„Mathilde – Eine große Liebe“

Diese beiden Namen sind unweigerlich miteinander verknüpft wenn es um den französischen Film geht. Der Regisseur Jean-Pierre Jeunet und seine Hauptdarstellerin Audrey Tautou. Seit der „Fabelhaften Welt der Amelie“ die Kinowelt entzückte, kennt sie jeder Kinogänger. Jetzt gibt es eine weitere fruchtbare Zusammenarbeit der Beiden.

Audrey Tautou ist Mathilde, eine junge Frau die zwar an Kinderlähmung leidet, die aber unerschütterlich an die Liebe glaubt. An ihre Liebe zu Manech gespielt von Gaspard Ulliel. Er wird 1917 wegen Selbstverstümmelung zum Tode durch das Militärgericht verurteilt. Mit vier anderen Delinquenten wird er ins Niemandsland zwischen den französisch- deutschen Stellungen hinausgeschickt.

Mathilde jedoch will nicht wahrhaben das ihr heißgeliebter Manech tot ist. Sie glaubt fest daran, dass er überlebt hat. Sie verfolgt ihr Ziel unbeirrbar indem sie die Wahrheit über die fünf Soldaten herausbringen will. Dabei lässt sie sich von niemand abbringen. Sie beauftragt zusätzlich einen Detektiv der die einzelnen Schicksale aller beteiligten Soldaten mit verfolgen soll. Nach und nach kommt sie ihrem Ziel immer näher. Auch einige Rückschläge bringen sie nicht von dem einmal gesetzten Ziel ab.

Ein opulenter Film in dem Farbe, Form und eine ausgefeilte Bildersprache zu einem großen ganzen zusammengefügt werden. In typischer Fabulierlust mit skurrilem Humor lässt Jeunet seine Akteure agieren. Immer wieder werden die brutalen Kriegsszenen durch bildhafte Ausflüge ein bisschen abgemildert ohne ihre Wirkung zu verlieren. Eine perfekte Handhabung filmischer Mittel lässt diesen Film unvergesslich im Gedächtnis haften.

Und aufgepasst, ab und zu entdeckt man einen Filmstar den man in diesem Film nicht vermutet hätte.

125 Minuten eine unvergleichlich, spannende Liebesgeschichte und ein Oscaranwärter.