"Evil"
Ein Film von Mikael Hafstrom

Schweden in den 50er Jahren:
Der rebellische Erik Ponti wird von seiner Mutter - nach einer Schlägerei zuviel - auf das Elite- Internat Stjärnsberg geschickt und erhält hier seine letzte Chance auf einen Schulabschluss. Hinter der elitären Fassade offenbart sich jedoch ein unmenschliches System aus Demütigung und Unterdrückung, ausgeübt von den älteren Schülern gegenüber den jüngeren; allen vorran der bestialische Schülervorstand und Primaner Otto Silvahielm und sein Kumpane Gustav Dalehn.



Es gelten strenge Vorschriften und jede kleine Missachtung wird sofort hart bestraft. Eriks neuer Freund Pierre rät seinem neuen Zimmergenossen der sich schon sein Leben lang für Schwimmen interessiert nicht weiter aufzufallen. Denn je weniger man auffällt desto besser ist es. Die wachsende Freundschaft zwischen Erik und Pierre wird von den Obersten, den Primanern, scharf beobachtet. Weil Erik sich immer wieder den Anordnungen der älteren Schüler wiedersetzt, wird er immer öfter zu Wochenenden mit Strafarbeit und sonstigen harten Strafen verurteilt.



Eines Tages jedoch, wird Erik herausgefordert in den Ring zu steigen, dem Ort an dem regelmäßig Schlägerein stattfinden, die von den Primanern veranstaltet und sozusagen geleitet werden. Erik wiedersetzt sich auch dieser Herausforderung und wird von nun an als "Ratte" bezeichnet. Durch die Verweigerung zum Kampf findet Erik Beachtung des hübschen Service Mädchens Marja. Die beiden verlieben sich in einander und beginnen eine heimliche Liebesbeziehung.



Wie lange kann Erik das alles noch durchhalten. Wenn die Liebesbeziehung zwischen ihm und Marja rauskommt oder er einen der Primaner schlägt, fliegt er sofort von der Schule und ist wieder da wo er herkam, in der höllischen Atmosphäre bei seiner Mutter und seinem harten Stefvater der Erik immer wieder mit Gürtelhieben quält...



Eine wunderbare Adaption des Romans "Ondskan" von Jan Guillou. Mikael Hafstrom bietet uns mit "Evil- Ondskan" einen wunderbaren und zutiefst schockierenden Film im Stiel von "Der Club der toten Dichter". Die wunderbare Besetzung; Andreas Wilson, Gustav Skarsgard u.v.a. sticht auch besonders heraus. Man entwickelt nach und nach richtigen Hass gegen den Primaner und Schülervorstand Otto Silvahielm.



Der Film erhielt eine Oscarnominierung in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" 2003 und verlor gegen den kanadischen Beitrag "The Barbarian Invasion". Meiner Meinung nach eine Fehlentscheidung.



Fazit: "Großartiger und schockierender Film, genial besetzt!"

10 von 10 Punkten