Mein Gott, was für eine Enttäuschung!...

Basierend auf einer Romanvorlage, hätte, bei einer konsequenteren Ausführung, aus der Story ein guter Film werden können.
Obwohl der Inhalt an den Klassiker "Stirb langsam" erinnert, geht der Genremix aus Action & Thriller hier voll in die Hose.
Deshalb trifft die Kritik von Toni Straßer (hier bei MovieMaze) über den Film von Florent Emilio Siri voll ins Schwarze.

Das Hauptproblem sind die faustgroßen Löcher in der Logik des Drehbuchs.

Der Einstieg in die Hauptstory gelingt noch einigermaßen hoffnungs- und sinnvoll.
Jugendliche Gangster wollen das Luxusauto von Familienvater Kevin Pollack stehlen und geraten in dessen Haus in einen goldenen Käfig.
Sie finden Geld und Luxusgüter. Kommen dort aber nicht mehr herraus, da einer von Ihnen dummerweise etwas zu schießwütig ist.

Es hätte sich ein spannendes Psychoduell zwischen den Gangstern, der Familie im Haus und der Polizei vor der Tür entwickeln können.
Doch diese gute Möglichkeit wurde ab der Szene, in der Pollack niedergeschlagenen wird, verschenkt.
Von da an wirkt alles nur noch hektisch und konfus.

Als dann auch noch Frau und Tochter von Polizeichef Jeff Thalley (Bruce Willis) entführt werden, weil eine 2. Gangsterbande aus dem festungsartig gesicherten Haus dringend eine Daten-DVD haben will, macht das die Sache nicht "besser", sondern unglaubwürdiger.
Denn von nun an ist Willis gezwungen den Actionheld zu geben und verzichtet dabei auf jegliche Hilfe - warum auch immer...

Die Handlung tauscht nun kaum vorhandene Spannung gegen Action.

Denn irgendwie muß Willis ja an die DVD kommen und die Kinder im Haus retten.
Im 1. Showdown geht´s gut zur Sache, was etwas für die vielen Hänger entschädigt.
Beim 2. Showdown macht das Drehbuch leider wieder einige Bocksprünge.
Kevin Pollack hat, trotz Schädeltrauma, eine Schlüsselszene und hilft Buce Willis dessen Familie zu befreien.
Zu der man dummerweise keinerlei emotionale Bindung aufbauen konnte, da man sie nur kurz zu sehen bekam.

An Bruce Willis liegt es nicht. Er überzeugt bei dem was er tut und trägt den Film.
Ein Problem dabei ist: Er mußte sich dafür nicht anstrengen.

Die Handlungslöcher brechen dem Film das Genick.

Denn die sind reichlich vorhanden:
Mal hat Bruce Willis als Polizeichef Jeff Thalley das Kommando - mal nicht.
Mal muß Kevin Pollack (dessen Potenzial hier total verschwendet ist) dringend ins Kankenhaus - mal nicht.
Insgesamt sind es leider zu viele Dinge die einem negativ ins Auge springen.


Der Film ist wie ein Pullover, der mehr kratzt als wärmt.

3 von 10 Punkte = ärgerlich