Die Umsetzung eines Buches war in der Filmgeschichte immer schon eine heikle Angelegenheit. Bei einem solchen Film waren zwei Aspekte zu beachten.
Erstensie Leser dieses Buches sollten durch die Verfilmung befriedigt werden. ,
Da aber der Film nie vollständig an die Fantasie-Vorstellung rankommt, kann er bestenfalls die teilhafte Identifizierung des Lesers durch Beibehaltung erheblicher Fakten erreichen.
Einfach gesagt: Bei Herr der Ringe z.B. erwartet der Leser, dass der Ring durch Bilbo an Frodo gelangt(und nicht anders).
Die Umwandlung des Buchs in ein Drehbuch sollten die „Verluste“ im Rahmen halten. So sind wir beim zweiten Punkt angelangt:
Der Film sollte natürlich auch Adressaten, die das Buch nicht gelesen haben, ansprechen.
Der arme Drehbuch Autor steht also schon von Anfang an in einem Gewissenskonflikt:
Was mach ich um beide Parteien zu befriedigen? Außerdem hab ich nur eine begrenzte Zeit für den Film?!

Beim Harry Potter Drehbuch war es nicht anders. Der Bestseller von J.K. Rowling gehört zu den meistgelesenen Büchern des Jahrhunderts. Kinderbuch hin oder her es zog nicht nur Kinder und jugendliche in seinen Bann, sogar ältere Leute fingen an dieses Buch zu empfehlen.
Der Film hatte also ein breites Spektrum von Menschen verschiedener Altersklassen vor sich.
So ist es nachzuvollziehen, d.h. bei den ersten 3 Teilen vollständig Handlungsstränge umgeschrieben wurden, um in 141-152min zum erhofften End zu gelangen.

Bei dem 4.Teil der Harry Potter Legende wurde erfolgreich mit Spezial Effects gearbeitet, nicht zu vergleichen mit den ersten 3 Teilen, die Magie wurde fast komplett in bluescreen umgesetzt. Das Level des Buches war erreicht.

Enttäuschend waren jedoch die jungen Schauspieler, das hatte auch Regisseur Mike Newell erkannt. Das Buch bat ihm die Freiheit mit viel Action zu arbeiten. So vermeidet der Film lange Dialoge, dadurch geht die schlechte Leistung der Schauspieler in die pompöse Action unter.

Und dann kam Ralph Fiennes - Der Retter - , er zieht die Zuschauer in seinen Bann und lässt sie glauben der wahre Voldemort(der Gegensacher von Harry) zu sein. Man vergisst plötzlich
die negative Leistung der anderen Akteure und ist erstaunt, wie Ralph Fiennes es schafft, diese Figur in ca.10 min zu spielen, und dabei so umzusetzen, dass man glaubt er sei für die Rolle geboren. Hier erkennt man deutlich die großen Unterschiede der Schauspieler und ihrer Qualitäten erkennen.

Alles in einem ist der Film unterhaltsam. Jedoch ist zu bedauern, dass man keine Freude an den Dialogen und dargestellten Beziehungen der Charakter hat. Auch wenn man kein Harry Potter Fan ist, sollte man sich den Film auch nur deswegen Anschauen, um die bemerkenswerte Leistung von Ralph Fiennes zu bewundern, und gar zum Ralph Fiennes Fan zu werden.