"Final Call - Cellular" hat einiges zu bieten.
Tempo, Action, Witz, gute Darsteller und ausreichend Story.
Der Plot (der Grund für Kim Basingers Entführung) ist so einfach wie genial, und zeigt, dass weniger oft mehr ist.

Die wenigen nicht 100%-logischen Handlungsabläufe (am Flughafen, im Polizeirevier) sind leicht zu verzeihen, da Timing und Tempo immer stimmen.
Der Film hat keinerlei Durchhänger und hält sich nicht unnötig mit detailreichen Personeneinführungen auf. Alle Darsteller - und der Zuschauer - werden einfach ist kalte Wasser geworfen. Ab geht die Post!

Die Akteure (Kim Basinger, Chris Evans, Jason Statham, William H. Macy) agieren höchst glaubwürdig. Die Mischung stimmt.
Besonders Kim Basinger gefällt in ihrer Opferrolle und macht als besorgte Mutter einen "guten Schnitt".

Einen nervenzerfetzenden Thriller darf man aber nicht erwarten.
Das will "Final Call" auch gar nicht sein. Auch wenn Trailer und Werbung etwas anderes versprechen.
David R. Ellis inszenierte einen stellenweise aufregenden Thriller im Light-Fomat und konnte sich dabei voll auf seine guten Darsteller verlassen.

Auch wenn die "bösen Jungs" manchmal etwas stereotyp wirken, ist Niemand ein Totalausfall
Im Gegenteil: Selbst kleine Nebendarsteller bekommen Zeit für einen großen Auftritt. Ein arroganter Anwalt mit Porsche z. B., sorgt für einige Lacher und mutierte klammheimlich zu meinem Lieblings-Charakter in diesem Film.

Ich vermute hier einfach ´mal, dass "Final Call" sich im Februar 2005 dank Mundpropaganda an die Spitze der Kinocharts schieben wird.