Als Vielseher und Thriller-Erfahrener schockte mich der Streifen bedauerlicher Weise so viel wie ein Spaziergang im Sonnenschein. Lag wahrscheinlich am begrenzten Schauplatz (90% des Films im Flugzeug), der es jedem Durchschnittsstatisten leicht machte, Buh! rufend aus einer Ecke, dem WC oder dem Gepäckfach zu hüpfen. Vermutete ich nach der einigermaßen spannenden ersten Stunde eine (Daumen gedrückt, dass sich die Befürchtung nicht erfüllt!) Sixth Sense ähnliche Wendung, entfaltete sich den Rest der Laufzeit eine echte Räuberpistole, deren Logiklöcher groß genug waren, um das eindrucksvoll aus jedem erdenklichen Winkel abgefilmte Hightechflugzeug bequem durchfliegen zu lassen. Aber wie bemerkt, Jodi und der übrige Cast (solide wie immer und diesmal nicht böse: Sean Bean; ein neuer Shooting-Star, bisher angenehm in Kinsey und Garden State aufgefallen: Peter Saarsgard) halten den Zuschauer bestens bei Laune. Fünf Minuten nach Ende des Abspanns jedoch verschwindet das nette Hollywood-Debüt eines weiteren Deutschen (Robert Schwentke), der bei klügerer Drehbuchwahl durchaus in die Fußstapfen von Petersen, Emmerich & Co. treten könnte, bereits im Nebel des Vergessens...

Fazit zur Beruhigung noch: nach Ansicht von Flight Plan wird man weder Flugangst entwickeln, noch bestehende Phobien ausbauen, auch wenn der Streifen selbst nach groben Kürzungen wahrscheinlich niemals im Bordkino einer Airline gezeigt werden wird.