„Million Dollar Baby“

Es ist schon erstaunlich, sobald Clint Eastwood einen neuen Film dreht, gehört er fast immer zu den Kandidaten für den Oscar. Zuletzt im Jahre 2003. Da gab es für „Mystic River“ sechs Nominierungen und zwei Oscars (Bester Darsteller und Bester Nebendarsteller). Sein neuestes Werk „Million Dollar Baby“ wurde gerade für sieben Oscars nominiert. Wobei er selber als Regisseur und Hauptdarsteller vorgeschlagen ist.


Frankie Dunn (Clint Eastwood) hat sein Leben lang nichts anderes gemacht als sich mit Boxen zu beschäftigen. Als Trainer und als Manager hat er etliche Boxer betreut. Sein oberster Grundsatz den er auch seinen Kämpfern beibringt: Wichtiger als alles andere ist die eigene Deckung. Seine Tochter hat sich von ihm abgewendet worunter er sehr leidet. Zusammen mit dem Ex-Boxer Scrap (Morgan Freeman) betreibt er ein Trainingscenter.

Dann taucht Maggie Fitzgerald (Hilary Swank) in seinem Center auf und ist entschlossen Boxchampion zu werden, wenn Frankie sie trainiert. Er weigert sich zuerst. Doch ihre Hartnäckigkeit und ihr Trainingsfleiß überzeugen ihn letztendlich und er willigt widerstrebend ein, sie zu trainieren. Sie dankt ihm dafür in dem sie ihre Gegnerinnen reihenweise auf die Bretter schickt. Der große Kampf um die Weltmeisterin steht bevor – Gage 1 Million Dollar. Noch ahnen sie nicht, dass ihnen ein noch größerer Kampf bevorsteht.

Sein neuer Film spielt im Boxermilieu ist aber kein Boxfilm. Es ist vielmehr ein Liebesfilm, keine Romanze, sondern die Liebe wie zwischen Vater und Tochter. Eastwoods Gespür für das Wesentliche, sein rationeller Regiestil und seine intime Kenntnis schauspielerischer Arbeit, lassen hier wieder ein Kunstwerk entstehen. Drei ausgezeichnete Schauspieler die eine perfekte Teamarbeit abliefern. Mit knappen, aber pointierten Dialogen, wo auch der Humor nicht zu kurz kommt und hervorragenden Bildsequenzen überzeugt dieser Film. „Es geht um menschliche Beziehungen, sagt Eastwood. Nicht alles wird direkt angesprochen. Die Zuschauer müssen mitdenken“.

132 Minuten emotional ergreifendes Kino mit Oscarchancen.

Ab 24. März 2005 im KINO.

A.G.Wells