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Thema: Was Mes sich so ansieht ...

  1. #11
    Nebendarsteller Avatar von MesCalinum
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    Hey, you want a toothpick?

    31. März: Drive
    Directed by Nicolas Winding Refn



    Vorgeschichte: Den Trailer hatte ich sehr früh auf Front Row (nutze ich immer zur Filmvorauswahl) gesehen und ich meine, dass ich diesen abgebrochen habe, weil der Film bzw. der Zusammenschnitt damals nicht sonderlich spannend auf mich wirkte.
    Nachdem der Film dann auf Moviemaze so gehypt wurde, habe ich den Trailer noch mal geschaut und ihn auf meine „Liste für potentielle DVD-Sichtungen“ gesetzt. Das erschien mir sinnvoll, da ich die meisten Filme im Original sehen möchte und dann zeitweise ein bisserl angenervt war und warten wollte, bis die Voreingenommenheit abklingt.
    Fangen wir mal mit den positiven Dingen an: Man taucht ziemlich schnell in die Atmosphäre des Films ein. Hier sehe ich auch eine große Stärke: Optik, Score und Schauspieler harmonieren so wunderbar miteinander, dass man selbst bei den brutalen Szenen noch einen Ästhetik-Flash hat.
    Ich denke, damit sind ja schon ein paar Dinge angerissen: Optisch ist der Film auf allen Ebenen enorm ansprechend und mir hat vor allem der Score sehr gut gefallen. Könnte mir vorstellen, dass dieser sich beim Autofahren enorm gut macht, wenn man ein bissel auf's Gas drückt. *g* Beim Soundtrack bin ich mir zu Beginn nicht so sicher, ob dieser zur Wirkung der gemeinsamen Szenen zwischen dem Driver und Irene hinzutragend ist, aber zum Ende hin gibt es eine Szene, in der Irene beim Driver an die Tür klopft und dann versteht man auch, welche Wirkung mit der Musik erzielt werden soll. Bin da ja manchmal etwas empfindlich und am Anfang hat es mich ein wenig gestört. Vielleicht wirkt das beim zweiten Mal sehen besser.
    Schauspielerisch sticht nur Ryan Gosling heraus, den ich auch sehr überzeugend und eindringlich in seiner Leistung empfand. Der Driver ist kein Mann großer Worte und viele Szenen bestehen eigentlich nur aus dem Zusammenspiel der Mimik zwischen ihm und Irene, was ich als große Stärke sehe. So funktionieren letztendlich auch Szene, wie im Fahrstuhl sehr gut, in denen der Driver Irene schützend mit dem Arm hinter sich schiebt. Als Vergleich fällt mit da eigentlich nur die Geste in "The Village" ein, in dem die blinde Ivy die Hand nach hinten ausstreckt, wenn sie Angst hat und im nächsten Moment ergreift Lucius diese Hand und alles wird gut. Solche kleinen Momente machen Filme unheimlich stark.
    Eine der coolsten Szenen ist sicherlich auch der bebende Skorpion auf der Jacke. Es erinnert zugegebener Maße eher an das Pumpen einer aufgeregten Schlange, verfehlt aber seine Wirkung nicht. Auch die Verfolgungsjagd mit dem schicken, schwarzen Mustang verfehlt seine Wirkung nicht. Drive setzt wenig Action ein und dann aber auch extrem gut dosiert.
    Es gibt also nicht wirklich viel Negatives, was mir zu dem Film einfällt. Einige Charaktere, wie Irene bleiben etwas blass im Vergleich zum Driver, der Film hätte durchaus länger sein können. Ich mag ausgiebige Charakterstudien. Ich denke, es ist einer der wenigen Filme, die ich in den letzten Jahren gesehen habe, bei dem ich durchaus Lust hab ihn nochmal zu schauen. Mal schauen, ob er es auch mal in die Liste der Lieblingsfilme schafft.

    Wertung: 9.9

  2. #12
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    ... get off my crime scene!

    März/April 2012: Criminal Minds – Season 4
    Keine größeren Spoiler - eher allgemein gehalten



    Schon wieder eine Staffel verschlungen. Und diesmal war ich ziemlich froh, dass ich die 5. Staffel schon im Regal stehen hatte, sonst wäre ich vor Spannung wahrscheinlich eingegangen. Cliffhanger sind schon sehr gemein, auch wenn ich mir diesen eigentlich hätte denken können. Wenn man den Aufbau der Serie und auch der Staffel im Hinterkopf behalten würde, wäre das Ende voraussehbar gewesen und ich hab’s trotzdem erst im allerletzten Moment gerafft. Ich lasse nach. Jedenfalls eine geile Staffel, die spannungsgeladen beginnt und auch so aufhört und zwischendrin gibt es eine ganze Menge Episoden, die wirklich richtig extrem cool waren.
    Mir ist aufgefallen, dass wir ein bisschen mehr Action hatten; spontan fallen mir da ein über die regennasse Fahrbahn rutschender Truck und ein durch die Luft wirbelndes und dann crashendes Auto ein. Das waren sehr coole Szenen, obwohl ich sonst nicht wert auf diese Effekte in der Serie lege, mich interessiert eher der psychologische Aspekt.
    Dann war die Staffel diesmal extrem vollgepumpt mit Gaststars, u.a. Mitch Pileggi, Mark Pellegrino und Luke Perry, die nur einen kleinen Teil der Gesichter abdecken, die man wiedererkennen kann. Ich glaub fast in jeder Episode war ein bekanntes Gesicht.
    Die Einzelepisoden-Themen waren origineller (kam mir zumindest so vor) in dieser Staffel, wobei thematisch als Opfer immer noch Kinder und Frauen überwiegen. Passen wahrscheinlich auch besser ins Täterprofil.
    Die einzelnen Mitglieder des BAU-Team werden in dieser Staffel alle sehr gut abgedeckt. Mittlerweile habe ich mich auch an Rossi gewöhnt, der mir jetzt wesentlich sympathischer ist (Gideon vermisse ich trotzdem manchmal).
    Coolste Episoden sind für mich immer diejenigen, die in irgendeiner Form die BAU-Leute in den Mittelpunkt stellen, weniger die Standalones, wobei beides manchmal auch zu verschmelzen erscheint. In erster Hinsicht hat die Staffel diesmal enorm viel zu bieten.
    Im Moment hadere ich noch mit meiner Wertung, ich tendiere dazu 10/10 zu geben, weil’s wirklich bisher die beste und spannendste Staffel war. Dann überlege ich mir aber die ganze Zeit, wann ich einem Film eine 10 geben würde und frage mich, welchen emotionalen impakt einzelne Episoden haben bzw. wie die Staffel als ganzes wirkt. 10er Episoden hat es sicherlich. Staffeltechnisch würde ich wahrscheinlich nur der ersten Staffel von Lost eine 10 verpassen, weil ich die damals einfach originell und mitreißend fand. Vielleicht müsste Criminal Minds mich mal zu Tränen rühren. Gibson könnte das vielleicht schaffen, der spielt sehr herzzerreißend. Naja, kommen ja noch ein paar Staffeln, hoffentlich hält die Serie das Niveau.
    Die Empathie funktioniert gut, ab und an erwischt mich die eine oder andere brutale oder ekelhafte Szene ja doch noch oder ich bin extrem angespannt, ich lache und stelle mir Tausend fragen. Eigentlich schön zu sehen, dass man noch nicht zu abgestumpft ist, das hatte mich ja auch im Sinne von "Drive" schon gefreut.
    Mir kam zwischendurch mal der Gedanke, inwieweit ich eigentlich eine Ahnung habe, wie so ein Täter tickt, was einen zu solchen Taten treibt, was man überhaup so vor seinem inneren Auge sehen kann bzw. sich einbildet. Ich finde ja zum Beispiel Wahnvorstellungen durchaus interessant und frage mich immer, wie diese überhaupt zustande kommen. Das Frage ich mich auch im Zusammenhang mit Geistererscheinungen und religösen oder spirituellen Erfahrungen. Fällt für mich alles in die Kategorie Wahnvorstellungen, und ich kann es aus meiner Perspektive nie nachvollziehen. Keine Ahnung, ob ich zu rational und wissenschaftlich durch’s Leben gehe; ich hab so etwas selbst noch nie selbst erlebt – ist vielleicht auch besser so. Aber man muss sich trotzdem mal reinziehen, was in einem vorgeht, dass man sich ganze Personen einbildet. Wie real kann sich sowas anfühlen? Extrem strange.

    Wertung: 9.999998/10

  3. #13
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    Frohe Ostern ...

    7. April 2012: Ziemlich beste Freunde – Intouchables



    Das ist so eine Filmperle, auf die ich seit langem mal wieder gewartet habe. Man kommt aus dem Kino und denkt sich: „Yes, das war einfach schön.“ So ein Film ist „Ziemlich beste Freunde“. Man was hab ich mich schlapp gelacht. Einfach ein klasse Humor.
    „Ziemlich beste Freunde“ erzählt die Geschichte von Driss, der von einem Vorstellungsgespräch zum anderen tingelt, um sich dort die nötigen Unterschriften für seine Anwesenheit abzuholen. So sichert er sich sein Arbeitslosengeld. Driss landet schließlich im Vorstellungsgespräch bei Philippe, einem reichen Querschnittsgelähmten, der eine Pflegekraft sucht und der Driss eine Chance gibt, vermutlich weil er gerade so anders ist, als die normalen Pflegekräfte und sich nicht um Philippes Zustand schert, sondern ganz im Gegenteil dessen Behinderung ausnutzt, um einen Witz nach dem anderen zu reißen. Und gerade dieser herzhafte Sarkasmus impft dem Film so viel Leben ein. Es entsteht eine ganz besondere Freundschaft zwischen den beiden. Umso schöner, wenn man bedenkt, dass der Film auf einer wahren Geschichte beruht.
    Der Film funktioniert durchgehend gut und mir sind zwei Szenen ganz besonders in Erinnerung geblieben. Ganz zu Anfang sehen wir Philippe, wie er während der Autofahrt aus dem Fenster sieht. Dieser sinnierende Blick, mit dem man sich so gut identifizieren kann; den vermutlich jeder schon einmal hatte, wenn nachts an einem die Lichter vorbeiziehen und das Gedankengut der ganzen Welt auf einem zu lasten scheint.
    Die andere Szene ist diese sehr herzliche Tanzeinlage von Driss auf Philippes Geburtstagsparty, die einfach mitreißend ist und die von diesen herrlichen Assoziationen in Bezug auf klassische Musik und Warteschleifen am Telefon eingeleitet wird. Man wünscht sich wirklich, dass ein Mensch mit einer Vorgeschichte, wie Driss sie hat, sich so ein großes Herz erhalten kann. Für einen Moment mag man das wirklich glauben.
    Ein wirklich bezaubernder Film mit viel Herz, Humor und einem sehr schönen Score.

    Wertung 10/10

  4. #14
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    This plane seldom makes pleasure trips. Rossi

    Criminal Minds – Season 5



    Massive Spoiler.
    In dieser Staffel tut sich in der 1. Hälfte einiges, was mir spannungstechnisch sehr gut gefallen hat. Die 2. Hälfte der Staffel wirkt ruhiger, hat aber trotzdem sehr starke Episoden zu bieten, die sehr viel Spaß machen. Insgesamt also wieder eine gelungene Staffel. Man fängt sich schon an zu fragen, wie die ein so solide hohes Niveau halten können.
    Der Beginn der Staffel ist ziemlich fies, weil der Zuschauer eigentlich wissen will, was mit Hotch passiert. Man fühlt sich an das Ende der 1. Staffel erinnert, hier passiert Elle Greenaway ja ähnliches, als sie in ihrer Wohnung überrascht und angeschossen wird. Sie hat das zwar überlebt, aber der psychische Schaden war so groß, dass sie nach ein paar Episoden in der 2. Staffel ausschied (bzw. die Schauspielerin andere Pläne hatte?).
    Wenn ich nicht gewusst hätte, wie die Zusammensetzung des Teams in den zukünftigen Staffeln aussieht, dann hätte ich hier auf das Ende von Hotch getippt. Das war schon ziemlich krass. Die Serie ist allgemein gut in der Darstellung des Grauens in der eigenen Wohnung, einem Ort, an dem man sich eigentlich sicher fühlen sollte.
    Insgesamt bringt diese Storyline aber sehr viel Dynamik in die Gruppe, vor allem der Rücktritt von Hotch und die Übernahme von Morgan fand ich interessant; auch wenn mir die Rollenverteilung andersherum deutlich besser gefällt, hat das trotzdem sehr gut gepasst. In dieser Hinsicht ist vor allem die Dynamik zwischen Morgan und Garcia immer wieder sehr genial, die ich nie missen möchte. Garcia ist überhaupt sehr cool.
    Aber zurück: Die ganze Reaper-Geschichte endet in einem ziemlich heftigen Showdown. Ich glaube, wenn ich jemals Psycho-Terror bei einer Serie empfunden habe, dann bei dieser Episode. In dieser Hinsicht mag ich dann eigentlich Mystery-Serien lieber. Aber egal.
    Das Fazit aus der ganzen Reaper-Geschichte: Ich werde Haley nicht vermissen, bin aber froh, dass es den Jungen nicht erwischt hat (die "work the case"-Geschichte war zwar offensichtlich, aber auch irgendwie herzzereißend niedlich). Ich finde auch die Lösung ganz interessant, dass sich Haleys Schwester um Jack kümmern wird, um es Hotch zu ermöglichen weiter in der BAU zu arbeiten. Ich finde es ebenfalls sehr interessant, dass Morgan seine Spitzenposition so ohne weiteres für Hotch wieder aufgibt und dann alles letztendlich wieder seinen gewohnten Gang geht. Wir kehren zu den normaleren - im Wesentlichen Standalones - zurück und die ganze Reaper-Geschichte gerät schon wieder in Vergessenheit. Das ist so ein Kritikpunkt, der mir auffällt. Criminal Minds ist eigentlich gut darin, über mehrere Episoden hinweg Kleinigkeiten einfließen zu lassen, welche die Charaktere real erscheinen lassen. Bei Hotch wundert es mich auch zu Beginn der 6. Staffel noch, dass er das alles ganz gut weggesteckt zu haben scheint und zum Teil auch wesentlich entspannter wirkt. Das erscheint mir dann doch ein wenig seltsam. Dennoch fällt es einem fast nicht auf, weil die folgenden Episoden wirklich gut bleiben, aber es bohrt doch so ein wenig im Hintergrund. Ob da noch was kommt? Reid hatte ja auch zumindest angedeutet Probleme mit Drogen nach seiner Entführung, die aber auch lange nicht mehr angekratzt wurden. Wobei zumindest immer mal wieder Probleme aus seiner Kindheit und Jugend in die Serie einfließen. Es scheint, als würden die persönlichen Dämonen, durch die die einzelnen Personen des Teams gehen, welche durch die einzelnen Fälle entfacht werden, gerne im späteren Verlauf der Serie, unter den Teppich gekehrt werden. An sich aber sogar ein verständlicher Kompromiss, denn sonst geht man den Weg des Gideon. Allerdings erinnere ich mich auch hier an die negative Entwicklung von Jack in LOST, so ungewöhnlich und unrealistisch wäre so ein Absturz eigentlich nicht, vor allem, wenn man regelmäßig mit so viel Horror konfrontiert wird.
    Der Cliffhanger der Staffel ist diesmal solide. Vielleicht muss man auch hier mal zur Ruhe kommen.
    An dieser Staffel hatte ich nicht nur viel Spaß, sondern wurde auch viel zum Nachdenken und Mitleiden angeregt. Das macht denke ich eine gute Show aus. Wenn ich das mit Lieblingsserien von mir vergleiche, dann war mir LOST zum Zeitpunkt der 5. Staffel mit den Zeitsprüngen schon etwas auf den Keks gegangen und auch die X-Files hatten deutlichere Qualitätsunterschiede in den einzelnen Episoden, wobei die 2. Staffel weniger zu meinen Favoriten zählte. CM hält sein Niveau im Vergleich erstaunlich gut.
    Wenn ich mir etwas wünschen würde, dann einen intensiveren roten Faden bei den Charakteren für tiefschürfenderes Characterdevelopment mit heftigeren Abstürzen und ein bisschen mehr Mut zu abgedrehteren, stylischen Episoden.

    Gesamtwertung: 10/10




    Die Tribute von Panem – The Hunger Games
    Directed by Gary Ross.



    Spoiler enthalten.
    Immer wenn ich den deutschen Titel lese, dann denke ich mir „A Tribute To Paniermehl“. Vielleicht drückt das auch meinen Ärger gegenüber diesem Film aus. Mittlerweile habe ich auch den Thread zum Film im Forum gelesen und mir kommt der Verdacht auf, dass der Film ohne das Buch vorher gelesen zu haben, so überhaupt nicht funktioniert.
    Mir sind einige Dinge schon beim Sehen aufgefallen, wo ich gemerkt habe, dass zwischen mir und diesem Film eine unsichtbare Barriere zu liegen scheint:
    1. Fehlende Empathie zu den Charakteren. Ich weiß nicht, ob das vielleicht ein Problem mit der Synchro war. Im Normalfall reagiere ich sehr intensiv auf Nuancen in den Stimmen, der Mimik und der Körperhaltung. Hier fiel mir zu Beginn schon auf, dass ich den Ausdruck in den Stimmen sehr emotionslos, gleichgültig, Betonungen einfach schlecht rübergebracht fand. Die Charaktere blieben für mich alle recht blass und geradlinig gezeichnet. Wenn der Roman tatsächlich in der Ich-Perspektive geschrieben ist, dann kann ich das auch vollkommen nachvollziehen, da der Film ganz offentichtlich mehr Wert auf das Drumherum legt. Ich persönlich bin auch ein großer Fan von Büchern, die in dieser Perspektive geschrieben sind. Wer jetzt das Buch kennt und damit das Innenleben von zum Beispiel Katniss, der hat einen Vorteil und bekommt sozusagen zusätzliche Informationen, die besser beim Zuschauen verarbeitet werden können. Jemand, der das Buch nicht gelesen hat, wird nur anhand des Films wenig Zugang zu den Charakteren finden.
    2. Die eigentliche Welt in der Zukunft. Theoretisch sollte ein Zukunftsszenario wie „The Hunger Games“ Emotionen beim Zuschauer auslösen. An sich war es für Kritiker ja anstoßend zu zeigen, wie sich Jugendliche gegenseitig abmurksen. Mich hat das nicht berührt, weil man ja schon beim Einführen der Charaktere versäumt hat die empathische Ebene aufzubauen, so kann ich den Schrecken auch nicht empfinden und fühle mich auch nicht um der Thematik Willen genötigt mich damit auseinanderzusetzen. Wenn ich das wirklich machen will, dann liefert mir ein Werk wie „Der Herr der Fliegen“ viel mehr Diskussionsmaterial.
    3. Was mir bei den Paniermehl-Tributen auch nicht so ganz reingehen wollte, ist das Setup an sich. Die Inneneinrichtung vor allem im Zug wirkte irgendwie alt und auch kitschig. Vielleicht bin ich durch das Apple-Design verdorben, aber ich frage mich, wie sich so ein Trend in der Zukunft entwickelt, vor allem im Kontrast zu den Outfits mit den bunten Farben und dem Glitzerkram und den schnörkeligen Frisuren. Das stellt dann den Geschmack der Oberschicht dar? Nervtötend und abschreckend, ist mir zu bunt und ich musste irgendwie an "Idiocracy" von Mark Judge denken, der dadurch auch irgendwie meinen Nerv nicht wirklich treffen konnte. Ich verbuche das aber als persönliche Geschmackskollision.
    Ich glaube auch nicht, dass die Art der Thematik nicht mein Ding ist, wie erwähnt hat mir "Der Herr der Fliegen" sehr gut gefallen. Ich mochte auch "Running Man" oder King’s anderes Werk "The Long Walk", das ein ähnliches, aber leicht abgewandeltes Szenario darstellt, da sich die Teens nicht selbst töten, aber der Roman ist in seiner Wirkung trotzdem sehr effektiv und diese grauenvolle Faszination lässt einen beim Lesen auch nicht los. Eines der wenigen Bücher, vielleicht auch das einzige, was ich mehr als dreimal gelesen habe.
    Ich denke, gutes Character-Development wäre für "The Hunger Games" als Film essentiell gewesen und irgendwie ist das daneben gegangen. ... und das bei nem 140 Minuten Film. Umso mehr ich über den Film nachdenke, umso schlechter finde ich ihn. Es ärgert mich fast, dass ich das Buch vorher nicht gelesen habe und mir jetzt der Spaß auf das Buch auch irgendwie genommen wurde. Vielleicht muss ich das mal eine Weile Sacken lassen.

    Wertung 5.0/10

  5. #15
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    AW: Was Mes sich so ansieht ...

    19. April 2012: Bringing Out The Dead –Nächte der Erinnerung
    Directed by Martin Scorsese



    An sich ist der deutsche Titel ganz witzig. Mir wurde die Filmhandlung grob von einem Bekannten kürzlich beschrieben und ich dachte mir, klingt gut, würde ich gerne mal sehen. Der Filmtitel ist dabei nicht gefallen und so habe ich den Film ausgeliehen bekommen. Als ich dann gestern Abend die DVD in den Händen hielt, war natürlich klar, dass ich den kennen muss, der staubt wahrscheinlich sogar noch irgendwo auf Video rum.
    An die Handlung konnte ich mich trotzdem nicht mehr erinnern, also habe ich den Film gleich mal geschaut.
    Woran mag es liegen, dass ich diesen Film so einfach ausgeblendet habe? Vielleicht weil der Film eher ein wenig vor sich hinplätschert.
    Im Film düst Frank Pierce (Nicolas Cage) nachts mit seinem Kollegen – beide Arbeiten als Paramedics - mit dem Krankenwagen durch New York, um Leute wiederzubeleben oder Obdachlosen eine kostenlose Fahrt in die Notaufnahme zu geben.
    Im Laufe des Films bandelt Frank mit der Tochter eines Patienten an, der sozusagen der erste seit langer Zeit ist, der von ihm wiederbelebt werden konnte und dann auch gleich im Koma bleibt. Und nach einer Runde Drogenkonsum hört Frank den Komapatienten sprechen.
    Ich denke der Film kann man grob wie folgt charakterisieren: durchgeknallt, langatmig, zeitweise spannend und gut besetzt.
    Mir scheinen von der Erstsichtung zwei Dinge wie ein Déja vu im Kopf geblieben zu sein: Das Symbol von Red Death und die Blicke, die Nic Cage aus dem Fenster des Krankenwagens während der nächtlichen Fahrten durch New York wirft. Beim Schauen habe ich mich gefragt, wieso eigentlich. Die zappelnden Fische auf dem Boden, fand ich eigentlich prägnanter.
    Ein Film aus den besseren Zeiten des Nicolas Cage.

    Wertung: 7.2/10

  6. #16
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    AW: Was Mes sich so ansieht ...

    April 2012: Criminal Minds Season 6

    Wunderschönes Piano-Stück aus 6x16 "Coda":


    Komplett durchgespoilert mit den wichtigsten Handlungstwists
    Wieder eine sehr starke Staffel, die sau viel Spaß gemacht hat. Lediglich der Cliffhanger zur 7. Staffel hat mich nicht so wirklich umgehauen. Ich habe vielleicht auch den Fehler begannen zu schauen, wer in Staffel 7 noch dabei ist. Das ist natürlich etwas kontraproduktiv gewesen.

    Gleich in den ersten Episoden verlässt JJ das BAU-Team, sie wurde ins Pentagon zwangsversetzt. Das fand ich tatsächlich etwas schade, da mir das Team in seiner jetztigen Besetzung doch sehr ans Herz gewachsen ist.
    In den folgenden Episoden versucht Garcia JJ zu ersetzen, was wieder zu einer recht amüsanten Dynamik führt. Sie verändert dabei komplett ihr Aussehen, um sich besser anpassen zu können, kehrt aber doch letztendlich wieder zu ihrem alten Selbst zurück.

    Als Ersatz für JJ wird dann im späteren Verlauf der Staffel Ashley Seaver eingeführt (sie fühlt sich zumindest wie ein JJ-Ersatz an). Eigentlich ist sie noch in Ausbildung. Besonderer Gag: Ashleys Dad war ein Serienmörder. Die Idee, die Tochter eines Serienkillers in das BAU-Team zu bringen, ist schon irgendwie witzig. Ich glaube aber, das Potential von Ashley wurde nicht ganz ausgereizt in der 6. Staffel. Die Dynamik zwischen ihr und Rossi oder Reid war allerdings immer gut.Was mir nicht so gefallen hat: Ashley ist so ein bisschen ein JJ look alike. Das wirkt dann fast wie ein aufgezwungener Lückenfüller im Team. Kann man aber noch mit leben.

    Der coolste Handlungsschwerpunkt dieser Staffel liegt auf Prentiss und bringt einige der besten Episoden der Staffel mit sich. Und für einen Moment war ich echt traurig, weil ich dachte, die ist weg vom Fenster - bis mein Gehirn an Staffel 7 erinnert hat. Verdammt!
    Ich fand es schade, dass die Einstiegsepisode der 7. Staffel nicht für das Ende der 6. Staffel genutzt wurde. Ich denke, das hätte besser gepasst, weil ich diesen Handlungsstrang gerne besser zerlegt gesehen hätte. Das JJ zurück im Team ist, hat mir da als Cliffhanger nicht gereicht, das ist zwar toll, aber unspannend.

    Dann gab es noch ein paar herausragende Einzel-Episoden:
    Platz 3: 6x11, eine Morgan-Centric-Episode, die sehr spannend war und ein angenehm emotinales Ende hatte.
    Platz 2: 6x18 "Reflection of Desire" ist eine Garcia-Centric Episode, die mir sehr gut gefallen hat. Hier wurde mal ein sehr schräger Fall ausgewählt, davon wünsche ich mir mehr.
    Platz 1: 6x16 "Coda". Eine sehr emotionale, nahegehende Episode, in der mir vor allem im Teaser und in der Endeinstellung die Zusammenwirkung des Scores und der Bildsequenzen gefallen haben - very intense - und damit ist "Coda" die Topfolge, der 6. Staffel bei den mehr oder weniger Standalones.

    Besonders herzige Momente in der 6. Staffel:
    1. Hotch und Rossi als Fußballtrainer für Jacks Mannschaft. LOL
    2. Der kleine Jack, der sich zu Halloween als Hotch verkleidet, sehr schnuffig.

    Insgesamt also wieder eine sehr gute Staffel, die etwas knackiger hätte Enden können.

    Wertung: 9.9/10

  7. #17
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    You can't make me stop.

    OMFE-Empfehlung von Jackie Flannery

    1. Mai 2012: "Special" directed by Hal Haberman and Jeremy Passmore



    Irgendwie wäre ich heute bei dem Film fast eingeschlafen, eigentlich eine Schande, aber ich bin schon um 5.20 Uhr aufgestanden.
    Als ich in der imdb ein bisschen was zum Film überflogen habe, war ich mir sehr unsicher, hatte mit einer schrägen Komödie gerechnet. Schräg ist der Film auch ganz sicher, aber die Story ist ausgefallen, der Film interessant in Szene gesetzt. Eigentlich merkt man von der ersten Minute an, dass man keinen 0815-Kram vorgesetzt bekommt, was mich sehr gefreut hat.
    „Special“ erzählt die Geschichte von Les, man könnte sagen einem Loser, Single, Mitte 30, der Comics mag und einen langweiligen Job hat. Wahrscheinlich treibt ihn das dazu an einer Antidepressiva-Teststudie teilzunehmen. Das Medikament löst bei ihm Nebenwirkungen aus und Les ist davon überzeugt, dass er Superkräfte hat.
    Man könnte tatsächlich meinen, man schaut jetzt eine Marvel-Parodie oder irgendetwas dergleichen, tatsächlich ist „Special“ aber ein unheimlich trauriger Film, mit einigen Momenten, die einen gerade wegen der Tragik zum Lachen bringen. Les ist ein liebenswerter, gut greifbarer Protagonist, mit dem Wunsch anders zu sein, als die anderen und spricht damit sicher eine Gefühlsebene an, die viele kennen.
    Der Film funktioniert von Anfang an gut und hat auch ein sehr gutes Ende. Mir ist Michael Rapaport bisher noch nie irgendwo bewusst aufgefallen, obwohl er mir bekannt vorkam.
    Ein bisschen schade ist vielleicht, dass der Film mich nicht auf einer tieferen emotionalen Ebene ansprechen konnte, ich bin manchmal ein bisschen distanziert geblieben, obwohl ich durchaus große Sympathien für die Charaktere hatte. Vielleicht erreicht mich der Film ein paar Jahre zu spät oder es lag wirklich daran, dass ich müde war. Nachdem ich gerade den Trailer so nebenbei schaue, denke ich, dass ich mir den Film bei Gelegenheit nochmal ansehen muss. Auf jeden Fall eine gute Empfehlung, hat Spaß gemacht und ich hab's nicht bereut den Film zu sehen.


    Wertung: 7/10
    Geändert von MesCalinum (01.05.2012 um 16:47 Uhr)

  8. #18
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    His name is Atom.

    02.Mai 2012: Real Steel
    Directed by Shawn Levy




    2008 habe ich mit meiner besten Freundin und meiner besseren Hälfte, die ich auch gerne als meine externe Festplattenerweiterung bezeichne, eine Geländewagentour im isländischen Hochland rund um das Hekla-Gebiet gemacht. Und ich spreche hier nicht von einem Geländewagen, wie man ihn bei uns auf der Straße sieht, sondern so einem riesen Geschoss, was Isländer eben so fahren. Wir würden das wahrscheinlich als *****-Verlängerung bezeichnen; der isländische Fahrer meinte zu seinem Töffi: Männer bleiben in gewisser Weise immer Kinder; wenn sie älter werden, werden nur die Spielzeuge größer.
    Das war auch so einer meiner ersten Gedanken, als ich erstmals einen Trailer zu Real Steel gesehen habe. Männer und große Spielzeuge. War mir damals unsicher, ob ich den Film sehen will, aber wenn ein Lieblingsschauspieler mitspielt, fühlt man sich ja immer fast genötigt.
    Man sieht ich habe auch einige Zeit gebraucht, bis ich dazu gekommen bin den Film zu schauen.
    Muss aber sagen, dass ich sehr viel Spaß an Real Steel hatte und manchmal dieser spielerische Funke sehr gut übergesprungen ist (hab ja selbst einen Hang zu nicht so ganz billigem Spielzeug). Ich hab gut gelacht und war vor allem von der euphorischen Spielweise des kleinen Dakota Goyo angetan. Jackman war charming as ever und auch über Kevin Durand habe ich mich sehr gefreut.
    Hin und wieder haben sich einige Längen eingeschlichen, hätte hier sicher nichts gegen einen kürzeren Film gehabt. So richtig auf den Keks gegangen ist mir eigentlich nur Evangeline Lilly. Ich weiß nicht mal wieso, an Kate hatte ich eigentlich nie groß was auszusetzen. Aber irgendwie konnte ich ihr Grinsegesicht in dem Film echt nicht sehen. Zumal ich auch nicht das Gefühl hatte einen anderen Charakter als Kate zu sehen. Irgendwie ist an ihr keine gute Schauspielerin verloren gegangen, die in einer Rolle verschwindet.
    Okay, aber ich sollte von so einem Film auch nicht zu viel erwarten. Ich wurde gut unterhalten, habe viel gelacht und denke mir, große Spielzeuge sind gut. *g*

    Wertung: 7.8/10

  9. #19
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    what's there to lose ...

    15.05.2012: Everything’s Gone Green
    Directed by Paul Fox



    Ein kleiner kanadischer Film, der mit sehr gut gefallen hat. Der Film spielt in Vancouver, was für eine ganz interessante Atmosphäre sorgt, denn man bekommt Vancouver selten als Vancouver in Filmen und vor allem in Serien präsentiert. The city that has many faces - auf dieser Ebene foppt sich der Film auch offensichtlich selbst.
    Der Protagonist in EGG ist Ryan, ein typischer Loser. Zu Beginn des Films verlässt ihn die Freundin und er wird von seinem Job gefeuert, weil man auf seinem Arbeitsrechner einige weniger hoffnungsvolle Gedichte von ihm fand. Er weiß auch nicht wirklich, was er aus seinem Leben machen soll. Dann bekommt er einen Anruf von seinen Eltern, diese hätten im Lotto gewonnen ..., ahja und da ist noch dieses Mädel, das er kennenlernt ... die, die diesen "reichen" Schleimer zum Freund hat.
    Dieser Film spiegelt wohl den Wunsch wider einen Platz im Leben zu finden, etwas Glück zu haben und vom Reichtum zu träumen, der dann in Realität nicht immer glücklich macht.
    Eine der eindringlichsten Szenen zeigt einen gestrandeten Wal und die Arbeitswelt, die an den Strand pilgert, um diesen Wal einmal zu sehen und zu berühren.
    Die Charaktere sind liebenswert, selbst dem Schleimer kann man irgendwas abgewinnen. Paulo Constanzo spielt seine Rolle gut. Irgendwie bin ich ohne IMDB überhaupt nicht drauf gekommen, woher ich den Schauspieler kannte. Die Stimme und das Gesicht kamen mir dermaßen bekannt vor. Ist wohl doch schon zu lange her, dass ich die Serie „Joey“ gesehen habe. JR Bourne war leichter wiederzuerkennen, da ich Teen Wolf und The Secret Circle letztes Jahr erst gesehen hatte. Letzteres ist nicht zu empfehlen.
    Die Story ist nicht wirklich tiefgründig, der Film behält immer eine locker-leichte Unternote bis zum Schluss. Ich denke, man könnte das Wort „hoffnungsvoll“ aufgreifen, dass in den Film zweimal fällt. Das trifft wahrscheinlich ganz gut, was diese Charaktere antreibt. Und die Omi ist lustig. ;O)
    Vielleicht ein kleiner Geheimtipp. Der Film macht auf jeden Fall Spaß.

    Wertung: 8.0/10




    16.05.2012: Choke
    Directed by Clark Gregg



    Der Film hat mich eher melancholisch zurückgelassen. Weiß nicht so genau, wie ich ihn einordnen soll. Die Dramalemente sind mir offensichtlich, die Comedy kam bei mir nicht so an, weil ich den Protagonisten einfach nur bemitleidenswert fand. Noch so ein Film über Loser.
    Sam Rockwell verkörper diese Rolle auch ziemlich gut. Er spielt hier Victor Mancini, 29 Jahre alt, der sein Geld damit verdient im Restaurant vorzutäuschen, dass er am Essen erstickt. Seine Retter erkennen ihr eigenes Helfersyndrom und schicken ihm seither Geld. Außerdem ist er süchtig nach Sex, geht zu den Meetings einer Selbsthilfegruppe, kann dort aber letztendlich nicht offen zugeben, dass er unter einer Sucht leidet. Regelmäßig besucht er seine Mutter in der Geschlossenen, aber unter einer falschen Identität. Da die Mutter unter Altersdemenz leidet, erkennt sie den Sohn auch nicht. Das klingt alles weniger hoffnungsvoll, bis Victor eine "Ärztin" kennenlernt, die sein Leben ein wenig umkrempelt.
    An sich ist das auch ein recht liebenswerter Film, der aber eine Weile braucht, bis er sich entwickelt.
    Ich denke, Choke ist vermutlich daher nicht jedermanns Sache. Am Anfang hatte ich den Eindruck, ich sehe irgendeine Männer-Komödie, die total an mir vorbeigeht, bis sich die Hintergründe so langsam offenlegten und die Charaktere greifbarer wurden. Das Ende fand ich zufriedenstellend.
    Interessant ist vielleicht noch, dass die Literaturvorlage vom gleichen Autor kam, der auch Fight Club geschrieben hat – Chuck Palahniuk.

    Wertung: 6.9/10

  10. #20
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    Whoo... That's some catch, that Catch-22.

    16. März 2012: Catch-22
    Directed by Mike Nichols



    Wieder so ein Film, bei dem ich nicht so recht weiß, was ich von ihm halten soll. Auf der einen Seite sehr bizarrer Humor, der sehr eindringlichen Tragikmomenten entgegengestellt wird. Eine Menge bekannter Gesichter, die zum Teil schon der Vergangenheit angehören. Schauspielerisch gut. Am Ende weiß man eigentlich nicht so recht, ob das jetzt alles so war oder nicht. Wieder basierend auf einem Roman (Autor: Joseph Heller), den ich nicht gelesen habe. So langsam glaube ich, ich muss wieder mehr lesen und nicht so viel Seriengezocke machen.
    Ja, was mach ich jetzt mit dem Film, ich weiß es nicht. Alan Arkin als Yossarian hat mir gut gefallen als tragender Protagonist. Man kann sich in seine Rolle gut hineinversetzen; ich hätte auch keinen Bock Einsätze zu fliegen, bei denen ich weiß, ich gehe irgendwann drauf, aber ich hab ja eh Flugangst.
    Ansonsten echt viele bekannte Gesichter: Anthony Perkins, Art Garfunkel, Martin Sheen, Jon Voight, Orson Welles, Charles Grodin ... schon der Hammer eigentlich.
    Letztendlich denke ich, mir liegen Filme nicht, die den Krieg thematisieren, obwohl „Empire of the Sun“ seit Jahren zu meinen Lieblingsfilmen gehört. Ich hasse Saving Private Ryan; The Thin Red Line fliegt seit Ewigkeiten ungesehen bei mir herum. Hängt wohl davon ab, wie man das Thema angeht.
    Vielleicht wäre der Film bei mir besser angekommen, wenn er sich etwas ernster genommen hätte. Keine Ahnung. Irgendwie hab ich das Gefühl, der Film fand keine Balance - oder vielleicht waren die harten Szenen gerade so intensiv, weil dazwischen immer aufgelockert wurde? Ich bin da hin und her gerissen. An sich werde ich über den Film eine Weile nachdenken müssen. Er hatte viele intensive Momente, rutschte zwischendrin aber immer irgendwie in Langatmigkeit hinein und wurde dadurch manchmal etwas zäh. So ein richtiger Flow und ein Yes-Effekt wollte sich bei mir einfach nicht einstellen, obwohl ich mir bei manchen Sachen schon dachte: "krass" oder "cool". Ein Film der Gegensätze.

    Wertung: 6.7/10 ... vielleicht sehe ich das anders, wenn ich mal Zeit habe das Buch zu lesen.
    Geändert von MesCalinum (17.05.2012 um 12:54 Uhr)

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