Vier Leichen und kein Hochzeitstag! Oder warum Rauchen tödlich ist und man Kakerlaken nicht mit dem Revolver ins Jenseits befördert. Ihnen ist das zu wenig aussagekräftig? Gut, ich werde die Geschichte ein bisschen ausführlicher erzählen.

Es geht um drei Gangster in Mexiko City. Dass sind Lolo (Diego Luna) Computerfreak und Hacker. Tomson (Jesus Ochoa), Mitglied der Cosa Nostra, der sich vor dem Passivrauchen fürchtet. Und El Nene (Lucas Crespi) der wettet das in eher eine Kugel umbringt als das Kettenrauchen.
Lolo ist in seine Nachbarin Andrea (Marta Belaustegui) verliebt und hat deshalb ihre Wohnung mit Webcams und Mikrofonen verwanzt. Außerdem hackt er sich in Schweizer Bankkonten. Diese bieten die Drei dann gegen heiße Diamanten einem russischen Mafioso (Norman Sotolongo) an. Doch der Deal in einem Hotel schlägt fehl.
Lolo wurde von Andrea beim Abhören ihres Telefons erwischt und schnappte sich auf der Flucht die falsche CD. Anstatt der schweizer Bankkonten sieht der Mafioso nur die hübsche Andrea. Als er eine Kakerlake erschießen will und zum Revolver greift löst das eine wilde Schießerei aus und zurück bleibt eine Leiche und zwei angeschossene Gangster.
Die sind jetzt gegenseitig auf der Flucht und verwickeln noch einen Apotheker, den Barbier und seine geldgierige Frau und einen Polizisten in diese Verfolgungsjagd.
Ein Film der seine Geschichte, wohlbemerkt eine sehr schwarze und skurrile Geschichte, fast in Echtzeit erzählt. Denn sie beginnt um 21:17 Uhr und endet gegen 23:49 Uhr irgendwo in Mexico City.
Geschichten die das Leben schreibt, wobei die Beteiligten mit den Geschehnissen leicht überfordert sind. Aber so ernst sollten man das Ganze nicht nehmen.

93 Minuten schwarz, schräg und absolut leicht unterhaltende Story.

Ab 14. Juli 2005 im KINO.

A.G.Wells