„R O B O T S“

Mit der Eiszeit – „Ice Age“ fing alles an. Nämlich der Start zum Animationsfilm für den Regisseur Chris Wedge. Jetzt hat er sich etwas ganz futuristisches einfallen lassen. Keine Urzeittiere, sondern Roboter in einer total ohne Menschen angesiedelten Welt. Die aber trotzdem von sehr vielen Gefühlen und menschlicher Wärme beherrscht wird.

Es geht um Rodney (Philipp Moog), der Sohn von Mr und Mrs Copperbottom. Dank eines Bausatzes sehen wir den Nachwuchs vom Baby zum Teenager heranreifen. Er hat eine eigene Erfindung gemacht die er jetzt in Robotcity seinem Idol seit Kindertagen Mr. Bigweld (Wolfgang Völz), dem Erfinder und Inhaber von Bigweld Industries, vorstellen will. Die Reise dahin ist schon ein einziges Abenteuer. Ein Labyrinth aus Rohren, Apparaturen, Bahnen und Schleudern, in dem die Passagiere in Highspeed-Geschwindigkeit ans Ziel gebracht werden.

Dort angekommen muss Rodney feststellen, dass ein neuer Boss den Konzern leitet. Rachet (Oliver Kalkofe), ein Hightech Modell, der den Konzern in die Gewinnzone bringt, indem er keine Ersatzteile mehr herstellt, sondern nur noch teure Neuware, ist anstelle von Mr. Bigweld getreten. Das heißt die alten Roboter sind überflüssig und wandern in den Hochofen. Doch nicht mit Rodney. Zusammen mit dem Robotgirl Cappy (Sarah Connor) und einer Schar schräger Typen, angeführt von Fender (Bully Herbig), nehmen sie den Kampf auf.

Ein Animationsmärchen mit so vielen aberwitzig Ideen die für mehrere Filme reichen würde. Ein Feuerwerk an umgesetzter Inspiration mit spektakulärem Design. Dabei wird aus 100 Jahre Film jede Menge gekonnt persifliert. Wobei die Grundidee an „Der Zauber von Oz“ (1939 mit Judy Garland) erinnert. Außerdem wird die Popkultur vom Musical bis zu Britney Spears geplündert. Ein Filmbesuch wird nicht ausreichen um alle die gekonnten Details zu genießen. Eine schnörkellose Handlung in der es um die Wertschätzung des Alters, die Umsetzung von Träumen und eine wundervolle Vater – Sohn Beziehung geht.

Ein temporeicher CGI – Hit der in dem Metier des Animationsfilms neue Maßstäbe setzt.

90 Minuten pures Vergnügen für alle Nichtroboter zwischen 1 und 100.