„Kebab Connection“

Die Multi-Kulti Filme die in England und in den USA schon einige Zeit in Mode sind, man denke nur an „Kick It Like Beckham“ oder „My Big Fat Greek Wedding“, kommt jetzt auch in einer deutschen Produktion ins Kino.

Das türkisch-griechisch-deutsche Milieu am Hamburger Schanzenviertel spielt hierbei die Hauptrolle. Aber es geht auch noch um Kung-Fu und um die Liebe. Ibo (Dennis Moschitto – zuletzt in „Süperseks“) ist der chaotisch, kreative Türke, ein absoluter Bruce Lee Fan und davon überzeugt, den ersten deutschen Kung-Fu Film zu drehen. Ein Werbespot für die Dönerbude seines Onkel Ahmet (Hasan Ali Mete) macht in über Nacht zum Star in seinem Viertel. Er sieht sich schon auf den Spuren von Steven Spielberg.

Doch dann reißt ihn seine deutsche Freundin Titzi (Nora Tschirner) aus allen Träumen mit dem zarten Hinweis, dass sie schwanger ist. Ibo versteht die Welt nicht mehr, und noch weniger Titzi, denn obwohl sie kurz vor der Aufnahme in die Schauspielschule steht, will sie das Baby. Titzi setzt ihn vor die Tür und auch sein Vater, der bald Opa wird, zeigt ihm die rote Karte weil seine Schwiegertochter keine Türkin ist.

Aber Ibo will seine Titzi nicht verlieren. Also auf zum Babywickelkurs und in eine Geburtsvorbereitungsgruppe. Doch Titzi bleibt hart. Erst als die Wehen einsetzen und der taxifahrende Opa sie ins Krankenhaus bringt, kommt es zur Versöhnung aller Beteiligten.

Regisseur Anno Saul („Grüne Wüste“) bringt, nach einem Drehbuch von Fatih Akin, den Zusammenprall der Kulturen mit vielen hübschen Einfällen und einer augenzwinkernden Ironie auf die Leinwand. Schrille Charaktere und gut getimte Dialoge verbreiten gute Laune. Die deutsche Antwort auf „East is East“ kann sich durchaus sehen lassen.

96 Minuten komödiantischer Multi-Kulti Streifen aus deutschen Landen frisch ins KINO.