PAYCHECK

Story:
Zwei Jahre arbeitete der Computer-Spezialist Michael Jennings für die geheimnisvolle Rethrick-Corporation. Nach Beendigung des Jobs werden alle Erinnerungen an seine Arbeit gelöscht. Statt eines millionenschweren Gehaltsschecks erwarten Jennings jedoch im Gegenzug nur sieben scheinbar unscheinbare Dinge. Hat etwa er selbst aus guten Gründen diese unkonventionelle Bezahlung gewünscht, oder versucht man ihn dreist übers Ohr zu hauen? Und wer zum Teufel sind all diese Leute, die ihn plötzlich unsanft aus dem Verkehr ziehen wollen? Fragen über Fragen...

Fazit:
Meine Güte - wie kann John Woo seinen Namen für dieses Machwerk hergeben? Dieser Film wäre ein idealer Fall für "Alan Smithee". John Woo macht sich dadurch seinen Ruf als Action-Virtuose kaputt. Wo sind die grandiosen Zeitlupen-Schießereien, die "Face/Off" zu einem modernen Klassiker und die unsägliche Schnulzenstory in "MI:2" erträglich machten? Die Action in diesem Film ist mehr als lächerlich, jede Folge von "Cobra 11" ist spektakulärer.

Außerdem sind die Hauptrollen total fehlbesetzt. Bei Ben Affleck mag man das gewohnt sein, denn sein schauspielerisches Unvermögen macht ihn in fast jedem Film zu einer Fehlbesetzung (Ausnahmen bilden hier nur "Der Anschlag" und "Dogma"). Warum sich allerdings Uma Thurman in dieses Projekt verirrte, bleibt unklar. Vielleicht ist es auch nur ihre grandiose Darstellung des brutalen Racheengels in "Kill Bill Vol. 1", die sie in der Rolle der Wissenschaftlerin unglaubwürdig erscheinen lässt. Doch selbst im grauenhaften "Mit Schirm, Charme und Melone" machte Thurman eine gute Figur, weshalb der Fehltritt in "Paycheck" doch sehr seltsam wirkt. Brauchte sie etwa dringend Geld?

"Paycheck" ist mit Abstand der schlechteste Film von John Woo und auch eine der größten Kino-Enttäuschungen der letzten Jahre. Eine echte Zeitverschwendung.

Schade, denn aus der an sich recht guten Story hätte man viel mehr machen können.

Bewertung: gnadenlose 0 von 10 für einen gnadenlos schlechten Film