„Walk The Line“

Nach „RAY“, der erfolgreichen Verfilmung des Lebens von Ray Charles, kommt jetzt ein weiteres Biopik in die Kinos. Es geht um die Lebensgeschichte des Countrysängers Johnny Cash (Joaquin Phoenix).

Der Film beginnt während der Depressionsphase auf den Baumwollfeldern in Arkansas. Johnny`s Bruder stirbt bei einem Unfall und sein Vater gibt ihm die Schuld daran. Eine seelische Belastung die er sein Leben lang mit sich herum trägt.
Nach dem Militärdienst in Deutschland, geht er in die Sun Studios in Memphis um seine Gospelsongs zu veröffentlichen. Doch dort zeigt man kein Interesse. Erst als er die biblischen Texte vergisst und „Hey Porter“ vorspielt zeigt sich Sam Phillips, Chef von Sun Records, begeistert. Der erste Erfolg in den Countrycharts.

Bei seinen Auftritten quer durch die USA lernt er Elvis und June Carter (Reese Witherspoon) kennen. Eine Begegnung die für beide zum Schicksal wird. Anfang der 60iger Jahre beginnt seine knapp neunjährige Alkohol- und Drogenkarriere. Um seine 300 Auftritte im Jahr zu meistern schluckt er Amphetamine wie andere Leute Traubenzucker.
Zahlreiche Autounfälle im Suff und geschmuggelte Pillen bringen in schließlich in den Knast. Erst mit dem Entdecken der Bibel und der Hochzeit mit June Carter bringen in wieder auf die rechte Bahn.
1968 tritt er live im Gefängnis von Folsom auf. Dieser Livemitschnitt wird zu seinem populärsten Album. Hier endet der Film.

Ein Film mit hervorragenden schauspielerischen Leistungen der Hauptakteure Joaquin Phönix und Reese Witherspoon (etwas ungewohnt mit schwarzer Haarpracht). Aber trotz der selbst gesungenen Lieder, es fehlt dem Film der Funken der aufs Publikum überspringt. Allerdings für seine Fans ein unbedingtes Muss.

137 musikalische Minuten in einem Portrait der frühen Jahre des Johnny Cash.

Ab 02. Februar 2006 im KINO.