„C O N S T A N T I N E“


Es war einmal wieder an der Zeit einen Fantasie Thriller ins Kino zu bringen. Und wie viele seiner Vorgänger ist auch „Constantine“ die Adaption eines Comics. „Hellblazer“ wurde jetzt Filmreif umgesetzt.

Das Gute und das Böse kämpfen wieder einmal miteinander. Mittendrin in diesem Kampf John Constantine (Keanu Reeves). Schon als Kind entdeckte er eine besondere Gabe an sich die er verabscheut. Er kann Halbblutengel und Dämonen erkennen, die als Menschen getarnt in unserer Welt leben. Diese Visionen treiben ihn in den Selbstmord. Er wurde gegen seinen Willen ins Leben zurückgeholt und macht jetzt eine Gratwanderung zwischen Himmel und Hölle.

Die Polizistin Angela Dodson (Rachel Weisz) bittet ihn um Hilfe um den angeblichen Selbstmord ihrer Zwillingsschwester aufzuklären. Damit beginnt eine Odyssee durch die Welt der Dämonen und Engel im nächtlichen Los Angeles. In einem furiosen Showdown greifen dann Luzifer und der Erzengel Gabriel mit in das Geschehen ein.

Ein künstlerisch und handwerklich gut gemachter Streifen, der allerdings keine neuen Elemente in dieses Genre bringt, sondern die Versatzstücke nur anders mischt. Es wird viel geschossen, gestorben und zwischen Himmel und Hölle abwechseln gelebt und das Wort Liebe kommt überhaupt nicht vor, genauso wenig wie eine Liebesszene. Ein Keanu Reeves der eine Mischung aus Exorzist und Neo darstellt, der widerwillig zum Helden wird und eine Rachel Weisz die in ihrer Doppelrolle gut gefällt.

Regisseur Francis Lawrence kommt wie viele seiner Kollegen aus der Videoclipgesellschaft der Musikbranche. Kein Wunder also das der Schnitt des Films zum Teil wie an einandergereihte Clips aussieht. Für ein bisschen Humor sorgt Chaz (Shia LaBeouf), ein Taxifahrer der nicht von John Seite weicht und am liebsten beim Aufmischen der bösen Geistern mitmachen möchte.

120 Minuten pralle Dämonenbekämpfung mit gutem Unterhaltungswert.

Ab 17. Februar 2005 im KINO.

A.G.Wells