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Thema: WLF - Der zweite Versuch

  1. #61
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    AW: WLF - Der zweite Versuch

    Titanic
    (Titanic, Deutschland 1943)

    Regie: Herbert Selpin

    Goebbels hatte lange gezögert, filmisch mit schwerem Geschütz gegen die Briten aufzufahren, galten sie doch eigentlich als Arier und somit als unantastbar. Der Weltkrieg machte jedoch eine Dämonisierung Englands auch im Film unumgänglich. Sie setzte 1940 mit “Die Rothschilds” ein, einem propagandistischen Streifen, der antisemitisches Gedankengut mit antibritischem verband. Etwa zur gleichen Zeit wurde ein Film über den Untergang des Luxusliners RMS Titanic im Jahre 1912 angekündigt.

    Dieser Film sollte sich vor allem auf Geiz und Gier der britischen Upper Class konzentrieren. Es ging also nicht um eine möglichst wahrheitsgetreue Rekonstruktion des Untergangs der Titanic auf ihrer Jungfernfahrt; auch Kitsch, wie man ihn in Jean Negulesco’s Version (1953) im Übermass finden würde, hatte nur am Rande Platz. Im Mittelpunkt standen vielmehr Sir Bruce Ismay, der Besitzer der White Star Line, und der unermesslich reiche John Jacob Astor IV, der flugs zum Engländer umfunktioniert wurde (er und seine Frau werden als Lord und Lady Astor eingeführt). Ihre Gier und ihre hinterhältigen Aktienspielchen sollten für den Tod von über 1500 Menschen verantwortlich gemacht werden...

    Wer an meiner vollständigen Besprechung interessiert ist, findet sie hier:

    Whoknows Presents: Untergang 1943

    Geändert von WormyLittleFerret (07.11.2011 um 01:41 Uhr)
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  2. #62
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    AW: WLF - Der zweite Versuch

    Tod eines Keilers (Alternativtitel: Der Keiler)
    (Tod eines Keilers, Schweiz/Deutschland 2006)

    Regie: Urs Egger

    Gottfried Binder ist ein freundlich-kollegialer, seit dem frühen Tod seiner Frau aber auch zurückgezogen lebender Mann, der seit 25 Jahren als Präparator in der Pathologie der Zürcher Universitätsklinik arbeitet. Als er erfährt, dass er Lungenkrebs hat und nur noch wenige Monate leben wird, empfindet er dies als himmelschreiende Ungerechtigkeit, rührte er doch in seinem ganzen Leben nie eine Zigarette an, während sein Vorgesetzter Dr. Götze, ein zynisches Ekel, alle verachtend und von allen gehasst, sich eine Zigarette nach der anderen anzündet, seinen Qualm genussvoll verbreitet, aber munter sein Programm als Jogger absolviert und Boshaftigkeiten verbreiten darf.

    Der philosophische Kneipenwirt Conny macht Binder zwar auf die Natur aufmerksam, die keine Gerechtigkeit kennt, sondern sich einfach jemanden holt, damit ihr Gleichgewicht gewahrt bleibt; doch erst das “Sie dürfen nicht aufgeben!” der jungen Doktorandin Pat Wyss erinnert ihn nicht nur daran, dass das wichtigste Kriterium in einer solchen Situation noch immer der Mensch ist - sondern lässt ihn auch an einen Keiler zurückdenken, den er vor vielen Jahren auf der Jagd erlegte, der aber noch im Sterben weiterkämpfte, nicht aufgab, auf ihn zu rannte und ihm das Knie zerschmetterte. - Und Binder fragt sich, ob es nicht an ihm liegen könnte, wie einst der Keiler für ausgleichende Gerechtigkeit zu sorgen, indem er Götze, der sein “Todesurteil” unterschrieb und sich nun während der Arbeit noch über sein baldiges Ableben lustig macht (“Schliesslich wissen wir beide, dass Sie einer der Nächsten sind, der hier auf dem Tisch liegen wird”), ins Jenseits befördere...

    Wer an meiner vollständigen Besprechung interessiert ist, findet sie hier:

    Whoknows Presents: Ausgleichende Gerechtigkeit

    Geändert von WormyLittleFerret (14.11.2011 um 22:01 Uhr)
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  3. #63
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    AW: WLF - Der zweite Versuch

    Lang lebe Ned Devine!
    (Waking Ned Devine, Grossbritannien, Frankreich, USA 1998)

    Regie: Kirk Jones

    Der ganz dem Lotto ergebene Rentner Jackie ist überzeugt, dass jemand in seinem irischen 52-Einwohner-Dorf Tullymore den Jackpot geknackt hat, und er macht es zu seiner zweifelhaften Lebensaufgabe, den glücklichen Gewinner zu ermitteln. Als er und sein Freund Michael feststellen, dass nur einer der regelmässigen Lottospieler zu einer speziell der Informationsbeschaffung dienenden Party nicht auftauchte, steht fest: Es war Ned Devine! - Dieser hat allerdings ein kleines Problem: Der Schreck über den unerwarteten Sechser liess ihn das Zeitliche segnen. Soll, so fragt sich Jackie nun, der Gewinn wegen einer solchen Kleinigkeit verfallen, ohne dass er etwas davon hätte? Und er lässt sich einen hinterhältigen Plan einfallen, wie man die paar Millionen der Lottogesellschaft doch noch abjagen könnte. Bald steht das ganze Dorf hinter ihm. Dann taucht die “Hexe” Lizzy Quinn am Horizont auf. Sie hat herausgefunden, wie sie selber an einen beträchtlichen Anteil des Geldes zu kommen vermag...

    Wer an meiner vollständigen Besprechung interessiert ist, findet sie hier:

    Whoknows Presents: Waking Ned Devine

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  4. #64
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    AW: WLF - Der zweite Versuch

    Lina Braake (Alternativtitel: Lina Braake oder Die Interessen der Bank können nicht die Interessen sein, die Lina Braake hat)
    (Lina Braake, Deutschland 1975)

    Regie: Bernhard Sinkel

    Obwohl der 81-jährigen Lina Braake von ihrem verstorbenen Vermieter schriftlich ein Wohnrecht auf Lebenszeit zugesichert wurde, kündigt ihr die Bank, die den Altbau übernommen hat und abreissen will, gnadenlos und schiebt sie in ein idyllisch gelegenes, jedoch völlig verlottertes Altenheim ab. Dort leidet Lina nicht nur unter der ungewohnten Umgebung und den Marotten der anderen Bewohner; die früher selbständige Frau muss auch erkennen, dass ihre Hilfe nicht mehr gefragt ist. Sie lässt sich in eine Lethargie fallen, verbringt den ganzen Tag nur noch im Bett. Erst der ihr zunächst kauzig vorkommende entmündigte ehemalige Bankfachmann und Betrüger Gustaf Härtlein weckt ihre Lebensgeister wieder. Er erinnert Lina daran, dass sie noch eine Rechnung begleichen möchte und er ihr dabei helfen kann. So kommt es, dass nach längerem gemeinsamem Monopoly-Spielen und vielen Lektionen zum Thema Geldzirkulation eines Tages eine distinguiert wirkende ältere Dame die Deutsche Boden- und Kreditbank betritt, um dort 20'000 Mark abzuheben, die ihr nicht gehören...

    Wer an meiner vollständigen Besprechung interessiert ist, findet sie hier:

    Whoknows Presents: Das Jahr, das uns die Alten brachte

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  5. #65
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    AW: WLF - Der zweite Versuch

    Die rote Herberge (Alternativtitel: Die unheimliche Herberge)
    (L'auberge rouge, Frankreich 1951)

    Regie: Claude Autant-Lara

    In einer Winternacht des frühen 19. Jahrhunderts sucht eine Kutsche mit vornehmen Gästen Unterschlupf in einer abgelegenen Herberge in der Ardèche im südlichen Frankreich. Kurz darauf finden sich auch ein Mönch und sein Novize ein, die auf dem Weg zu ihrem Kloster sind und dem Schneetreiben entkommen wollten. Das geschwätzige Mönchlein mit seinem himmelschreienden Dialekt freut sich jedoch vergeblich auf die aufgetischte Suppe, da die Herrin des Hauses plötzlich das Bedürfnis überkommt, die Beichte abzulegen. Und was sie zu erzählen hat, verschlägt ihm den Appetit endgültig: Das Wirtepaar hat zusammen mit seiner hinterhältigen Tochter Mathilde im Laufe der Jahre bereits 102 Gäste umgebracht und ausgeraubt, bevor es sie in der Umgebung des Hauses begrub. Ein gerade kaltblütig ermordeter Spielmann wurde mit Hilfe des schwarzen Dieners zum Schneemann umfunktioniert. Man möchte den unerwarteten Gästen - sie sollen, man wolle sich langsam zur Ruhe setzen, die letzten Herbergsleichen werden - schliesslich keinen Grund zur Besorgnis geben. - Von nun an sieht sich der an das Beichtgeheimnis gebundene Mönch in der misslichen Lage, das Leben der ahnungslos Essenden und sich Spässchen Hingebenden retten zu müssen, ohne etwas zu verraten. Doch je weniger er die nebensächlichen Gebote seiner katholischen Kirche verletzen will, beim Essentiellen aber auch mal fünfe gerade sein lässt (er erklärt sich sogar einverstanden, seinen verliebten Novizen mit der Wirtstochter zu verheiraten), desto mehr reitet er sich in - man verzeihe mir oder geniesse den Ausdruck! - Gottes heilige Scheisse hinein...

    Wer an meiner vollständigen Besprechung interessiert ist, findet sie hier:

    Whoknows Presents: Kommt, ihr Christen all, und hört!




    Mit diesem Eintrag beende ich mein Film-Tagebuch bei MovieMaze. Wer weitere Besprechungen von mir lesen möchte, weiss, wo ich zu finden bin.

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