Obwohl es ja ein durch und durch deutsches Thema ist, gab es nicht viele Versuche diese Heldengestalt auf die Leinwand zu bringen. Lediglich Fritz Langs Stummfilmepos aus dem Jahre 1922 und Artur Brauners Versuch einen Hammerwerfer als Siegfried, nämlich Uwe Beyer, befassten sich damit.

Aber sie erzählten beide eine unwahre Geschichte. Die Echte wird jetzt von Prolo-Komiker Tom Gerhardt ins Kino gebracht. Und diese „wahre“ Story geht so.

Klein Siegfried treibt als Findelkind wie einst Moses den Rhein hinunter. Der Schmied Mime (Michael Brandner) findet ihn und zieht ihn groß. Dabei fallen ihm die Bärenkräfte des Jungen auf. Doch Siegfried (Tom Gerhard) kann damit nicht umgehen und geht somit dem ganzen Dorf auf den Geist.

Als ihm eines Tages Krimhild (Dorkas Kiefer) im Wald begegnet ist er in heißer Liebe zu ihr entflammt. Das Dorf ist froh als er beschließt seine Flamme zu suchen und zu erobern. Doch das er nicht ganz allein in der Fremde ist, schließt sich ein Schwein (mit der Stimme von Maximillian Belle) an um Siegfried vor dem schlimmsten zu bewahren. Dank dieses Schweinchen Babe übersteht Siegfried alle Abenteuer und – nein - er heiratet nicht Krimhild. Die „wahre“ Geschichte geht ganz anders aus.

Und Schwein hat auch der gehabt, der sich diesen gesammelten Schwachsinn nicht anschaut. Da wird aus allen möglichen Filmen geklaut und im rheinischen Dialekt richtig Schenkelklopfhumor erzeugt. Dazu eine Brise Fäkalparodien und schon hat man den Zuschauer mit dem ganz flachen Anspruch unterhalten. Dabei fängt es ganz zünftig an. Aber schon nach zehn Minuten haben die Autoren Tom Gerhard und Hermann Weigel ihr Pulver verschossen. Aber es wird sich sicherlich ein Publikum finden das diesen Film bis zum Schluss durchhält.

85 Minuten Proll Kino in Reinkultur.

Ab 28. Juli 2005 im KINO.

A.G.Wells