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„Der Verführer lässt schön grüßen“ hieß dieser Filmstoff einmal im Jahre 1965 und verhalf damals dem britischen Mime Michael Caine zum internationalen Durchbruch. Derartige Hilfe braucht Jude Law zwar heute nicht, aber die Produzenten meinten es sei an der Zeit diesen Stoff wieder ins Kino zu bringen. Das gemeinsame ist, dass Caine und Law beide Briten sind. Der Film spielt allerdings dieses mal in New York und nicht in London.

Doch zurück zur Geschichte. Damals wie heute ist Alfie ein Swinging Playboy. Seinen Job bei einem Limousinenverleiher benutzt er immer einmal wieder um in diesen geräumigen Autos das ein oder andere Mädchen zu vernaschen. Er flattert wie eine Biene von Blüte zu Blüte, immer nur auf den Honig aus. Dabei hat er keine feste Bindung im Sinn. Wozu auch, es gibt ja genug hübsche Honigspender. Doch eines Tages versagt ihm sein Lümmel den Dienst. „Finde eine Frau zum Lieben und lebe jeden Tag als wenn es dein Letzter wäre“. Diesen Ratschlag gibt ihm ein älterer Mann, den er bei seinem Arztbesuch kennen lernt.

Doch Alfie ist weit davon entfernt diesen Ratschlag zu beherzigen. Im Gegenteil. Mit Liz (Susan Sarandon), einer reichen Millionärswitwe, tritt sein Liebesleben in eine neue Dimension. Leider nur für kurze Zeit. Sie gibt ihm den Laufpass mit dem zarten Hinweis, siehe brauche etwas Jüngeres. Und mehr und mehr Freunde wenden sich von ihm ab. Zurück bleibt ein einsamer Playboy in Manhattan.

Jude Law spielt diesen Charakter in einer lässig charmanten Art, nicht so zynisch wie Michael Caine vor 40 Jahren. Aber damals wie heute sind die Dialoge sehr einfach gestrickt. Zu allem Überfluss kommentiert Alfie auch noch seine Handlungsweise, was als störend empfunden wird. Man sieht ja was geschieht.

Allein die Musik bleibt länger im Ohr. Ein Verdienst von Mick Jagger.

97 Minuten ein „Englishman“ in New York.