Die Kinder des Monsieur Mathieu
Ein Film von Christophe Barratier



Mit Geràrd Jugnot, Francoise Berlèand, Kad Merad u.v.a.
Regie: Christophe Barratier.
Produktion: Arthur Cohn.
Genre: Drama (Frankreich/ 2005)
Ca. 94 Minuten Laufzeit.
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren.

Der bekannte Dirrigent Pierre Morgange erfährt vom Tod seiner Mutter und geht zurück nach Frankreich um sie beizusetzen. Nach dem Begräbnis besucht ihn ein früherer Mitschüler, Pépinot, der Pierre ein altes Tagebuch ihres ehemaligen Aufsehers im Internat mitbringt. Im Tagebuch berichtet der arbeitslose Musiker Clément Mathieu von seinem Jahr (1949) in "Fond de l'Étang", einem Internat für verhaltensaufällige Jungen. Rachin, der Direktor, leitet das Internat unter dem Motto "Aktion, Reaktion!". Von der Härte des Schulalltags betroffen, beginnt Mathieu, mit dem Zauber der Musik in das Leben der Schüler einzugreifen. Nach ersten kleineren Schwierigkeiten gelingt dem einfühlsamen Pädagogen das kleine Wunder: Er gewinnt das Vertrauen seiner Schützlinge...

Ich habe diesen Film erst kurz vor der Oscarverleihung, bei der der Film mehrmals nominiert war, in einem kleinen Kino in einer Filmauslese gesehen, welche ich bis dahin meist gemieden habe. Während des ganzen Films lauschten die ca. 20 Zuschauer der wunderbaren Musik und wurden überrollt mit Anregungen zur Erinnerung an ihre eigene Kindheit. Auch wenn ich erst 18 bin kamen mir wirklich schon manchmal die Gedanken: "Wie schön wäre es wenn du noch einmal die schönste Zeit deines Lebens -deine Kindheit- erleben könntest!"

Genau das wollte Arthur Cohn mit "Die Kinder des Monsieur Mathieu" bewirken und er hat es voll und ganz geschafft. Die wunderbare Geschichte des gescheiterten Musikers Clèment Mathieu berührt den Zuschauer wie schon gesagt auf seine eigene Art und Weise, wie es jeder Film von Arthur Cohn (One Day in September) tut.

Zu dem ist die Musik des Films ein wichtiger Anhaltspunkt: Es ist denk ich mal zu 80 Prozent der wunderbaren Musik und dem jungen Morhange Darsteller Jean-Baptiste Maunier zu verdanken, dass der Film so ein großer Erfolg wurde. In der Szene als Morhange "La Nuit de Rameau" mitsingen durfte, konnte man buchstäblich seine Gedanken lesen die während es Films von Mathieu sozusagen kommentiert wurden: "Freude über die Versönung und etwas was neu für ihn war; Dankbarkeit!"

Wie immer wählte Cohn genau den richtigen Regisseur aus. Dieses Mal war es der französische Gitarrist Christophe Barratier, der genau wie die Rolle des Clèment Mathieu ein gescheiterter Musiker war. Er selbst komponierte einige der im Film gesungenen Lieder selbst und das Lied „Vois sur ton chemin“ befand sich wochenlang in den Top 10 der französischen Charts. Allein in Frankreich sahen 8 Millionen Leute den Film obwohl er nicht nach der üblichen Art im Filmgeschäft produziert wurde: Die Darsteller waren weitgehend unbekannt, der Regisseur ein völliger Neuling und die Handlung wurde durch keinerlei Sex- oder Gewaltszenen "ausgeschmückt".

Nominiert für 2 Oscars (2005)
Bester fremdsprachiger Film
Bester Filmsong („Vois sur ton chemin“)

Fazit: "Dieser Film geht ans Herz! Wunderbar!"

10 von 10 Punkten