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Thema: WLF - Der zweite Versuch

  1. #11
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    Re: WLF - Der zweite Versuch

    Was ist denn bloss mit Helen los?
    (What’s the Matter with Helen?, USA 1971)

    Der fiese kleine Thriller setzt ganz offensichtlich eine mehr oder weniger von Robert Aldrich (“What Ever Happened To Baby Jane?”, 1962) begründete Tradition fort und macht aus langsam alternden Schauspielerinnen --- Ghouls! Dabei stehen Shelley Winters als hysterisches Psychowrack und Debbie Reynolds als sich künstlich verjüngendes Lebeweibchen ihren Vorgängerinnen Bette Davis und Joan Crawford in nichts nach. Einen weiteren Glanzpunkt setzt Micheál MacLiammóir, der - beinahe ein Replacement für Victor Buono in den Filmen von Aldrich - als arbeitsloser Sprachlehrer Hamilton Starr kleinen Mädchen Unterricht in “perrrfect En-glish” erteilt.

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  2. #12
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    Re: WLF - Der zweite Versuch

    Ein Sommernachtstraum
    (A Midsummer Night's Dream, Italien/Grossbritannien/USA 1999)

    Niemand vermochte überzeugender als der grosse Laurence Olivier aufzuzeigen, wie sehr die Einbildungskraft des Zuschauers sich wohl nicht nur im spärlich eingerichteten Elisabethanischen Theater bemühte, ein Bühnenstück in wahrhaftiges Leben umzuwandeln: In seinem “Heinrich V.“ (1944) werden aus überschminkten Schauspielerfratzen nach und nach echte Menschen, mit denen wir leiden und lieben, die lediglich Schauplätze andeutende Bühnenszenerie entwickelt sich auf wundersame Weise zum Schlachtfeld bei Agincourt. Olivier veranschaulichte diese Verwandlung im Geiste des Zuschauers mit Hilfe des Mediums Film, das wohl gerade einem Autor wie Shakespeare besonders gerecht wird, möge man die Vorlage nun drastisch überarbeiten oder ihr weitgehend treu bleiben und “abgefilmtes Theater” in Kauf nehmen. - Nun wird “A Midsummer Night’s Dream” nie die zu Verfilmungen verlockenden Schauplatzwechsel wie etwa “Much Ado About Nothing” ermöglichen, da dem im Wald vor Athen spielenden Hauptteil etwas Bühnenhaftes, nach Kulissen Schreiendes innewohnt, auch wenn man noch so mit Tricks arbeitet, mit denen eine Freilichtbühne im Regent’s Park nicht aufwarten kann. Und diesen Umstand gilt es zu seinem Vorteil auszunutzen.

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  3. #13
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    Re: WLF - Der zweite Versuch

    Die merkwürdige Zähmung der Gangsterbraut Sugarpuss (Alternativtitel: Wirbelwind der Liebe)
    (Ball of Fire, USA 1941)

    Slang! - In der berühmten Gefängnisszene von “Bringing Up Baby” hatte Katharine Hepburn als scheinbar zum Singen bereites Gangsterflittchen dem Zuschauer bereits eine Kostprobe jener Sprache bieten dürfen, die damals als “Slang” betrachtet wurde. “Ball of Fire” scheint sich überhaupt nur mit “Slang” zu beschäftigen - scheint! Denn wie schon der berüchtigte Leopard Baby hauptsächlich als "Begründung" für offensichtlich sexuelle Anspielungen vorgeschoben wurde, soll auch hier die möglicherweise unflätige Sprache die Zensurbehörden lediglich davon ablenken, dass Barbara Stanwyck Beine zeigt, die bis zum Hals hinaufreichen - und ich kann versichern: Ihr Hals befindet sich wesentlich weiter oben als der von Marlene Dietrich. --- Umso erstaunlicher mag es anmuten, dass es sich bei diesem Film im Grunde genommen um eine romantische Liebeskomödie handelt. Sie ist sogar, wie viele romantische Liebeskomödien, im Bereich des Märchens angesiedelt, was uns bereits eine Ankündigung zu verstehen gibt: “Once upon a time - in 1941 to be exact - there lived in a great, tall forest - called New York - eight men who were writing an encyclopedia.”

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  4. #14
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    Re: WLF - Der zweite Versuch

    Der verführte Mann
    (L'Homme blessé, Frankreich 1983)

    Französische Filme, die sich mit sexuellen Obsessionen beschäftigen, kommen rasch einmal in den Genuss, mit dem Attribut “skandalös” versehen zu werden - welches üblicherweise die Zuschauerzahlen enorm ansteigen lässt und einen finanziellen Erfolg garantiert. Auch Patrice Chéreaus dritter Film, “L’Homme blessé”, sorgte anlässlich der Filmfestspiele von Cannes seinerzeit für einen kleinen Skandal, wurde hierzulande dann aber hauptsächlich in Programmkinos einem kleinen, interessierten Publikum zugänglich gemacht.

    Über die Gründe für dieses seltsame Verhalten muss man nicht lange spekulieren: “L’Homme blessé” führte den Betrachter in eine kalte, sprach- und gnadenlose Welt, der er - vielleicht gerade, weil sie real und ihm gar nicht so fremd war - schon während des Films am liebsten entflohen wäre. Und nach dem Verlassen des Kinos wollte man das, was man gesehen hatte, einfach nur vergessen, den “Schmutz der Wirklichkeit” auskotzen.

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  5. #15
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    Re: WLF - Der zweite Versuch

    Welthund
    (Welthund, Schweiz 2008)

    Nach Jahrzehnten kehrt Sarah Hirt an den Ort ihrer Kindheit zurück, wo sie den Haushalt ihres verstorbenen Grossvaters auflösen soll. Der Empfang fällt nicht gerade herzlich aus; denn einerseits galt Sarahs mit dem Vaganten Ruedi befreundeter Gossvater als “seltsamer Kauz”, andererseits grassiert im Dorf eine seltsame Hautkrankheit, ein eitriges Ekzem, von dem viele betroffen sind und dessen Ursache man sich nicht erklären kann. - Bald entdeckt Sarah, deren Bruder einen riesigen schwarzen Hund beobachtet hatte und nun auch an einem Hautausschlag leidet, in einem alten Sagenbuch jedoch einen Hinweis auf den “Welthund”, dessen gespenstische Rückkehr ins Dorf nichts Gutes verheisst, weil er ungesühnte Schuld einfordert.

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  6. #16
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    AW: Re: WLF - Der zweite Versuch

    Summer of Sam
    (Summer of Sam, USA 1999)

    Wir befinden uns mitten in der Hitzewelle des Sommers 1977 in einem New York, das von Rassenunruhen und einer einzigartigen sexuellen Befreiung geprägt ist, den Yankees eine unglaubliche Saison beschert, den Übergang von der Disco-Ära zum Punk erlebt (das legendäre “Studio 54” war im April eröffnet worden) - und von den Morden eines Mannes heimgesucht wird, der sich selber “Son of Sam” nennt. Da gibt es in der Bronx eine italo-amerikanische Männerclique, die ständig bei einem “Dead End”-Schild rumhängt, wo gesoffen und gedealt wird. Zu dieser Clique gehört der Friseur Vinny, der sich in der Ehe mit seiner frustrierten Frau Donna, die er am Wochenende als John Travolta-Verschnitt in die In-Discos ausführt, schon beinahe biedermännisch-katholisch gibt, selber aber nach Strich und Faden fremdgeht. Vinny befindet sich kurz vor einem Mord am Tatort und fürchtet nun, der Mörder, der vor allem brünette Frauen und deren Liebhaber tötet, könnte es auf ihn abgesehen haben.

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  7. #17
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    AW: WLF - Der zweite Versuch

    Ich fordere mal wieder eine deutsche DVD - zu einem deutschen Film!

    Das Brot des Bäckers
    (Das Brot des Bäckers, Deutschland 1976)

    Der von Kritikern und Publikum gleichermassen gefeierte Erstling des Zürchers Erwin Keusch beschäftigt sich mit dem Niedergang des Kleingewerbes in den 70er Jahren, verpackt sein Thema jedoch zugleich in die mehr als ansprechende Geschichte des jungen Werner Wild, der eines Tages in einer fränkischen Kleinstadt die Bäckerei von Georg Baum mit den Worten "Ich ess' gern gutes Brot" betritt - und vom Bäckermeister, einem Anhänger gut durchgebackenen Brotes, augenblicklich als Lehrling eingestellt wird. Dieser macht ihn nicht nur mit den Feinheiten des Backens von Brot und Gebäck vertraut, sondern nimmt ihn auch herzlich in seine Familie, die durch die temperamentvolle Meistersfrau zusammengehalten wird, auf. Während Werner unbeschwerte Lehrjahre mit den dazugehörenden Liebeswirren durchlebt, will Baum bloss in Ruhe sein Brot verkaufen und bemerkt erst langsam die sich verändernde wirtschaftliche Umgebung...

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    Geändert von WormyLittleFerret (18.06.2010 um 03:11 Uhr)
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  8. #18
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    AW: WLF - Der zweite Versuch

    Drei Münzen im Brunnen
    (Three Coins in the Fountain, USA 1954)

    Während sich die vom Krieg geschundenen Deutschen in den 50er Jahren mit Filmen zufrieden geben mussten, die ihnen die Schönheit ihres Landes schmackhaft zu machen versuchten, sehnte sich der durchschnittliche Amerikaner nach einem Trip durch bedeutende europäische Städte, und sei’s auch nur auf der Leinwand. Rom, die ewige Stadt, war besonders gefragt, was wohl nicht zuletzt damit zu tun hatte, dass in Studios hergestellte “Bibelpornos” wie “Quo Vadis” (1951) die Zuschauer neugierig auf das wirkliche Rom machten - oder auf das Rom, das ein amerikanischer Tourist zu sehen wünschte...

    William Wyler lieferte 1953 mit “Roman Holiday” eine bis heute unerreichte Vorlage, die vorführte, wie man eine Stadt mit vielen ihrer Eigenarten grandios in eine passende Story einzubetten vermag. Diese Paramount Pictures-Produktion in Schwarzweiss versuchte Twentieth Century Fox 1954 mit dem ersten ausserhalb der Staaten gedrehten Cinemascope-Spektakel “Three Coins in the Fountain” zu übertrumpfen. Was die Zuschauer jedoch vorgesetzt bekamen, war eine sich in einem Postkarten-Rom abspielende Soap Opera der heute eher als unerträglich empfundenen Art. - Und sie fand Anklang...

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    Geändert von WormyLittleFerret (23.06.2010 um 01:23 Uhr)
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  9. #19
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    AW: WLF - Der zweite Versuch

    Samstagnacht bis Sonntagmorgen
    (Saturday Night and Sunday Morning, Grossbritannien 1960)

    Karel Reisz’s “Saturday Night and Sunday Morning”, ein Film, der als eines der Schlüsselwerke des “Free Cinema” gilt, beruht auf einer Vorlage von Alan Sillitoe. Erzählt wird die Geschichte des jungen Arthur Seaton, der die Woche über in der Industriestadt Nottingham als Akkordarbeiter in einer Fahrradfabrik malocht und nur für das Wochenende lebt, das ihm Gelegenheit bietet, sein hart verdientes Geld im Pub zu versaufen oder für weibliche Eroberungen auszugeben. Arthur, der sich damit brüstet, im Gegensatz zu seinen Kollegen nicht vor den Vorgesetzten zu kuschen, hat ein Verhältnis mit Brenda, der Frau eines älteren Arbeiters. Gleichzeitig lernt er die ungebundene Doreen kennen, die sich jedoch nicht mit gelegentlichem Sex begnügt, sondern von Heirat und einem bürgerlichen Leben im Einfamilienhaus träumt. - Als Brenda von Arthur schwanger wird, will er sie zu einer Abtreibung überreden...

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  10. #20
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    Die amerikanische Nacht
    (La nuit américaine, Frankreich 1973)

    Eine Filmequippe ist mit den Dreharbeiten zu einem unbedeutenden Melodram mit dem Titel “Je vous présente Pamela” beschäftigt, das von den Hauptdarstellern bis zur Assistentin des Scriptgirls während der hektischen Wochen als zukünftiges Meisterwerk und Sinn ihres Daseins betrachtet werden muss und dessen Herstellung ein Privatleben nur in fragmentarischer Form zulässt, weil das Einbringen persönlicher Probleme ein solches Projekt rasch gefährden könnte. Dennoch hat der Regisseur Ferrand, der derart für den Film lebt, dass er ausser in seinen Träumen gar nicht mehr als Wesen mit menschlichen Regungen wahrgenommen wird, rasch einmal mit mehr als den üblichen technischen Pannen und der Auswahl von passenden Perücken und Pistolen zu kämpfen. Denn seine Mitarbeiter teilen die Devise, wonach der Film wichtiger sei als das Leben, nur in der Theorie...

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