"Das Leben der Anderen"
Ein Film von Florian Henckel von Donnersmarck

Mit Ulrich Mühe, Martina Gedeck, Sebastian Koch, Ulrich Tukur u.v.a.

Nach meiner Besichtigung des Stasi- Gefängnisses Hohenschoenhausen (Berlin) stiegen meine Erwartungen an diesen Film bis aufs Höchste und ich muss sagen, dass es mich noch mehr umgehauen hat als ich erwartet hätte. Rainer Dellmuth (Autor des Buches "Ausflüge im Grotewohl-Express") saß selbst 3 Jahre in diesem Gefängnis ein und erzählte von grausamen Machenschaften des Stasi- Regimes. Es lief einem wirklich eiskalt den Rücken hinunter als man die kleinen Zellen sah, in denen meistens 6 bis 8 leute hockten und nicht wussten, ob sie jemals wieder da raus kommen.



Wie dem auch sei. Ich war wirklich gespannt auf den Film. Nach einigen Komödien wie "Good Bye Lenin" hatte man einen humorvollen Eindruch der DDR, doch was Florian Henckel von Donnersmarck da zu Papier brachte ist einfach großartig und entlarvt endlich die unmenschlichen und persönlichkeitszerstörenden Mechanismen der Stasi. Die Menschen wurden regelrecht zerstört und das Selbstbewusstsein vollkommen wegradiert.



Durch die Mischung aus Intensivem Thriller und einer ergreifenden Liebesgeschichte wie Thomas Straßer es schon beschrieb, ist dieser Film einer der perfektesten und best inszenierten deutschen Filme überhaupt, wenn nicht der beste.



Nachdem der Wiesler (überragend: Ulrich Mühe) immer mehr in das Leben des Schriftstellers Dreyman (Sebastian Koch) und seiner Lebensgefährtin Sieland (Martina Gedeck) eindringt, beginnt er an der "Sache" zu zweifeln und erkennt sein mickriges Dasein im Regime.
Immer größer werden seine Zweifel, als er herausfindet, dass Minister Bruno Hempf, der ihn zuvor mit der Observation Dreyman´s beauftragt hat, eine Affäre mit Dreyman´s Lebensgefährtin begonnen hat...



Die schauspielerischen Leistungen in diesem Film sind einfach großartig. Durch Mimik und Gestik wird in diesem Film auf sehr große Schauspielkunst gesetzt, die honoriert gehört. Ulrich Mühe, Sebastian Koch, Martina Gedeck--- ein großartiges Esemble!
Was mich am meisten an diesem Film beeindruckt hat, waren die haargenauen authentischen Details wie man zu dieser Zeit die Feinde des Sozialismus psychisch wie auch physisch fertig gemacht hat.



Wie ich es schon erwähnt habe: Dieser Film gehört honoriert. Jede der 11 Lola Nominierungen ist verdient und auch wenn es noch etwas früh ist, gilt für mich "Das Leben der Anderen" als heißer Favorit für die nächsten Oscars in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film".



Fazit: "Ein Meisterwerk! Harte Realität genial inszeniert! Spannend bis zur letzten Minute! Ein wichtiges Filmdokument der deutschen Nachkriegsgeschichte!"

10 von 10 Punkten