(A Lot Like Love)

Können Sie eigentlich auf Anhieb sagen, wann Sie zuletzt im Kino eine romantische Komödie gesehen haben? Mir gelang es nicht auf Anhieb. Ich musste erst in mein eigenes Archiv schauen bis ich auf „Was das Herz begehrt“ mit Diane Keaton und Jack Nicholson stieß. Das war im Februar 2004. Jetzt behauptet Regisseur Nigel Cole (Kalender Girls) die romantischste Komödie das Jahres 2005 gedreht zu haben. Und der Verleih sieht sogar eine moderne Variante von „Harry und Sally“ (1989). Also mich hat das mehr an einen Schlagertext von Paul Kuhn erinnert, indem es heißt – „wir sind seit zehn Jahren verlobt“.

Allerdings solange brauchen die beiden Hauptdarsteller nicht bis zum Happyend, aber sieben Jahre vergehen doch bis sie es endlich kapieren. Wir sind füreinander bestimmt.

Doch chronologisch der Reihe nach. Emily (Amanda Peet) und Oliver (Ashton Kutcher) lernen sich auf einem Flug nach New York kennen. Es kommt zu einem „One-Flight-Stand“ auf der Bordtoilette und sie albern ein bisschen gemeinsam in Big Apple herum, sind sich aber sicher, dass sie nicht an Liebe denken. Wieder zu hause in Los Angeles treffen sie in den folgen Jahren immer wieder aufeinander. Meistens aber sind sie gerade mit anderen Partnern liiert und driften wieder in ihren eigenen Lebensbereich. Das geht solange bis Emilys Freundin erzählt sie hat Oliver beim Smokingkauf für seine Hochzeit getroffen. Jetzt schrillen die Alarmglocken. Kann sie das noch verhindern?

Ein Schuss Romantik steckt ja in dem Film, vor allem über die Bildersprache. Aber den Vergleich mit „Harry und Sally“ hält dieser Streifen doch nicht stand. Dafür fehlt es an spritzigen Dialogen und der richtigen Chemie. Man ist zwar redlich bemüht die Geschichte sehr real darzustellen, es sind aber doch zu viele Haken darin bis es endlich zum Happyend kommt. Weniger wäre ein bisschen mehr gewesen. Doch nachdem zurzeit der Horror und die Aktion im Kino dominieren, kann man aber mal ein Auge zudrücken.

107 Minuten fast, aber nur fast eine gelungene H&S Kopie.

Ab 23. Juni 2005 im KINO.

A.G.Wells