DER WIXXER

Story:
Der Mönch mit der Peitsche, der Frosch mit der Maske, der Bucklige von SoHo, die Bande des Schreckens und der Schwarze Abt haben derzeit nicht viel zu Lachen: Mysteriöse Morde rund um das traditionsbewusste BlackWhite Castle erschüttern Londons Unterwelt. Ein Schurkenmörder geht um - genannt DER WIXXER!
Sir John von Scotland Yard setzt seine besten Männer auf den Fall an: den neuen Inspector Very Long und Chief Inspector Even Longer - dessen alter geliebter Kollege Rather Short dem WIXXER zum Opfer gefallen ist und über dessen Verlust Even Longer nur schwer hinweg kommt. Long und Even Longer treffen auf den ostdeutschen Touristen Dieter Dubinsky - der mit seiner Doris unfreiwillig Zeuge eines WIXXER-Mordes wurde - und hegen einen ersten Verdacht: Sie machen sich auf den Weg zum BlackWhite Castle, wo sie auf den Earl of Cockwood treffen, der nach aussen hin vorgibt, ein ganz normaler Aristokrat zu sein, der sich der traditionellen Mops-Zucht widmet. Hinter dieser Fassade betreibt er jedoch einen illegalen Mädchenhandel - er exportiert Girl-Groups in alle Welt.
Cockwood muß die lästigen Fragen der beiden Inspektoren über sich ergehen lassen, wo er doch wirklich genug damit zu tun hat, sein desolates Unternehmen, seine nichts-nutzigen Söhne Pommi und Fritti sowie seinen Butler Hatler und die seltsame Haushälterin Miss Drycunt unter Kontrolle zu halten. Und natürlich sitzt auch ihm, wie der gesamten Unterwelt Englands, DER WIXXER im Nacken, der einen Schurken nach dem anderen ins Jenseits befördert...

Fazit:
"Der Wixxer" sind zwei Filme in einem: einerseits eine liebevolle, aber augenzwinkernde Hommage an die Edgar-Wallace-Filme, andererseits eine ziemlich abgedrehte Komödie. Ein Mix, der auch beim "Schuh des Manitu" bestens funktionierte. Doch gerade Bullys Blockbuster ist eines der größten Probleme für den "Wixxer": die Messlatte wurde dort fast unerreichbar hoch gelegt, und jede folgende deutsche Komödie muss sich nun mit dem "Schuh des Manitu" vergleichen lassen. Erst recht natürlich, wenn sie auch eine Parodie einer bekannten deutschen Kino-Reihe ist.

Dabei sind "Der Wixxer" und "Der Schuh des Manitu" genau so verschieden, wie es in den 60ern bereits die Karl-May- und die Edgar-Wallace-Filme waren. Und deshalb sollte "Der Wixxer" auch vollkommen eigenständig betrachtet werden.

Kalkofe schlägt sich für seinen ersten großen Leinwand-Auftritt recht wacker, und Pastewka ist genial wie immer. Oliver Welke spielt seine Rolle, die aber um sehr vieles kleiner ist, als die von Kalkofe, fast noch besser als dieser. Lediglich Anke Engelke beweist mit ihrer Darstellung, dass sie im TV doch besser aufgehoben ist. Den besten Auftritt hat aber Christoph Maria Herbst als Butler Hatler ("Darf ich mich als Führer anbieten?"). Herbsts Szenen sind die unbestrittenen Highlights des Films.

Der Film selbst ist handwerklich sehr gut gemacht, und die dünne Story tut dem Spaß keinen Abbruch. Nervig wirkt nur die Musicalrevue am Schluss, die leider die volle Punktzahl für "Der Wixxer" verhindert. Aber 9 von 10 allemal.