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Thema: JFK´s letzte Filme

  1. #1
    JFK
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    JFK´s letzte Filme

    Also zuerst eine kleine Einleitung.

    Ich werde hier nur über Filme schreiben, die ich erst kürzlich und ganz gesehen habe. Bewerten tu ich von 10-1, wobei das natürlich alles höchst subjektiv ist.

    Wertungsskala:

    10 Absoluter genialer Film, für mich perfekt, besser gehts nicht!
    9 Sehr guter Film, kann ich mir immer wieder anschauen
    8 Guter Film, sehr unterhaltsam
    ...
    3 schlechter Film, schade, dass ich ihn mir angetan habe
    2 grottenschlechter Film oder schlechter Film mit peinlichen Szenen, dass sie weh tun
    1 ABSOLUTER HAßFILM, regt mich aus irgendeinem Grund nur tierisch auf.


    Also los gehts.
    "Wir sind alle Individualisten." "Ich nicht!"

  2. #2
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    Re: JFK´s letzte Filme

    Kafka


    Tja, zuerst hab ich gedacht, das wäre eine Verfilmung über die Biographie des berühmten Schriftstellers. Aber von wegen, der Film fängt an wie Akte X und entwickelt sich immer mehr zu einem surrealen Thriller mit Kafka als Heldfigur. Dabei sind Anleihen von Motiven aus Kafkas Werken und seiner Biographie geschickt in die Geschichte eingefädelt, was den Film sehr interessant macht. Für Leute, die (noch) nichts von Kafka kennen, wird der Film wohl dagegen seltsam bis befremdlich wirken. Am Ende stellte sich für mich die Frage, wieviel Kafka eigentlich in Soderbergh`s Verfilmung steckt und wieviel Soderbergh ein (Film)Kafka eigentlich haben darf.
    So hätte ich mir auf jedenfall "Brazil" gewünscht, von dem ich am Ende ein wenig entäuscht war.

    Für Kafkakenner: 9/10
    Für Kafkahasser: 7/10
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  3. #3
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    Re: JFK´s letzte Filme

    Kika

    Es gibt Filme, da komme ich einfach nicht hinein, weil sie in einigen Szenen einfach zu absurd sind und man sich irgendwie unwohl fühlt. Der Regisseur Almodóvar scheint bei mir immer wieder diesen bestimmten Nerv zu treffen. Schon "Alles über meine Mutter" hat mich nicht wirklich überzeugt und hatte die gleiche Wirkung auf mich wie Kika.
    Der Film wirkt in manchen Szenen zu absurd, schon fast klamaukhaft, dass ich wirklich nicht wußte, worauf es hinauslaufen soll. Und dann geht das Ganze auch noch wie ein Krimi aus?! Also nee!

    3/10
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  4. #4
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    Re: JFK´s letzte Filme

    Troja

    Ich habe den Film gestern gesehen und ich ging mit geringen Ansprüchen herein. Sandalenfilm, Blockbuster, Gladiator hat mir schon nicht gefallen, Wolfgang Petersen hat ihn den letzten Filmen auch nicht mehr großartiges geleistet und es gab viele schlechte Kritiken vorab. Aber ich muss sagen, der Film war die Überraschung pur. Ich habe einen neuen Lieblingsfilm gefunden.
    So hätte für mich Gladiator und HdR sein müssen. Da war alles drin, gute Action, interessante Charaktere und vor allem -entwicklung, gute Story und Motiveumsetzung und sehr gute Hauptdarsteller. Mir gefallen vor allem Pitt, Bana, O'Toole und sogar Bloom, der das romantische Weichei sehr überzeugend spielt. Die Kampfszenen vor allem bei den Duellen sind vom Feinsten. Die Sprungattacke von Achill ist einfach nur cool.
    Alles wesentliche, was ich mir vom Trojanischen Krieg gewünscht habe, war drin und überzeugend rübergebracht. Ich hätte mir nur noch eine Kassandra und ein etwas aufwendigere Szene beim Trojanischen Pferd gewünscht, als die Krieger rauskommen und die Stadt überfallen. Es wär auch nett gewesen, wenn man am Anfang erklärt hätte, warum sich Paris in Helena verliebt (Das Versprechen der Aphrodite). Auch hatte mich anfangs gestört, dass die gewohnte Synchronstimme von Brad Pitt mit der von Nicholas Cage getauscht wurde. Aber das sind nur Nebensächlichkeiten.
    Kann kaum erwarten, bis der Film auf DVD rauskommt.
    Die kleinen Kritikpunkte, dass der Film nicht die historische Wahrheit von Homer widergibt, wie zum Beispiel die eigentlich Kriegsdauer von 10 Jahren, kümmert mich auch weniger. Ich kenne keinen Kriegsfilm, der einen Krieg in seiner Gesamtheit zeigt.

    9/10
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  5. #5
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    Re: JFK´s letzte Filme

    Pust, pust, hust hust, ich muss hier mal was hervorkramen. Ok, ich nutze den Thread wieder mal, um die Bewertungen der OMFE hier einzutragen. Also los:



    OMFE Round 2: soulassassin

    25th Hour (2002)







    10 Minuten der 25th Hour kannte ich schon. Ich kam von einer Party und machte noch mal die Glotze an, als die Discoszene des Films lief. Im Halbschlaf bekam ich noch mit, wie Norton noch mal Party macht, bevor er in den Knast muss, und irgendsoein Lehrer in seine Schülerin verknallt war. Die Musik fing aber an zu nerven und ich legte mich hin.

    Ich denke, wenn ich die Fuck you-Szene gesehen hätte, die eindeutig das Highlight des Filmes darstellt, hätte ich durchgehalten. Der Film wäre es wert gewesen.
    Obwohl der Film sehr dialoglastig und auch sehr lang ist, versteht er doch einen zu fesseln. Die Konflikte Montys, Beurteilung seiner Vergangenheit, Annehmung der Strafe, wer war der Verräter, Loyalität/Freundschaft über die Zeit hinweg und auch die Probleme und Charaktere der Freunde geben genug Stoff, um den ganzen Film auszufüllen. Am Ende hatte ich den Eindruck, dass es schon fast zu viel des Guten war. Nicht alle Konflikte fanden für mich den gewünschten Höhepunkt oder erschienen mir dann doch eher nebensächlich wie zum Beispiel die Lehrer-Schülerin-Beziehung. Am Ende hätte ich mir gewünscht, ein Mike Nichols hätte zwecks straffere Inszenierung den Film gedreht. Aber wahrscheinlich kann man innerhalb von thematischen 24 Stunden nicht alle Konflikte ausreichend thematisieren. Zumal Spike Lee mit seinem Film zugleich eine Liebeserklärung an New York nach den Auswirkungen des 9/11 zum Ausdruck bringt. Die Szenen von der Skyline von NY und Ground Zero sind am Anfang genauso eindringlich wie befremdlich, da sie wie hineinprojiziert wirken. Sie zeigen jedoch umso mehr zusammen mit der Fuck you-Szene als Kippbild, was Monty dazu bringt die Gefängnisstrafe anzunehmen – seine Heimat New York.

    Eine Sache ist mir noch aufgefallen. In der Wohnung von Monty hängt ein Poster von dem Film „Der Unbeugsame“ mit Paul Newman. Ein Gefängnisfilm über einen Häftling, der alles tut, um sich nicht anzupassen und keine Chance auslässt, um auszubrechen. Wenn das kein Zufall ist.

    Am Ende sind es 7,5, also 8 von zehn möglichen Punkten.

    P.S.: Der erste Eindruck der nervenden Musik bleibt aber leider bestehen.
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  6. #6
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    Re: JFK´s letzte Filme


    OMFE Round 3: KeyzerSoze

    Sleuth (1972, OV mit UT)





    Filme von Kammerspielen oder Theateradaptionen sind bei mir ein zweischneidiges Schwert. Entweder kriegt mich der Film in den ersten 20 Minuten oder er lässt mich eher kalt. Das liegt daran, dass solche Filme meistens ohne viele Schauplätzen und Schauspielern auskommen und vor allem von den Dialogen und den schauspielerischen Leistungen leben.
    Sleuth ließ mich leider etwas kalt. Das liegt aber definitiv nicht an den Protagonisten Caine und Olivier, die glänzend aufgelegt waren, großartig spielten und für die Qualität des Films stehen, sondern mehr an dem Plot und dem etwas altbackenen Humor, weshalb mich der Film nicht so richtig ansprach.

    Sleuth machte auf mich den Eindruck wie eine Mischung von „Colombo“ und „Eine Leiche zum Dessert“. Skurrile Szenarien vermischt mit ironischen und sarkastischen Charakteren und einem immer wiederkehrenden Unterton von tödlichem Ernst.
    Mein Humor war es leider nicht, weshalb mich die ganzen Einbruchsvorbereitungen doch eher langweilten. Erst als die wirklichen Spiele anfingen, fing der Film an interessant zu werden, enttäuschte aber dann immer ein klein wenig, da die meisten Plottwists für mich doch eher vorhersehbar waren und deswegen die große Überraschung bzw. der Höhepunkt für mich fehlte.

    Von mir gibt es daher 6/10 Punkte und die Erkenntnis, dass Alec Cawthorne (Achtung Anagramm) ein verdammt guter Schauspieler ist. Vielleicht wäre eine deutsche Version, um einen Punkt besser ausgefallen.
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  7. #7
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    Re: JFK´s letzte Filme


    OMFE Round 4: Daniel

    Talk Radio (1988)





    Ich bin bekennender Oliver Stone-Fan. Ich liebe seine Kompromisslosigkeit in seinen Vietnamfilmen und Kriegsfilmen. Die Kamera und den Filmschnitt in JFK ist der beste, den ich je gesehen. Seinen Mut Biographien zu interpretieren und künstlerisch zu gestalten, halte ich für richtig innovativ und ambitioniert. Und auch Filme wie U-Turn, Wall Street oder Alexander fand ich sehr unterhaltsam. Aber diese Woche habe ich leider den schlechtesten Oliver Stone-Film gesehen.

    Talk Radio macht auf mich nicht den Anschein gemacht, dass er ein Riesenbudget hatte und hatte mehr den Charme eines B-Movies. Der gesamte Film spielt fast überwiegend in einem Radiostudio. Das ist um so verwunderlicher, da Talk Radio direkt nach Stones zweitem Oscargewinn mit Wall Street gedreht wurde.


    Der Grund, dass Talk Radio bei mir nicht funktionierte, ist die Tatsache, dass ich Daily Talk Shows hasse. Die grenzenlose Debilheit dieser Shows wird auch sehr gut vom Film rübergebracht. Nur Irre, Rassisten und vollkommen durchgeknallte, kranke Typen rufen bei Talk Radio an und werden vom zynischen Radiomoderator provoziert, abserviert und beleidigt, bis sie im wörtlichen Sinne ihr wahres Gesicht zeigen. Wenn man aber nicht auf Talkshows steht, macht das den Film auf Dauer sehr anstrengend.

    Die Medienkritik des Films kommt zwar rüber, will aber solche nicht richtig funktionieren. Die innere Zerrissenheit des Moderators, der immer mehr an seine eigene aufgebaute Radiokultur verzweifelt, seine Beschimpfungen und Provokationen nur als Selbstschutz aufbaut und dabei in seiner Lifeshow nicht mal vor seinen geliebten Ex-Frau halt macht, ist deutlich erkennbar, kommt mir aber mir deutlich zu kurz. Weniger Radio und dafür mehr Charakterentwicklung wären deutlich besser gewesen.

    Pluspunkte macht die Hauptrolle von Eric Bogosian, deren Rolle wirklich auf seinen Leib geschrieben wurde. Dagegen sind alle Nebenrollen seelenlose reine Staffage und dienen nur dazu auf Bogosians Kommentare zu reagieren. Im Nachhinein wundert man sich, was sie alle im Studio zu tun haben.

    Am Ende bleibt ein ziemlich anstrengender Film mit eindeutiger Botschaft, was man aber auch von einem Oliver Stone schon besser gesehen hat.

    Sorry Daniel, ich hab es selber nicht erwartet.

    4/10 Punkte
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  8. #8
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    Re: JFK´s letzte Filme


    OMFE Round 4: Kalervo

    Miller's Crossing (1990)






    Zur Abwechslung mal ein Film von den Coen-Brothers. Bei Miller’s Crossing handelt es sich um einen Gangster-Film im klassischen Filmnoir–Stil. Direkt in der Anfangsszene wird der komplette Plot des Film thematisiert - der Disput und der darauf führende Krieg zweier rivalisieren amerikanischen Mafiaclans (Ire vs. Italiener). Zwischen den Stühlen sitzt Tom Reagan, der versucht den kommenden Krieg zu verhindern und gerät dabei selber zwischen den Fronten. Dabei muss er unfreiwillig die Seiten wechseln und alle Beteiligten wie Schachfiguren manipulieren, um die eigene Haut zu retten und den wahren Grund des Krieges zu isolieren.

    Das Schöne an dem Film ist das Reagan kein überlegener, überschlauer Mafiosi a la Keyzer Soze oder Oceans Eleven/Twelve ist. Am Anfang tappt er genauso im Dunkeln wie der Zuschauer selbst. Er bekommt immer wieder Rückschläge, hat manchmal Glück, muss in plötzlichen Situationen immer wieder umdenken, was den Film nicht vorhersehbar und ihn sympathisch macht.

    Herrlich skurrile Szenen, die meiner Meinung nach typisch für die Coen-Brüder sind, hat der Films ebenfalls zu bieten, wie zum Beispiel mit der Stuhlszene oder dem Shootout zwischen Polizei und den Mafiosis.

    Schwachpunkte hat der Film meiner nach in der Einführung der Charaktere. Fast alle Protagonisten auch wenn sie kaum eine Sprechrolle haben, spielen im Laufe des Films eine wichtige Rolle, werden aber kaum eingeführt. Man muss höllisch aufpassen, dass man während des Films nicht den Überblick bei all den Namen und Gesichtern verliert. Außerdem war mir das Handeln von Bernie, der eine Schlüsselrolle spielt, nicht ganz schlüssig.

    SPOILER/

    Wieso er zurückkehrt, macht meiner Meinung nach keinen Sinn. Er hat dadurch mehr Nachteile als Vorteile. Aber natürlich ist das für den Film wesentlich. Das Gleiche gilt für die Ermordung von Mink.

    /SPOILERENDE

    Ein unterhaltsamer Film, macht solide

    7/10 Punkte
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  9. #9
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    Re: JFK´s letzte Filme


    OMFE Round 5: Moociloc

    Red River (1948) OV mit UT





    Obwohl ich im Allgemeinen kein großer Fan von Western bin, hat mich der Film durchaus positiv überrascht. John Wayne spielt in diesem Film einen knallharten Rancher, der alleine mit einem Gefährten gegen jede Widrigkeit, sei es die eindimensional gezeigten bösen Indianer oder feindliche Cowboyclans, kämpft und zusammen mit seinem Stiefsohn eine Ranch aufbaut. Der Film ist für einen amerikanischen Western gar nicht mal so zimperlich. Es gibt nach entsprechenden Rededuellen sofort den alles klärenden Shootout und Männer, die nicht spuren, stehen kurz vor dem willkürlichen Erhängen oder dem Auspeitschen. Erstaunlicherweise spielt Wayne diesmal nicht den Good Guy sondern eher den Bad Guy, der ohne Erbarmen seine Linie durchzieht und damit die Rebellion seines Adoptivsohns (Montgomery Clift) heraufbeschwört.

    Von der der Storyline kennt man alles aus dem Film „Meuterei auf der Bounty“, deren Anleihen schon sehr deutlich rüberkommen. Trotzdem ist der Film in seinem ruhigen Erzähltempo sehr gut inszeniert und das Drehbuch weiß mit seinen Wendungen und Höhepunkten zu überzeugen. Besonders beeindruckend sind vor allem die Landschafts- und Tieraufnahmen des Wilden Westens. Ich habe lange nicht mehr so viele lebendige Tiere in einem Film gesehen. Der positive Unterschied der Realaufnahmen im Vergleich zu heutigen Bluebox- und CGI-Techniken wird bei Red River mehr als deutlich.

    Bis hierhin ist der Film auf eine gute 8er-Bewertung, wenn nicht dieses dämliche Hollywood-Happy-End wäre, das richtig enttäuschte, weil es gegen alles steht, wofür der Film bis jetzt noch so gut war. Das Finale wird viel zu schnell und unlogisch über die Bühne gebracht. Die Duelle geraten durch billige Streifschütze ohne jede Spannung absolut unblutig. Und anstatt eines Duells zwischen Papa und Sohnemann gibt es eine kleine Rauferei, bei der die geliebte Frau des Sohnes die beiden Raufbolde zur Räson schreit, worauf hin sich natürlich alle vertragen und eine gemeinsame Zukunft aufbauen.
    Was eben noch ein echt guter Western war, endet in einem Lucky Luke-Comicstrip. Spätestens an der Stelle hätte ich mir die Version eines Italo-Westerns mehr als gewünscht.

    Und so werden dann aus richtig guten 8 am Ende leider doch nur gnädige 7/10 Punkte.
    Schade eigentlich.
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  10. #10
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    Re: JFK´s letzte Filme


    OMFE Round 1: Chefkoch

    Chungking Express (1994)







    Diesen Film habe ich mir mindestens fünfmal angeschaut. Ich muss aber zugeben, dass ich mindestens dreimal wegen Übermündung vor dem Fernsehen eingeschlafen bin. Nichtsdestotrotz ist Chungking Express ein ungewöhnlicher Film, den es sich lohnt mehrmals anzuschauen.
    Erzählt wird die Geschichte zweier Polizisten, die versuchen die Trennungen ihrer Exbeziehungen zur verarbeiten und dabei sich allerlei Eigenheiten angewöhnen, wie zum Beispiel Ananasdosen für einen bestimmten Tag zu sammeln oder mit Haushaltsgegenstände zu sprechen. Beide Polizisten lernen in dieser Phase jeweils eine Frau kennen, die sie aus der Lethargie des Beziehungsschmerzes herauslöst. Beide Geschichten werden hintereinander erzählt, finden aber parallel statt, so dass es immer Schnittpunkte zwischen beiden Storys gibt, bei der vor allem das Bistro zum ruhenden Mittelpunkt beider Geschichten wird.

    Aber eigentlich ist die Story des Films relativ zweitrangig. Der Film lebt viel mehr von seinen Magicmoments und seinen innovativen, originellen Filmideen. Die Kamerafahrten sind wirklich stilprägend, dazu kommt eine stimmige Musikauswahl und sympathisch skurrile Charakter, wodurch der Film eine wirklich schöne melancholische Wirkung erzeugt.
    Trotzdem wirkt der Film an manchen Stellen sehr sperrig, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass der Regisseur bei seiner Arbeit weitestgehend ohne Drehbuch auskommt. So ist zum Beispiel die Storyline der Drogendealerin arg fahrig. Ich habe sie erst beim letzten Sehen so richtig verstanden. Außerdem fehlte mir eine tiefere Identifikation mit den Charakteren. Gerade in dem Moment, wo man anfängt sie ins Herz zu schließen, da waren sie leider auch schon wieder weg.
    Aber so ist das Großstadtleben halt.

    Schöne melancholische 7/10 Punkte
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