Zwei Menschen die Parallelen aufweisen, jedoch unterschiedlicher nicht sein können. Kathy lebt mit Schulden und Lügen gegenüber ihrer Familie und vegetiert dahin. Der iranische Familienvater Behrani schuftet mit mehreren kleinen Nebenjobs, um so seiner Familie den Lebenstraum von einem eigenen Haus zu erfüllen. Sein Plan ist es, ein Haus günstig zu kaufen, es dann später zu einem besseren Preis zu verkaufen und um dann irgendwann seiner Familie einen besseren Lebensstandard zu ermöglichen. Als Kathy’s Haus wegen nicht bezahlter Gewerbesteuern verkauft werden muss, sieht Behrani seine Chance. Doch Kathy sieht nicht ein, ihr Haus einfach so abzugeben. So verstricken sich die Geschichten beider Personen ineinander.
Für mich zeigte der Film keine Sympathieträger, denn beide Hauptdarsteller schienen mir unsympathisch und egoistisch. Kathy, gespielt von Jennifer Connelly, kam mir nuttig verrucht und gespielt cool vor. Ihre ständigen gläsernen Augen und ihre Art stießen mir übel auf. Behrani (Ben Kingsley) spiegelte für mich einen zu zielorientierten Familientyrann, der nicht zurückschreckte, die Hand gegen seine Frau zu erheben. Als dann auch noch der Polizist Lester (Ron Eldad) in die Geschichte eintaucht, schien mir der Film gelaufen.
Die Affäre zwischen Kathy und Lester war so unrealistisch wie sonst was. Nach kurzer Kennenlernphase verließ er seine Frau, um mit Kathy in einer heruntergekommenen Holzhütte das Haus zurückzuerobern.
Ich hatte den Film schon abgeschrieben, bevor er überhaupt seine Wirkung zeigte. Er erinnerte mich an eine Droge, die erst nach einer gewissen Einnahmezeit ihre Wirkung zeigt und einen dann umhaut, als ob man einen Schlag ins Gesicht bekommt. Die Rollen gewannen an Charakter, näherten sich und zerstörten sich dann gegenseitig. Am Ende ist man fertig, überwältigt von dem Gesehenen und emotional mitgerissen, so dass man mit einem flauen Magengefühl zurückbleibt.
Ben Kingsley war grandios, Jennifer Connelly verbinde ich immer noch mit ihrer Rolle der Marion in „Requiem For A Dream“, und in gewisser Weise greifen die Rollen ineinander.
Abschließend erinnert mich der Film ohnehin an „Requiem For A Dream“, denn die Umdrehungen werden härter, bis man irgendwann geplättet da liegt und erst am Ende begreift, welche Tragweite die einzelnen Szenen und Charaktere haben.