"Frauen, bleibt zuhause! Dies ist ein Männerfilm!"

Alles was Männer gern tun, wird hier gewürdigt:
- Bier aus Dosen trinken
- Sport gucken (oder im geringst-möglichen Maß betreiben)
- das schönerere Geschlecht durch Ungepflegtheit anwidern
- mit Tugenden, wie permanter Unordnung und plumpen Annäherungsversuchen, nerven.
- Sich Dinge in die Hose schieben, die da nicht hingehören
... und last-but-not-least: Das Gemächt größer erscheinen lassen, als es in Wirklichkeit ist.

Sollten Sie als Dame solch ein Musterexemplar als Gatten vorweisen können: tragen Sie es mit Humor - denn es geht noch schlimmer:

Ben Stiller stellt als Fitnesstempelbesitzer White Goodman so ziemlich den ekelhaftesten und arrogantesten Vertreter seines Geschlechts dar, den man sich nur vorstellen kann.
Sein Nachbar und Konkurrent Peter (Vince Vaughn) betreibt ebenfalls ein kleines Gym, steht aber kurz vor der Pleite und beherbergt nur Looser in seiner Bude, die das Etablissment als Zufluchtsort vor ihren Problemen benutzen.
Goodman will das Gym feindlich übernehmen und drängt die Bankangestellte Kate (Christine Taylor... im wahren Leben Ben Stillers Ehefrau) die Konkursverwaltung voranzutreiben.
Mehr aus Geldnot & Verzweiflung, als aus sportlicher Überzeugung, nimmt Peter mit seinen Freunden am Dodgeballturnier in Las Vegas teil...

Kein Sportfilm-Klischee wird hier umschifft; warum auch?... Schließlich sollen Alle leiden, die - in welcher Form auch immer - etwas mit Sport zu tun haben.
Ob Bodybuilder oder Cheerleader, Weltmeister oder Amateur, Reporter oder Zuschauer, fettleibig oder schwachsinnig, häßlich oder pervers... jeder bekommt hier sein Fett weg.
Unbeteiligte gibt es nicht. Gefangene werden keine gemacht. Auf Niemanden wird Rücksicht genommen. Weder auf Geschlecht, noch auf Rasse oder Religion.
Der Humor ist bestimmt nicht jedermanns Sache. Aber - ganz ehrlich: Schadenfreude ist die schönste Freude, und deshalb funktioniert "Dodgeball" als Parodie und Anarcho-Komödie einwandfrei.

Obwohl man zugeben muß, dass vor allem "Bösewicht" Ben Stiller den Film trägt, sind es die vielen skurillen Typen, die die Sympathiepunkte sammeln und den Film bereichern.
Die Handlung verliert nie an Witz und Tempo und beweist, das simple Storys funktionieren können, wenn man sie mit Vollgas spielt.

Sollten Sie als Frau sich den Film doch ansehen wollen - oder müssen, mache ich Ihnen zur Entschädigung einen Vorschlag:
Melden Sie Ihren Gatten doch nach der Vorstellung beim "Völkerball" an...