„S P A N G L I S H“
Wer oder was ist „spanglish“. Eigentlich ganz simpel und sie werden es auch gleich gesehen haben. Klar, es ist die Kombination aus Spanisch und Englisch. Regisseur ist James L. Brooks – sie wissen sicher – der auch diesen Megaknaller „Besser geht‚s nicht“ vor Jahren abgeliefert hat. Aber bei dieser Dramödie hat er sich sowohl in der Länge und dem Inhalt des Films ein bisschen vertan. Denn wo Adam Sandler draufsteht sollte auch Adam Sandler drin sein. Und hier hapert es. Denn diese Rolle ist nicht, wie seine Fans es erwarten. Oder hat er die Absicht ins Charakterfach zu wechseln. Bitte nicht!
John Clasky (Adam Sandler) ist gerade zum besten Koch Amerikas gewählt worden. Er lebt mit seiner Frau Deborah (Tea Leoni), seinen zwei Kindern und seiner Schwiegermutter (immer ein klein wenig im Tran) in einem vornehmen Villenviertel in L.A. Flor (Paz Vega) ist vor Jahren von Mexiko mit ihrer Tochter Christina (Shelbie Bruce) in die USA gekommen und hat bei den Claskys als Haushälterin angeheuert.
Das wäre ja alles kein Problem, nur Flor spricht kein Wort Englisch. Somit sind natürlich Missverständnisse vorgegeben. Außerdem nimmt Deborah gerade ihre Midlifekrise und Töchterchen Bernice (Sarah Steele) ist unglücklich über zu viele Pfunde. Flor versucht trotz dem wenigen was sie versteht, die Wogen in der Familie zu glätten. Aber auch sie hat ihre eigenen Probleme. Ihre Tochter Christina ist in dem Alter in dem man als Mutter besonders aufpassen muss. Als dann die Claskys zusammen mit Flor und Christina in ein Sommerhaus nach Malibu ziehen, prallen die unterschiedlichen Kulturen und Temperamente heftig aufeinander.
Brooks konnte sich nicht entscheiden – Komödie oder Drama – und daran krankt die zulang geratene Geschichte. Allerdings hübsch anzusehen der spanische Shootingstar Paz Vega in ihrer ersten Hollywood Rolle.
131 Minuten ein unterhaltendes Sprachenwirrwarr.
Ab 07. April 2005 im KINO.
A.G.Wells