Als Schauspieler und Komiker kannte ihn jeder. Aber wie sah der Privatmann Peter Sellers aus? Das versucht Regisseur Stephen Hopkins uns, in seiner Biografie ein bisschen näher zu bringen. Wer war dieser brillante und begabte Schauspieler? Sein größtes Talent war, in jede beliebige Rolle zu schlüpfen. Aber mit seinem Leben kam er nur sehr schwer zurecht.

Seine Karriere begann er beim Radio. Peter Sellers (Geoffrey Rush)machte zusammen mit seinen Kumpels Milligan, Secombe und Bentine, die er als Soldat während des Zweiten Weltkrieg kennen lernte, bei der BBC „The Goon Show“. Doch seiner Mutter Peg (Miriam Margoyles) war das zu wenig. Durch einen kleinen Trick erschleicht er sich eine Filmrolle und bekommt dafür den British Film Academy Award. Jetzt geht es mit seiner Karriere bergauf. In seinem nächsten Film ist Sophia Loren (Sonia Aquino) seine Partnerin. Er verliebt sich in sie, doch die Loren lässt ihn abblitzen. Dafür verlässt ihn seine Frau Anne (Emily Watson) mit seinen beiden Kindern.

Seller fällt in tiefe Depressionen und fühlt sich einsam. Doch der Wahrsager Maurice Woodruff (Stephen Fry) prophezeit ihm eine blendende Zukunft voller schöner Frauen und Filmrollen. Blake Edwards (John Lithgow) besetzt ihn als Nebenrolle in „Der rosarote Panther“. Doch mit seinem Inspektor Clouseau spielt er alle an die Wand. Der Film wird ein Hit, die Kritiker überschlagen sich, aber Sellers hasst seine Rolle.

Schon der Opener des Films verbreitet gute Laune. Er sieht genauso aus wie die Eingangssequenzen der „Pink Panther Filme“. Unterlegt mit der passenden Musik und man ist mittendrin im Leben des Peter Sellers. Dazu ein Geoffrey Rush der eine überragende Performance als Peter Seller abliefert. Fast wie das Original bewegt und agiert er, und lässt den Zuschauer teilhaben an seinen chamäleonartigen Verwandlungen. Aber auch die dunkle Seite des Menschen Peter Sellers wird gezeigt. Seine Wutausbrüche, seinen Jähzorn und seine Unfähigkeit zu lieben. Ein gut ausgesuchtes Ensemble von Schauspielern wie Charlize Theron als Britt Eklund, Stanley Tucci als Stanley Kubrick machen ein gelungenes Stück Filmgeschichte sichtbar.

122 Minuten ein Film den man in der Originalfassung sehen sollte, dann wird daraus ein Leinwandgenuss.

Ab 28. April 2005 im KINO.

A.G.Wells