„Schatten der Zeit“

Florian Gallenberger bekam 2001 für seinen Kurzfilm „Quiero ser“ den Oscar. Jetzt gibt er sein Langerwartetes Spielfilm Debüt. Eine melancholische Liebesgeschichte, die aber nicht etwa in Deutschland spielt, sondern in Indien. Die Idee zu diesem Stoff kam ihm durch ein kleines Mädchen, dass bei einem Interview, über seine Befreiung von der Kinderarbeit in einer Fabrik in Indien sprach.

Der Film beginnt in den 3oiger Jahre des letzten Jahrhunderts. Ravi und Masha schuften in einer Teppichfabrik als Kinderarbeiter. Doch Ravi möchte sich von dieser Arbeit freikaufen. Als er erfährt das Masha an einen Mädchenhändler verkauft werden soll, opfert er seine Ersparnisse und schenkt ihr die Freiheit. Beim Abschied verspricht ihm Masha, dass sie immer bei Vollmond im größten Shiva-Tempel in Kalkutta auf ihn warten wird – bis er kommt.

10 Jahre später hat Ravi es geschafft. Er verlässt die Fabrik um seine Masha zu treffen. Masha die inzwischen eine begehrte Tänzerin geworden ist, ist ebenfalls zum Tempel unterwegs. Die Liebenden verfehlen sich jedoch. Jahre später, Ravi ist ein erfolgreicher Teppichhändler und verheiratet mit der Enkelin des Besitzers, trifft er die ebenfalls verheiratete Masha wieder. Hat ihre Liebe noch eine Chance?

Eine tragische Liebesgeschichte mit indischen Schauspielern, von einem deutschen Regisseur, in Indien gedreht. Ein ruhiger, ernster Film an exotischen Schauplätzen mit bemerkenswerten Akteuren.

105 Minuten Bollywood mit ein bisschen viel Melancholie, aber dafür gibt es ja Taschentücher.

A.G.Wells