„Vom Suchen und Finden der Liebe“

Fünf Jahre sind vergangen seit Helmut Dietls letzten Film „Late Show“. Jetzt wagt er sich an eine Liebesgeschichte die in der griechischen Mythologie ihren Ursprung hat. Orpheus und Eurydike waren dabei seine Vorgabe und daran hält er sich bis zum tragischen Schluss. Nicht München ist wie bisher der Schauplatz seiner Geschichte sondern Berlin, Griechenland und natürlich die Unterwelt.

Mimi Nachtigall (Moritz Bleibtreu) ein erfolgloser Komponist trifft die junge ebenso erfolglose Opernsängerin Venus Morgenstern (Alexandra Maria Lara). Für beide ist es die große immerwährende Liebe. Zusammen gelingt ihnen der große Erfolg in der Schlagerbranche. Er komponiert und sie singt seine Lieder. Doch nach sieben Jahren ist die Liebe irgendwie abhanden gekommen. Venus tröstet sich nach der Trennung mit ihrem Manager Harry (Justus von Dohnanyi).

Doch Mimi gerät in eine tiefe Krise und nimmt sich auf einer griechischen Insel im Ferienhaus seines Freundes Theo Stokowski (Uwe Ochsenknecht) das Leben. Als Venus davon erfährt steigt sie durch einen Brunnen in den Hades um den Geliebten zurückzuholen. Wie bei Orpheus und Eurydike, überwindet die Liebe den Tod und sie erhalten eine zweite Chance. Allerdings mit der Maßgabe: Zurückschauen verboten! Werden sie es besser machen als ihre klassischen Vorbilder?

Eine romantische, märchenhafte Liebesgeschichte mit glänzenden Dialogen (Drehbuchmitwirkung Patrick Süskind), zuweilen bissiger Komik und tieftrauriger Melancholie. Technisch sauber umgesetzt und mit der Musik von Harald Faltermeier garniert. Für die Komik sind Anke Engelke und Harald Schmid zuständig (Zusammen in einer hübschen Bettszene). Könnte es sein das Regisseur Helmut Dietl einer verflossene Liebe nachgetrauert hat? Und damit man das Ganze noch besser versteht gibt es einen Erzähler (Elmar Wepper) dieser Geschichte.

Der etwas andere Dietlfilm und durchaus zu empfehlen.