Herz aus Stahl

Ein mitreißender, langer – aber keineswegs langweiliger –, hier und da sogar makaber lustiger Film, der die Gewalt und Kälte des Zweiten Weltkrieges in seiner Endphase, sowie die Kampfentschlossenheit von Amerikanern und Deutschen schonungslos darstellt. Zart besaitet sollte man als Zuschauer nicht sein, wenn an zahlreichen Stellen des Filmes etwa Soldaten von Panzern überrollt und von Granaten zerfetzt oder unschuldige Zivilisten plötzlich durch feindlichen Beschuss getötet, sowie der junge Panzerschütze Norman zur Erschießung eines Gefangenen gezwungen wird und erst langsam seine Hemmung zum Töten überwinden kann und dies auch muss. Zwar sticht der amerikanische Patriotismus besonders zum Ende hin immer deutlicher ins Auge, zumal am Schluss des Films die eingeschworene fünfköpfige Panzerbesatzung des "Fury" mit ungleich weniger Munition und Kampfkraft es schafft, einen Zug der SS von mehr als 300 Mann nicht nur in Schach zu halten, sondern- wenn auch unter eigenen Verlusten – bis auf einen Bruchteil zu dezimieren, dennoch ist der Film für historisch Interessierte und Fans von Kriegsfilmen eine mehr als nette Abendunterhaltung, die den Eintritt an der Kinokasse wirklich wert ist.

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