Alien: Covenant

Nach Prometheus, den ich als nicht so schlecht empfand, wie er gemacht wurde, war ich gespannt, wie die losen Enden aufgenommen und weiter geführt werden. Der Anfang und insgesamt die erste Hälfte atmen den Geist des Originals und sind in seiner Langsamkeit wohltuend im heutigen Actionoverkill... Bis zur Landung auf dem Planeten und dem ersten Auftreten einer, aber nicht der Alienspezies, ist alles im Fluss und sieht auch noch gut aus. Doch spätestens in der zweiten Hälfte geht es nur noch bergab. Das Alien in seiner Ursprungsform zu bestaunen, ist noch einer der Highlights. Aber der Spannungsaufbau vom Anfang wird einer Hektik geopfert, die diesem Film nicht gut zu Gesicht steht. Das Scott alles gekonnt einfängt, lenkt vom eigentlichen Problem des Filmes ab. Die Fragen, die in Prometheus geschickt eingeleitet werden, kommen im aktuellen Film kaum vor und das eigentliche Vorhaben, auf das man sich zusammen mit David und Elisabeth Shaw gefreut hatte, wird innerhalb einer Rückblende abgefrühstückt, die nicht mal im Ansatz plausibel erscheint.

Schöne Bilder, blöde Story und endlich mal wieder ein Alien von Ridley Scott himself inszeniert. Das wars auch schon. Scott sollte über seinen Altersstarrsinn hinwegspringen und den Jüngeren das Ruder überlassen. Zum Beispiel Bloomkamp, der schöne Ideen für eine Fortführung direkt nach Aliens von James Cameron parat hatte.

4/10