So kann es gehen. Man macht mit einem an der Kasse erfolgreichen Film einen Schauspieler zum Star. Doch für die Fortsetzung verlangt dieser Star zuviel Gage. Rums. Also muss ein Nachfolger für ihn gefunden werden in der Hoffnung der zweite ist ebenso erfolgreich im Kino. Doch das dürfte mit Ice Cube als Nachfolger schwierig werden.

Der Osten – sprich Russland – ist als Feindbild fürs Kino entfallen. Also muss man die Geschichte in den USA selber ansiedeln. Nichts einfacher als das. Man macht einen Putsch und ermordet den Präsidenten. Nur zwei Männer können den Staatsstreich verhindern. Der schon aus dem ersten Teil bekannte Augustus Gibbons (Samuel L. Jackson) und der neue xXx Superagent Darius Stone (Ice Cube).

Der wird kurzerhand aus dem militärischen Hochsicherheitstrakt befreit und ab geht die Post. Seine Waffen, ein anarchisches Verhalten und jede Menge schwerer Waffen und High-Speed-Autos. So gut ausgerüstet macht er sich an die Arbeit und legt dabei halb Washington in Schutt und Asche, immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Unterstützt wird er dabei von chronischen Autodieben und einer flotten Exgeliebten. Gekämpft wird gegen ein Oberschurken, dem Verteidigungsminister George Deckert (William Dafoe).

Es ist schon erstaunlich wie man in 100 Minuten Film ohne viele Dialoge soviel Gewaltszenen aneinander reihen kann. Zum Ende des Films hängt man ermattet im Sitz. Erschlagen von der geballten, schnell geschnittenen Gewaltorgie die wie Videoclips an einem vorbeirauschen. Wenn man aus dem Kino geht weiß man schon nicht mehr was man gesehen hat. Gerade noch, dass ein dritten Teil angedroht wurde.

Ein Film den die Welt nicht braucht.

Ab 28. April 2005 im KINO.

A.G.Wells