So ihr Fußballkenner. Von wem stammt dieser weise Spruch? Schon einmal soviel. Es geht um Fußball. Denn dieser Spruch ist ein Buchtitel der Biografie von Günter Netzer.

Gil Mehnert ein junger Filmemacher hat sich dieses Titels angenommen und daraus eine märchenhaft-skurrile Komödie gemacht. Aber das ist kein reiner Fußballfilm wie etwa Söhnke Wortmanns „Das Wunder von Bern“ oder wie „Männer wie wir“, wo es um schwule Fußballer geht. Nein, hier geht es um die Leidenschaft zum Tipp-Kick.

Hans-Günter (Arndt Schwering-Sohnrey) ist der fanatische Tipp-Kicker. Wochenlang bastelt er an seinem Stürmerstar mit der Nummer 10 herum. Doch es hat sich gelohnt. Er gewinnt die Tipp-Kickmeisterschaft und darf zur deutschen Meisterschaft. Den zweiten Sieg landet er an diesem Abend bei der Fotografin Marion (Mira Bartuschek) von der Lokalzeitung. Die gemeinsame Nacht hat aber ungewöhnliche Folgen.

Sein Tippkicker mit der Nummer 10 fällt in die Badewanne in der zur gleichen Zeit Marions Fotochemikalien brodeln. Ohne das die beiden etwas ahnen mutiert der Tippkicker wie damals die Schildkröten (Turtles) in der Atomsuppe. Nr. 10 sieht ja ganz passabel, bis auf die Metallstange am Kopf.

Hans-Günter trifft seinen ehemals metallenen Freund an einer Bushaltestelle wieder und nimmt ihn mit nach Hause. Bei der deutschen Meisterschaft im Tipp-Kick ist sein neuer Freund eine große Hilfe. Durch Zeichensprache gibt er ihm Tipps seines Insiderwissens. Doch Günter (Eckhard Preuß) wird vom Fernseher und einem Bundesligaspiel abgelenkt und so verliert Hans-Günter seine Spiele. Nach dem darauf folgenden Streit verläuft sich Günter. Er sitzt wieder an einer Bushaltestelle. Und diesmal schlägt das Schicksal zu. Der Mannschaftsbus der westdeutschen Fußballauswahl fährt vorbei und sammelt ihn auf. Ein neuer Star ist geboren – Günter Netzer.

Das ist die wahre Geschichte - oder wenn nicht - ist sie doch gut erfunden.

Eine netter kleiner Film, der eine Weile braucht um einen gefangen zu nehmen. Doch wenn man sich auf ihn einlässt wird man wunderbar unterhalten. Erstaunlich ist auch die Filmmusik. Es wurde eine Fantasieband gegründet die „Dukes“ und man komponierte rund ein dutzend gelungene „gefakte Hits aus 1965“.

80 Minuten die etwas andere Fußballkost.