (warum hatte Peter"Nasenmann" keinen weiteren Text?). Hier wieder zum wegschmeißen: Der Liebe Gott, diemal als Ballspielender Penner.

    Alles in allem kam mir der Film für einen Helge-Film schon verdammt ernst vor, hin und wieder kommen die alten Absurditäten in bewährter Manier vor. Ich hatte kein Problem damit, denn alles gipfelt schließlich in einem Schneideresken Finale.

    PS: Die Locations und die Menschen waren super. Sieht Mühlheim wirklich so trist aus? Super.

    7/10



    8. April 2004


    Try Seventeen/All I Want by Jeffrey Porter (USA 2003)

    Als ich das Cover sah, fragte ich mich, ob dieser Film der Grundstein für die kurze Liaison zwischen Frodo und Lola gewesen war. Scheiß Boulevardzeitungen. Wen juckts? Aber als ich dann ein wenig über die Story las griff ich zu und wurde nicht enttäuscht.
    Es geht um den 17-jährigen Jones (Elijah Wood), welcher mit einem fetten Erbe seines verstorbenen Großvaters ausgestattet ist und zum College gehen will. Schon am ersten Tag schmeißt er alles hin, lässt das Wohnheim samt seiner grotesken Bewohner hinter sich und zieht in ein freies Apartement ein. Dort trifft er auf die Schauspielerin Lisa (Mandy Moore), den schwulen Künstler Brad und auf die seltsame Jane (Franka Potente), welche ihn auch gleich in seinen Bann zieht. Ganz nebenbei schreibt Jones seine Sicht des Alltags, wie er verlaufen könnte auf - sein erklärtes Ziel ist das Schreiben - ganz wie es sein ihm nicht bekannter Vater getan hat. Überhaupt, wer ist sein Vater und vor allem wo ist er? Die Briefe kann er nicht abschicken und seine Mutter Blanche (Elisabeth Perkins) hat längst die Kontrolle über ihren Sohn verloren und so wandert er durch die Welt, mit gefälschten Pass und ist auf der Suche nach der Liebe und seinem Vater.

    Ein herrlicher kleiner Independet Film mit einer witzigen Umsetzung und tollen Schauspielern. Eine kleine Lektion über das Leben an der man seine Freude haben wird. Positiv: Ich dachte ich würde nur Frodo in Wood sehen, aber dem war ganz und gar nicht so (na ja, seine Fingernägel waren wieder abgekaut und somit ist der Beweis über seine Fingernägelkaumanie gegeben) - auch ohne seine kleinen Hobbit-Freunde macht er eine gute Figur und Franka Potente hat mir hier ebenfalls als das verstörte Mädchen gefallen.


    Achteinhalb von Zehn



    10. April 2004


    Sleepy Hollow by Tim Burton (USA 1999)

    Constable Ichabod Crane (Johnny Depp) wird gesand um den Mord an vier Menschen in einem entlegenen Städtchen namens Sleepy Hollow aufzudecken - das Pikante: alle vier wurden geköpft und von ihren Häuptern fehlt jede Spur...

    Wunderbarer Film mit einem wunderbaren Johnny Depp (der Satz wirkt schon stark ausgelutscht aber so ist es nun einmal). Ich kann ihn immer wieder sehen und erfreue mich jedes mal wieder an der Atmosphäre die Burton hier schafft. Dieses Set-Design ist der Wahnsinn und in dessen Bann lasse ich mich gerne ziehen.
    Hinzu kommen noch wunderbare Effekte, was den Film samt Story zu einem Erlebnis werden lässt.
    Blos nicht den Kopf verlieren.

    9/10



    11. April 2004


    There's Something About Mary by Bobby Farrelly und Peter Farrelly (USA 1998)

    Ja mein Gott, was soll man über den Film noch sagen? Ben Stiller versucht als netter Loser Ted das Herz von der perfekten Cameron Diaz erobern und kommt dabei immer wieder stark vom Weg ab, woran Matt Dillon und Konsorten nicht ganz unschuldig sind.

    Ich mag den Humor der Farelly Brüder und ich kann immer wieder über diesen Schwachsinn lachen. Sie brechen Tabus oder scheiden sie an, aber irgendwie lacht man doch drüber.

    Herrlich.

    Aus komödiantischer Sichweise heraus betrachtet, bleibt mir hier nur die

    NEUNEINHALB von ZEHN zu geben




    12. April2004


    Stuck On You by Bobby Farrelly und Peter Farrelly (USA 2003)


    Mein zweiter Farelly Film in zwei Tagen.

    Bob und Walt Tenor (Matt Damon und Greg Kinnear) sind Zwillinge und verbringen ihr gesamtes Leben in dem kleinen Küstenort Martha's Vineyard. Apropos zusammen verbringen.....Bob und Walt sind siamesische Zwillinge. Sie sind an der Hüfte miteinander verbunden. Für sie und ihren Ort ist das kein Problem und so meistern sie jede Herausforderung die ihnen das Leben stellt. Doch Walt will mehr. Er will richtiger Schauspieler werden. So verlassen die beiden ihre Heimat um in Hollywood groß rauszukommen (nur Walt, er ist der Schauspieler - Bob will ja gar nicht schauspielern). In der Stadt der Träume treffen sie Cher und das Abenteuer beginnt.

    Ach ich weiß nicht. Das war irgendwie der langweiliste Farelly Film den ich bisher sah. "Dumb and Dumber" war riesig, "There´s Something about Mary" riesig und "Me Myself and Irene" war nur noch zum Brüllen. "Shallow Hall" sah ich nie.

    "Stuck on You" hat sicherlich auch seine lustigen Momente - gerade dann wenn diese dümmliche Naivität der Zwillinge an den Tag kommt und sie es doch irgendwie schaffen alle Hürden zu nehmen - aber so richtig zünden will der Film nicht. Soll das nun ein Drama sein oder eine Komödie? Der Film scheint nicht zu wissen wo er hin will. Auf Blödsinn folgt wieder bitterer Ernst und umgekehrt. Das passt nicht und ich als Zuschauer war verwirrt und kam mir stellenweise vor, als schaute ich eine Dokumentation.

    Hervorzuheben ist aber auf jeden Fall der Auftritt von Cher. Wie sie sich selbst durch den Kakao zieht ist einfach wunderbar. Ich will wieder mehr Cher sehen!


    5/10
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  4. #4
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    Re: Ich kam, sah und berichtete - vjt´s movie diary

    16. April 2004


    Taking Lives by D. J. Caruso (USA 2004)

    Lara Croft jagt Serienmörder in Kanada und trifft dabei auf Ethan Hawke, Olivier Martinez und kurz auf Kiefer Sutherland. Angereichert wird der Streifen durch eine starke Priese des Duftes "Seven".

    Die Handlung wird entfaltet als stände man im Vertigungsprozess unter starken Zeitdruck. Man stelle sich ein äußerlich schönes Haus vor, dessen Statik aber sehr sehr wacklig ist und man hat eine ungefähre Vorstellung von der Story des Films.
    Diese ist hauptsächlich ausgelegt auf Angelina Jolie, welche den gesamten Film über ein Gesicht aufsetzt wie John Rambo in seinen besten Zeiten und lässt die anderen Akteure eher im Hintergrund. Olivier Martinez darf wie bereits in Swatt französisch näseln und Kiefer Sutherland darf mal durchs Bild rennen. Einzig und allein Ethan Hawke ist aus diesem Werk positiv hervorzuheben, doch zu wenig um die flache Story noch zu retten, welche sich von einer falsch gelegten Spur zur nächsten hangelt. Wobei diese dann auch noch höllisch an den Haaren herbeigezogen sind.
    Eine schöne Optik sowie bekannte Darsteller und einige Überraschungen reichen leider nicht aus.

    4/10



    17. April 2004



    Requiem For A Dream by Darren Aronofsky(USA 2000)

    Harry (Jared Leto), Marion (Jennifer Conelly) und Tyrone (Marlon Wayans) träumen von einem unbeschwerten Leben in Reichtum und Koks. Um an dieses heranzukommen versuchen sie gekauftes Dope zu strecken und weiterzuverkaufen. Der plant geht anfänglich auf. Ebenso der Plan von Harrys Mutter Sarah (Ellen Burstyn), genügend Pfunde durch bunte Pillen zu verlieren um in ihrer geliebten Fernsehshow auftreten zu dürfen. Doch die alles verzehrende Sucht überkommt die Protagonisten und zusammen gehen wir mit ihnen den Weg in die Hölle.

    In diesem Forum wurde schon viel über diesen Film gesagt und selbst nach wiederholten Male des Komsums erschüttert er mich noch immer.
    Hinzu kommen diese unglaublich visuellen Momente, die Darren Aronofsky hier installiert hat ( ich könnte eine Stunde einfach nur zusehen wie die verschiedlichen Drogen in den Körper strömen und sich die Pupillen weiten).

    Lustig, traurig und zutiefst erschütternt aber in jedem Falle bewegend.

    Der Anti-Drogenfilm schlechthin.


    10/10




    18. April


    Big Fish by Tim Burton (USA 2003)


    Es ist die Geschichte von Ed Bloom (Ewan McGregor/Albert Finney). Besser, die Geschichte des Lebens von Ed Bloom aus seiner Sicht. Und die steckt voller Phantasie. In den Augen seines Sohnes Will (Billy Crudup) erscheint sie zu übertrieben, was soweit geht, das beide Jahre nicht mehr miteinander sprechen. Bis zu dem Tag, als Ed im Sterben liegt. Es ist also auch die Geschichte von Vater und Sohn und deren Aussöhung.

    Was für eine Welt hier Tim Burton erschafft ist einfach nur der Wahnsinn. Von Riesen Fischen über Hexen und siamesische Zwillinge und Werwölfe hin zum Riesen an sich. Einfach nur bezaubernt und wunderschön.

    Die Geschichte wird mit voller Leidenschaft und Hingabe zum Detail erzählt, das jeder normale Zuschauer emotional mitgenommen wird bei diesem Trip in die Imagination des Ed Bloom. Imagination? Vielleicht. Vielleicht steckt aber doch etwas hinter der phantastischen Geschichte von Ed...

    10/10



    Dawn Of The Dead by Zack Snyder (USA 2004)

    Niemand weiß woher sie kommen und wie alles anfing, aber die Krankenschwester Ana (Sarah Polley) weiß rasch, das es nur eine Hoffnung gibt: Lauf um dein Leben.
    Als eines morgens die Nachbarstochter in ihrem Schlafzimmer steht und ihren Freund an die Kehle springt und ihn tötet ist Ana bereits schockiert. Noch unglaublicher wird es für sie aber, als der eigentlich tote Freund wieder aufsteht und ihr selbst den Gar aus machen will.
    Auf den Straßen zeigt sich ihr eine Stadt im Ausnahmezustand. Jeder ist sich selbt der Nächste und auf der Flucht vor diesen Kreaturen die nur eins im Sinn haben: Töten.
    Zusammen mit einer Gruppe weiterer Überlebender verbarrikadiert sie sich in einem großen Einkaufszentrum. Der Kampf ums Überleben hat längst begonnen.

    Ich kenne leider nicht das Original von George Romero und sah diesen Film zu ersten mal.
    Keine Ahnung ob man da nun was reininterpretieren soll, wenn man möchte kann man dies gerne tun aber meiner Ansicht nach dient dieser Streifen der reinen Unterhaltung und das schafft er auf einem sehr harten Weg. Technisch war ich begeistert von all den Effekten die heutzutage möglich sind und Menschen die kein Blut sehen können, sollten sich den Weg ins Kino sparen.

    Von der Geschichte an sich war ich ein wenig enttäuscht, spielt sie sich doch zum Großteil in der Mall ab und hält sich dort meiner Meinung nach etwas zu lange auf. Und immer die selben kaum nachvollziehbaren (aber durchaus Horror-typischen) menschlichen Kleingeister bei ihren Tritt in die sichere Todesfalle zu beobachten nervt auch irgendwann.
    Gelacht wird hier überigens auch nicht. Wer also einen spaßigen Splatterfilm erwartet wird enttäuscht sein. Wer schockiert werden will und gerne die Anatomie seiner Mitmenschen besser verstehen möchte, ist hier aber gut aufgehoben.
    War okay. Nicht mehr und nicht weniger.

    Secheinhalb von Zehn Wertungspunkten



    19. April 2004


    Consenting Adults by Alan J. Pakula (USA 1992)

    Hatte ich noch nie was von gehört und bin eher durch Zufall gestern abend auf diesen Film im ZDF Montagskino gestoßen. Kevin Spacey, Kevin Kline und Forest Whitaker in einem Film? Ich war gespannt.

    Es geht hier um das Ehepaar Richard (Kevin Kline) und Priscilla Parker (Mary Elizabeth Mastrantonio) welche nach außen hin glücklich und zufrieden in einem Vorort leben. Schönes Haus, schöne Frau, schönen Job und eine Tochter. Richard geht es eigentlich gut doch irgendetwas fehlt seiner Beziehung zu Priscilla. Das ändert sich als Eddy Otis (Kevin Spacey) und seine Frau Kay (Rebecca Miller) in das Nachbarhaus ziehen. Die beiden Ehepaare freunden sich rasch an und verbringen viel Freizeit miteinander. Eddy ist so ganz und gar anders als Richard. Er ist ein Draufgänger und Lebemann der das "spießige" Leben von Richard
    in Frage stellt. Neuer Kick gefällig? Wie wäre es mit einem Partnertausch für eine Nacht? - vor diese Frage stellt Eddy Richard. Richard willigt ein und erlebt eine böse Überraschung.

    Die Story an sich ist immer wieder interessant und gerade hier wird ganz offensichtlich mit den Moralvorstellungen der Amerikanern gespielt. So weit so gut, doch irgendwie scheint mir, als könne Alan J. Pakula nicht so richtig Geschichten erzählen. Was hier so passiert, setzt vorraus, das der Charakter von Kevin Kline unglaublich dämlich sein muss (und so wird er keineswegs beschrieben). Es passiert hier einfach im Verlauf des Films soviel Schwachsinn das alles nur noch unglaublich Unglaubwürdig wird. Schade, denn die Darsteller an sich wissen zu überzeugen und gerade die diabolische Seite von Kevin Spacey zu sehen hat richtig Spaß gemacht. Die Erzählweise jedoch konnte vieles bei mir zerstören, weil es einfach Dummfug war.

    6/10
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  5. #5
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    Re: Ich kam, sah und berichtete - vjt´s movie diary

    So, ich hoffe ich hab jetzt alle Filme zusammenbekommen. Ich will das ja hier nicht schleifen lassen. Und ab heute neu: BILDER!!!
    Bei euch anderen gefällt mir das mit den Bildern auch besser. Lockert die Stimmung.

    Samstag, 24. April 2004

    Bloodsucking Pharaohs in Pittsburgh by Alan Smithee (USA 1991)



    Ja ja, ein Abend mit Freunden, wo das Bier und andere Dinge im Vordergrund stehen und man sich nebenbei noch über einen netten Splatterfilm amüsieren möchte. Die Vorraussetzungen waren gegeben und die Packungsbeilage jenes Filmchens versprach auch viel. Notiz an mich selbst: Nicht mehr auf Verspechen von Filmbeschreibungen hören. Ein Kultfilm ist noch lange kein Kultfilm nur weil Kultfilm draufsteht.
    So ergießt sich dann auch Hektoliterweise Kunstblut in dieser angeblichen Hommage des Horrorkinos. Wir begleiten zwei Cops, die auf der Suche nach einem Serienkiller sind, welcher seinen Opfern immer auf recht theatralische Weise ein Körperteil entfernt. Beim Anblick des Schauplatzes kapituliert dann jeweils der Magen des einen Cops, worauf Cop B Wetteinsätze an die lieben Kollegen auszuzahlen hat.
    Was schreib ich hier? Der Film ist aneinander gereihter Blödsinn. Ein Prinzip, welches mich anfangs prima zu unterhalten wusste und ich verteidigte den Streifen auch noch vor meinen Freunden. Aber irgendwann (moment, wie lange geht der Film eigentlich…..89 Minuten…oh Gott, welch eine Ausdauer) hatte ich die Schnauze voll. Zuviel Quark und zu wenige Geschehnisse. Da ging dann leider nichts mehr und die Unterhaltung war dahin. Dies führte dann zum Ausschalten des Filmes, 15 Minuten vor Schluss.
    Somit war leider keine objektive Beurteilung des Filmes möglich gewesen aber aufgrund meines getrübten Blickes, werfe ich mal mutig

    4 von 10 Bypässen in die Runde.



    Sonntag, 25. April 2004


    Rückkehr zum Planet der Affen by Ted Post (USA 1970)



    Was hab ich diese Filme als Kind geliebt. Umso erfreuter war ich natürlich mal wieder eine TV-Wiederholung durch Zufall entdeckt zu haben. Aber umso mehr enttäuscht mich der Umstand dass ich den Ersten, das Original versäumt habe. Sei es drum. Die Masken können mit denen aus dem schwachsinnigen Remake allemal mithalten und die Story samt Akteuren übertrumpft alles. Feine gesellschaftskritische Fiktion die mich und so erstaunter war ich, auch Jahre später noch in ihrem Bann zu halten vermag. War es damals der rührselige Affe-Mensch Aspekt, samt den militaristischen Gorillas, so erstaunt heutzutage die mit allem Nachdruck verfasste Kritik, die mir heute genau so aktuell erscheint wie damals.
    Hat Spaß gemacht, kommt aber, so weit ich mich noch an das Original erinnern kann, an jenes nicht heran.

    8/10


    Donnerstag, 29. April 2004


    Spun by Jonas Åkerlund (USA 2003)



    Das nenn ich mal wieder einen sehr eigenwilligen und coolen Film. Klar ist der Wirr und bunt und schrill. Aber genau so stell ich mir Menschen – oder besser: deren Eindrücke auf derartige chemische Drogen auch vor.
    Wir begleiten hier Ross (Jason Schwartzman), der an Stoff kommen muss. Spider Mike (John Leguizamo) hat ihn verloren und bei ihm und seiner versifften Freundin Cookie (Mena Suravi) ist nix zu holen. Aber da sitzt ja noch Nikki (Brittany Murphy) und die wiederum ist mit The Cook (herrlich: Mickey Rourke) zusammen, der in seinem Motelzimmer unter der ständigen Beschallung von Wrestlingkämpfen die Drogen selber produziert.
    Das dabei nicht alles glatt geht, sollte klar sein. Der Film zeigt in keinster weise mit dem moralischen Zeigefinger auf jemanden, er unterhält schlichtweg. Und das auf eine sehr krasse und dreckige Art und Weise.
    Wer schon immer mal Mena Suvari beim Geschäft auf dem Klo beobachten mag, John Leguizamo beim Eierschießen bewundern will oder Mickey Rourke im Sex-Shop als All American Guy sehen möchte, ist hier genau richtig.

    8/10 Speed-Pillen hierfür


    Freitag, 30. April 2004


    Secret Window by David Koepp (USA 2004)



    Der Buchautor Mort Rainey (Johnny Depp), wird von einem Fremden (John Turturro) in seinem entlegenen Haus am See aufgesucht und von jenem des Plagiates bezichtet. Dumme Dinge passieren im Anschluss, denn Raineyhat nur wenige Tage Zeit, dem Fremden zu beweisen, das er sich vor ihm geschrieben hat.
    Verdammt. Man kann leider nicht grundlegend über diesen Film reden, ohne Menschen die ihn nicht kennen, die Vorfreude zu versauen.
    Nur soviel: Johnny Depp ist wieder einmal herrlich und weiß durch seinen Sarkasmus zu überzeugen, respektive das ein oder andere Grinsen auf das Gesicht des Zuschauers zu zaubern (ein wenig erinnert die Verplantheit noch an Jack Sparrow). John Turturro steht im hier als alter Dorftrottel in nix nach und doch bleibt einem der Witz irgendwann im Halse stecken.
    Sagt was ihr wollt. Mir hat das Geheime Fenster richtig gut gefallen. Über den einen oder anderen Handlungsstolperer kann man getrost hinwegsehen. Allein die zu frühe Gewissheit über einen entscheidenden Twist schmälert das Schauen ein wenig.

    8/10


    Sonntag, 2. Mai 2004


    It´s all About Love by Thomas Vinterberg (USA 2002)



    Am liebsten möchte ich hier ein großes Fragezeichen einfügen und jenes einfach stehen lassen. Am liebsten würde ich zu diesem Film gar nichts sagen. Am liebsten wäre es mir, wenn ich diesen Film gar nicht gesehen hätte.
    Tut mir leid. Ich möchte nicht intolerant oder vorlaut erscheinen aber das war ja mal allerfeinst verpackte pseudo-intelligenz-scheiße.
    Okay, vielleicht hab ich den Film nicht verstanden. Halt. ICH HAB den Film nicht verstanden. Worum geht es hier? Um die Liebe. Ja gut aber wofür stehen all diese dick geschwängerten Bilder des Films? Was bedeutet Sean Penns Rolle in einem Flugzeug das nicht landen wird? Warum zum Geier heben die Bewohner Ugandas einfach ab? Wieso fallen die Menschen einfach Tod um? Weil es keine Liebe mehr gibt?
    Warum eine so komische Verpackung für eine simple Message.
    Vielleicht vermag mich die Community ja noch ein wenig aufklären über diesen Film.

    Oh mein Gott. Ich hätte genauso gut zwei Stunden die Leinwand betrachten können und wäre nachher genau so schlau.

    BEWERTUNG NICHT MÖGLICH obwohl…. Brauch ich etwa hierfür nen Doktortitel um den Streifen zu verstehen? Meine Kleingeistrigkeit entscheidet sich nun doch weise für

    2 von 10 Schlittschuhen


    Flucht vom Planet der Affen by Don Taylor (USA 1972)




    Na ich weiß nicht. Also als Kind hatte ich an diesem und den noch folgenden Sequels bestimmt meine Freude (ich hatte!). Aber irgendwie wirkt dieser Aufguss hier schon schwachsinnig. Die Geschichte um Zrira und Cornelius, die vor der Auslöschung der Erde noch ein Raumschiff gekapert haben und durch was weiß ich in die Vergangenheit geschleudert werden hat mich nicht mehr vom Hocker gehauen. Ich will erst gar nicht fragen, wie die beiden in das Raumschiff von Taylor gekommen sind, aber sei es drum. Ab hier geht die Affenreihe zurück und erzählt vom Aufstieg der Affen – die folgenden beiden Filme werden dies, so weit ich mich noch erinnern kann, ja zum Thema haben.
    Ja gut. Nette Unterhaltung mit einigem Witz aber ansonsten eher mau.

    5/10 Bananenstauden



    Montag, 3. Mai 2004


    Kill Bill – Volumen 2 by Quentin Tarantino (USA 2004)



    Am Montag war es dann endlich so weit und ich kam endlich in den Genuss der zweiten Hälfte von Tarantinos Racheepos.
    The Bride is back for the final cut! Die Losung stand und so begab ich mich dann auf die 136 minütige Reise von der Braut zu ihrem Bill. Unterwegs warteten ja noch eine menge schräger Typen und ja, die zweite Hälfte ist anders als Vol.1, aber ich hatte damit gar kein Problem. Allein schon diese Dialoge (hervorzuheben sei hier der Bar-Besitzer, wo Budd „arbeitet“). Es ist nicht die Story des Films, die mich von den Socken haut. Es ist vielmehr die Art und Weise wie die Story erzählt wird. Ich mag Tarantinos Erzählstil und auch wenn es ab und an verwirrend erscheint, so knüpft er doch schließlich alles wunderbar zusammen. Ein weiteres „wie“ ist hier ebenfalls die Ästhetik, diese Hommage an die Filme die ihn beeindruckt haben, samt einiger der einstigen Helden. Mein Gott, ich kenn vielleicht ein Prozent der hier angespielten Filme aber allein das macht mich schon glücklich. Diese Kameraeinstellungen, diese Musik, die Farben und und und. All das zusammen funktioniert und macht einfach Freude anzuschauen.
    So aus dem Stehgreif würd ich jetzt mal

    Achteinhalb von Zehn Augäpfeln geben.

    Doch eine Gesamtwertung sollte man sich erst erlauben, wenn man beide Teile in kurzer Reihenfolge gesehen hat. Daran werde ich nächste Woche arbeiten und ich freu mich bereits.
    Burt, are we fuck-ups?

  6. #6
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    Donnerstag, 6. Mai 2004

    Back to the Future by Robert Zemeckis USA 1985




    Ich hab keine Ahnung wie oft ich diesen Film nun schon gesehen. Der Anlass war diesmal recht simpel: Kam ich damals nicht in den Genuss den film mal auf einer Leinwand zu sehen, zu hab ich nun meine eigene Leinwand und auf jener kehrte Hill Valley nun eben zurück.
    Es ist einfach herrlich. Marty McFly und die anderen sind mittlerweile richtig gute Bekannte für mich. Als ich den Film so anfang der 90er zum ersten mal sah, war ich einfach nur geplättet. So etwas kannte ich nicht. Die Story, der Humor und diese aberwitzigen Charaktere nahmen Besitz von mir. Infolge das ein Videoreorder eine Aufnahme des Streifens vollbrachte, konsomierte ich ihn wieder und wieder. Das alles hat seine Spuren hinterlassen und so vermochte ich am Donnerstag dann auch die Dialoge zielsicher mitzusprechen. Natürlich nur auf deutsch, denn das ist der unangenehme Nebeneffekt: Ich kann den Film nicht im Original sehen. Es geht einfach nicht. Stellt einfach vor, eure Geschwister oder Freunde reden auf einmal in einer anderen Sprache und haben auch noch einen komplett anderen Tonfall. Das ertrag ich nicht.
    Der Film hat in all den Jahren an nix eingebüst. Die Tricks sind immer noch erste Sahne und die irrwitzige Zeitreisestory bringt mich immer wieder zum Lachen.
    Ich bin mal gespannt wie heutige Generationen auf diesen Film reagieren, wenn sie ihn zum ersten mal sehen. Werde demnächst mal einen Testversuch mit meiner Nichte machen. Ich ahne schlimmes.
    Egal. Marty McFly wird unsterblich bleiben.

    Apropos: Hey McFly, dein Schuh ist offen.

    10 von 10 Plutoniumladungen
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  7. #7
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    Re: Ich kam, sah und berichtete - vjt´s movie diary

    9. mai 2004

    Tatort - Der vierte Mann by Hannu Salonen (D 2004)



    Eigentlich bin ja kein Tatort-Fan aber ich kam dieses Mal einfach nicht drum rum. Der Grund ist recht schlicht. Im vergangenen Oktober, als ich eines Tages zu meinem Nebenjob im Kino erschien, war ein großes Aufgebot an Filmleuten zu bewundern. Ich wunderte mich immer wieder warum mir Jürgen Vogel im Fahrstuhl begegnete und Dominik Raacke auch nicht weit weg war. Ich erkundigte mich und erfuhr, dass im Cubix (so der Name des Kinos) einige Szenen für einen Tatort gedreht werden.
    Vergangene Woche entdecke ich durch Zufall ein Bild in der Zeitung, auf dem Jürgen Vogel zu sehen war, der eine Rolle im dieswöchigen Tatort inne hält. Na das kann doch nur der Tatort von damals sein, dachte ich mir und schaltete Sonntagabend um viertel nach acht die ARD ein.
    Gut, Jürgen Vogel hat ja mal wieder richtig reingehauen. Ich seh ihn wirklich gerne und er vermochte hier die beste Figur abzugeben. Irgendwie war mir dieser Tatort viel viel zu amerikanisch. Was soll das mit dem Vorgesetzten der unsere beiden Protagonisten immer zur Schnecke macht? Warum lässt Vogel unsere beiden Polizisten immer so herrlich dumm aussehen (es grenzte ja schon an Filme wie die Police Academy an) und was sollte dieser reißerische Score?
    Sieht so der deutsche Krimi aus? Schade wie ich fand, denn Berlin ist als Schauplatz einfach herrlich in Szene zu setzen. Eher durchschnittlich, aber eine fabelhafte Werbung für unser Kino.
    „Hey, Papa, lass uns ins Kino gehen“
    „Na gut.“
    „Wir treffen uns dann im Kino am Alex“
    Spitze.
    Der Werbefaktor war hoch aber für die vorhersehbare Story und den flachen Witz gibt’s hier nur

    5 von 10 Berliner Bären



    Eroberung vom Planet der Affen by J. Lee Thompson (USA 1972)



    Ach jetzt mal ohne Mist – mittlerweile ist meine Geduld am Ende. Was mich als Kind ja noch faszinieren zu wusste ist jetzt nur noch laaaaaaaaaaaangweilig. Die Luft aus der Story war nach zwei Teilen ja wohl gegessen. Die Eroberung vom Planet der Affen, wo wir nun den erwachsenen Sohn von Zira und Cornelius begleiten, wie er eine Rebellion der Affen hervorruft, ist nur noch sehr flach und einfach tumb. Es ist ja immer dasselbe in diesen Filmen. Mal hauen die Affen den Menschen eins rüber und im nächsten Teil verhalten sich die Menschen den Affen gegenüber ganz genauso. Hallo, die Message ist schon lange angekommen.
    Der Film hat logische Fehler, der Film hat eine blöde Story, der Film hat schwache Schauspieler und eine nervende Musik.
    Ich glaub, den letzten Teil schenk ich mir. Und so bleibt mir nichts anderes übrig als sagen zu müssen, dass dieser Film hier schon

    Planet der Affen – Remake Charakter besitzt.


    10. Mai


    Reservoir Dogs by Quentin Tarantino (USA 1991)



    Was hatte ich nicht von diesem Film gehört. Seit Jahren schon wollte ich ihn sehen aber nie hatte den auch nur eine Videothek bei der ich angemeldet war bis nun endlich die neue DVD auf dem Markt erschien und somit auch Einzug in die Videotheken erhielt. Nun dauerte es wiederum eine ganze Weile bis ich die Zeit und die Videothek den Film mal nicht ausgeliehen hatte.
    Der Streifen besitzt ja eigentlich alles, was Tarantino in seinen anderen Werken noch perfektioniert: Allem voran ein cooler Soundtrack, garniert mit den besten Gangster-Dialogen die es gibt, gefolgt von einer satten Portion menschenverachtender Gewalt und obendrauf eine Huldigung seiner persönlichen Stars und als Bonus diese charakteristische nicht chronisch verlaufende Erzählperspektive.
    Dieser Film war ein Hochgenuss für mich. Es sind wieder einmal diese schrägen Charaktere die mich hier faszinierten. Hat Tarantino den schrägen Buscemi eigentlich für solch schräge Rollen hier entdeckt? Mister Pussy ähhhh Pink war sehr berauschend. Allein dieser Dialog über das Nichtgeben eines Trinkgeldes. Und überhaupt, wie zum Geier kommt Tarantino immer auf diese abgefahrenen Geschichten, die er uns durch seine Protagonisten mitteilt? Verdammt hat der Mann eine Phantasie. Gangster hatten ja schon immer etwas anziehendes aber Tarantino macht daraus ja wahrlich einen Kult. Ich hätte diesen armen Irren ewig am Tisch zuhören können. Und einen Charme verbreitet der Film. Ich meine, man sieht es ihm an, dass es sich hier um eine low-budget Produktion handelt aber gerade das fasziniert mich heute im Jahr 2004 ungemein.
    Wiederholtes Anschauen sollte hier Pflicht sein.

    9 von 10 Kopfschüssen




    11. Mai

    Pilot Six Feet Under by Alan Ball (USA 2001)




    Viel hatte ich gehört und gelesen über diese Serie und als ich im Ausland war, kam ich einmal in den Genuss das Season Final von der zweiten Staffel zu sehen. Dann geriet sie wieder in Vergessenheit und erscheint nun, drei Jahre später in Deutschland auf dem Bildschirm und wird wie andere perfekte Serien wohl ganz schnell abgehandelt werden. Schade. Ich hoffe doch aber, dass die große Werbekampagne von VOX wenigstens etwas Wirkung zeigt und damit „Six Feet Under“ ein ähnlicher Niedergang wie den „Sopranos“ und „24“ erspart bleiben wird.
    Eine Story rund um ein Bestattungsunternehmen. Ich war hier gar nicht skeptisch, liebe ich es doch über solch gesellschaftlich tabuisierten Themen zu lachen.
    Das Werk von Alan Ball hat mächtig reingehauen und ich musste meine Einstellung während des Sehens revidieren, denn zum lachen war hier manches ganz und gar nicht. Ganz im Gegenteil – wenn Mutter der Familie gleich zu Beginn vom Tod ihres Mannes erfährt und die Kamera hier exzellent ihre Emotionen einfängt, dann nahm auch mich das mit.
    Doch gerade der Umgang mit de Tod zeichnet diese Serie aus. Diese stylischen Werbespots für „Totenkosmetika“ etc. Jesus, das war ja mal mehr als stark („Stark. Schon wieder dieses Wort. Ist in der Zukunft denn alles nur noch „stark“?“) Ein Blick mit einem Augenzwinkern auf unsere Gesellschaft und wie sie mit dem Tod umgeht.
    Die Zusammenstellung der Charaktere könnte besser nicht sein und lässt auf einiges hoffen. Gerade im Hinblick auf die Vererbung des Bestattungsinstituts an die beiden Söhne.
    Der Grundstein wurde gelegt und so mein neu aufgetriebenes Uralt-Videorekorder mitspielt, bleib ich nun six feet under – oder eben einfach nur dran.

    Im siebten Stock der Fakultät, roch er den Brand zu spät

    8 von 10




    12. Mai

    Kopps by Josef Fares (S 2003)



    Drei Festellungen, die ich im Anschluss machen musste:

    Nr. 1 : Schweden scheint ein nettes Land zu sein

    Nr. 2 : Auch in Schweden gibt es „Back to the Futur“-Fans

    Und

    Nr. 3 : Don´t fuck with Benny!


    Ach was für eine herrliche kleine Komödie hoch aus dem Norden. Vier Provinzpolizisten, die den ganzen Tag in ihren zwei Funkstreifenwagen durch ihr kleines idyllisches Städtchen gondeln und es sich gut gehen lassen. Ihr größtes Problem stellt eigentlich nur die Auswahl des Mittagessens dar. Jacob trifft sich mit Frauen aus Kontaktanzeigen und versagt ein ums andere mal. Benny ist durch eine Überdosis US-Cop-Movies vollkommen ausgeklinkt und lebt in seiner eigenen Welt und das Ehepaar Lasse und Agneta sind eh nur mit sich selbst und ihren Streitigkeiten beschäftigt. Alles könnte gut sein, würde da nicht auf einmal Jessica von einer höheren Behörde auftauchen und dem Quartett mitteilen, dass ihrer Dienstselle aufgrund von mangelnder Kriminalität geschlossen werden muss.
    Kurz danach häufen sich jedoch die Kriminaldelikte in dem einst so ruhigen Städtchen…

    Der Film ist wirklich durch und durch sympathisch und erzählt in schönen Bildern eine amüsante Story, bei der es nicht so sehr um Authenzität geht, als viel mehr um die Verbreitung guter Laune auf Schwedisch. Und die zeigen, dass sie den Amerikanern ebenbürtig sind und noch viel krassere Performances zaubern können. (Oh mein Gott, kaum schreib ich schwedisch, da wollen meine Finger schon irgendeinen IKEA Witz reißen……aber darauf lass ich mich nicht ein)

    Gelungene Komödie über den Arbeitsmarkt der Gegenwart und mit einem Polizisten namens Benny, der mich ein ums andere mal, vor lachen zu Boden warf (Tipp: Unbedingt bei Bennys Auftritten mal auf die schwedische Tonspur schalten…..wenn er so flucht….)

    8 von 10 Billy-Regalen
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  8. #8
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    Re: vjt´s movie diary

    Donnerstag, 13. Mai

    In America by Jim Sheridan (USA 2002)



    Eine wirkliche Perle dieser Film. Es geht um eine irische Familie die in den 90er Jahren illegal in die USA reist um dort ein neues Leben anzufangen.
    Hinter der vierköpfigen Familie liegt ein Martyrium in der Heimat: Neben den zwei Töchtern gab es noch einen Jungen. Jener verstarb an Leukämie. Doch ihn ziehen zu lassen, dafür ist die Familie noch nicht bereit. So wartet, neben vielen Hürden und der drohenden Verarmung, ebenfalls die Erinnerungsarbeit auf die Familie in New York.
    Der Film basiert auf den eigenen Erfahrungen von Regisseur Sheridan. Wie sensibel er diese Geschichte beschreibt ist einfach sensationell. Der Vater (Johnny), der den Tod seines Sohnes noch in keinster weise verarbeitet hat. Die Mutter (Sarah), welche immer die Starke vor den Töchtern mimen muss. Christy, die älteste Tochter und die Erzählerin des Films, welche durch die Schicksalsschläge schon verdammt erwachsen wirkt. Und letztlich die süße kleine Ariel, die auf ihre kindlich-naive art die Welt entdeckt.
    Es ist eine komische Welt, in welche sich die Einwandererfamilie hier begeben hat. Wie viele Emigranten müssen sie erst einmal viel Schlucken bevor es, wenn überhaupt, aufwärts gehen kann. Ire zu sein, bedeutet ein Nichts zu sein. Ein weiterer Namensloser in dieses Ghetto von New York. Wohnhaft in einem als Fixerhaus verrufenen Mietshaus, versucht der Vater eine Anstellung als Schauspieler zu erlangen, während seine Frau eine Lehrerstelle anstrebt. Die Realität sieht anders aus: Taxifahrer und Kellnerin.
    Durch den ungezwungenen Umgang der beiden Schwestern begegnen wir dem vielschichtigen Künstler Mateo, welcher eine Etage unter der Familie wohnt. Und wie alle in diesem Haus, lebt auch er mit Problemen. Die Menschen freunden sich an und als Sarah wieder schwanger wird steht der Familie das Schlimmste noch bevor.

    Ein Film über den Neuanfang in einem anderen Land, wo man als Fremder oder Neuer, erst seinen Platz finden muss. Hinzu der Faktor der Verarbeitung der Vergangenheit, charakterisiert durch wunderbare Schauspieler. Es ist ein leiser Film, der durch seinen Erzählerstil authentisch und somit voller großer Gefühle daherkommt.

    10/10


    Sonntag, 16. Mai

    Schlacht um den Planet der Affen by J. Lee Thompson (USA 1973)



    Jawohl, ich konnte es nicht lassen. Warum haben die damals hier eigentlich an der Stelle aufgehört? So schwachsinnig wie hier schon alles ist, hätte man ja auch ruhig noch 10 weitere Teile drehen können.
    Das wirkt alles nur noch schlecht. Wir befinden uns hier auf der Erde, kurz nachdem eine Bombe ihr Leben vernichtet hat. Die Affen haben gegen ihre Sklavenrolle aufbegehrt und gewonnen. Zusammen mit einigen überlebenden Menschen, ziehen sie sich in die Natur zurück um ein Leben in Gemeinsamkeit und Frieden zu leben. Soweit die Vorrausetzung. Irgendwie kennen viele der Charaktere diese aber gar nicht. So konfrontiert ein menschlicher Lehrer beispielsweise einen Gorilla mit dem schicksalhaften Wort „NEIN“; natürlich ohne zu wissen, das jenes zu Zeiten der Sklaverei genutzt wurde und es Menschen untersagt ist, je wieder „NEIN“ zu einem Affen zu sagen.
    Ach ich will mich hier nicht in Details verlieren. In jedem Fall, ist der Sohn von Zira und Cornelius, Cäsar, mittlerweile der König der Affen und begibt sich mit noch einem weiteren Affen und einem Menschen auf in die verbotene Stadt, um auf alten Magnetbändern seine Eltern zu sehen. Ja und auf wen treffen sie da in der Stadt? Jawohl. Bösen Menschen die nix gelernt haben und jetzt den Affen wiederum den Arsch aufreißen wollen.
    In den Reihen der Affen befindet sich der böse Gegenpart zu den Menschen, ein Gorilla der ebenfalls despotische Ansichten vertritt. Und auf geht’s. Dabei wirkt die Armada der Menschen so was von trashig, das ich ne Menge zu lachen hatte. Oh Mann.
    Alles gipfelt dann irgendwann in einem schwachsinnigen Happy End und das war’s. Mir scheint, als hätte man diese Filme hier nur für all die Menschen gemacht, die nach dem Ende von Teil 1 und 2 verstört wurden. So was fatalistisches, könne man ja nicht so stehen lassen, oder? Also zurück auf 0 und noch einmal starten um dieses schicksalhafte Ende der Welt zu verhindern.
    Die Grundstory des Films wiederholt sich hier bereits zum fünften Mal und ist nur noch sehr sehr langweilig.
    Trash!

    3 /10


    Montag, 17. Mai

    Red Rock West by John Dahl (USA 1992)



    ZDF-Montagskino. Eigentlich sollte hier „Wild at Heart“ laufen. Keine Ahnung warum der ausfiel aber störte mich nicht. Von dem Ersatzfilm, ebenfalls mit Nicolas Cage, hatte ich noch nie was gehört, doch der Cast mit Dennis Hopper, Cage und Boyle machte mich neugierig auf den Streifen.
    Gut. Die Story um einen netten Typen, der unabsichtlich in die Scheiße tritt, ist nicht neu aber wird hier doch sehr ansehnlich umgesetzt. Wie immer geht es um Geld. Um viel Geld und um Menschen die scharf auf das Geld sind.
    Und dabei hat Dennis Hopper als Killer einen großen Auftritt. So darf ich saufend und schießend herummarodieren und seinen Spaß haben.
    Mehr fällt mir dazu nicht ein. Nettes Verwirrspiel der undurchsichtigen Charaktere in dessen Mitte sich Nicolas Cage als gutes Gewissen befindet, welches hin und wieder der Schwäche verfällt. Nice aber nicht weltbewegend.

    7/10
    Burt, are we fuck-ups?

  9. #9
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    Re: vjt´s movie diary

    Puuu, lange nix mehr nachgelegt, nun wird es aber auch Zeit das Gesehene aufzuarbeiten. Here we go:

    Samstag, 22. Mai 2004

    Looney Tunes – Back in Action by Joe Dante (USA 2003)




    Eine Hommage an die Tage meiner Kindheit. Bis auf die Ducktales konnte ich mit den ganzen Disneyfiguren nicht viel anfangen. Meine Welt war die der Looney Tunes. Bugs Bunny, Duffy Duck, Coyote, dieser rasende Vogel mit dem miep miep, dem Jäger, Tweety und der Oma, Silvester dem Kater, Spike dem Hund und und und.
    So griff ich auf jenes moderne Werk zurück, was mal wieder versucht, die Welt der Animation mit der realen Welt zu vereinen, was meiner Meinung nach bis auf Roger Rabbit, noch keinem Film so wirklich gelungen ist.
    Das Prinzip geht auf und ich musste doch staunen was auf dem Sektor der Tricktechnik alles machbar ist. Der Film ist ein einzigartiger Augenschmaus geworden.
    Soviel zum äußeren Eindruck. Ansonsten hat mich Brendan Fraser wie immer maßlos gestört und das ganze war mir auch einen kräftigen Tick zu schnell und überdreht. Aber okay, es ist ja schließlich ein Kinderfilm. Der Film hatte einige Gags auf Lager die sicher ins Ziel trafen. Gerade dieser Umstand, dass die Story im Studio vom Warner Bros. angesetzt wurde, garantierte für den geneigten Filmfan ziemlich viel zu lachen (Highlight hier die fiktiven Brüder an sich und die Szene über den Scooby Doo Film).
    Aber alles in allem hat’s mich nicht vom Hocker gerissen, doch ich bin auch nicht wirklich die Zielgruppe dieses Filmes gewesen.
    PS: Daffy Duck hat mächtig genervt. Ich bin ganz klar für DIE ENTENSAISON!

    6/10 Möhren




    Sonntag, 23. Mai 2004

    Eternal Sunshine of the Spotless Mind by Michel Gondry (USA 2004)




    Ich möchte diesen Film einfach mal mit den Worten „unglaublich“, „schön“, „bewegend“ und „genial“ beschreiben. Gerne können diese Beschreibungen auch kombiniert werden.
    Ich las zu diesem Film eine ziemlich maue Kritik in der Cinema. Jener Autor schien den Film überhaupt nicht verstanden zu haben (was meiner Ansicht nach recht oft der Fall ist in der Cinema). Weder trug er den schauspielerischen Leistungen des ungleichen Paares Winslet/Carrey Rechnung noch bemerkte er diese geniale Grundidee des Films. Er beschrieb den Streifen als effekthaschend und emotionslos. Und gerade hier muss ich vehement widersprechen.
    Der Genialität (oh mein Gott, das wird auch bald so ein Spruch wo man dann Geld ins Phrasenschwein schmeißen muss) Kaufmanns ist diese einzigartige Story zu verdanken. Für mich war das mal wieder etwas sehr erfrischendes, überraschendes. Sich in die Gedankenwelt eines Menschen zu begeben um dann die Erinnerungen an eine mittlerweile vermeintlich ungeliebte Person zu löschen bis man feststellt, dass eben jene Erinnerungen ein Teil seiner selbst sind und man sich nicht von ihnen trennen sollte. Dieses Ankämpfen gegen das Vergessen fiel für mich sehr emotional aus. Gondry nimmt uns mit auf eine Tour durch ein Wechselbad der Gefühle. Man ist bei den Streitereien zwischen Joel und Clementine dabei, als ihre Beziehung schon am Ende war und man geht den Weg zurück zu den wunderbaren Momenten der Liebe zwischen den Beiden. Ich glaube jeder kennt das.
    Mich hat der Film umgehauen und emotional sehr bewegt und wenn das ein Film schafft, dann hat er schon gewonnen. Zu verdanken ist es hier, und ich wiederhole mich gern, diesem tollen Drehbuch, den beiden grandiosen Schauspielern (Jim Carrey überrascht mich immer wieder) und der Inszenierung Gondrys, die auf mich in keinem Moment effekthaschend wirkte. Ganz im Gegenteil. Oft bemerkt man die Effekte erst bei genauerer Beobachtung einer Szene. Es sind schöne Bilder die Gondry uns hier liefert. Emotional sehr starke Bilder.
    All das zusammen, machen „Eternal Sunshine of the Spotless Mind“ für mich zu einem der besten Filme der letzten Jahre.
    Ein Film an den man sich sehr gerne erinnert.

    10/10




    Freitag, 28. Mai 2004

    The Day After Tomorrow by Roland Emmerich (USA 2004)



    Mein erster Blockbuster in diesem Jahr. Van Helsing bin ich aus dem Weg gegangen und für Troja ergab sich bisher noch nicht die Gelegenheit (diese Länge schreckt mich doch immer wieder ab). Auf „Übermorgen“ hab ich mich aber schon sehr gefreut. Anfangs eigentlich nur um an grandiosen Effekten auf der großen Leinwand teilzuhaben, aber je näher der Start rückte, desto deutlicher wurde, dass Emmerich hier sogar eine Message oben drauf gibt.
    Wäre es ein typischer amerikanischer Blockbuster, dann würde er nicht auf so einen Konfrontationskurs gehen (Stichwort Kyoto-Protokoll). Wäre es ein typischer amerikanischer Blockbuster, dann würde diese Umweltkatastrophe bevorstehen, hätte schon einige Teile Asiens verwüstet und wäre dann von einem Helden, in Amerika, in letzter Sekunde vermieden wären.
    Hier ist es anders. Die Umweltkatastrophe ist unausweichlich. Der Mensch trägt selbst die Schuld an diesem Klimawandel. Ein klares Zeichen von Emmerich an die aktuelle Regierung der USA. Der so uneinsichtige Vize-Präsident ähnelt dann auch noch erschreckend dem wahren Vize, Dick Cheany. Und erinnern wir uns: Die USA haben bis heute nicht das Kiyoto-Protokoll unterzeichnet. Ich habe immer wieder dieses Bild vor Augen, was im letzten Winter im Fernsehen zu sehen war: Kleines Kaff in den USA. Außentemperatur vielleicht minus 5 Grad. Szene: Ein Parkplatz vor einem Einkaufszentrum, welcher mit dicken Pick-Ups überseht ist. Qualm steigt in die kalte Winterluft aus und Lärm gesellt sich dazu. Jedes dieser Autos steht dort mit laufendem Motor. Einzig und allein aus dem Grund, das der geneigte Einkäufer, nach Beendigung seiner Geschäfte, in ein schön warmes Auto einsteigen kann.
    Emmerich präsentiert uns die Auswirkungen einer solchen Handlungsweise und hält uns allen den Spiegel vors Gesicht. Gut. Was jucken mich die Generationen die nach mir leben? Trifft mich ja eh nicht.
    Sicherlich dramatisiert Emmerich hier maßlos. Ein solcher Klimawandel kann nicht von heute auf morgen stattfinden. Aber gerade diesen Schachzug finde ich bemerkenswert, weil eben nur jene Dramatik in den Köpfen der Menschen hängen bleiben wird. Er muss übertreiben um Aufmerksamkeit zu erlangen.
    So weit, so gut. Ich will hier auch nicht zuviel reininterpretieren. Letztlich bleibt es ein Hollywood Film und der will in erster Linie nicht bilden sondern will Profit einfahren. Aber das macht er meiner Meinung nach auf sympathische Weise.
    Gefallen hat mir auch durchaus der Cast des Films, welcher nicht von den dicken Namen strotzt. Unser „Donnie Darko“, Jake Gyllenhaal, passt hervorragend in die Rolle des Sohnes vom Klimaforscher Dennis Quaid. Und gerade Quaid verleiht dem Film eine gewisse Bodenständigkeit. Tat gut ihn mal wieder zu sehen. So wird hier nicht von all den Stars, sondern vom Film an sich gesprochen (anders Troy). Hinzu kommt noch der beste Nebendarsteller der Saison: Die einbrechende Eiszeit. Grandios wie da erst diese Wellen über New York einbrechen und später alles zufriert.
    Abstriche muss ich bei der menschlichen Story des Films machen. Aber was sollte sonst hier anders erzählt werden? Schwamm drüber.

    8/10




    Sonntag, 30. Mai 2004

    Laurel Canyon by Lisa Cholodenko (USA 2002)



    Ein Film von dem ich seinerzeit in der Medienlandschaft gute Kritiken las und welcher durch einen Trailer auch bei mir zu überzeugen wusste. Ins Kino hatte ich es nicht geschafft und so freute ich mich auf diesen Generationen/Menschenkonflikt mit McDormand, Beckinsale und Christian Bale.
    Doch leider muss ich sagen, ging mir das alles herzlich am Allerwertesten vorbei. So eine blöde Story. Die beiden Vorzeigestreber Beckinsale und Bale auf der einen Seite und die unkonservative Mutter (McDormand) samt jungem Rock-Star Lover auf der anderen Seite. Ich hätte ein wenig mehr Witz in dieser Geschichte erwartet. Stattdessen wird hier versucht auf tief greifende art und weise die Lebenseinstellungen der Menschen, nicht zu erklären, sondern sie in Zweifeln baden zu lassen. Das ganze kommt dann sehr gekünstelt, kühl und einfach unglaubwürdig herüber. Was meint der Charakter noch von der süßen Kate Beckinsale (mehr als das wird sie wohl auch nie sein) über das gerade zu produzierende Lied: „Es berührt mich nicht, haut mich nicht um“. Genau das möchte ich mal ebenfalls für den Film gelten lassen.
    Belanglos.

    4/10 (da McDormand als kiffende Musikproduzentin, sowie Score und Bilder ja gar nicht soooo schlecht waren)




    Montag, 31. Mai 2004

    Shrek by Andrew Adamson (USA 2001)



    Gott, kam im TV zu Pfingsten. Weiß gar nicht wie oft ich den schon gesehen habe. Ein herrlicher Animationsfilm, der so ganz anders ist als diese mit der Moralkeule schwingenden Disney-Movies (anbei: Ich wird immer mehr zum Disney Hasser. Was sagte deren Chef noch zur Blockierung von Moores 9/11: Die Kunden des Mickymaus-Konzerns würden es nicht gutheißen, wenn sich das Unternehmen in den laufenden US-Präsidentschaftswahlkampf einmische.) Shrek macht einen Heidenspaß, besitzt eine witzige Story rund um die illustre Märchenwelt und bietet eine hervorragende Optik. Was will man mehr? Spaß hat man hier eine Menge und ich freue mich auch schon auf den zweiten Teil dieses etwas anderen Trickmovies.

    9/10




    Donnerstag, 3.Juni 2004

    Der Wixxer by Tobi Baumann (D 2004)



    Jetzt wird’s schon wieder schwieriger. Ich hatte mich eigentlich auf den Film gefreut, da Kalkofe draufstand und mir seine Art doch eigentlich immer sehr zusagte. Die Liste der bekannten Komiker Deutschlands war ebenso ein sicheres Zeichen für einen gar nicht so verkehrten Film, doch dann kam alles anders.
    Vielleicht, nein nicht nur vielleicht, hat mein Sehvergnügen eine Gruppe des Typus Baseballkappen tragender Jugendlicher (ihr kennt sie, es sind die, welche die Mütze so lässig drauflegen um nicht die Schmalzfrisur vorne zu ruinieren) ruiniert. Auf deren Stirn war deutlich „Alles Scheißegal“ zu lesen und hinten prangerte mir ein fettes „NO FUTURE“ entgegen. Jene soffen Bier, stießen damit an, redeten laut, waren aggressiv, lachten übermäßig affektiert und rauchten schlussendlich gar im Saal.
    Lassen wir die mal beiseite, so bleibt ein ziemlich lauer Klamaukstreifen, der wirklich versucht über die gesamte Distanz von knapp 90 Minuten so was von lustig zu sein, das es irgendwann nur noch nervt. Als Kenner der alten „Nackte Kanone“-Streifen, kannte man eigentlich schon jeden Witz und konnte ihn bereits im Ansatz erahnen. War einfach zuviel des vermeintlich Guten für mich.
    Positiv ist mir einzig die Figur des Butlers (Jesus, sehr schwarz und sehr böse der Humor) sowie Olli Dietrichs Sachse in Erinnerung geblieben.
    Bitte keine weiteren „Wixxer“-Filme (wobei ich nicht glaube, erhört zu werden).

    3/10




    Sonntag, 6. Juni 2004

    Elephant by Gus Van Sant (USA 2003)



    Oh Oh….jetzt wird es richtig schwierig. Okay, fangen wir mit dem an was feststeht. Gus van Sant nimmt uns mit in das Gebilde Highschool, welches hier wie ein Organismus präsentiert wird. Wir nehmen am Alltag einiger ausgewählter Charaktere teil und gehen mit ihnen über die Flure der Schule, essen mit ihnen in der Schulküche und übergeben uns mit ihnen auf der Toilette. Jeder Typus von Schüler findet sich hier wieder: Die Sportskanone, der Kreative, das Problemkind, der Außenseiter, die Tussis und und und. Schulalltag eben. Doch an diesem Tag ist etwas anders. Zwei aus ihrer Mitte, die augenscheinlich nicht dazugehören, werden an diesem Tag ein Blutbad an ihrer Highschool anrichten.
    Der Film portraitiert keinen Tätertypen, es sind viel mehr die Opfer die wir kennen lernen. Einen Grund nennt uns van Sant nicht für diesen Wahnsinn.
    So, das war’s, mehr hab ich nicht gerafft. Was wollte er mir sonst noch sagen? Oder ist gerade jenes das Außergewöhnliche am Film?
    Das Ergebnis: Ich kam verstört aus dem Kino und taumelte auf der Straße umher. Der Film erzeugte eine sehr sehr komische Stimmung in mir.

    Ich enthalte mich der Bewertung bis auf weiteres.




    The Texas Chainsaw Massacre by Marcus Nispel (USA 2003)


    Mag sein, das Tobe Hoppers Original, etwas besonders in der Welt des modernen Horrorfilms darstellt (ich kenn es nicht). Jener Aufguss hier aus dem letzten Jahr ist es ganz sicher nicht. Ein ganz gewöhnlicher Slasher, der sich hier noch den Mantel der vermeintlichen Authentizität überstreift um damit Punkte zu sammeln. Das „10 kleine Negerlein-Prinzip“ geht nach einem drastischen Einstieg in den Film los und wir nehmen dran teil, wie der Mann mit der Ledermaske seine Opfer fertig macht. Langweilig. Der Typ könnte genauso Jason aus Freitag der 13., oder Michael Myers aus Halloween sein. Und dabei kommt diese Verfilmung sehr brutal daher und empfiehlt sich nicht für Menschen mit schwachen Nerven (eine menge kranker Scheiss spielt sich hier ab).
    Einzigster Pluspunkt ist das Eye-Candy Jessica Biel, welche den gesamten Film im knappen Shirt die männlichen Zuschauer zu unterhalten weiß (das Shirt ist übrigens weiß und Wasser gibt’s auch im Haus und eine Kühlkammer ebenfalls). So ein Müll.

    2/10 (die zwei Punkte gibt’s nur für Frau Biel)




    Montag, 7. Juni 2004

    Bound by Larry und Andy Wachowski (USA 1996)



    Der erste Film der Matrix-Brüder. Jennifer Tilly und Gina Gershon mimen ein lesbisches Pärchen, welches die Mafia um 2 Millionen Dollar zu erleichtern versucht.
    Am Anfang dachte ich nur „Na toll, altbekannte Dreiecksbeziehung, wo du schon weist wer hier wirklich wen betrügen wird“. Aber ich muss sagen, der Film konnte mich doch angenehm überraschen. Zwar ging mir der extra toughe Charakter von Gina Gershon mächtig auf die Nerven (der typische männliche Part einer homosexuellen Beziehung, oder was? Blödes Klischee) und die Synchronstimme von Jennifer Tilly trägt ihr übriges dazu bei. Doch wie sich dann die Story entfaltet und alles anders kommt als wie es geplant war, ist durchaus nett anzuschauen und weiß bestens zu unterhalten. Will sagen: Nach mauen Start und fadenscheinigen Dialogen, steigert sich der Film beträchtlich und wird tatsächlich ein spannender Thriller, der auch nicht auf die ein oder andere Gewalteinlage verzichten mag (Prima: Joe Pantoliano als Mafiosi). Und worüber ich am meisten gestaunt hab: einige Elemente die dann so typisch für die „Matrix“ werden, gibt es schon hier in diesem Film zu bewundern. Manch visuelle Effekte und so manch musikalische Untermalung erinnerte mich stark an den später folgenden Überraschungshit von den Brüdern.

    sieben-einhalb von zehn Wertungspunkten
    Burt, are we fuck-ups?

  10. #10
    Regisseur Avatar von VJ-Thorsten
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    Re: vjt´s movie diary

    Samstag, 12. Juni

    Human Nature by Michel Gondry (USA 2001)



    Abgedreht. Nach dem Erfolg von „Eternal Sunshine of the Spotless Mind“ wurde nun mit einigen Jahren Verspätung die erste Zusammenarbeit von Regisseur Michel Gondry und Drehbuchschreiber Charlie Kaufman in Deutschland veröffentlicht. Mit großen Interesse und Erwartungen ging ich in den Film und muss leider gestehen, das jene nicht erfüllt werden konnten. Die Story um eine beharrte, kauzige Frau, die sich von der Gesellschaft verstoßen fühlt und aufgrund ihrer menschlichen Bedürfnissen dennoch zurückkehrt, dort dann den „Benimm“-Wissenschaftler kennen und lieben lernt, welcher wiederum zuerst Mäusen und dann einem Waldmensch die guten Regeln des Anstandes beibringen will, war einfach zu blöd. Irgendwie erreichte mich Charlie Kaufmann hier das erste mal überhaupt nicht mit seiner typisch abgedrehten Geschichte. Ich weiß nicht. Ich vermag es nicht mal in Worte zu fassen, aber eben jene Begeisterung und dieser „WOW“-Effekt wollten sich überhaupt nicht einstellen. Die Geschichte plätschert vor sich hin und ich schaute immer gelangweilter zu. Viele vorhersehbare Wendungen treten auf, mit ihnen witzige Nebenrollen (Richtig gut: Robert Foster als der Ziehvater von Tim Robbins).
    Ich konnte hin und wieder lachen aber im großen und ganzen ging der Film an mir vorbei. Es war nicht diese sensible Erzählweise wie in ihrem zweiten Film. Dieser Film wirkte so gewollt aber irgendwie nicht richtig hinbekommen. Sehr strange.
    Es hätte mir nix gefehlt, wenn ich ihn nicht gesehen hätte.
    Sehr strange über diesen Film zu schreiben, übrigens. Wie fasst man diesen Wahnsinn in Worte?

    6 von 10
    Burt, are we fuck-ups?

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