Eines gleich vorweg. Eine neue Kung Fu Welle wird dieser Film nicht im Kino auslösen. Doch es ist äußerst witzig mit anzusehen wie dieser Film dieses Genre kräftig auf die Schippe nimmt.

Shanghai in den vierziger Jahren. Die Korruption hat die Stadt überwuchert und die Ganoven regieren. Allen voran die Axt-Gang mit ihrem Anführer Bruder Sum (Chan Kwok Kwan). Doch nicht überall haben sie das sagen. Zum Beispiel in der Schweinestallgasse. Hier lebt ein bunt zusammen gewürfelter Schlag Menschen friedlich miteinander.

Allerdings nur solange wie die zwei Pechvögel Sing (Stephen Chow) und Gu (Lam Tze Chung) sich als Axt-Gang Mitglieder ausgeben und umsonst verpflegt werden wollen. Der Plan geht schief. Die Bewohner prügeln sie aus dem Viertel und rufen damit die echte Gang auf den Plan. Doch diese holen sich ebenfalls blutige Nasen.

Da hat Sum einen Plan. Sing soll „Das Biest“, einen Meister des Kung Fu, aus dem Irrenhaus befreien damit er gegen die Meute aus der Schweinestallgasse antreten kann. „Das Biest“ stimmt aber erst zu als er erfährt, dass zwei unbesiegbare Kung Fu Meister sich dort versteckt halten. Und jetzt geht es richtig zur Sache. Eine gewaltige Martial Art Schlacht beginnt bei der kein Auge trocken bleibt.

Stephen Chow, in seiner Heimat ein Star in über 50 Filmen, erfüllt sich hier einen Jugendtraum. Bruce Lee und Jackie Chan in einem Film nachzuspielen. Da werden die siebziger Jahre wieder lebendig. Allerdings so abgekupfert und übertrieben in den Kampfszenen, dass es wie ein zu groß geratenes Comic wirkt. Und wenn man das Ganze nicht so ernst nimmt wird man gut unterhalten. Mal sehen wie hierzulande die Fans damit zurechtkommen?

99 Minuten gut choreographiertes Kampfballett ohne Tiefgang.

Ab 02. Juni 2005 im KINO.

A.G.Wells